Schlagwort-Archive: meinung

Einsetzende Demenz in der Redaktion einer Qualitätszeitung #Syrien #Trump

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In einer österreichischen sogenannten Qualitätszeitung hat sich Redakteur RAU mit der „tobenden“ Schar professioneller und privater Trolle auseinandergesetzt, die behaupten würden, der Giftgasangriff in Syrien von letzter Woche sei „Fake“! Dann erwähnt er den Tweet eines Schweizer Kardiologen, der eine Verschwörungstheorie verbreitete, die sich später als unwahr herausstellte, aber trotzdem von tausenden Nutzern weiterverbreitet wurde. „So viel zur Bereitschaft vieler Leute die absurdesten Verschwörungstheorien zu glauben“, schließt RAU.

Sie dürfen jetzt klatschen. So lange solche Redakteure und Qualitätszeitungen über uns wachen – zu unserem eigenen Interesse versteht sich, wird die Welt ruhig schlafen können und wir brauchen keinerlei Angst haben, dass uns mal ein Marschflugkörper um die Ohren fliegt. Nicht doch. Unsere freie Presse hat alles im Auge und im Griff(el).

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Wien, im März 1938: Wirtschaftswunder vs. Totenüberschuss

Heute vor 80 Jahren wurde der Anschluss Österreichs mit dem damaligen Deutschen Reich vollzogen. Folgerichtig gibt es allerlei Hintergrundberichte und Dokumentationen, Zeitungsartikel und Rückschauen. Doch was erfährt der gewöhnliche Bürger von diesem Damals, das so unendlich lang zurückzuliegen scheint? Am Ende, gestehen wir es uns ein, dient die heutige, morgige und übermorgige Auseinandersetzung nur dazu, die ewig gleichen Erklärungen wieder und wieder unter das Volk zu bringen. Die ewig gleichen Fragen werden gestellt. Die ewig gleichen Antworten werden gegeben. Möchte man sich des geschichtlichen Themas von der sogenannten Maschekseite nähern, also abseits des geradlinigen Weges, der vorgegeben ist, stolpert man durch ein Dickicht spitzer, feindseliger Dornen. Es ist, als hätte es einen Voltaire, einen Kant, einen Orwell, einen Solschenizyn nie gegeben.

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Gedanken zur ZDF TV-Serie „Bad Banks“

Die letzten Tage die sechsteilige TV-Serie Bad Banks gesehen. Diese deutsch-luxemburgische Produktion kann handwerklich und schauspielerisch überzeugen, aber  das zugrundeliegende Thema − das Finanzsystem im Zeitalter großer Bankenpleiten − wirkt recht abstrakt und unverständlich. Die Filmemacher haben gar nicht erst die Absicht erkennen lassen, Licht ins Mammon-Dünkel zu bringen. Vermutlich, weil sie selbst nicht wissen, was da in den geheiligten Hallen des Geld- und Kapitalmarktes so vor sich geht und wie politisch-gesellschaftlich einflussreich die Bankenclique längst geworden ist. Der damalige Präsident der Deutschen Bundesbank Hans Tietmeyer getraute sich bereits im Jahr 1996 festzustellen:

»Die meisten Politiker sind sich immer noch nicht darüber im Klaren, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden.« [FAZ]

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Antisemitismus, Redefreiheit und der Zwang zum Schweigen

Rund 230 Jahre ist es nun her, als der gute Immanuel Kant seinen Aufsatz über die Aufklärung schrieb. Zwei Jahrhunderte sind ins Land gezogen, viel Geschichte ist in dieser Zeit passiert und es dünkt mir, dass gewisse Kräfte diesen Geist der Aufklärung am liebsten wieder in die Flasche zurückzwingen wollten.

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Wie Propaganda funktioniert am Beispiel von jetzt.de

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Im News-Portal jetzt.de, das für junge Leute gedacht ist, gibt es ein lehrreiches Propaganda-Stück unter folgendem Titel zu lesen: Tausch: American Dream gegen München-Neuperlach Der Cop, der vor Trump nach München fliehen will [link]

Es gilt, gerade nach dem US-Wahlkampf, zwischen Fakt und Fiktion zu unterscheiden und Fake-News im Mainstream zu entlarven. Nach dem überraschenden Sieg von Donald Trump versuchen die westlichen Mainstream-Medien Öl ins Feuer zu gießen und die Anti-Trump-Stimmung vor allem bei jungen und noch unerfahrenen Menschen weiter zu entfachen und diese zum Protest aufzurufen. Der vorliegende Artikel in jetzt.de ist als klassisches Propaganda-Werk einzustufen. Hier geht es nur um das Bauchgefühl eines einzelnen Bürgers und trotzdem wird es auf die Stimmung in ganz Nordamerika umgelegt. Würde man das auch mit dem Bauchgefühl eines Trump-Wählers machen? Wäre es nicht an der Zeit, endlich einmal jene Amerikaner vor die Kamera zu holen, die deshalb Trump wählten, weil sie mit dem politischen und wirtschaftlichen Status Quo unzufrieden sind? In diesem Artikel erzählt eine junge Schwarze, warum sie ihre Stimme Trump gab. Und bedenken Sie, dass 2008 eine Vielzahl der Trump-Wähler Barack Obama das Vertrauen aussprach. Übrigens, wenn richtig gezählt wurde, dann gewann Trump von 3137 Counties (Wahlsprengel) mehr als 2700.

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