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Anatomie eines Anschlags: Was geschah in Nizza wirklich? (VIDEO)

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Das Bild ist mit youtube verlinkt!

Wer sich für den (vermeintlichen) Anschlag in Nizza vom 14. Juli 2016 interessiert, sollte sich den ersten Teil des oben verlinkten Videos angucken. Zwar dauert der Beitrag rund eine Stunde, dafür erhält der Zuseher Einblick in all die Ungereimtheiten und Widersprüche der offiziellen Version. Es stellt sich die Frage, was am 14. Juli 2016 in Nizza wirklich geschehen ist.

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Was geschah in Nizza wirklich? Magazin Nexus No. 67 Okt/Nov

Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem NEXUS-Magazin, das meinen Blog-Artikel (in lektorierter Form) in zwei Teilen veröffentlichte.

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Silvesternacht in Köln und sieben unangenehme Aspekte

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Vor ein paar Tagen habe ich mir Gedanken über die internationale Medienberichterstattung eines lokalen Ereignisses in Köln gemacht. Ich wurde nicht schlau aus dem Ganzen. Das offizielle Narrativ liest sich wie folgt:

[orf.at vom 11.1.2016:] In der Silvesternacht hatten sich nach Angaben der Polizei aus einer Menge von rund 1.000 Männern Gruppen gelöst, die vor allem Frauen umzingelt, begrapscht und bestohlen haben. Opfer und Zeugen sprachen von Tätern nordafrikanischer oder arabischer Herkunft.

In den letzten Tagen versuchte ich die mir vorliegenden Puzzlestücke zusammenzusetzen, aber ein Bild wollte nicht und nicht entstehen. Immer wieder bemerkte ich die Widersprüchlichkeiten in den behördlichen und medialen Berichten. Warum, so frage ich mich, ist es nicht möglich, festzustellen, was in jener Nacht tatsächlich geschah?

Wer sich mit traumatischen Vorfällen in letzter Zeit auseinandergesetzt hat, erkennt ein seltsames Muster: die Medien gehen bereits nach kurzer Zeit von einer faktenbasierenden zu einer interpretierenden Darstellung über. Obwohl noch nicht alle offenen Fragen restlos geklärt sind, wird das offizielle Narrativ („muslimische Attentäter verüben Verbrechen“) bereits als Tatsache festgemacht und die Auswirkungen der Tat auf Politik und Gesellschaft lang und breit diskutiert. Es scheint, als wollten all die Journalisten und Redakteure sowie die Politiker und Behörden so schnell wie möglich das traumatische Geschehnis für sich „ausschlachten“.

Beispielhaft sei an den Charlie-Hebdo-Vorfall erinnert, der die westliche Welt förmlich vor den Kopf stieß. Die „Presse- und Meinungsfreiheit“ wurde genauso zum Thema gemacht wie der ausufernde „Antisemitismus“ durch französische Muslime – aber über die widersprüchlichen und zuweilen unglaublichen Hinweise der Behörden und Aussagen der Zeugen wurde alsbald der Mantel des Schweigens gelegt. Schließlich, um einen Schlusspunkt zu setzen, versammelten sich all die Staatsoberhäupter in Paris, um Einigkeit zu demonstrieren: Man wolle sich nicht von Terroristen einschüchtern lassen. Die Ironie dabei ist, dass all die anwesenden Regierungschefs über den effizientesten pyramidalen Terror-Apparat der Menschheit verfügen, sei es das Militär, sei es der Geheimdienst, seien es die Spezialeinheiten der Polizei. Wie formulierte es der Historiker William Blum so süffisant „A terrorist is someone who has a bomb but doesn’t have an airforce“. Aber solch einen Satz werden Sie in den Zeitungen nicht lesen, in der Tagesschau nicht hören.

Zurück zu Köln und und zu jener Silvesternacht, die Deutschlands Bevölkerung traumatisiert(e). Wie hat alles begonnen? Eine simple Frage, die – seltsamerweise – nicht leicht zu beantworten ist. Wenn wir das allwissende Internet befragen, bekommen wir folgende Puzzleteile:

31.12.2015 – 23:51Twitter
„Man kommt in Köln an und wird von allen Seiten umarmt. Ich feiere eigentlich kein Silvester, aber heute ist das wundertoll.“

31.12.2015 – 23:54Twitter
„Weiß einer was am Bahnhof los ist ? Menschenmassen von der Polizei eingeschlossen #Koeln“

Ansonsten konnte ich keine relevanten Twitter-Meldungen mit dem Suchwort „Köln“ zwischen 31.12. und 1.1. finden.

