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Denkverbote #3: 9/11

Denkverbote-3

Das größte Verbrechen im 21. Jahrhundert war und ist Basis für den sog. War on Terror, ein Kampfbegriff, der den nicht enden wollenden Krieg – perpetual war – im In- wie im Ausland möglich macht. Während an der Heimatfront die vom Volk gewählten Regierungen darangehen, den Nationalstaat abzuschaffen und durch eine grenzenlose zentrale Machtstruktur zu ersetzen, werden souveräne Staaten, die sich dieser Weltordnung entgegenstellen, medial diffamiert, wirtschaftlich sanktioniert und schließlich militärisch attackiert. Der Begriff „War on Terror“ dient seit nunmehr 16 Jahren dazu, die Guten von den Bösen zu trennen und Konflikte, so brutal und menschenverachtend sie auch sein mögen, zu rechtfertigen. Der damalige britische Umweltminister Michael Meacher brachte es 2003 in einem Zeitungskommentar auf den springenden Punkt: The war on terrorism is bogus. Für diese Ketzerei wurde er freilich von Tony Blair gefeuert.

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Die Qual der Bundespräsidentenwahl, anno 2016

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Vielleicht haben Sie ja den Artikel im orf.at über das internationale Interesse an der heutigen Bundespräsidentenwahl gelesen, jedenfalls zitiert der Schreiber aus den ›gewichtigsten‹ ausländischen Magazinen und Tageszeitungen. Wahrlich, die Auslandspresse schert sich nur dann für unser beschauliches Ländchen, wenn zu befürchten ist, dass am Ballhausplatz die Hakenkreuzfahne ein weiteres Mal ausgerollt und der Hofburg-Balkon seinem (neuen) Namen alle (Un)Ehre machen wird.

Neben der New York Times und dem Spiegel wird auch aus dem ‚US-Polit-Magazin‘ Foreign Affairs zitiert. In jenem Magazin schrieb der Gründer, Harvard-Professor Samuel P. Huntington*, im Jahr 1993 den berühmt gewordenen Aufsatz ‚The Clash of Civilizations? The next pattern of conflict‚ – in einer Zeit, als es weder ISIS noch Migrationswellen gab. Könnte man hier am Ende von einer prophetischen Vision des US-Professors sprechen? Oder war es nur die erste Andeutung einer gemachten Zukunft, die längst in der Schublade des Establishments lag? Der gute Huntington, das sollte man wissen, war mit Studienkollege Zbigniew Brzezinski und Henry Kissinger gut befreundet. Ich hoffe, Sie wissen über die beiden Herren der ehrenwerten Gesellschaft Bescheid. Brzezinski ist es nämlich zu verdanken, dass Washington mit Hilfe eines Osama bin Ladens gewaltbereite muslimische Gotteskrieger (lies: Söldner) nach Afghanistan der 1970er Jahre schleusen konnte, deren Aufgabe es war, Terror im Namen ihres Gottes (Geld) zu machen und so der UdSSR ans geopolitische Bein zu pinkeln. Dass diese gut ausgebildeten muslimischen Gotteskrieger (lies: Söldner) in späterer Folge immer wieder in intakten säkularen Staaten auftauchen – sei es in Serbien, sei es in Libyen, sei es in Syrien – und diese bekämpfen, scheint die ›prophetische Gabe‹ respektive Andeutung einer gemachten Zukunft von Prof. Huntington zu bestätigen.

Zurück nach Österreich und der anstehenden Bundespräsidentenwahl. Das oben erwähnte Magazin fürchtet, dass die Neue Rechte Europa überschwemmen könne: ›Die Freedom Party ist kein Sonderfall mehr, sondern nur eine von Dutzenden islamophoben und zuwandererfeindlichen Parteien zwischen Griechenland und Finnland, die den liberalen Konsens Europas kippen lassen.‹ [Übersetzung: orf.at]

Wenn Sie mich fragen, ist es nun mal so, dass zu einem Kampf (Clash) zwei streitende Parteien gehören. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass die politischen Erben von Huntington & Co nun Phase Zwei einläuten und die christliche Welt nach rechts rücken lassen. Falls Sie jetzt noch immer meinen Norbert Hofer und die Freedom Party (oder FN und Marine Le Pen) seien das Problem und Alexander van der Bellen (oder François Hollande) die Rettung, dann kann ich Ihnen auch nicht mehr helfen.

