richard k. breuer

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Anatomie eines Anschlags: Was geschah in Nizza wirklich? (VIDEO)

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Das Bild ist mit youtube verlinkt!

Wer sich für den (vermeintlichen) Anschlag in Nizza vom 14. Juli 2016 interessiert, sollte sich den ersten Teil des oben verlinkten Videos angucken. Zwar dauert der Beitrag rund eine Stunde, dafür erhält der Zuseher Einblick in all die Ungereimtheiten und Widersprüche der offiziellen Version. Es stellt sich die Frage, was am 14. Juli 2016 in Nizza wirklich geschehen ist.

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Was geschah in Nizza wirklich? Magazin Nexus No. 67 Okt/Nov

Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem NEXUS-Magazin, das meinen Blog-Artikel (in lektorierter Form) in zwei Teilen veröffentlichte.

Was uns die TV-Serie Wayward Pines über die Welt verrät

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Haben Sie bereits von der US-TV-Serie Wayward Pines gehört? Kein geringerer als M. Night Shyamalan zeichnete für die erste Staffel (10 Episoden) verantwortlich. Ja, das ist jener Filmemacher, der vor vielen Jahren mit Filmen wie The Sixth Sense, Unbreakable und The Village für Furore sorgte. Tja, aber  der Hype hielt nicht lange an und die Flops sind heute bereits Legende (The Last Airbender, After Earth).

Wie dem auch sei, wer sich für ein unheimliches Katz-und-Maus-Spiel in einer amerikanischen Kleinstadt interessiert, in der nichts ist wie es scheint und der Protagonist (Matt Dillon) anfänglich genauso im Dunkel tappt wie der Zuseher, der ist mit der TV-Serie bestens bedient. Freilich, ein Meisterwerk darf man sich bei alledem nicht erwarten, aber die Spannung reicht, um hängen zu bleiben. Nur gegen Ende schlägt die Serie über die üblichen Genre-Klischee-Stränge und enttäuscht.

Nichtsdestotrotz würde ich die TV-Serie empfehlen. Aber schalten Sie dabei Ihr Gehirn nicht aus, nein, vielmehr verstehen Sie das Ganze als eine Parabel auf die Zeit des Kalten Krieges und des (gegenwärtig andauernden)  War on Terror. Stellen Sie sich nur mal vor, die Filmemacher und die Produzenten und das Studio hätten Eier in der Hose gehabt, die Serie hätte ein Meilenstein in der Geschichte der Mainstream-TV-Literatur werden können. Aber da niemand die Hand beißt, die ihn füttert, bleibt es Ihnen und mir überlassen, die Parabel in allen Details weiterzuspinnen.

Falls Sie nun angebissen haben, dann gucken Sie sich die Serie an und kommen dann an diese Stelle wieder zurück – denn nun beginnen die Spoiler. Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.

Will man den Plot auf den Punkt bringen, dann ist es, dass ein (größenwahnsinniger / menschenfreundlicher ?) Wissenschaftler gesunde Menschen in der Gegenwart auswählt, diese entführt und in einen Tiefschlaf versetzt, um sie tausende Jahre später für ein neues Zivilisationsprojekt heranziehen zu können, da die Menschheit und die Zivilisation, so wie wir sie kennen – dank Umweltverschmutzung und Krankheiten -, aufgehört hat, zu existieren.

Der Wissenschaftler und sein Team sorgen in der Abgeschiedenheit Iowas dafür, dass eine Kleinstadt namens Wayward Pines, umgeben von Bergen und Zäunen, zur letzten Insel der Zivilisation im Jahr 4028 wird. Es steht viel auf dem Spiel, weshalb der Wissenschaftler und seine Helfer danach trachten, die Bewohner zu täuschen, zu beobachten und eventuelle Verfehlungen gegenüber der Gemeinschaft streng zu ahnden. Zusätzlich werden die jüngsten Bewohner in der Schule indoktriniert und darauf vorbereitet, in den kommenden Jahren eine Führungsrolle einzunehmen. Gäbe es da nicht eine Untergrundbewegung, die mittels Anschlägen die „Wahrheit“ ans Licht bringen und flüchten möchte, wäre die Kleinstadt tatsächlich der friedliche Himmel auf Erden.

