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50 Jahre und ein bisschen weiser – Wie sich die Welt veränderte

Heute, vor 50 Jahren, erblickte ich das Licht der Welt. 1968. Gerade einmal 23 Jahre zuvor, das vergisst man zuweilen, war der Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen.

Ich wurde in eine Welt geboren, die streng und kategorisch zwischen Ost und West, zwischen gut und böse, zwischen Wahrheit und Propaganda unterschied. Man glaubte den Nachrichtensprechern in unserem öffentlich rechtlichen TV, man belächelte die Boulevardblätter und stellte die Qualitätszeitungen sowie Wochenzeitschriften auf ein Podest. Lügen verbreiteten die da drüben. Hier, bei uns, hieß es, herrscht Gedanken- und Meinungsfreiheit und die liebe Presse, ja, die war frei. Die Verlage publizierten tonnenweise Sachbücher, die den gutgläubigen Leser über die Geschehnisse der Vergangenheit bis ins letzte Detail informierten. An der damaligen Weltauffassung wurde nicht gerüttelt.

Fünfzig Jahre später steht meine Weltanschauung Kopf. Nichts ist wie es uns in den Schulen erzählt wurde. Nichts war, wie es uns immer wieder in den Medien erzählt wird. Ich hatte das Glück, dank des (freien) Internets, noch in der ersten Lebenshälfte von diesem überwältigenden Lügengespinst zu erfahren und mir darüber Gedanken zu machen. Ich habe darüber geschrieben und versucht, den Interessierten Augen und Ohren zu öffnen. Ein schwieriges Unterfangen. Weil Lügen und Halbwahrheiten, die immer und immer wieder wiederholt und auf vielen Medienkanälen verlautbart werden, sich im Kopf des Medienkonsumenten und Bürgers wie ein Krebsgeschwür im Hinterkopf ausbreiten.

Wenn ich mir also etwas für meine zweite Lebenshälfte vornehmen möchte, dann die Aufgabe, weiter aufzuklären und weiter zu informieren. Ob es die Welt besser machen wird, kann ich nicht sagen. Aber ich will mir später nicht vorwerfen müssen, tatenlos zugesehen zu haben als sich die Welt in einen Roman von George Orwell verwandelte.

»Alle paar Minuten wiederholte der alte Mann: ›Wir hätten denen nicht trauen dürfen. Ich hab’s gesagt, Ma, nicht? Das hat man davon, dass man denen vertraut hat. Ich hab’s immer gesagt. Wir hätten diesen Scheißkerlen nicht trauen sollen.‹«
— übersetzt nach: George Orwell, 1984, The New American Library, New York 1961, S.31.

Kurz und gut, glauben Sie vielleicht immer noch an das Märchen von der Mondlandung? Oder dass der „Anschlag“ vom 11. September 2001 (9/11) von 19 arabischen Terroristen mit Teppichmessern durchgeführt wurde, angeleitet von einem schwer kranken Mann in einer Höhle in Afghanistan? Oder dass wir es in Syrien mit einem Bürgerkrieg zu tun haben? Ach, ich könnte Ihnen Geschichten erzählen.

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Nur ein Aprilscherz, nicht mehr

Sky_April-2016
Der photogeshopte Himmel kann warten, sozusagen.

Heute ist mal Schluss, den geneigten Leser mit Glacéhandschuhen anzufassen. Hin und wieder braucht es klare Worte um ihn aus seiner Illusion zu holen, wenigstens für eine kurze Zeit.

Die alten ägyptischen Pyramiden

Sie glauben also noch immer das Märchen, dass vor Tausenden von Jahren das damalige ägyptische Volk in der Lage war, Mammutbauten wie die Cheopspyramide innerhalb von 80 Jahren zu stemmen? Wirklich? Und dass dieser exorbitante Aufwand nur für die hübsche Grabstätte eines Königs (Pharao heißt ja eigentlich nichts anderes) getrieben wurde? In einer Ära, in der die menschliche Arbeitskraft über die Zukunft eines Volkes entschied – schließlich bringen tonnenschwere Steine, die man aufeinander stapelt, kein Brot auf den Tisch und schützen schon gar nicht vor einfallenden Nomaden – muss es ein riskantes Wagnis gewesen sein, solch ein noch nie dagewesenes Bauwerk auch nur anzudenken. Und welches Kulturvolk würde eine mögliche Auslöschung für einen Steinhaufen in Kauf nehmen, der keinerlei zukünftige Rentabilität verspricht?