*) Die Familie Huntington gehörte in den 1930er Jahren laut Untersuchung von Ferdinand Lundberg zu den 60 (einfluss)reichsten Familien in den USA.

Die Grenze des Erlaubten in der Presse: Der Tod von Osama bin Laden

We came, we saw, he died, sozusagen.
We came, we saw, he died, sozusagen.

Falls Sie einmal wissen möchten, wo die Grenzen des Erlaubten in der Mainstream-Presse liegen, anno 2015, nun, dann lade ich Sie ein, die folgenden zwei Artikel* zu lesen und zu bestaunen.

Im New York Times Magazine vom 18. Oktober 2015 erschien der lange Artikel What Do We Really Know About Osama bin Laden’s Death? The history of Obama’s most important foreign-policy victory is still being written von Jonathan Mahler. Darin geht Mahler der Frage nach, was wir, die gewöhnlichen Bürger, über den Tod von „Terror-Mastermind“ Osama bin Laden im Mai 2011 wissen.

Nun, es war, wie so oft, Hollywood, die die offizielle Version des historischen Ereignisses, der größten Fahndung in der Geschichte der USA, im Jahr 2012 in bunten Farben auf die Leinwand brachte. Vielleicht haben Sie ja den Film Zero Dark Thirty gesehen, oder die Bücher gelesen, die allesamt auf „wahre Begebenheiten“ beruhen, dann wissen Sie, wie das Ganze abgelaufen ist und sind im Bilde, sozusagen. Doch dann, im Mai 2015, kam der unbequeme investigative Journalist Seymour Hersh und publizierte in der London Review of Books einen Essay mit dem nüchternen Titel The Killing of Osama bin Laden, der die offizielle Version kurzerhand anzweifelte. Naturgemäß, wenn respektable Journalisten in einem respektablen Medium die offizielle Version eines Ereignisses in Frage stellen, ist Feuer am Dach. Es brauchte nicht lang, bis die medialen Fetzen flogen.

Senator Dianne Feinstein, die als Vorsitzende des Geheimdienst-Ausschusses die Erstellung des Berichts [über die Ausschaltung bin Ladens] überwachte, sagte, dass sie die Vorführung des Films vorzeitig verließ: „Ich konnte das nicht mehr ertragen“, sagte sie. „Weil alles [im Film] so falsch ist.“ Die Absicht der Filmemacher dürfte jene gewesen sein, eine ausgewogene Geschichte zu erzählen – die hässliche Wahrheit wie wir bin Laden fanden – aber in dem sie das taten, haben sie wohl eine Lüge verewigt.

Senator Dianne Feinstein, who oversaw the report as the committee’s chairwoman, said she walked out of a screening of the film. ‘‘I couldn’t handle it,’’ she said. ‘‘Because it’s so false.’’ The filmmakers’ intent had presumably been to tell a nuanced story — the ugly truth of how we found bin Laden — but in so doing, they seem to have perpetuated a lie.

Aber all die medialen Vorwürfe, Schuldzuweisungen und Verunglimpfungen lösten nur noch mehr Verwirrung und Konfusion in der Bevölkerung aus. Das Faszinierendste an der ganzen Sache ist der Umstand, dass der gewöhnliche Bürger noch immer nicht weiß, was damals in Pakistan geschah, aber er weiß jetzt wenigstens, dass das offizielle Narrativ, vorsichtig formuliert, größere Lücken aufweist.