Nun, in der Serie wird einem bald klar gemacht, dass es eine tatsächliche Gefahr außerhalb der Stadt gibt und die Zivilisation aufgehört hat zu existieren. Aber nehmen wir nur mal an, dem ist nicht so. Mit anderen Worten, wir befinden uns noch immer in der Gegenwart und das Ganze ist nichts anderes als ein behördliches Geheimprojekt (Black Ops). Die Aufgabe der „Kontrolleure“ würde nun darin liegen, den Einwohnern die Illusion einer großen Gefahr, die vor der Stadt lauert, zu verdeutlichen (Ja, das erinnert natürlich an The Village). Dabei könnte sogar der Wissenschaftler selbst ein Getäuschter sein.

Jedenfalls, wenn die Bürger an die Illusion einer Gefahr vor der Stadt glauben, werden sie bereit sein, alles zu tun, um diese „Gefahr“ abzuwenden. So funktioniert Massenbeeinflussung. Damals wie heute. Gestern waren es Kommunisten, die die Welt unterjochen wollten, heute sind es Terroristen, die die westliche Zivilisation in ein blutiges Chaos stürzen möchten und übermorgen sind es Gestaltwandler, die danach trachten, die Menschheit auszurotten. Der Phantasie sind bei alledem keine Grenzen gesetzt – den für gewöhnlich vertauensseligen Menschen muss nur ordentlich Angst eingejagt werden, der Rest ist ein Kinderspiel.

Und jetzt spinnen wir die Sache weiter. Also, die ganze Angelegenheit ist ein behördliches „Forschungsprojekt“ in der Größenordnung des Manhattan-Projekts*. Die Filme-Macher hätten nun Schicht für Schicht die Befehls-Struktur freilegen können, hätten zeigen können, wie geheime (und illegale) Operationen geplant, ausgeführt und geleugnet werden, hätten andeuten können, mit welchen Werkzeugen die Verantwortlichen arbeiten, um beteiligte Leute, die Bescheid wissen („in the know„) bei Stange zu halten: Manipulation, Erpressung, Militärbefehl, Bestechung, Drohung, Schmierkampagne, Mord, usw.

Bei wichtigen geheimen Projekten legen die Verantwortlichen zu mindest drei „Wahrheits“-Schichten fest. Die erste Schicht ist die offizielle Version. Nehmen wir die Ereignisse von 9/11 als Beispiel. Hier ist die erste Wahrheit jene, dass 19 muslimische Selbstmordattentäter vier Flugzeuge entführten und damit in Gebäude flogen bzw. fliegen wollten, um diese zum Einsturz zu bringen. Mit dieser „Wahrheit“ werden nun die Menschen – ob klein, ob groß – tagein tagaus von den Mainstream-Medien gefüttert, sozusagen konditioniert.

Nun gibt es aber Personen, die Fakten kennen, die der offiziellen Version widersprechen. Beispielsweise, dass zwei, der vier „entführten“ Flugzeuge gar nicht erst in der Luft waren. Oder dass alle vier Passagierflugzeuge in den Datenbanken der Fluglinien noch für eine ganze Weile als „aktiv“ gekennzeichnet waren. Oder dass die (Mobil)Telefonanrufe der Passagiere bzw. der Flugbegleiterinnen zu jener Zeit technisch nicht möglich gewesen sind oder dass die Flugzeuge noch keine Telefone im Rücken der Sitze hatten. Mit anderen Worten, die Manager, Direktoren und höheren Bereichsleiter der beiden Fluglinien, die Zugriff zu den relevanten Informationen hatten, wissen, dass die offizielle Version so nicht stimmen kann. Ähnliches trifft auch für die Verantwortlichen in den TV-Stationen zu, die bereit waren, die Flugzeuge in die „Live“-Bilder einzufügen und Anweisung zu geben, was von wem gesagt werden durfte und was nicht.

All diesen Leuten „in the know“ (dazu zählen auch Politiker und Abgeordnete) muss die Behörde also „die Wahrheit“ erzählt haben, die in Wirklichkeit nur eine zweite „offizielle Version“ ist. Beispielsweise könnte man ihnen gesagt haben, dass die Angriffe mit Marschflugkörper erfolgten, die von einem „entführten“ U-Boot, das an der Atlantikküste aufgetaucht ist, abgeschossen wurden.

