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Barcelona im August 2017: The show must go on and on and on …

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Eigentlich wollte ich mich so gar nicht mit den Ereignissen in Barcelona beschäftigen. Wieder Terrorismus. Wieder ein Fahrzeug. Wieder Menschenmengen. Wieder unzählige Opfer. Wieder Trauerkundgebungen. Wieder das Schüren emotionaler Gefühle. Wieder das politische Ausschlachten an allen Fronten.

Same shit, different smell, wenn es mir erlaubt ist, so salopp die englische Sprache zu verwenden. Schön langsam ist eine eingespielte Routine zu bemerken. Die Behörden und die Medien laufen wie eine geölte Maschine. Die kleineren und größeren Zahnräder greifen scheinbar mühelos ineinander und bewegen die unglaubwürdigsten Storys vorwärts. Wer sich anmaßt, auf Lücken und Widersprüche der offiziellen Verlautbarung, auf seltsam unecht wirkendes Bildmaterial und absurden, aber fotogenen Rettungsmaßnahmen hinzuweisen, wird mit der „Opfer-Keule“ grün und blau geschlagen. Es ist, als würde von einem Moment auf den anderen der Verstand des gewöhnlichen Bürgers aussetzen. Mehr noch, der Medienkonsument zeigt längst Anzeichen einer Pawlowschen Konditionierung. Gut, würde ich nicht wissen, was ich weiß, ich wäre nicht anders. Deshalb ist die Frage aller Fragen, wie man den Einzelnen wieder zum Gebrauch seines Verstandes bewegen kann. Gibt es eine Möglichkeit, diese Konditionierung – oder ist’s gar ne Hypnose? – aufzulösen? Wo sind nur die unschuldigen Kinder, die rufen, dass der Kaiser keine Kleider trägt?

„In der großen Stadt, in welcher der Kaiser wohnte, ging es sehr munter her. An jedem Tage kamen viele Fremde an, und eines Tages kamen auch zwei Betrüger, die gaben sich für Weber aus und sagten, daß sie das schönste Zeug, was man sich denken könne, zu weben verständen. Die Farben und das Muster seien nicht allein ungewöhnlich schön, sondern die Kleider, die von dem Zeuge genäht wurden, sollten die wunderbare Eigenschaft besitzen, daß sie für jeden Menschen unsichtbar seien, der nicht für sein Amt tauge oder der unverzeihlich dumm sei.“ [Märchen]

Die große Ironie bei alledem ist, dass die breite Masse der festen Meinung ist, sie würde die Wahrheit in Händen halten, dabei wiederholt sie nur, was sie in den Medien gelesen, gehört und gesehen hat. Beweise hat sie freilich keine. Beweise gibt es auch keine. Gewiss, jedem steht frei, zu behaupten, dass die Behörden schlagende Beweise hätten. Aber dann läuft es auf eines hinaus – immer läuft es darauf hinaus: Vertrauen Sie der Obrigkeit?

Und bitte, kommen Sie jetzt nicht mit der Gegenfrage: „Aber warum sollte man das tun?“ Auf diese Frage kann es keine Antwort geben. Weil Sie und ich und der ganze Rest keine Ahnung hat, welche Agenda* im Hintergrund abläuft. Deshalb sollten wir uns mit dem Motiv auch gar nicht weiter beschäftigen. Bleiben wir beim Faktischen, beim Widerlegbaren, beim Überprüfbaren. Versuchen wir Zusammenhänge zu erkennen. Verbinden wir das eine mit dem anderen. Verwerfen wir simple Antworten. Stellen wir unbequeme Fragen. Seien wir hartnäckig und ausdauernd. Lassen wir uns nicht ins Bockhorn jagen, lassen wir uns kein X für ein O vormachen. Mag es auch heute keine zufriedenstellende Antwort geben, morgen kann sich bereits eine Tür öffnen.

Aber vor allem, seien wir wachsam gegen jegliche Form der Zensur bzw. Einschränkung der Rede- und Meinungsfreiheit. Kaiser Joseph II. war seiner Zeit weit voraus, als er 1781 die Zensur weitgehend auflöste:

„Soll man gegen alles, was unsittliche Auftritte und ungereimte Zotten enthält, aus welchen keine Gelehrsamkeit, keine Aufklärung jemals entstehen kann, strenge, gegen alle übrige Werke aber, wo Gelehrsamkeit, Kenntnisse und ordentliche Sätze sich vorfinden, um so nachsichtiger sein, als erstere nur vom grossen Haufen, und von schwachen Köpfen gelesen, letztere hingegen schon bereiteten Gemüthern, und
in ihren Sätzen standhafteren Seelen unter die Hände kommen.“ [Zensurordnung]

Leider dankten es ihm weder die Bürger noch die Schreiberlinge, aber das ist eine andere Geschichte.