Sehen Sie, genau darin liegt die Aufgabe einer freien und unabhängigen Presse, nämlich Lücken, ob klein, ob groß, in einer Geschichte zu finden und darauf hinzuweisen. Erschreckend bei alledem ist, dass es 4 Jahre brauchte, bis Zweifel an der offiziellen Version in der Qualitätspresse formuliert wurden. Der von mir so überaus geschätzte Artikel im New York Times Magazine geht sogar noch einen Schritt weiter und erklärt dem Leser, dass die Behörden oftmals gar nicht erst versuchen, Informationen zu Ereignissen geheimzuhalten, sondern gewillt sind, das bestehende Vakuum mittels eines leicht verständlichen Narrativs auszufüllen. Je simpler die Story, desto eher wird die Masse die Erklärung akzeptieren – und da der Mainstream noch selten Ambitionen gezeigt hat, seiner Aufgabe nachzukommen, müssen sich die Behörden und Regierungsstellen gar keine Sorgen machen, entlarvt zu werden. Schlag nach bei 9/11.

Es ist nicht so, dass die Wahrheit über bin Ladens Tod völlig unbekannt wäre; es ist nur so, dass wir darüber nichts wissen. Und wir können uns auch nicht damit hinwegtrösten, mit der Hoffnung, dass wir eines Tages mehr Antworten erhalten; bis zum heutigen Tage hält die CIA ihre offizielle Geschichte der Schweinebucht-Affäre unter Verschluss. Wir wissen nicht, was sich vor mehr als einem halben Jahrhundert ereignet hat, noch weniger im Jahr 2011.

[…]  Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Narrativ zu kontrollieren. Da ist die althergebrachte: Halte Dokumente, die du nicht in die Öffentlichkeit bringen möchtest, unter Verschluss, in Worten des ehemaligen CIA-Direktors Gates: „wenn es um die Details geht, halte den Mund“. Aber es gibt auch noch eine modernere, social-media-sichere Herangehensweise: Erzähl die Geschichte, die du ihnen glauben machen möchtest. Schweigen ist eine Möglichkeit ein Geheimnis zu bewahren. Plaudern eine andere. Und diese beiden Möglichkeiten schließen sich nicht gegenseitig aus.

It’s not that the truth about bin Laden’s death is unknowable; it’s that we don’t know it. And we can’t necessarily console ourselves with the hope that we will have more answers any time soon; to this day, the final volume of the C.I.A.’s official history of the Bay of Pigs remains classified. We don’t know what happened more than a half-century ago, much less in 2011. […] There are different ways to control a narrative. There’s the old-fashioned way: Classify documents that you don’t want seen and, as Gates said, ‘‘keep mum on the details.’’ But there’s also the more modern, social-media-savvy approach: Tell the story you want them to believe. Silence is one way to keep a secret. Talking is another. And they are not mutually exclusive.

Ich denke, dieser langatmige Artikel ist das Ende der Fahnenstange im Mainstream. Mehr Zweifel sind nicht erlaubt. Denn bei einem bin ich mir sicher, nämlich dass der Autor auch vom vorzeitigen natürlichen Ableben Osama bin Ladens Ende 2001 hörte – beispielsweise auf FOX News. Gewiss, das klingt nach einer Verschwörungstheorie, aber am Ende ist es für mich die einzige sinnvolle Erklärung, wie es möglich gewesen sein soll, dass ein einzelner, von Krankheit gezeichneter Mann die größte Geheimdienstallianz, die die Welt je gesehen hat, für zehn Jahre an der Nase herumzuführen. Das mag sehr weit hergeholt sein, gewiss, aber falls Sie George Orwells Zukunftsroman 1984 gelesen haben, dann werden Sie hoffentlich noch wissen, was es mit Emmanuel Goldstein und seiner „Terrorgruppe“ The Brotherhood auf sich hat, oder?

Eine weitere Lektion hat New York Times Kolumnist Thomas Friedman erteilt. Da Bin Laden jetzt endgültig Geschichte sei, sagte er CNN, sei es nun an der Zeit Bin Ladenismus auszumerzen. Er definierte Bin Ladenismus als die Anwendung von Gewalt um politische Veränderungen herbeizuführen. Als ein Befürworter des extrem gewalttätigen Staates von Israel und der US-geführten Invasion des Irak, dürfte es Friedman egal sein, dass es die USA ist, die den ersten Platz in der Welt einnimmt, wenn es darum geht, Gewalt für politische und wirtschaftliche Ziele anzuwenden. Sogar vor 9/11 hatten die Taliban wiederholt angeboten, bin Laden an die USA auszuliefern, aber Amerika wollte davon nichts wissen. Unsere Absicht, damals wie heute, war und ist zu bombardieren, zu bombardieren, zu bombardieren!