Was auch immer an diesem Tag geschehen bzw. nicht geschehen ist, auch nach 14 Jahren tappt der Bürger im Dunkel. Während der Gutgläubige all die Widersprüche zur offiziellen Version in den Wind schlägt, wird der Skeptiker das unangenehme Gefühl nicht mehr los, von Politikern, Behörden und Medienhäusern getäuscht worden zu sein. Aber noch unangenehmer für ihn ist die Befürchtung, dass es diese behördlich-mediale Täuschung seit vielen, sehr vielen Jahren gibt. Ja, nichts ist, wie es scheint, in Wayward Pines

update: Die bisher letzte [große Krisen- und Verschwörungsepoche] habe mit den Anschlägen auf Amerika vom 11. September 2001 begonnen. In manchen Kreisen – nicht nur bei Rechtsradikalen – ist wider alle Fakten die Idee sehr populär, die USA (respektive „die Juden“) hätten den Angriff vom 11. September selbst inszeniert.

Wo dunkle Mächte wirken
Süddeutsche Zeitung, 1. Jänner 2016

*) ehrlich gesagt, ich frage mich, was in der „Forscherstadt“ Los Alamos wirklich vor sich gegangen ist

Die Sache mit Mayerling anno 1889

Durant

Der größte Teil der Geschichtsschreibung ist Rätselraten und der Rest eine vorgefasste Meinung.

Ich habe es im Vorbeigehen gelesen, dass die Abschiedsbriefe der damals 17-jährigen Marie Alexandrine Freiin von Vetsera, der Geliebten des österr.-ungar. Thronfolgers Kronprinz Rudolf, in einem Banksafe derPrivatbank Schoellerbank gefunden wurden. Archiv-Revision, nennt sich das. Dabei wäre der Umstand, wer im Jahr 1926 die Dokumente in einem Safe hinterlegt und warum er oder sie sich dann nicht mehr um diese gekümmert hat, ein gefundenes Fressen für investigative Journalisten und Historiker. Könnte es sein, dass dieser ominöse Deponierer die „braune Ledermappe“ bereits mit der Absicht hinterlegt hatte, diese nie wieder abzuholen? Sozusagen ein Vetsera-Mayerling-Leak auf Zeit.

Wie dem auch sei, die Ereignisse, die sich im Schloss Mayerling im Jänner 1889 zugetragen haben sollen, bleiben – für mich jedenfalls – mysteriös. Die offizielle Erklärung ist, dass der ehrgeizige, aber depressive und unglücklich verheiratete Thronfolger, der von seinem Vater Kaiser Franz Joseph ins politische Abseits gestellt und schlecht behandelt wurde, zuerst seine junge Geliebte erschoss, dann sich selber. Natürlich im beiderseitigen Einvernehmen. Selbstmorde unter Verliebten, wir wissen es, kommen vor. Nennen wir es das Romeo & Julia-Syndrom.

Sieht man jedoch genauer hin, macht die Tat des damals gerade einmal 30-Jährigen keinen Sinn. Sehen Sie, Kronprinz Rudolf schrieb sich seit seiner Jugend die Seele aus dem Leib und hatte keine Scheu, seine politisch zuweilen brisanten Texte* in Zeitungen und Journalen unter einem Pseudonym zu lancieren. Als seinerzeit der 19-jährige Rudolf einen „harmlosen Artikel“ (O-Ton der Historikerin Hamann) über die Domainen seines Onkels Erzherzog Albrecht anonym in der Wiener Zeitung publizieren ließ und er – voller Überschwang – seinen Onkel davon unterrichtete, reagierte dieser „verärgert“ und schrieb:

Dazu wird solches Lob in einer offiziellen Zeitung leicht als Sozialismus verdächtigt u. wirkt dann leicht verkehrt. Du wirst diesen Aufsatz in keinem anderen Blatte reproducirt finden. […] Du hast sehr Recht zu verlangen, daß der Name des Autors nicht in der Öffentlichkeit trete. Ein junger Prinz, am allerwenigsten ein Kronprinz darf als Zeitungskorrespondent figuriren. Der Nimbus geht zu leicht verloren, und es gibt nichts zudringlicheres und arroganteres, korrupteres als unsere Journalistiker.