….

*) update September 2017: „In Spanien gilt Terrorstufe vier, aber 70 Prozent der Polizeieinheiten von Madrid sind in Katalonien auf der Suche nach Wahlurnen“, schreibt eine Aktivistin: ‚Wie in einer Diktatur‘

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Die fabelhafte Welt der Historienforschung

Kurier_Knochenfund

Im gestrigen Kaffeehausvormittag im KURIER geblättert und dabei auf obigen Artikel gestoßen, der sich um die Exogamie in grauer Vorzeit beschäftigt, im Speziellen die Migrationsroute der Frau. Dass dem Schreiber des Artikels ein Lapsus unterlief – oder sollte man von einer Freudschen Fehlleistung sprechen? – hat mich natürlich königlich amüsiert. Vielleicht hatte auch nur das automatische Korrekturprogramm seine Arbeit gemacht, was bedeuten würde, dass ein Softwareprogramm in der Lage wäre, zwischen Fakt und Fiktion zu unterscheiden. Ungeheuerlich, nicht?

Oder ist es wirklich vorstellbar, dass eine junge Frau vor rund 3400 Jahren vom Schwarzwald nach Jütland wandert – ihrem Ehemann folgend -,  dann wieder in ihre Heimat zurückkehrt um schließlich am Ende in Jütland ihr Grab zu finden? Wenn wir der überlieferten Historie glauben schenken, dann sollte Mitteleuropa bis zur Römerzeit und darüber hinaus ein großer Urwald gewesen sein, in der die germanischen Barbarenstämme ihr Unwesen trieben und sich gegenseitig totschlugen. Heiden allesamt! In den Schwarzwald getraute sich zur Römerzeit kein Centurion. Wie sollte da eine junge Frau, tausend Jahre früher (!), unangetastet und unversehrt an ihr Ziel kommen, frage ich mich. Und auf welchen Wegen marschierte sie, bei welchen Gaststätten kehrte sie ein? Sollte es bereits in jener Epoche eine funktionierende Nord-Süd-Verkehrsverbindung gegeben haben? Aber wer sollte den Bau dieser grenzüberschreitenden Route samt aller Herbergen veranlasst und überwacht und ausgebessert haben? Und wenn es, wie die Forscher behaupten, „ein komplexes System des sozialen Austausches und der wirtschaftlichen Diversifizierung“ gab, dann muss man doch die Frage stellen, ob diese Leutchen tatsächlich so barbarisch und ungebildet waren, wie es uns die römischen Geschichtsschreiber 1500 Jahre später erzählten. Widerspruch in schriftlicher Form ist keiner überliefert. All die germanischen Fürsten, Könige und späteren Kaiser, bis zum ausgehenden Mittelalter, konnten oder wollten oder durften nicht schreiben. Wozu auch? Ach, dieses kriegslüsterne germanische Volk – so untätig, so unbesonnen – zog schon immer das Schwert der Feder vor, nicht wahr? Da ist es nur folgerichtig, dass man dem Deutschen sein Deutschtum austreibt. Und bist du nicht willig, so brauch‘ ich (›grenzenlose‹) Gewalt, sozusagen.

Als Jünger des Skeptizismus darf ich jedenfalls die überlieferte Historie und Chronologie in Frage stellen. Jean Hardouin tat es ja auch.

Herder Lexikon 1855: »Hardouin, Jean, geb. 1646 zu Quimper in der südl. Bretagne, wurde mit 20 Jahren Jesuit, bald Lehrer der scholastischen Theologie, dann Gehilfe und 1683 Nachfolger des Bibliothekars am Collége Ludwigs XIV. zu Paris, wo er 1729 st. Die umfassendsten Kenntnisse mit einem eisernen Fleiße verbindend, gab er Vieles heraus. darunter die Naturgeschichte des jüngern Plinius in usum Delphini, eine Numismatik, worin 600 neue Münzen erklärt wurden, sein Hauptwerk aber bleibt die: Conciliorum collectio regia maxima, gr. et lat. Par. 1715, welche in 12 Folianten von 34 n. Chr. bis 1714 reicht u. neben der Sammlung des Mansi allenthalben gebraucht wird. H. hegte mitunter sonderbare Ansichten, z.B. die Septuaginta sei ein unterschobenes Machwerk, der ursprüngliche Text des N. Test. lateinisch, die meisten alten Kunstwerke, Inschriften u. Münzen seien unächt, die Werke der alten Classiker mit sehr wenigen Ausnahmen im 13. Jahrh. durch Mönche verfaßt worden u.s.f.; er mußte diese Ansichten 1709 theilweise widerrufen, regte aber auch durch sie das wissenschaftliche Forschen an.«