An additional lesson was provided by New York Times columnist Thomas Friedman. With Bin Laden gone, he said to CNN, it was time to eradicate Bin Ladenism, which he defined as using violence to affect political changes. An apologist for the ultra violent state of Israel and America’s invasion of Iraq, Friedman did not seem to care that it is the US that leads the world in violence for political and economic ends. Even before 9/11, the Taliban made repeated overtures to hand Bin Laden over to the US, but America would have none of it. Our intention, then as now, was to bomb, bomb and bomb!

Lin Dinh
The Strange Death of Osama Bin Laden
18. Mai 201

* der zweite Artikel wird in einem separatem Blog-Beitrag abgehandelt.

Die Naturgesetze machen wir!

Dem Himmel so nah

Die Welt im Jahr 2014 ist kein Zuckerschlecken. Nicht für jemanden, der sich auf der Party2.0 dezent räuspert, um sich Gehör zu verschaffen. Vor wenigen Wochen war es, als ich mit X. und Y. über Osama Bin Laden stolperte. Sie staunten nicht schlecht, als ich meinte – freilich zum wiederholten Male – dass besagter Ex-CIA-Agent-Provocateur mit allergrößter Wahrscheinlichkeit Ende 2001/Anfang 2002 das Zeitliche segnete. Darüber berichtete damals der eine oder andere Mainstream-Kanal. X. und Y. schüttelten freilich ihre Köpfe. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Beweise konnte ich keine vorbringen. Natürlich nicht. Andererseits, wie viele Beweise gibt es in Bezug auf die offizielle Version? Zero! Darin liegt die Crux all jener, die offizielle Verlautbarungen hinterfragen oder auf Löcher, so groß wie der Grand Canyon, hinweisen: Aussage steht gegen Aussage. Faîts vos jeux, wählen Sie die Seite. Aber die richtige, bitte schön. Und lesen Sie den wunderbaren Essay Osama bin Elvis von dem emer. Professor der Universität Boston Angelo M. Codevilla im US-Magazin The American Spectator aus dem Jahr 2009: link.

Apropos. Vor wenigen Tagen jährte sich zum 51. Mal der blutige Staatsstreich in Dallas. Für die erfolgreiche Umsetzung eines Coup d’États braucht es für gewöhnlich einen großen Ho­kus­po­kus. Damals, in Texas 1963, war es bekanntlich eine magische Bleikugel, die – im wahrsten Sinne des Wortes – Wunder wirkte und alle physikalischen Gesetze ignorierte. Aber was sind schon Naturgesetze für die Mächtigen? George Orwell lässt in seinem dunklen Endzeitroman 1984 einen Parteifunktionär folgerichtig sagen: »Sie müssen sich von diesen dem neunzehnten Jahrhundert angehörenden Vorstellungen hinsichtlich der Naturgesetze freimachen. Die Naturgesetze machen wir.«

9/11 oder Wann ist eine Wahrheit wahr?

»I am not a conspiracy theorist. I am an Air Force pilot. And based on
my experience, the story we’ve been told about 9/11 doesn’t add up.«
Air Force Lt. Col. David Gapp (ret.),
30-Year Veteran, Senior Aircraft Crash Investigator,
and Chief of Master Air Attack Planning for the Iraq and Afghanistan Wars
http://www.rememberbuilding7.org

Die Anschläge zum 11. September 2001 jähren sich zum 11. Mal. Die Erinnerungen bestehen primär aus TV-Bildern, die der gewöhnliche Bürger für bare Münze nahm. Somit wurde die offizielle Version der Ereignisse innerhalb weniger TV-Minuten bestätigt. Monate, vielleicht sogar Jahre später – das Web zeigte zum ersten Mal, was ein demokratisches Medium zu leisten imstande ist – gab es kritische Stimmen zur offiziellen Version. Ungereimtheiten wurden penibel aufgelistet, Unwahrscheinlichkeiten dokumentiert. Die Conclusio einer sehr spät und nur auf Druck einer Bürgerbewegung eingesetzten politischen Kommission – in Form eines gebundenen Buches erhältlich – ist in keinem Falle über jeden Zweifel erhaben und schon gar nicht der letzten Weisheit Schluss. Der Mainstream wiederum hat die offizielle Version von Anfang an abgenickt und abgesegnet und ist ihr glühendster Verteidiger. Derweil, in meinem aufgeklärten Verständnis, sollte jede Zeitung und jede Medien-Anstalt eine politische Erklärung prüfen, prüfen, prüfen. Scheinbar ist das nicht mehr notwendig.