Der Untergang des Römischen Imperiums

Gewiss, wir haben es gelernt und es wird uns immer wieder vor Augen geführt: Die Dekadenz und Korruption hat das Römische Imperium von innen zerfressen und war deshalb eine leichte Beute für die Germanen, die sich mit Kind und Kegel und Vieh auf den Weg gen Süden machten – nicht anders als der Beginn der Sommerferien in Deutschland, nicht? Instinktiv fragt sich das wissbegierige Kind, wie so ein wilder Männer- und Weiberhaufen die mächtige Römische Armee besiegen konnte. Aber dann erinnert sich das Kind an den kleinen Asterix und den dicken Obelix und da braucht es nur einen Zaubertrank, um ganze Römische Legionen platt zu machen. Aber ohne dem gallischen Trank, wie sähe da der Zusammenstoß eines Migrations- bzw. Flüchtlingsstromes mit einer erstklassig geführten und gut ausgebildeten Truppe aus? Definitiv schlecht. Die Frage ist also, wie es sein konnte, dass sich die Nordmänner im Süden behaupten konnten. Ja, wie konnten sie? Könnte es damit zusammenhängen, dass das westliche Römische Reich innerhalb von rund hundert Jahren von Naturkatastrophen, Seuchen und Hungersnöten heimgesucht wurde, die den größten Teil der Bevölkerung – und damit auch der Soldaten – hinwegraffte? Dann würde eine Völkerwanderung plötzlich Sinn machen, meinen Sie nicht? Wer zieht nicht gern in ein wärmeres und so wunderbar kultiviertes Gefilde, wenn ihn so gut wie niemand daran hindert? Aber die Aufzeichnungen, werden Sie jetzt einwerfen, die erzählen doch eine andere Geschichte.

Die verfälschte Geschichte

Der Gewinner schreibt die Geschichte, heißt es. Natürlich. Warum sollte er auch sein Vorstrafenregister der Nachwelt hinterlassen? Besser, man schwärzt Feinde und Nebenbuhler an, macht die knappen Siege glänzender, erhöht die Stärke des geschlagenen Gegners ins unermessliche und nennt die brutalen Niederwerfungen schwächerer Provinzen rechtmäßige Eroberungen. Die Taten, mögen sie auch noch so verwerflich und bösartig und hinterhältig und verbrecherisch gewesen sein, werden in der Überlieferung zu göttlichen Ereignissen stilisiert. Da es in jener Zeit nur eine Hand voll Schreiber gab, konnte sich jeder Herrscher sicher sein, dass nur das niedergeschrieben wurde – für die Ewigkeit und darüber hinaus – was in seinem Sinne war. Das galt nicht natürlich auch für die damalige Sichtweise auf die nahe oder ferne Vergangenheit. Ja, und dann kommt natürlich die Kirche ins Spiel, die es in kurzer Zeit versteht, religiöse Machtansprüche mit weltlichen in Verbindung zu bringen. Bald ist es vornehmlich eine religiöse Schreibertruppe in Klöstern und Kirchen, die für ein mittelalterliches Wikipedia sorgen und – damals wie heute – nur eine Interpretation der Historie zuließen. Dass in jener Epoche Urkunden und Berichte gefälscht werden bzw. verfälscht wurden, um Ansprüche auf Thron und Reich anzumelden bzw. diese abzusichern, gehörte zum Broterwerb der Schreiberlinge, die nur ausführten, was die Obrigkeit von ihnen verlangte. Karl der Große my ass!

