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Trump vs. Clinton – Die erste Debatte

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As seen on twitter.

Das war sie also, die erste Debatte der beiden Präsidentschaftsanwärter: Donald Trump und Hillary Clinton. Dafür bin ich um 3 Uhr früh aus dem Bett gekrochen. Ich denke, Sie werden alles Wesentliche und Unwesentliche aus den Medien erfahren. Clinton, die sich streberhaft auf diese TV-Debatte vorbereitete, machte über die 90 Minuten einen sicheren Eindruck. Es erinnerte an einen Schüler, der sich gewissenhaft für die Prüfung gelernt hat und sich deshalb keine Sorgen macht, dass er scheitern könnte. Trump hingegen wirkte wie ein überheblicher Schüler, der von sich überzeugt ist, den Lernstoff im kleinen Finger zu haben und deshalb bei manchen Fragen aufs Glatteis geriet. Aber am Ende muss man Trump zustimmen, wenn er über seine Gegnerin sagt und damit alle Politiker meint: »All Talk, No Actions!« Ja, sie reden alle heiße Luft. Geht auch gar nicht anders. Politiker reduzieren das Politische auf ein paar Schlagwörter, auf hübsch anzuhörende Slogans. Das hat mit dem Führen eines Landes nichts zu tun. Gar nichts. Aber wie sonst soll man sich und seine Partei verkaufen?

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Weltoffen, kritisch, unabhängig? Willkommen im Märchenland des Mainstream

Standard_AboDie Wochenendausgabe der eingefärbten Qualitätszeitung schlägt auch diesmal wieder die Propaganda-Trommel. Es ist erbärmlich, wenn man sieht, wie gutgläubige Bürger – nicht dumm, nicht bös – an der Nase herumgeführt werden. Sie werden jeden Tag aufs Neue mit dem „Wahren“, dem „Richtigen“, dem „Guten“ konfrontiert. Die Gedanken dürfen nur noch in eine vorgegebene Richtung auf einer genau definierten Einbahnstraße gedacht werden. Jeder, der diese Straße verlässt, sei es auch nur kurz, muss mit Konsequenzen rechnen. Ich bekomme ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, wenn ich sehe, wie die Gesellschaft diese Qualitätsmanipulation nicht nur zulässt, sondern sie auch noch befördert. Gewiss, das Schmierenblatt des Boulevard hat es schon immer gegeben. Gossip. Gerüchteküche. Geschrei. Geschwätz. Nichts Neues. Orwell beschreibt in 1984 ja exakt, wie eine ausgesuchte Beamtenschaft Schundblätter (und Pornographie) für den Pöbel fabriziert, um diesen von der (politischen) Realität abzulenken. Aber warum tun die Intellektuellen da mit? Sollten diese nicht das Leuchtfeuer der Aufklärung sein?

Für Noam Chomsky haben die Intellektuellen die Verantwortung, die Wahrheit zu sagen und Lügen aufzudecken. Diese Verantwortung der Intellektuellen leitet sich aus der politischen Freiheit, dem Zugang zu Informationen und der Redefreiheit her. Aber nach Chomsky zeigt die historische Erfahrung, dass Intellektuelle diesen privilegierten Status nicht für das Sagen der Wahrheit nutzen, sondern vielmehr ihre Fähigkeiten in den Dienst für die Interessen und Privilegien der Machtelite stellen. Diese Machtelite entscheidet darüber, was in der Gesellschaft passiert, weil sie über den dafür notwendigen Reichtum besitzt.

Die Wachhunde der Machtelite: Noam Chomskys Kritik der Intellektuellen
Wolfgang Lieb
NachDenkSeiten