Falls Sie mich nun fragen, wer, um Gottes Willen, sollte denn alte Klassiker fälschen, hier ein Hinweis:

Meyers Konvers.Lexikon 1909: Tritheim (latinisiert Trithemius, nach seinem Geburtsort; eigentlich Heidenberg), Johannes, Humanist, geb. 1. Febr. 1462 zu Trittenheim im Trierschen, gest. 13. Dez. 1516 in Würzburg, studierte seit 1478 in Heidelberg, trat 1482 in das Benediktinerkloster Sponheim bei Kreuznach, wurde bereits 1485 Abt desselben und siedelte, da er sich durch seine strenge Zucht verhaßt gemacht hatte, 1506 Abt des Schottenklosters nach Würzburg über. Wegen seiner Gelehrsamkeit bei den Zeitgenossen hochangesehen, ließ er sich durch seinen Hang zum Phantastischen und Mysteriösen schließlich zu Fälschungen verleiten. So sind der Mönch Meginfried, auf den er sich in seinen berühmten »Annales Hirsaugienses« beruft, ebenso der Chronist Hunibald, auf den er die unvollendeten »Annales de origine Francorum« zurückführt, erfunden.

Ein paar Gedanken zum Film Fifty Shades of Grey

Rot heißt Stopp!
Rot heißt Stopp!

Gestern also die Erotik-Romanze Fifty Shades of Grey (imdb) gesehen. Nachmittagsvorstellung. Die gesammelten Kritiken zeigen auf metacritic eine ausgeglichene Bilanz, mit anderen Worten: die einen mögen den Film, die anderen nicht. Punktum.

Das Buch von E. L. James habe ich gelesen. So gut wie. Nach etwa einem Drittel musste ich das Handtuch werfen. Die literarische Banalität raubte mir den schriftstellerischen Verstand – und man(n) muss sich fragen, wie es sein kann, dass sich dieser Text millionenfach verkaufte. Weltweit! Scheinbar gibt es in der Story einen (harten?) Kern, der auf Frauen eine große Faszination ausübt. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass die romantische Literatür, überhaupt die Belletristik, ein Frauending ist. Wie dem auch sei, die Shades-Trilogie ist das neue Aschenputtel bzw. Cinderalla 2.0. Betrachtet man(n) also Buch und Film als Märchen, dann wird einem Vieles sofort verständlicher. Zum Beispiel: Der Prinz in einem Märchen ist immer ein begehrenswerter Charakter. Warum? Weil er über ein Königreich herrscht. Mit anderen Worten: Macht und Reichtum verschmelzen in einer Person. Kann frau dieser Mischung widerstehen? Definitiv nicht. Jedenfalls nicht in den alten un-emanzipierten Geschichten. Gut möglich, dass die Leutchen bereits damals in die Abgründe Beweggründe der weiblichen Seele blicken konnten.

Zurück zum Film. Selfmade-Milliardär Grey aka als Prinz hat ein dunkles Geheimnis. Ja, so ein hässlicher und dunkler Fluch gehört auch zu einem guten Märchen. Weil: Das Begehrenswerte wird einem/einer nicht auf dem Silbertablett serviert. Während also der Prinz mit seiner Verwünschung zu kämpfen hat, kämpft die um viele Jahre jüngere Anastasia aka als Aschenputtel darum, ihren sozialen Status zu verbessern – wenigstens für eine kurze Zeitspanne, um auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich geht es ihr darum, das verwunschene Herz des Prinzen zu gewinnen, um auf diese Weise ihr Lebensziel zu erreichen: die rechtliche Vereinigung aka als Heirat. Der Prinz wiederum, er kann den Fluch nur dann lösen, wenn er jene Frau findet und ehelicht, die ihm ihr reines, jungfräuliches Herz schenkt – voll und ganz. Ja, so war das. So ist das.