Wenn der Pressesprecher des Weißen Hauses eine offizielle Meldung verlautbart, dann ist es in erster Linie eine Information mit Spin, aber mit Sicherheit nicht die Wahrheit. Diese recht einfache Schlussfolgerung sollte  jedem Bürger klar sein. Ist es aber nicht. Dahingehend muss man sich nur die Foren und Kommentarlisten ansehen, wie vehement der Einzelne offizielle Verlautbarungen als »Wahrheit« verteidigt (natürlich müssen wir jetzt mal davon ausgehen, dass diese User im wirklichen Leben existieren und es sich nicht um Fake-Accounts von PR- bzw. Propaganda-Agenturen handelt). Wie kommt es also, dass der gewöhnliche Bürger einer Obrigkeit beinahe blind vertraut, während das gegenwärtige Establishment immer wieder mit erhobenem Zeigefinger auf die Geschehnisse in den 1930ern Jahren in Deutschland und Österreich hinweist? Damals, so der Vorwurf, hätte sich das Volk zu leicht von der Obrigkeit an der Nase herumführen lassen, weil es die Propaganda für wahr gehalten und nicht hinterfragt hat. Ach?

Apropos. Gestern drei Bücher aus den USA bestellt. Ein amerikanischer Historiker beschäftigte sich eingehend mit der Zeit zwischen 1914 und 1945 und legt den Schluss nahe, dass die Dinge vielleicht nicht so sind, wie man sie seit Jahr und Tag in den Medien und den Geschichtsbüchern wiederkäut. Das ist natürlich ein gefährlicher Ansatz und »verboten« (das Wort verboten wird in den USA immer dann verwendet, wenn man die »Nichterlaubnis« einerseits verstärken, andererseits mit einem ironischen Unterton versehen möchte). Noam Chomsky erklärt wiederum, wie es die Creel-Commission, der offizielle Propaganda-Apparat der britischen Regierung, um 1916 geschafft hat, mit Falschmeldungen die nötige Kriegsstimmung in den USA zu erzeugen. Ja, natürlich überlege ich bereits, ein »verbotenes« Sachbuch über besagte Epoche zu schreiben. Das könnte im schlimmsten Falle mit Freiheitsentzug geahndet werden; aber sind nicht auch die Aufklärer des 18. Jahrhunderts immer wieder weggesperrt und deren Erkenntnisse verächtlich gemacht worden?