Nuklearwaffen

Stellen Sie sich vor, die renommiertesten Wissenschaftler ihrer Zeit sprechen beim Präsidenten der USA und dem Generalstab vor. Ja, sagt der Chef der Wissenschaftler, man habe nun die ultimative Tötungswaffe in der Theorie entwickelt. Die Generäle jubeln und klatschen erfreut in die Hände. Da räuspert sich einer der Wissenschaftler und meint, es gäbe aber einen klitzekleinen Wermutstropfen bei alledem. Die Generäle verstummen. Fragende Blicke. Nun, fährt der Wissenschaftler fort, es könnte sein, dass die ausgelöste Kettenreaktion durch die Bombe nicht mehr aufhört. Was solle das bedeuten, fragt der Präsident. Der Wissenschaftler beißt sich auf die Lippe. Schließlich seufzt er und meint, dass in solch einen Fall der Planet zerstört werden würde. Der Präsident runzelt die Stirn. Ein anderer Wissenschaftler wirft noch leise ein, dass die Kettenreaktion eventuell niemals gestoppt werden könne und somit, hüstel, das Universum sozusagen pulverisiert werden würde. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu solch einer Instabilität käme, sehr, sehr gering, äußerst sich ein anderer Wissenschaftler, aber sie sei natürlich nicht Null. Ach?, kratzt sich der Präsident nachdenklich die Schläfe. Was meinen Sie, würde die Obrigkeit nun dem Bau einer solchen Waffe zustimmen, die vielleicht die ganze Welt innerhalb eines Augenaufschlags vernichten würde? Bedenken Sie, dass die Elite mehr zu verlieren hätte als die knapp bei Kasse gehaltene Masse. Was nützte einem das neue Anwesen in den Hamptons oder in Paris – und all die schönen jungen Mädchen und Burschen – wenn die Erde atomisiert werden würde? Deshalb ist dieses Armageddon-Geschwafel nur Propaganda. Glauben Sie nicht? Ähnlich mag es vermutlich auch den Menschen im Mittelalter ergangen sein, wenn ein Spinner behauptete, es gäbe weder Hölle noch Fegefeuer und alles sei nur die Erfindung der Kirche, um die gläubigen Sünder zur Kasse zu bitten. Ersetzen Sie Hölle und Fegefeuer mit Atomkrieg und atomaren Fallout und wir sind wieder im Mittelalter gelandet, auch wenn der Kalender 2016 anzeigt.

Die Apollo Missionen zum Mond

Hahaha. Lächerlich. Wer soll das Hirngespinst heutzutage noch glauben? Nennen Sie mir einen Beweis, der ihnen beweist, dass das Herumpurzeln im Sand tatsächlich auf dem Mond stattfand. Keiner hat faktische Beweise, alle beten immer nur das (gähn) Wikipedia-Mantra rauf und runter. Als die Kirche im Mittelalter von Wundern sprach, gab es auch keinen, der es in Frage stellte. Und falls doch konnten die gläubigen Schergen den Querulant mit Sicherheit zum Einlenken bringen. Schmerz lass nach. Nicht anders als heute.

Der zweite 30-jährige Krieg

Ob jemals eine andere Interpretation der damaligen Ereignisse ans Licht kommen wird, darf bezweifelt werden – weil, na, Sie wissen schon, warum. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, auch und gerade an einem 1. April.

 

 

Die Reise zum Mond

Kupferstich (1657) zu L’histoire comique contenant les états et empires de la lune von Cyrano de Bergerac

Wer hätte gedacht, dass Savinien Cyrano de Bergerac in der Mitte des 17. Jahrhunderts Geschichten fabulierte, die mit der Reise zum Mond zu tun haben. Respect, Monsieur. Mais non, gelesen habe ich sie noch nicht, werde ich aber bestimmt noch. Weil, Phantasie ist eine besondere Gabe, die nicht jedem gegeben ist. Ein Verschwörungs- theoretiker, wenn man so will, ist ein gehöriger Phantast, der sich von den Sternen am Firmament inspirieren lässt. Oui, oui.

Vor vielen Jahren war es, als ich mit Freunden auf einem hübschen Segelboot die griechischen Inseln in der Adria, rund um Zakynthos, kennenlernen durfte. In einem der klaren lauen Nächten lagerten wir auf einer unbewohnten, sehr kleinen Insel. Kein zivilisatorisches Streulicht betrübte den Nachthimmel. Es war, im wahrsten aller Sinne, eine sternenklare Nacht. Was für eine Nacht! Was für eine Sternenpracht! Jeder Mensch auf dieser Welt sollte, wenigstens für eine Stunde, dieses Wunder erfahren. Unbedingt. Erst dann wird einem so manches klar. Stellen Sie sich doch nur vor, dass Ihre Vorfahren unter diesem einen Sternenhimmel genächtigt, gelebt und gelitten hatten. Hätte ich dieses Wunder nicht mit eigenen Augen gesehen, ich würde nur ein müdes Lächeln für all jene übrig haben, die davon schwärmten. Und jetzt stellen Sie sich einmal vor, Sie würden am Mond gelandet sein und die ersten Schritte machen. Ihr Blick müsste zum Sternenhimmel gehen. Kein Streulicht. Keine Atmosphäre. Non! Der Ausblick auf, der Einblick in das Universum muss einen Menschen verändern. Oui. Davon bin ich überzeugt. Et vous?

