Schlagwort-Archive: lesung

Meine Buchpräsentation im MQ – 10 Jahre später

Kinder, wie die Zeit vergeht. Vor zehn Jahren, einem Jahrzehnt wenn man so will, am 29. Februar 2008, habe ich offiziell Die Liebesnacht des Dichters Tiret im Quartier 21 des MQs vorgestellt. Viel Wasser ist seitdem die Donau hinabgeflossen und noch mehr Buchstaben sind aufs Papier meiner Bücher gedruckt worden. Mehr wollte ich jetzt gar nicht sagen. Am Ende ist es nur eine weitere Erinnerung, die langsam verblasst, einer zarten und einzigartigen Schneeflocke gleich, die eine Weile im Wind tanzt, vor dem Fenster eines Schreiberlings, der sich müht, Worte zu finden, für eine Erinnerung, die langsam verblasst.

Meine Buchpräsentation im MQ – 10 Jahre später weiterlesen

Advertisements

Als der Himmel voller Bücher hing

Gestern, vor 8 Jahren, ist die Buchpräsentation zu Die Liebesnacht des Dichters Tiret im Wiener MQ über die Bühne gegangen. Der kleine Filmclip lässt das Geschehen Revue passieren. Damals war ich noch recht naiv in den verlegerischen Schlagabtausch gegangen; ja, ich dachte, es gäbe  Chancengleichheit, weil, heißt es nicht, der freie Markt ist für alle da? Aber je mehr ich in das kapitalistische Drumherum drang, desto klarer wurde mir die Aussichtslosigkeit all der ambitionierten Davids, die sich gegen die marktmächtigen Goliaths zu stemmen versuchen. Talente, Gaben und Tugenden sind keine umsatzsteigernden Eigenschaften. Auch der junge Goethe musste das zu Beginn seiner Karriere feststellen, als er auf einen Berg selbst publizierter Götz-Bücher saß und seinen Freunden Brandbriefe schrieb: „Hört, wenn ihr mir wollet Exemplare von Götz verkaufen, ihr tätet mir einen Gefallen.“ [Siehe Seite 176]

Plakat_Tiret_Brouille_Madeleine_Penly

 

Als mir Denis Scheck die Hand schüttelte – FFM12

Ja, so kann es gehen. In den recht frühen Morgenstunden Jürgen Schütz vom SEPTIME Verlag aufgesucht, der mich von Herzen herzte. Ja, nur für den Fall, dass man meinte, die Verlagsbranche wäre kalt und unnahbar. Als ich so mit ihm plauderte, da kam doch tatsächlich Denis Scheck vorbei, der sich mit Jürgen kurz über die Autorin „James Tiptree junior.“ unterhielt, die Jürgen verlegt und die Denis Scheck zu empfehlen weiß. Im Zuge der Verabschiedung wurde ich auch gleich mal als Fotograf auserkoren, der den hohen Gast hübsch abzulichten verstand. Danach erfolgte die freundliche Händeschüttelei. Ja, so war es. Natürlich hätte ich jetzt das Blaue vom Frankfurter Buchmessehimmel erzählen können, nämlich, dass er auf der Suche nach diesem Wiener Geheimtipp gewesen wäre. Aber wer weiß, wer weiß, was die Zukunft bringt. Apropos. In gut einer halben Stunde darf ich mich präsentieren. Eigentlich dachte ich ja, das wäre so ein netter, familiärer Event, aber als ich gerade bei der HotSpot-Bühne Kids in Halle 3.0 vorbeikam und Wibke herzte (ja, die Social Media Leute sind ein herzliches Völkchen), bemerkte ich einen doch recht beträchtlichen Andrang (höre ich da einen Applaus herüberwehen?). Das macht mich jetzt doch recht nervös, weil ich ja eine Passage aus Con$piracy zum Besten geben möchte und wer weiß, ob das die Damen und Herren goutieren werden. Wibke meinte nur, ich solle meinen Wiener Charme spielen lassen und einfach nur ich sein. Hm. Ja, das ginge natürlich, aber ob ich damit wirklich den richtigen Eindruck mache? Es steht zu befürchten, dass man schnell die Meinung bekommt, da sei die Re-Inkarnation von John Lennon auf der Bühne, der seltsam abgedrehte Sachen von sich stottert.

