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Ist die Anti-Trump Bewegung gesteuert?

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Media: ... to control exactly what people think and that is our job!

Sollte es Ihnen noch nicht aufgefallen sein, die sogenannte freie und unabhängige Presse hat sich gegen Präsident Donald Trump verschworen. Kein Tag vergeht, an dem nicht die US-Regierung subtil oder brachial angegriffen wird. Dabei verletzen die Journalisten jede berufliche Ethik – so sie je welche gehabt haben – und überschlagen sich in propagandistischen Über- oder Untertreibungen. Falls Sie nun Donald Trump kein bisschen leiden können, falls Sie ihn geradewegs verachten und hassen, so ist das in Ordnung – wir leben nämlich in einer Demokratie, wo freie Meinungsäußerung erlaubt ist (mit den üblichen Ausnahmen). Die Medienleute können natürlich ebenfalls den einen Politiker verachten und hassen, den anderen herzen und lieben, aber sie sollten das offen und ehrlich aussprechen. Würden Medienkonzerne auf ihren Produkten – sei es Print, Online oder TV/Radio – darauf hinweisen, dass sie Präsident Donald Trump hassen bzw. lieben, dann würde der Medienkonsument wissen, woran er ist und könnte das Gesagte bzw. Geschriebene besser einordnen.

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Trump vs. Clinton – Die erste Debatte

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As seen on twitter.

Das war sie also, die erste Debatte der beiden Präsidentschaftsanwärter: Donald Trump und Hillary Clinton. Dafür bin ich um 3 Uhr früh aus dem Bett gekrochen. Ich denke, Sie werden alles Wesentliche und Unwesentliche aus den Medien erfahren. Clinton, die sich streberhaft auf diese TV-Debatte vorbereitete, machte über die 90 Minuten einen sicheren Eindruck. Es erinnerte an einen Schüler, der sich gewissenhaft für die Prüfung gelernt hat und sich deshalb keine Sorgen macht, dass er scheitern könnte. Trump hingegen wirkte wie ein überheblicher Schüler, der von sich überzeugt ist, den Lernstoff im kleinen Finger zu haben und deshalb bei manchen Fragen aufs Glatteis geriet. Aber am Ende muss man Trump zustimmen, wenn er über seine Gegnerin sagt und damit alle Politiker meint: »All Talk, No Actions!« Ja, sie reden alle heiße Luft. Geht auch gar nicht anders. Politiker reduzieren das Politische auf ein paar Schlagwörter, auf hübsch anzuhörende Slogans. Das hat mit dem Führen eines Landes nichts zu tun. Gar nichts. Aber wie sonst soll man sich und seine Partei verkaufen?

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Obamamia – Eine Tragikomödie in 2 Akten

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Als ich vor vier Jahren den überaus spannungsgeladenen US-Wahlkampf 2008 live (übers Web) mitverfolgte und in den frühen Morgenstunden noch ein paar Zeilen darüber schrieb, da hegte ich eine stille Hoffnung, dass der obamsche Wahlsieg eine neue Stimmung im Land und in der Welt zur Folge haben würde. Tja. Ich würde sagen, sein damaliger Kontrahent John McCain hätte es auch nicht schlimmer vermasseln können, die letzten vier Jahre. Andererseits gilt die geflügelte Phrase  «the sky is the limit« (umgekehrtes Vorzeichen beachten!) für alle politischen Machenschaften. Oder im Sinne von Journalist Ralph J. Gleason, der das erste Gesetz amerikanischer Politik nach Watergate postuliert haben soll:

»Egal wie paranoid du bist, was sie [die Politiker] wirklich machen
ist schlimmer als du dir überhaupt vorstellen kannst.«

Wie dem auch sei, ich will den geneigten Leser nicht vor den Kopf stoßen, der den ersten afroamerikanischen US-Präsidenten der Geschichte, der noch dazu eloquent und »let-me-be-clear«-bestimmend auftritt, für einen Wunderknaben hält. Ja, er hätte in der Tat Gelegenheit gehabt, ins Wunderhorn zu blasen und endlich mal aufzuräumen. Statt dessen hatte er die letzten Jahre einfach noch mehr, pardon, Müll & Mist produziert. Der Sauhaufen, wie man so schön sagt, ist angerichtet. In den nächsten vier Jahren, davon können wir ausgehen, wird sich nichts zum Besseren für die Bürger dieser Welt ändern. Period!

Der schrullige Konsulent Gerald Celente bringt es in einem irischen TV-Interview [youtube] sehr gut auf den Punkt. Man mag nicht mit allen Ansichten Celentes übereinstimmen, aber die Aussagen, die er in diesem kurzen Ausschnitt tätigt, treffen den Nagel auf den Kopf: Obama oder Romney? Da bekommt man nur das geringere von zwei Übeln – was am Ende immer noch übel genug ist.

Als Lichtblick könnte man die Harvard-Juristin Elizabeth Warren ins Rennen werfen. Sie konnte gestern einen Senatssitz erobern und dürfte eine(r) der wenigen sein, die noch alle Tassen im Schrank hat, will heißen, noch nicht vollständig von den Geldmächten korrumpiert wurde. Vielleicht nur eine Frage der Zeit, who knows?, aber ihre Aussagen und Vorträge – zB: The Coming Collapse of the Middle Class [youtube] -, die ich bis jetzt gehört habe, zeigen, dass sie das Problem in den oberen Regionen der Kapital- und Geldmächte ortet. Für eine künftige Senatorin ist solch eine Feststellung schon allerhand. Immerhin hat es vor ihr bereits der parteiunabhängige Senats-Querulant Bernie Sanders gewagt, am Floor of the Senate über die (unglaubliche) Einkommensverteilung in den USA zu fabulieren und wer in der Wirschaft zu den Gewinnern und wer zu den Verlieren zählt. [youtube] Dass die Rede medial genauso wahrgenommen wurde wie das Umfallen eines Reissäckchens in China, sagt nichts über Sanders viel aber über die Mainstream-Konzentration aus. Aber das ist ein anderes, überaus trauriges Thema.

Was dürfen wir uns also von Obama im 2. Akt erwarten? Ich schätze, wir werden von allem mehr bekommen. Ich führe das nicht weiter aus. Für jene, die mit leuchtend-gutmenschlich-liberalen Augen durch die rosarote Brille sehen, ist Obama so oder so nicht angreifbar. More to come!

Yes, we can!

Hübsch gesprochen, Mister President! Immerhin bin ich nicht vom Stuhl gefallen, vor Müdigkeit. Ich denke, wegen eines McCains wäre ich nicht so lange aufgeblieben. Und bei einem Bush hätte ich gleich abgedreht oder gar nicht erst aufgedreht. Hui, vielleicht tut sich ja doch was, in dieser Welt. Da passt es gut, dass ich über eine ähnliche Situation in Tiret schreiben darf. Über die Hoffnung, die Frankreich überzog, als sie ihre Deputierten zu den Generalständen wählen durften. Gut so. Und ja, vielleicht kann ich mir jetzt eine Vorstellung machen, als John F. Kennedy Präsident wurde und mit ihm eine Nation und die westliche Welt hoffte. Und wir wissen, wie es ausgegangen ist. Paris. Dallas. Aber jetzt geht die Sonne auf. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich gehe heia. Vielleicht hab ich ja auch einen Traum …