1.1.2016 – Kölner Stadt-Anzeiger
„Sexuelle Belästigung in der Silvesternacht: Frauen im Kölner Hauptbahnhof massiv bedrängt“ betitelte die lokale Stadtzeitung die Vorfälle. Der Artikel liest sich unspektakulär und recht vage, trotzdem gibt es zwei interessante Aspekte, die ich zitieren möchte:

Wie die Polizei mitteilte, wurden die Beamten zum Bahnhof gerufen. … Als die Polizisten am Tatort eintrafen, hatte sich die Situation jedoch bereits aufgelöst.
In der Facebook-Gruppe Nettwerk Köln gab es mehrere Beiträge über die Situation. Der ursprüngliche Post wies eine ausländerfeindliche Tendenz auf, Frauen würden in Deutschland immer mehr zu Freiwild, hieß es darin. Die Nettwerk-Betreiber reagierten prompt und löschten den Beitrag.
1.1.2016 -11:43Facebook-Seite der Polizei NRW Köln
„Ausgelassene Stimmung – Feiern weitgehend friedlich. Die Polizei Köln zieht Bilanz“, heißt es im Posting.
Kommentar 14:20  „es war alles wie immer Vorjahr? Was ist den an den Berichten zu Schlägereien und sexueller Übergriffe gegen zahlreicher Frauen von massen an Arabisch Sprechender Männer am Kölner Hauptbahnhof dran ?“
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Kommentar 15:25 Nrw Köln, auch sehr viele Menschen wurden gestern beklaut. Auch wenn die Täter identifiziert werden konnte, hat die Polizei vor Ort nichts dagegen gemacht!!!!!!“
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Mehr relevante Kommentare gab es nicht an diesem Tag. Auch ist nicht klar, ob sich der erste Kommentator (14:20) erst deshalb zu Wort meldete, weil er den Artikel im Kölner Stadtanzeiger gelesen hatte.
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1. Conclusio: Die Katze beißt sich in den Schwanz!
Der Beitrag in der facebook-Gruppe Nettwerk ist leider gelöscht worden, deshalb können wir die dortigen Kommentare nicht mehr einsehen. Ich habe die Gruppe nach weiteren relevanten Beiträgen und Kommentaren durchsucht, konnte aber zum 1.1. keine finden. Erst am 2.1., nach dem die Polizei bekannt gab, eine Sonderkommission einzurichten und die Medien in größerem Umfang berichteten, wurde dies kommentiert.
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Bezüglich der facebook-Seite der Polizei NRW Köln ist es natürlich nicht ausgeschlossen, dass relevante Kommentare gelöscht wurden.
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Aber wie man es auch dreht und wendet, die Annahme der Medien, dass der Vorfall am Kölner Bahnhof erst durch das „Hochkochen“ in den sozialen Medien nicht mehr verschwiegen werden konnte, kann ich so nicht feststellen. Erst durch die mediale Berichterstattung gerieten die sozialen Netzwerke außer Rand und Band. Wer nur einen flüchtigen Blick auf all die Kommentare und Beiträge wirft, geht davon aus, dass es diese auch rund um die Silvesternacht gegeben haben muss, was ich aber so nicht feststellen konnte.
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2. Conclusio: Wem können wir noch vertrauen?
Wenn wir annehmen, dass die Dienststelle der Polizei in Köln den ersten Bericht „geschönt“ hat, warum geht man nun davon aus, dass die folgenden Berichte „ungeschönt“ bzw. korrekt sind?
Wenn wir annehmen, dass wir es mit einer „Lügenpresse“ zu tun haben, warum hat gerade diese Presse die (politisch unangenehmen) Vorfälle ins Groteske gesteigert („Sex-Mob“, „Sex-Terror“) und ins internationale Rampenlicht gestellt? Der langjährige Präsident (1994-2000) des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz Helmut Roewer bekannte unlängst in einem Interview bezüglich der Presse: „Es ist alles eine Soße. Es wird gefälscht, dass sich die Balken biegen. […] Wenn Sie heute gucken, wer sich da in diesen Medien alles rumtreibt, die ich aus anderen Zusammenhängen kenne [zuvor erwähnte er, dass ihm ein WDR-Kamermann erzählte, dass „wir alle bei der DKP sind“], dann schluckt man natürlich als alter preußischer Beamter und fragt sich, wie isses nur möglich.“
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3. Conclusio: Die Traumatisierung der Frau