Large clouds of gas glowing deep in space
Large clouds of gas glowing deep in space

Neil Armstrong und Buzz Aldrin, die ersten beiden Menschen, die einen Fuß auf Mondgestein gesetzt haben sollen, sie hätten mit leuchtenden Augen von ihrer Expedition zurückkehren müssen. Aber in der ersten Pressekonferenz nach ihrer Rückkehr ist von einem Funkeln, einem Leuchten nichts zu sehen. Non. Der dritte im Bunde, Michael Collins, konnte sich gar nicht erinnern, überhaupt Sterne gesehen zu haben. Fotos? Non. Warum hat keiner der Astronauten, auf all den Mondflügen, kein einziges Foto von dieser so überwältigenden Sternenpracht gemacht? Hätte man nicht wenigstens einen Foto-Apparat dafür entwickeln können? Immerhin hat man sich die Mühe gemacht, nen zusammenklappbaren Buggy zu entwerfen und am Dachgepäckträger mitzunehmen. Falls Sie zu der Achselzucker-Generation gehören, werden Sie jetzt mit den Achseln zucken, non? Sehen Sie, hätte es auch nur ein einziges Foto vom Sternenhimmel gegeben, hätten Astrophysiker und Astronomen die Authentizität der Fotografie überprüfen können. Keine Fotos, keine Überprüfung, c’est ςa! Faîtes vos jeux, Mesdames et Messieurs … Pardon, rien ne va plus.

Nolans Interstellar – NASA-Märchen oder Kubrick-Symbolismus?

Ja, die Menschheit will hoch hinaus.
Ja, die Menschheit will hoch hinaus.

Gestern, yep, Christopher Nolans Science-Fiction-Melodram Interstellar (imdb) auf der großen Leinwand gesehen. Schlappe 169 Minuten dauert diese emotional-ko(s)mische Achterbahnfahrt und am Ende ist man – wenigstens als Skeptiker – nicht schlauer als zuvor. Ich habe mir den Kopf zermartert, aber es will mir nicht und nicht klar werden, ob der gute Nolan nur einen grenz-genialen Plunder abgeliefert hat, der primär auf die Tränendrüse abzielt und gleichzeitig als perfekte NASA-Propaganda funktioniert. Oder ist es genau andersrum und der ko(s)misch-verstaubte Endzeitfilm, versehen mit dem Hollywood-Gütesiegel, angereichert mit geheimnisvollen Symboliken und versteckten Hinweisen, die eines Kubricks würdig sind, soll dem gewöhnlichen Bürger auf die Sprünge helfen.

Something unknown is doing we don’t know what.

Definition der Quanten-Theorie von Physiker, Mathematiker und Astronom Arthur Eddington (1882-1944)

Meine ersten Gedanken, ich will sie dem Leser nicht vorenthalten – gingen dahin, dass es sich bei Interstellar – wie bereits bei Gravity – um eine gelungene NASA-Propaganda-Arbeit handelt. Bestes Beispiel dafür ist jene Szene, zu Beginn des Nolan-Films, in der eine Lehrerin festhält, dass die Schulbücher in Bezug auf die Apollo-Mondlandungen überarbeitet wurden, da diese nicht stattgefunden hätten (sondern inszeniert, um die UdSSR im Kalten Krieg auszustechen). Gut möglich also, dass Gravity und Interstellar vor allem deshalb gemacht wurden, um den Boden für dieses zukünftige Mea Culpa zu bereiten. Klingt das jetzt in Ihren Ohren absurd und an den Haaren herbeigezogen? Dann haben Sie noch nicht Interstellar gesehen oder Kommentare gelesen, die den Film raketenhaft in den Himmel loben bzw. Kritiker in den Erdboden stampfen (siehe The Spectator oder Vanity Fair) und dabei punktgenau unter die Gürtellinie zielen*.

* Sagen Sie jetzt bloß, Sie hätten gewusst, was Reviewer on the rag bedeutet?!

Wenn einer eine Zeitung liest, aber dann …

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Fotos? Sie wissen schon, wie das ist, mit den rechtlichen Belangen. Man will ja nicht gleich in den Knast, nur weil man vielleicht vor Jahren ein Foto hier …

Seit langer Zeit ist mir wieder einmal eine Mainstream-Publikation vor die Füße gefallen. Die Wiener Zeitung ist übrigens eine der ältesten Tageszeitungen der Welt. Laut ihrem Twitter-Profil gibt es sie schon seit 1703. Respekt. Jedenfalls machte ich mir den einen oder anderen Gedanken in Bezug auf den einen oder anderen Artikel über das eine oder andere Thema.