Der prickelnde Aspekt der Shades-Trilogie ist natürlich die dunkle Seite des Milliardärs Grey. Kurz und gut: Er mag es nur hart! Zärtlichkeit, so sagt er Ana immer wieder, ist ihm fremd, damit könne er nichts anfangen. Berührungsängste sind es, die ihn förmlich dazu zwingen, seine Gespielinnen nach Strich und Faden auf Distanz zu halten. Und dann gäbe es da noch diese eine so verkommene sadistische dominante Lust. Grey verspürt den tiefen Drang seinen Gespielinnen Schmerz zufügen zu müssen.
„Warum möchtest du mir weh tun?“, fragt Ana naiv.
„Weil es mir Vergnügen bereitet“, antwortet Grey.
Damit ist eigentlich alles gesagt. Oder etwa nicht? Nope. Ana versteht es nicht. Trotzdem macht sie bei den sexuell-dominanten Eskapaden mit. Natürlich. Sonst gäb’s ja kein Buch, keinen Film darüber. Aber am Ende (des ersten Bandes), nach einer ordentlichen Tracht Popsch-Prügel hat sie genug von dem „komplett abgefuckten Dreckskerl“ und wirft den Bademantel das Handtuch: „Sieh zu, dass du deine Scheiße in den Griff kriegst, Grey!“ Natürlich. Sonst gäb’s ja keinen zweiten und dritten Band.

Die Erotik-Szenen im Film sind ästhetisch in Szene gesetzt und prickeln angenehm. Das ist ja die Hauptsache. Das romantische Klischee-Drumherum hält sich einigermaßen in Grenzen, aber oftmals ertappt man sich dann doch, die Augen zu rollen, ob dieser Plattitüden, die da gezeigt und gesprochen werden. Trotzdem, der Film ist um Längen besser als das (grottig geschriebene) Buch. Yep.

Was man dem Film bzw. der Regisseurin Sam Taylor-Johnson vorwerfen kann, ist die mangelnde Chemie zwischen den beiden Protagonisten. Ich habe mich öfters gefragt, was der gute Grey an dieser unscheinbaren Ana findet. Dass er sie zu erobern sucht, okay, dass er sie verführen möchte, okay, dass er ihr sein Spielzimmer zeigen will, okay, aber warum sollte er ihr mit Haut und Haaren verfallen? Dieses tiefe Verlangen konnte ich nicht ausmachen, nicht erspüren. Aber vielleicht tut sich da frau leichter.

Kurz und gut, der Film kann durchaus unterhalten, so man(n) die ganze Sache als märchenhafte Romanze auffasst. Die dominante Komponente wird mir im Film zu oberflächlich abgehandelt, andererseits ist es eine gute Gelegenheit, im Nachhinein, über die Sexualität in ihren verschiedensten Ausprägungen nachzudenken. Wer diesbezüglich den Hals nicht voll kriegen kann, den verweise ich auf meine autobiographische Fiktion Der Fetisch des Erik van der Rohe. Das Buch wird voraussichtlich im Frühjahr/Sommer erscheinen. Märchen ist es aber keines. Nope.

 

Nolans Interstellar – NASA-Märchen oder Kubrick-Symbolismus?

Ja, die Menschheit will hoch hinaus.
Ja, die Menschheit will hoch hinaus.

Gestern, yep, Christopher Nolans Science-Fiction-Melodram Interstellar (imdb) auf der großen Leinwand gesehen. Schlappe 169 Minuten dauert diese emotional-ko(s)mische Achterbahnfahrt und am Ende ist man – wenigstens als Skeptiker – nicht schlauer als zuvor. Ich habe mir den Kopf zermartert, aber es will mir nicht und nicht klar werden, ob der gute Nolan nur einen grenz-genialen Plunder abgeliefert hat, der primär auf die Tränendrüse abzielt und gleichzeitig als perfekte NASA-Propaganda funktioniert. Oder ist es genau andersrum und der ko(s)misch-verstaubte Endzeitfilm, versehen mit dem Hollywood-Gütesiegel, angereichert mit geheimnisvollen Symboliken und versteckten Hinweisen, die eines Kubricks würdig sind, soll dem gewöhnlichen Bürger auf die Sprünge helfen.

Something unknown is doing we don’t know what.