Sonst?

Wie üblich ist die Messe förmlich erschlagend. Aber davon erzähle ich dann die nächsten Tage, jetzt muss ich mich konzentrieren – und die Toilette aufsuchen. Gar nicht einfach. Wahrlich nicht.

Frankfurt on my mind, anno 2012

Die Buchmesse 2012 ruft. Deshalb werde ich morgen die 7stündige Fahrt nach Frankfurt auf mich nehmen. Das Bahnfahren ist ja eine feine, sehr entspannende Sache – falls die äußeren Umstände nicht gegen einen sind. Die Messe öffnet am Mittwoch offiziell die Pforten. Für Fachbesucher only. Erst Samstags und Sonntags ist das Lesepublikum eingeladen, sich ein Bild von den vielen Neuerscheinungen im Herbst bzw. Frühling zu machen. Aber da sollte ich dann schon wieder auf der Heimreise sein. So der Plan. Apropos, der Messe-Lageplan muss noch ausgedruckt werden. Man will sich ja im ganzen Trubel nicht verirren. Und ohne SmartPhone ist man gegenwärtig geradezu plan-los.

Sieht eigentlich überschaubar aus, nicht?

Am Mittwoch, späterer Nachmittag, darf ich beim Twittwoch für rund 10 Minuten lesen. Halle 3.0, beim Kids und eReading HotSpot. Kinder gibt’s die drei Tage ja keine. Somit ist der HotSpot in der Hand von Social Media Fachleuten. Ich werde natürlich aus Con$piracy lesen. Schließlich will ich in erster Linie den interessierte und aufgeschlossene Bürger informieren. Wer weiß, vielleicht entspinnt sich später, im Privaten, eine kleine Diskussion. Damit wäre ich schon sehr zufrieden. Koffer? Ach ja, der muss noch gepackt werden.

Lesung ist eine Lesung ist eine Lesung

Heute Abend, Freitag, 4.5.2012, um 20 Uhr, werde ich mit der wunderbaren Iris Maria aus dem Manuskript Der Fetisch des Erik van der Rohe lesen. Lydia, Alice und Nathalie sind jene Kapiteln, aus denen Auszüge vorgelesen werden. Iris Maria übernimmt den weiblichen Part, ich den männlichen. So gehört sich das, nicht? Seit Gut gegen Nordwind so fulminant eingeschlagen hat, dürfte die Verlagswelt mit Erstaunen festgestellt haben, dass der tot gesagte Briefroman im neuen E-Mail-Kleid wiederauferstanden ist. Zwar war ich schon im Jahre 2003 mit der ersten Version meines modernen »Briefromans« fertig, also lange, bevor Herr Glattauer des Weges kam, aber am Ende gilt, wer sein Buch zuerst in der Buchhandlung hat, hat gewonnen und darf die Lorbeeren essen. Sei’s drum. Das Manuskript, über die Jahre beträchtlich angewachsen, dann wieder gekürzt, verändert, geteilt, liegt noch immer am »Was soll ich jetzt damit?« – Stapel. Na, man wird sehen, wie das Publikum heute auf die Auszüge reagieren wird. Das Thema Fe(e)tisch und wie man/frau damit (einigermaßen authentisch) umgeht, könnte schon einen Nerv treffen. Vielleicht.

Wer also der Lesung beiwohnen möchte, bitte sehr, keine Hemmungen. Ab 20 Uhr im Ragnarhof – Grundsteingasse 12 – im oberen Stockwerk. Der Hof ist öffentlich gut erreichbar (U6 Thaliastraße bzw. Josefstädterstraße, 5, 33, 2, …) und ein Barbetrieb im unteren Stockwerk ist auch vorgesehen. *Hicks*