Was auch immer in dieser Nacht geschehen oder nicht geschehen ist, die Frau wurde und wird durch die Medienberichterstattung traumatisiert. Spätestens dann, wenn sie einer Gruppe junger fremdländisch aussehender Männer begegnet, wird sie unwillkürlich einen Anflug von Angst oder Befremden empfinden. Trauma-Aufarbeitung ist ein langes, mühsames Unterfangen und noch heute, beinahe 15 Jahren später, sind viele Mitmenschen durch 9/11 traumatisiert, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen. Kurz und gut, je größer und intensiver die Angst der Menschen ist, um so einfacher kann die Gesellschaft durch die Obrigkeit geführt/gelenkt werden. Auch nicht unwichtig ist der Umstand, dass weibliche Journalisten an der „Front“ immer wieder Opfer sexueller Übergriffe werden, dies aber (aus beruflichen Gründen) zumeist verschweigen. „In gesetzlosen Gegenden, wo Schusswaffen allgegenwärtig und Konsequenzen für Straftaten nicht zu fürchten sind, werden weibliche Reporter zu Zielen“ – „Female reporters are targets in lawless places where guns are common and punishment rare„, schreibt Auslandskorrespondentin Judith Matloff in einem Essay.
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4. Conclusio: Das Ende der Wahrheitssucher
Je widersprüchlicher, konfuser und irritierender die behördliche, politische und mediale Berichterstattung abläuft, umso unmöglicher wird es für den skeptischen Bürger, das Wirrwarr zu entflechten und den wahren Kern freizulegen. Ohne juristische Befugnisse und behördliche Vollmachten ist es völlig ausgeschlossen, festzustellen, was sich in jener Nacht tatsächlich ereignet hat. Gewiss, jeder skeptische Bürger ist eingeladen zu spekulieren, aber diese Spekulationen tragen (für gewöhnlich) nichts zur Wahrheitsfindung bei. Wahre und authentische Kommentare und Augenzeugenberichte in den sozialen Netzwerken vermischen sich mit fingierten, manipulierenden und verfälschenden. Zu glauben, dass die sozialen Medien ein Abbild der Wirklichkeit sind, in der die Menschen Einfluss auf die Politik nehmen können, ist eine (gewollte) Illusion der Strippenzieher. Oder glauben Sie wirklich, dass facebook die „Erfindung“ von ein paar amerikanischen Studenten ist?
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5. Conclusio: Die orwellsche Gedankenpolizei hat Sie fest im Griff
Wir leben, so heißt es, in einer Demokratie, in der Meinungsfreiheit und Toleranz gilt. Aber wehe, man weicht vom „vorgegebenen“ politisch korrekten Weg ab, dann werden die Sittenwächter aktiv. Die Begriffe „Hasser“, „Verhetzer“, „Antisemit“, „Neonazi“, „Rechtsextremer“ usw. werden in den Händen der Sittenwächter zu Totschlagargumenten, die einen gewöhnlichen Bürger nicht das Leben, aber die Existenz kosten kann. Ohne, dass man uns dies gelehrt hätte, wissen wir, was wir in der Öffentlichkeit sagen dürfen und was nicht. Wir zensurieren uns selbst, deshalb braucht es keine behördliche Zensurstelle. So ist eine mögliche Interpretation der wenigen (öffentlich einsehbaren) Kommentare im Social Web jener, dass die Opfer einerseits aus Schamgefühl, andererseits aus Angst, eine politisch unkorrekte Aussage zu treffen, darauf verzichteten, zu dokumentieren, was ihnen widerfahren ist.
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Die Vorfälle zur Silvesternacht in Köln haben jedenfalls alle Dämme brechen lassen. Zum ersten Mal war und ist es dem gewöhnlichen Bürger möglich, seine sonst nur im Stillen geäußerte politisch nicht korrekte Meinung, auszusprechen. Klammheimlich frage ich mich ja, ob es sich nicht bei alledem um eine gut geplante Aktion handelte, um all die sonst so Unauffälligen aus der Reserve zu locken. Falls Sie das jetzt für völlig absurd halten, sollten Sie einmal nachblättern, wie die westlichen Behörden im Kalten Krieg vorgegangen sind, um Kommunisten und kommunistische Sympathisanten auszuforschen und zu beobachten. Der ehemalige britische Bereichsleiter des MI5 Peter Wright schreibt in seiner Autobiographie Spy Catcher:
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„Als ich 1955 in den Dienst eintrat, gab es etwa zwei Millionen persönliche Akten. Die Zahl blieb ziemlich konstant und begann erst in den späten sechziger Jahren mit den studentischen Unruhen dramatisch anzusteigen.“ [S. 45]
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Diesbezüglich werden Sie in der Zeitung nichts lesen, im Gegensatz zum allseits lieb gewonnenen Verschwörungstheoretiker-Bashing – beispielsweise in der Süddeutschen Zeitung: „Wo dunkle Mächte wirken“. Besser Sie hören, was der Schweizer Daniele Ganser zu diesem Thema zu sagen hat.
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„Angriffe auf Ausländer in Köln“ ist bereits dem ORF eine Schlagzeile wert. Interessant der Umstand, dass die Medien zwar die Opfer, nicht aber die Täter als „Ausländer“ bezeichnen (dürfen). Die Herkunft des Täters, so heißt es bei der Polizei, wird nur dann genannt, wenn es beim Verbrechen eine Rolle gespielt hat. So weckt die Schlagzeile „Angriffe auf Ausländer“ keine Ressentiments bei den Sittenwächtern, während die Schlagzeile „Angriffe auf Inländer“ einen Aufschrei zur Folge hätte.
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In einer kürzlich geführten Gesprächsrunde stellte der frühere Justizminister von Niedersachsen und Kriminologe Christian Pfeiffer klar: „Die ersten beiden Interviews, die ich dem Fernsehen über Köln geben durfte, da fragten mich die Journalisten: ,Bitte, reden Sie nicht über Flüchtlinge.‘ Dann habe ich gesagt, dann brauche ich gar nicht erst anzufangen. Dann ist das Ende des Interviews. Dann haben sie sich besonnen und das wieder aufgelöst. Wo kommen wir hin, wenn wir die Wahrheit nicht mehr benennen – die, die sich andeutete? Es war noch völlig unsicher, das habe ich auch gesagt, ob es Flüchtlinge sind. Aber es von vornherein auszuschließen, wie es der Kölner Polizeipräsident gemacht hat, das ist unerträglich, wenn die verantwortlichen Behörden die Wahrheit nicht mehr benennen.“
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6. Conclusio: Das Große Ganze einer „hochherzigen Dummheit“
Man muss stutzig werden, wenn man in einer Op-Ed Kolumne der New York Times liest, dass „Deutschland am Rande des Abgrunds“ stehen soll (vgl. dazu die Titelei des Magazins Spiegel: „Auf der Kippe“) und der Autor die „Abdankung“ von Frau Merkel für ihre „hochherzige Dummheit“ fordert: „It means that Angela Merkel must go — so that her country, and the continent it bestrides, can avoid paying too high a price for her high-minded folly.“ Nebenbei empfiehlt der Autor über Twitter interessierten Journalisten, die sich über die Situation in Deutschland ein Bild machen möchten, niemand geringeren als den politisch unkorrekten Schriftsteller Akif Pirinci.
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Würde also Frau Merkel den Hut nehmen, wer würde ihr nachfolgen und welche politischen Lösungen könnte die neue Regierung den erhitzten Gemüter überhaupt anbieten? Geht es den „dunklen Mächten“ darum, eine neue (neo)konservative Hardliner-Partei an die Spitze zu bringen, die einerseits gewillt ist, die Flüchtlingsfrage rigoroser anzugehen (und die Bürgerrechte weiter einzuschränken  – SPD-Chef: „Wir brauchen einen starken Staat“ – Die Zeit sah das bereits prophetisch voraus), andererseits aber auch bereit ist, ausländischen Konzernen Tür und Tor zu öffnen und Washington im Kampf gegen Moskau und Peking noch vehementer zu unterstützen? Zwei Dinge liegen für mich jedenfalls klar auf der Hand: Frau Merkel tat nur, was man ihr sagte und die „Massenbewegung“ des letzten Jahres war gesteuert.
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7. Conclusio: Willkommen in der Realität 2.016
Thomas Mann, the expatriate writer, recorded a message to the German people. It was broadcast by the BBC. „What shall become of you?“ Thomas Mann asked. „If you are defeated, the vindictiveness [Rachsucht] of the whole world will break loose against you.“ It was March 1941.
Nicholson Baker, Human Smoke, p. 298