Im Sachbuch Con$piracy wird 9/11 nur am Rande erwähnt. Dahingehend kann man sich nur die Finger verbrennen. Weil man dem Leser keine Lösung anbieten kann. Wenn ich demnach die offizielle Version als »BS«, als unstimmig und fehlerhaft verurteile, dann werde ich angehalten, zu sagen, wie es denn nun wirklich wa(h)r. Da liegt auch schon der kritische Hase im Mainstream-Pfeffer. Jeder aufgeweckte Bürger, der sich mit einem politischen Fall eingehend beschäftigen möchte, kann nur auf jene Daten zurückgreifen, die ihm ein Establishment gewährt. Das Internet mag ein Fundus an allerlei Gedanken und Dokumenten sein, aber wenn zwingende Beweise unter Verschluss gehalten werden, dann ist der Bürger nur in der Lage zu spekulieren. Wenn zum Beispiel die behördliche Todesanzeige von Osama bin Laden im Winter 2001/2002 in den Archiven weggesperrt wurde, dann ist es leicht, zu behaupten, eine Spezialeinheit hätte ihn 2011 in seiner pakistanischen Villa ausgeschaltet. All die vielen »Verschwörungstheorien« rund um den Tod von Osama bin Laden hätte die US-Regierung leichter Hand widerlegen können, hätte sie eindeutige Beweise der damaligen Tötungsmission und – vor allem – den Leichnam vorgelegt, keine Photoshop-Bilder oder »Zeugenaussagen« von Militärangehörigen (die einen Eid geschworen haben, nicht der Wahrheit zu dienen, sondern ihrem Vaterland/der Regierung) oder das Gefasel von muslimischen Wasserbestattungen. Dass Osama bin Laden nicht für 9/11 verantwortlich gemacht werden kann, räumt sogar das FBI ein, trotzdem scheint einem Establishment daran gelegen zu sein, das eine mit dem anderen zu verknüpfen. Dank des Mainstream verbindet der gewöhnliche Bürger Bin Laden eher mit 9/11 als mit dem CIA, in deren Diensten er viele Jahre gestanden ist. Wenn Sie mir jetzt entgegenhalten, dass es unmöglich wäre, den natürlichen Tod von Osama bin Laden über so viele Jahre geheim zu halten, dann haben Sie recht. Es gibt  diesbezügliche auch Zeitungsberichte und Aussagen renommierter Politiker – aber ich schätze, das scheint für Sie wiederum weder als Beweis noch als Indiz zu gelten. Warum eigentlich nicht?

Weil der Bürger gelernt hat (besser: man hat es ihm eingetrichtert), dass nur wahr ist, was der Mainstream, also alle Zeitungen, Magazine, TV-Großanstalten und Medien-Blogs einmütig wiederholen. Alles andere ist von keiner Bedeutung und wird als wertlos, unrichtig, Blödsinn oder Verschwörungstheorie abgetan. Punktum. Jetzt frage ich Sie, wie soll ich und all die anderen kritischen Geister gegen solch eine Gedankenwelt die Oberhand gewinnen? De facto ist es nicht möglich. Jedenfalls so lange nicht, so lange die falschen Leuten an den richtigen Positionen im Mainstream sitzen. Vermutlich müsste es einen europäischen Frühling geben, der den Mainstream endlich demokratisiert. Wunschdenken? Vielleicht.

Was sollte der interessierte Bürger nun tun, um die mediale Spreu vom Weizen zu trennen? Ich würde sagen, seinen Mainstream-Medien-Konsum auf ein Minimum reduzieren, jede offizielle Nachricht kritisch hinterfragen und mein kommendes Buch Con$piracy vorbestellen. Vielleicht erscheint es ja noch in diesem Jahrtausend. Amen.

Ein Schweizer Historiker auf den Spuren von 9/11 – Vortrag von Dr. Ganser

Gerade habe ich mir den eingängigen und wichtigen Vortrag von Dr. Daniele Ganser, Historiker und Friedensforscher, Dozent an der Universität Basel, zum Thema 9/11 angesehen. Der rund 60minütige Beitrag ist eine dringende Empfehlung, auch wenn Dr. Ganser englisch spricht – da es eine gemeinsame Veranstaltung mit der Indiana University, USA ist. Bitte zu bedenken, dass der Vortragende primär Historiker ist, kein Verschwörungstheoretiker. Er listet all jene Fragen auf, die bis dato nicht hinreichend von offizieller Stelle beantwortet wurden und tritt für eine neuerliche und tiefergehende Untersuchung mit unabhängigen Experten ein. See it!

Link zum Video

*

update: Wer keine Stunde Zeit hat, nun für den gibt es alles Wissenswertes über 9/11  in 5 Minuten zusammengefasst. Wirklich lüstig und sehr wahr. Enjoy!

Bitte dein Weltbild einmal auf den Kopf stellen. Danke.

update: umfassende Artikelsammlung über 9/11 von Matthias Broecker – Journalist und Kolumnist in der TAZ

update: It all could have been so easily avoided in TAKI’s Magazine  //  This is the fundamental truth: Rome needed wars. The US is the Roman Empire of today. in RT Network  // No human illusion is as persistent and resilient as the belief in objective good. Helian Unbound // In November 2007, one month after a failed assasination attempt on her life, Benazir Bhutto gave an interview to David Frost of Al Jazeera news, in which she stated »Omar Sheikh; the man who murdered Osama Bin Laden«. One month later, on December 27th 2007, Benazir Bhutto was assasinated in Rawalpindi, Pakistan. Wiki  // Interview with Lydon LaRouche on 18/09/2001 about the situation in US: but the operation is very sophisticated, and no one could do an operation like this, from outside the United States at present; there’s no one who could do what was done here then.

