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Las Vegas Amoklauf: Nichts ist, wie es aus dem TV scheint

update: siehe Ende des Beitrags

Wieder einmal ein mass shooting in den USA. Amoklauf! Diesmal ist es ein glücksspielsüchtiger verschuldeter (?) Millionär, der mit halbautomatischen Sturmgewehren aus den beiden (eingeschlagenen) sturmsicheren Fenstern eines Hotels in Las Vegas wild um sich geschossen haben soll. Ausgerechnet Las Vegas. Diese Stadt gehört zu den am meisten überwachten Städten der Welt. Das mag jetzt nicht sonderlich verwundern, lagern in den Casinos und Hotels Millionenbeträge. Weiters sollten wir nicht außer Acht lassen, dass gambling, das Glücksspiel, immer schon die zwielichtigsten aller Zeitgenossen angezogen hatte und weiterhin anzieht. Hier ist viel Geld zu verdienen und noch mehr Geld zu waschen. Völlig legal, versteht sich. Den Betreibern der Casinos und Hotels geht es deshalb vor allem darum, eine bunte Idylle rund um Spieleinsätze und Glücksfaktoren zu schaffen. Jeder Versuch, diese Idylle zu stören, wird bereits im Ansatz zu verhindern versucht: sei es mit einer Vielzahl an Sicherheitsleuten in zivil und in Uniform, sei es mit Überwachungskameras, die an jeder Ecke und an jeder Decke installiert sind sowie einer Reihe von behördlichen Agenturen, die in der Stadt ihr investigatives ‚Unwesen‘ treiben.

Warum sollte also der (angebliche) Amokschütze Stephen Paddock, der die Stadt und die Casinos so gut kannte, ausgerechnet dort seinen Amoklauf planen? Und geplant muss er ihn haben. Oder ist es jetzt üblich mit rund zwei Dutzend Sturmgewehren und Munition für eine ganze Kompanie herumzureisen und diese in seinem Hotelzimmer heimlich (?) zu deponieren? Das Zimmermädchen dürfte jedenfalls nicht über die Gewehre gestolpert oder auf die Munitionskisten gefallen sein.

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Denkverbote #0: Reden wir darüber

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Die gemeinsten Meinungen und was jedermann für ausgemacht hält,
verdient oft am meisten untersucht zu werden.

Georg Christoph Lichtenberg (1742-99)
erster Professor der Experimentalphysik

Begibt man sich als skeptischer Zeitgenosse auf eine Reise zum Mittelpunkt der Wahrheit, dann begegnet einem auf dem Weg eine Reihe von Denkverboten. Gewiss, diese Verbote werden für gewöhnlich nicht direkt ausgesprochen und zielen auch nicht auf das Denken selbst ab – noch darf und kann man denken, was man will. Aber wehe, man brächte ketzerischen Gedanken zur Sprache oder aufs Papier, trüge diese auf Händen in die Öffentlichkeit. Mit einmal würde das Gesagte oder Geschriebene oder Gezeichnete auf die goldene Waagschale gelegt. Maßstäbe, die vor Gericht ‚offenkundige Tatsachen‘, im Alltag ‚Allgemeinwissen‘ heißen, werden angelegt. Urteile werden gefällt, mediale Pranger aufgestellt, Bücher verbrannt und Scheiterhaufen entzündet. Der Ungläubige hat abzuschwören und vor den erbosten Richtern einzugestehen, auf dem falschen Weg gewandelt zu sein. Weigert er sich – sei es aus Prinzip, sei es aus gekränktem Stolz – ist seine Existenz keinen Pfifferling mehr wert. Nach Verbüßen der ihm auferlegten Strafe wird er zum Paria erklärt und stirbt eines einsamen Todes. Wer sich dieser modern-kafkaesken Hexenverfolgung nicht ausliefern möchte, muss schweigen und vergessen lernen. Vielleicht, seufzt der Frevler in einem melancholischen Moment, hätte ich besser die ketzerischen Gedanken nie gedacht.

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Internetnutzer wollen Gesetze gegen Fake News. Angeblich. Willkommen in Oceania.

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Glauben Sie nicht alles, was Sie sehen!

Eine repräsentative Umfrage des FORSA-Instituts unter 1000 deutschen Internet-Nutzern hat Erstaunliches ergeben: RP-Online  interpretiert die Ergebnisse so, dass »eine breite Mehrheit der Menschen in Deutschland neue Gesetze gegen gezielte Falschnachrichten, sogenannte Fake News, befürwortet«.  Dann heißt es weiter »Nur eine Minderheit von acht Prozent vertritt die Auffassung, dass Falschnachrichten zur Meinungsfreiheit gehören – darunter sind mit 17 Prozent überdurchschnittlich viele Ostdeutsche.« Ach?

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Anatomie eines Anschlags: Was geschah in Nizza wirklich? (VIDEO)

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Das Bild ist mit youtube verlinkt!

Wer sich für den (vermeintlichen) Anschlag in Nizza vom 14. Juli 2016 interessiert, sollte sich den ersten Teil des oben verlinkten Videos angucken. Zwar dauert der Beitrag rund eine Stunde, dafür erhält der Zuseher Einblick in all die Ungereimtheiten und Widersprüche der offiziellen Version. Es stellt sich die Frage, was am 14. Juli 2016 in Nizza wirklich geschehen ist.

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Was geschah in Nizza wirklich? Magazin Nexus No. 67 Okt/Nov

Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem NEXUS-Magazin, das meinen Blog-Artikel (in lektorierter Form) in zwei Teilen veröffentlichte.

Anatomie eines merkwürdigen Anschlags auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin, 2016

update: Ein Jahr später. Meine Gedanken dazu.

update: User WoodyBox macht sich in seinen Blog-Beiträgen komplexe Gedanken über allerlei Details zum (vermeintlichen) Anschlag. Ein wenig habe ich ja die Befürchtung, dass diese berufenen Forensiker gar nicht mehr in der Lage sind, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen, trotzdem sind die Analysen und Gedankengänge empfehlenswert.

update: Empfehlenswertes Video eines besorgten Berliner Bürgers, der einen Rundgang am Weihnachtsmarkt macht, Tage nach dem vermeintlichen Terroranschlag mit einem Lkw. Er weist dabei auf allerlei Merkwürdigkeiten hin.

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Der gewöhnliche Medienkonsument ist recht leicht an der Nase herumzuführen. Er hat keine Vorstellung, nicht die kleinste, wie oft er angelogen wird, von den Medien, von den Behörden, von den Politikern und von all den bezahlten Schaustellern auf der Straße oder im virtuellen Netz. Jeder, der sich mit der näheren Vergangenheit beschäftigt hat, ist sich im Klaren, dass nichts ist wie es uns in der Schule gelehrt wurde. Es ist nicht leicht, dem gewöhnlichen Bürger zu erklären, dass da draußen Leute am Werke sind, deren einzige Aufgabe es ist, die Geschichte eines Ereignisses in Echtzeit zu verändern. Der (vermeintliche) Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin macht da keine Ausnahme. Sieht man sich die Sache an, ohne dabei seinen Verstand einzuschalten, kann man mit der offiziellen Lesart der Medien, dem Sprachrohr der Behörden, ganz gut leben. Aber wehe, man schaltet sein Hirn ein und beginnt, in den Details zu stochern. Ehe man sich versieht, glaubt man sich im Film, im falschen Film.

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