Auf Seite 3 hat man den ‚Globalhistoriker‘ (gibt es dafür ein Uni-Fach?) und Professor für neuere Geschichte an der Universität Konstanz J. O. zum Gespräch gebeten. Interessant, für mich jedenfalls, ist der Aspekt, dass jener welcher die Laudatio zu Angela Merkels 60. Geburtstag halten durfte. Über den Inhalt des Interviews muss man deshalb nicht viel mehr wissen, als dass Putin die Krim ‚annektiert‘ hätte (ich dachte, da gab’s ne demokratische Abstimmung der Bevölkerung?), die ‚extreme Rechte‘ in Frankreich unter Le Pen mit Putin eine Achse bildet, die „evident“ ist und der Einfluss Russlands in Ungarn ’spürbar‘ ist. Aha. Über den Einfluss Washingtons liest man bei Prof. O. hingegen nichts. Tja. Ich werte deshalb diesen „Artikel“ als Propaganda. Punktum.

Im Feuilleton hat man dem neuen Sachbuch Mozart und Salieri von Franz Forster eine viertel Seite gewidmet. Der Wiener Germanist stellt in seinem Buch die These auf, dass Wolfgang Amadeus Mozart tatsächlich ermordet worden und nicht eines natürlichen Todes gestorben sei. Folgerichtig schließt der Artikel – der Rezensent möchte nicht missverstanden werden: „Gedankengänge dieser Art nennt man ‚Verschwörungstheorien‚. Sie haben den Nachteil, nicht beweisbar zu sein, und den Vorteil, die Fantasie nachhaltiger zu beschäftigen als jede trockene wissenschaftliche Erklärung“. Aha. Also, wenn Sie mich fragen, seit ich mir seine Wohnung angesehen habe – also damit meine ich nicht jene des Rezensenten -, ist mir der – Schottengeselle? – Wolferl  äußerst suspekt und es tät mich nicht die Note wundern, würde er nur die Rolle des Genies gespielt haben. Gewiss, ich habe mich nicht im Detail mit dem Leben Mozarts auseinandergesetzt, aber die wenigen Fakten, die ich kenne, deuten mir an, dass hier der Hund im Detail steckt, sozusagen. More to come.

Auf Seite 35 erfahren wir etwas über die Gefährlichkeit der kosmischen Strahlung. „Für Flugbedienstete gehört [die kosmische Strahlung] hingegen zum Alltag. Nicht umsonst vergleicht die NASA deren Strahlenbelastung mit jener von AKW-Mitarbeitern.“ Aha. Entscheidend für die Strahlenbelastung ist nicht nur die Flugdauer, sondern auch die Flughöhe. Hm. Wie war das noch, damals, bei den Mond-Flügen? Erinnern Sie sich noch? Oder haben Sie davon gehört? Da flogen tollkühne Männer in raketenbetriebenen Metalldosen ins Weltall, spazierten am Mond herum, machten Fotos, die sicherlich einen Helmut Newton vor Neid erblassen ließen und reisten – mir nix, dir nix – zurück auf die Erde. Wohlbehalten allesamt. Man könnte beinahe meinen, es wäre eine Erfrischungskur gewesen, so rund und g’sund, wie die Astronauten nach ihrer Reise wirkten. Hautkrebs tritt bei Piloten und Flugbegleiter rund doppelt so oft auf als in der Bevölkerung. Wie mag es dann da ganz weit oben sein? Müssten die armen Astronauten nicht vom Krebs zerfressen sein? Nope. Nada. Also, wie man es auch dreht und wendet, irgendeine der „wissenschaftlichen Erklärungen“ dürfte nicht ganz zutreffen – entweder ist die Strahlung in den lichten Höhen des Weltalls marginal oder die Flüge zum Mond, nun ja, … Wissen Sie was ich denke? Ich denke, der im Jahr 1965 von der NASA zum ‚Stammesältesten‘ [‚their elder‘] erkorene österreichische Filmregisseur Fritz Lang könnte uns diesbezüglich ein wenig auf die Sprünge helfen. Aber bis es so weit ist, sehen Sie sich doch seinen Stummfilm Die Frau im Mond aus dem Jahr 1927 an. Beeindruckend, was der gute Lang damals schon vorausgeahnt hatte. Ja, ja.

So! Ich hoffe, Sie haben wieder etwas gelernt.