Brief, datiert Weilburg, 7.11.1877
Kronprinz Rudolf: Private und politische Schriften, S. 436f.
Hrsg. Brigitte Hamann

Ich denke, der gute Erzherzog Albrecht (1817-1895) dürfte damals eine profunde Kenntnis über die weltlichen Dinge besessen haben. Vor Jahren hätte ich, wie vermutlich viele Mainstream-Historiker, die Replik als überzogen und hochnäsig abgetan. Die Wirkung, so Hamann, soll „niederschmetternd“ für den jungen Kronprinzen gewesen sein und die „einst guten Beziehungen“ zwischen den beiden „kühlten“ sich ab. Aha. Aber da ich weiß, was ich weiß, traf der Erzherzog mit seiner Jounalistiker-Schelte ins Schwarze. Wir dürfen nicht vergessen, dass es seit 1848 in Europa und da vor allem in Österreich-Ungarn und Deutschland gärte (eigentlich begann der ganze Schlamassel 1789 in Paris). Sozialismus hieß der Schlachtruf, der die Massen mobilisieren und gegen das Ancien Régime aufbringen sollte. Wenn Sie einmal wissen möchten, was in jener Zeit alles an Propaganda-Pamphleten gedruckt worden ist, kommen Sie in die Rechte Wienzeile 97, dem ehemaligen Druckereigebäude des Vorwärts-Verlages. In einem Schaukasten sind ausgewählte Schriftstücke zum Gaudium und Studium ausgestellt.

Also, hier sind meine Gedanken zu der blutigen Angelegenheit: Ein 30-jähriger Thronfolger bringt sich nicht um. Nicht freiwillig. So depressiv und unglücklich kann er gar nicht sein. Sein Kaiservater hätte – rein theoretisch – bereits am nächsten Tag sein Leben aushauchen können und damit wäre einem ambitionierten und ehrgeizigen jungen Mann, der viele politischen Visionen hatte, die Welt offen gestanden. Deshalb ist – für mich – die einzige schlüssige Erklärung jene, dass man – freiwillig unfreiwillig und absichtlich unabsichtlich – nachgeholfen hat.

Eine Theorie besagt, dass der Thronfolger – mit der Hilfe gut vernetzter Elitisten – am Stuhl seines Vaters sägte. Auf die Idee dazu hat mich der Wiener Verschwörungstheoretiker der ersten Stunde Karl Steinhauser in seinem im Eigenverlag erschienenen Buch Die legale Mafia gebracht. Dort beschreibt er die intime Nähe des jungen Kronprinz Rudolf mit dem damaligen britischen Thronfolger Albert Edward, Prince of Wales, und dessen dunklen Einfluss auf Rudolf. Über den späteren König Edward VII. heißt es beispielsweise in einem anderen Buch:

His closest friends included Lord Esher and Lord Nathanial Rothschild. He took advice from Alfred Milner, was grateful to Lord Rosebery for the trust he showed in him as Prince of Wales, and he shared the Secret Elite philosophy for world dominance by the Anglo-Saxon race.

Hidden History: The Secret Origins of the First Word War
Gerrry Docherty & Jim Macgregor, p. 66

In einer anmaßenden „wir-wissen-wie-die-Welt-funktioniert“-Spiegel-Kritik zu einem „verschwörungstheoretischen“ Hochhuth-Stück werden merkwürdigerweise die beiden Persönlichkeiten miteinander in Verbindung gebracht:

Oder hat alles Unheil damit begonnen, daß der englische König Edward VII. den österreichischen Kronprinzen Rudolf mit der schönen Marie Vetsera bekanntmachte, worauf dieser sich und sie in Mayerling erschoß?
Hanswurste im Furchtbaren
Spiegel-Redakteur Urs Jenny über
Rolf Hochhuths neues Schauspiel „Sommer 14“

Interessanterweise gibt es in Wikipedia nur einen verdächtig dürftigen Eintrag zu Kronprinz Rudolf. Und wie üblich werden alternative Sichtweisen zur Mainstream-Version als „Vernebelungstaktik“ (Hamann) abgetan. Punktum.

Im Spiegel-Nachruf zu Kaiserin Zita – der Ehefrau von Karl I, dem letzten Kaiser Österreichs, heißt es 1989 süffisant:

Historikern wollte sie in ihren letzten Lebensjahren noch weismachen, Kronprinz Rudolf und seine letzte Liebe Mary Vetsera seien 1889 in Mayerling nicht von des Prinzen eigener Hand getötet worden, sondern politischen Meuchelmördern zum Opfer gefallen. Zitas Erzählungen erschütterten jedoch keine Monarchien mehr, sondern nur noch Stammtische.