In einem netten Pakistanischen Universitätsstädtchen namens Attobad, das laut Wiki zu einer der schönsten Städte Pakistans gehört, ist also besagter Osama bin Laden offiziell gezielt getötet worden. Wer hätte gedacht, dass es in Pakistan auch solche netten, beschaulichen Orte gibt? Vermutlich liegt es daran, dass man uns immer nur solche Gegenden zeigt, wo ein wütender Mob auf ein schießwütiges Militär trifft, die zusammen am Ende alles in Schutt und Asche legen. Die Kamerabilder sind zu meist verwackelt und unscharf, man sieht zumeist Leute, die hektisch gestikulieren oder hysterisch schreien. Es entsteht für den TV-Zuseher der Eindruck, dass man es in Pakistan mit einer supergefährlichen Gegend zu tun hat, voll mit Terroristen und korrupten Militärs. Aber beschaulich? Ruhig? Nett? Sauber?Und mit einer Universität? Da sieht man wieder die eindringliche Macht von Bildern in unseren Köpfen und welche Vorstellung sie in uns auslösen. Beängstigend ist das. Weil man sich dagegen nicht wehren kann. Wirklich.

Trau schau wem?

Es stellt sich immer mehr die Frage: Wem kann man überhaupt noch trauen? Welche Informationen sind – soweit überhaupt möglich – wahr, oder wenigstens nicht erfunden und völlig aus der Luft gegriffen? Obwohl wir in einer Zeit leben, in der wir Zugriff auf unfassbare Mengen an Informationen haben, dank dem Web, werden wir deshalb auch nicht klüger. Das Informationsmeer verschlingt den Tropfen Wahrheit, könnte man in einer netten Analogie sagen. Ja, der durchschnittlich gebildete Bürger hält sich für ausreichend informiert. Eine seltsame Paradoxie fällt mir dabei auf: je unterschiedlicher die Erklärungen und Informationen zu einem Ereignis sind, die durch die vielen Medien-Kanäle geistern, desto verstärkt tendiert der Mensch zu der einen offiziellen Wahrheit oder zu einer der vielen inoffiziellen Wahrheiten. Der Mensch ist bestrebt, Ereignisse zu vereinfachen. Punkt. Wie sonst sollen wir damit klar kommen? Der menschliche Verstand ist nun mal so aufgebaut, dass er Informationen in Schubladen steckt. Da bleibt kaum Spielraum für Graubereiche. Das verkompliziert die Sachlage und führt nur zu Kopfschmerzen.

Explosionen? Nein, nein.

Apropos Kopfschmerzen. Man sehe sich mal diesen youtube-clip an. Darin sind TV-Bilder von 9/11 zusammengeschnitten, die zeigen, dass es Explosionen in den beiden WTC-Türmen gab. Aha. Was sagen die offiziellen Stellen dazu? Nada. Aha. Was sagen die Mainstream-Medien dazu (deren Reporter zumeist die Interviews führten oder sogar selbst Zeuge wurden)? Nada. Aha. Zugegeben, die dramatische Musik und diese creepy Fonts sind, nun ja, ein wenig überzogen, aber der Inhalt, der ist okay.

Kommen wir demnach zu der wohl alles entscheidenden Frage: Was ist heutzutage überhaupt ein Beweis? Wenn am TV-Schirm ein Passagier-Flugzeug in die Türme rast und explodiert, ist für jeden Zuseher die Sachlage sonnenklar. Da braucht es keine weiteren Erklärungen. Die Macht der Bilder, you know. Aber es gibt einen entscheidenden Punkt: die Bilder, die der ahnungslose und gutgläubige Zuseher am TV-Schirm verfolgt, ergeben in seinem Schubladen-Denken Sinn! Und nur, wenn eine Story Sinn macht, wird sie als Wahrheit akzeptiert. Deshalb ist es so einfach, gutgläubige Bürger zu manipulieren. Ich nehme mich davon nicht aus. Ich weiß nur einen Bruchteil und kann nicht durch Beton sehen. Wirklich. Mit anderen Worten: jedes Ereignis braucht eine Tagline, eine Story, die in das bestehende Weltbild des Bürgers passt und dieses nicht in Frage stellt.