Definition der Quanten-Theorie von Physiker, Mathematiker und Astronom Arthur Eddington (1882-1944)

Meine ersten Gedanken, ich will sie dem Leser nicht vorenthalten – gingen dahin, dass es sich bei Interstellar – wie bereits bei Gravity – um eine gelungene NASA-Propaganda-Arbeit handelt. Bestes Beispiel dafür ist jene Szene, zu Beginn des Nolan-Films, in der eine Lehrerin festhält, dass die Schulbücher in Bezug auf die Apollo-Mondlandungen überarbeitet wurden, da diese nicht stattgefunden hätten (sondern inszeniert, um die UdSSR im Kalten Krieg auszustechen). Gut möglich also, dass Gravity und Interstellar vor allem deshalb gemacht wurden, um den Boden für dieses zukünftige Mea Culpa zu bereiten. Klingt das jetzt in Ihren Ohren absurd und an den Haaren herbeigezogen? Dann haben Sie noch nicht Interstellar gesehen oder Kommentare gelesen, die den Film raketenhaft in den Himmel loben bzw. Kritiker in den Erdboden stampfen (siehe The Spectator oder Vanity Fair) und dabei punktgenau unter die Gürtellinie zielen*.

* Sagen Sie jetzt bloß, Sie hätten gewusst, was Reviewer on the rag bedeutet?!

Bezahl mich oder Ein Märchen ohne Hoffnung als E-Book

Dirne: Geh, ein Sechserl für’n Hausmeister gib mir wenigstens!
Soldat: Ha! … Glaubst, ich bin deine Wurzen … Servus! Leocadia …
Dirne: Strizzi! Falott!
Er ist verschwunden.
Dialog entnommen: Reigen
Arthur Schnitzler

So! Mein 1oseitige Text Der blaue Smaragd – ein Märchen ohne Hoffnung ist nun gratis erhältlich. Gratis? So gut wie. Als Bezahlung reicht mir ein Posting in einem der vielen Sozialen Netzwerke. Also facebook, twitter, xing und wie sie alle heißen. Dadurch wird der Text viral verbreitet. Vielleicht. Da sich das Märchen kritisch mit der gegenwärtigen Konsumgesellschaft auseinandersetzt, ist es auch für Kinder und Jugendliche bestens geeignet. Auch wenn meine Erfahrung in einer Schulklasse, nun ja, zeigt, dass es nicht so einfach ist, die jüngeren Generationen wachzurütteln. Aber ein Versuch ist es allemal wert, oder? Hier der Link, der auf die relevante Seite führt, auf die hingewiesen werden sollte, im Posting oder Tweet: https://1668cc.wordpress.com/smaragd oder kurz  http://wp.me/P48Ii-1BO

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Pay with a tweet?

Auf die Idee, mit einem Posting zu »bezahlen«, hat mich der Kommentar von Michael gebracht, der auf das Service von ‚Innovative Thunder‘ verwies, die ursprünglich ihr eigenes Buch oh my god what happened and what should i do damit promoten und viral verbreiten wollten (ich habe es mir mit einem Tweet herungergeladen und kurz reingeblättert – es richtet sich vor allem an Marketing und Werbe-Leute und hat durchaus anregende Ideen zu bieten). Hier der Link zum Service, wo man einen Button für seine Webseite erstellt: www.paywithatweet.com

Bitte sehr, bitte gleich: ein Märchen ohne Hoffnung

Wer mit einem sozialen Netzwerk nichts am Hut hat oder meint, er möchte nicht für die Katze im Sack bezahlen, voilà, hier ist das E-Book (PDF) zum herunterladen. Wenn man eines lernt, im Web2.0-Universum: versuche nicht, die Leute zu etwas zu zwingen. Das funktioniert nicht. Das heißt aber nicht, dass man sich dann zum Bettler und Bittsteller verdrehen muss. Nope. Take it or leave it, heißt das Motto des Spiels. Ob man dieses Spiel jemals gewinnen wird können? Hey, König Midas hat auch alles in Gold verwandelt, was er angegriffen hat, oder?

Du möchtest den Text mit Illustrationen verhübschen?

Falls du Ideen hast, den Text mit Grafiken, Illustrationen oder Zeichnungen zu verhübschen, tät mich das sehr freuen. Am besten, du kommentierst hier und verweist mit einem Link auf deine grafischen Ergüsse. Ich überlege mir einstweilen, wie man die Bilder mit dem Text kombinieren kann.