Spiegel-Artikel

Und in einem – ebenfalls hochnäsig süffisant geschriebenen Artikel von Sigrid Löffler aus dem Jahr 1983 heißt es in Der Zeit:

Ermordet von wem? Von Verschwörern, erklärt Zita. Sie hätten Rudolf umgebracht, weil er sich an einer Verschwörung zum Sturz Franz Josephs nicht beteiligen wollte.
Zeit-Artikel

Sie sehen, wie Mainstream-Historiker und Mainstream-Presse und Mainstream-Wikipedia Hand in Hand gehen. Jeder bezieht sich auf jeden. Am Ende beweist der Zirkelschluss alles. Punktum. Wer sich getraut, die offizielle Version öffentlich anzuzweifeln, ist freilich ein Verschwörungstheoretiker und wird der „Wahrheits-Verhetzung“ bezichtigt. Es gäbe noch viel mehr zu sagen, aber belassen wir es vorerst dabei. Ich möchte Ihnen mit alledem nur anzeigen, dass eine Theorie nicht wahr wird, nur weil sie pausenlos von anspruchsvollen Medien und respektablen Historikern wiederholt und ein verschollen geglaubter Abschiedsbrief wie durch Zufall gefunden wird. Was Medien und Historiker ausblenden, ist der Umstand, dass die vergangene und gegenwärtige Realität nur ein Konstrukt ist, auf dass man sich einigt bzw. auf dass man sich geeinigt hat und Kräfte am Werk sind, die ihr Süppchen kochen. Journalisten und Medien-Leute, die sich mit ihrem kläglichen Mainstream-Zirkelschluss-Wissen  über kritische Geister, die einen verjährten Sachverhalt hinterfragen, lustig machen, sind der Sargnagel einer aufgeklärten Gesellschaft. Gewiss, der gewöhnliche Bürger möchte von alledem nichts wissen und sperrt sich gegen jede Einsicht, die sein Weltbild auf den Kopf stellen könnte. Dazu bedarf es nur eines Blickes in die facebook-Timeline.

Wissen wir denn wirklich wie die Vergangenheit ausgesehen hat, was wirklich geschah oder ist Geschichte „eine Fabel/Sage“ auf die man sich nicht ganz „geeinigt hat“? [vgl. dazu ein Zitat, das Napoleon in den Mund gelegt wird: „Ist Geschichte denn nichts anderes als eine Fabel, auf die man sich geeinigt hat?/ What is history but a fable agreed upon?„] Unser Wissen eines jeden vergangenen Ereignisses ist immer unvollständig, vermutlich inakkurat, vernebelt durch ambivalente Beweise und parteiische Historiker, und vielleicht sogar verzerrt durch unsere patriotischen und religiösen Gefühle. // [d]o we really know what the past was, what actually happend, or is history „a fable“ not quite „agreed upon“? Our knowledge of any past event is always incomplete, probably inaccurate, beclouded by ambivalent evidence and biased historians, and perhaps distorted by our own patriotic or religious partisanship.

Will and Ariel Durant
The Lessons of History, H. Wolff, New York
[E-Book]

 

*) »Angeregt durch eine Reise nach England verfassten Carl Menger und [der 20-jährige] Kronprinz Rudolf 1878 das so genannte Adelspamphlet, eine anonyme Streitschrift, die sich äußerst kritisch mit der Aristokratie in Österreich auseinandersetzte«, heißt es in Wikipedia. Scheinbar hat die Wiki-Polizei übersehen, dass dieser eine Satz bei einem kritischen Geist alle Warnlampen angehen lässt. Bedenken Sie, dass Karl Marx (1818-1883) zu jener Zeit in London weilte (ja, warum ausgerechnet London, dem Herzstück der damaligen Finanzwelt?) und in Büchern, Pamphleten und Zeitungsartikel gegen den Adel, die Unternehmer und die Bourgeoisie wetterte, aber die Finanz-Kapitalisten geflissentlich übersah. Jene Finanz-Kapitalisten, die in späterer Folge – so der britische Historiker Antony Sutton – die kommunistische Revolutionsbewegung in Russland mitfinanzieren sollten. Wundert Sie das jetzt?