Zwei Wahrheiten! Bitte wählen Sie jetzt.

Also, wenn wir ein hypothetisches Beispiel durchspielen und einem gutgläubigen Bürger von zwei Wahrheiten eine wählen lassen, welche würde er wohl aussuchen? Die offizielle Wahrheit ändert sein Weltbild nicht. Gut und Böse gab es ja bekanntlich schon immer. Jedenfalls wird ihm das ja seit seiner Kindheit ständig eingeprägt. Der Terrorismus passt demnach in dieses Schema sehr gut hinein: Hier die westliche Welt der Gegenwart, dort der religiöse Fanatismus des Altertums. It’s that easy, folks! Eine andere Wahrheit könnte sein, dass dieses vermeintlich Böse nur eine Erfindung der guten Jungs sind. Huh. Vielmehr, die guten Jungs tun alles, damit verwirrte Typen böse Dinge tun. Diese Wahrheit würde nicht in das bestehende Weltbild eines gutgläubigen Bürgers passen und muss abgelehnt werden. Ich meine, warum sollten wir annehmen, dass unsere Regierung lügt und betrügt und über Leichen geht? Okay, die Vergangenheit zeigt es, immer wieder, dass es so ist, aber wollen wir so eine monströse Wahrheit wirklich akzeptieren? Können wir das überhaupt? Geht das?

Zufall oder Kalkül?

Kommen wir nun zurück, zu Attobad, unserem Ausgangspunkt. Warum wurde gerade jetzt die Tötung von Osama bin Laden verlautbart? Was steckt dahinter? Politisches, militärisches Kalkül? Wer jetzt meint, es hätte sich eben so durch Zufall ergeben, äh, ja, den muss ich leider enttäuschen. In einer Trillion-Dollar-Unternehmung – und das ist nun mal der Umsatz, den dieses Kriegsbiz bis jetzt gemacht hat – soll es also Zufälle geben? Haha. Selten so gelacht.

Interessante Probleme tauchen vor uns auf.

Machen wir uns nichts vor. Die nahe Zukunft stellt uns vor interessante, herausfordernde Probleme. Wollen wir es einmal so ausdrücken. Das Erdöl wird knapp. Wesentliche Ressourcen, zum Beispiel seltene Metalle für die Elektronik in unseren Computer und Mobiles, werden ebenfalls knapp. Die Umweltzerstörung nimmt zu (Fukushima, Deep Water Horizon sind ja nur die Spitze eines Eisberges und signalisieren, dass unsere Einstellung ein Schulterzucken ist!). Die Erde erwärmt sich stärker als angenommen (ob nun der Mensch daran Schuld ist oder doch „nur“ Sonnenwinde, ist ja primär egal), was dramatische Folgen haben wird. Der Wassermangel in vielen stark bevölkerten Gebieten wird zu einer Abwanderung führen – aber wohin? Die AKWs, die langsam in ein gefährliches Alter kommen. Die Folgen der industrialisierten Ernährung – durch die schleichende Vergiftung nehmen Krankheiten zu und Bevölkerungsgruppen degenerieren. Landwirte verschwinden – und damit steigt die Abhängigkeit der Bevölkerung an industriell hergestellten Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe bereits jetzt nicht mehr geprüft werden können und für deren Produktion große Mengen an Erdöl und Wasser benötigt wird. Das gesellschaftliche System verstärkt den Druck auf den Einzelnen immer mehr – Depressionen und Burn-out und psychosomatische Krankheiten sind die Folge. Das Internet wird immer mehr Familien-Ersatz, erschafft Illusionen und führt weg von der Aufklärung. Die freie Marktwirtschaft hat sich durch exorbitante Finanzbetrügereien in die Ecke drängen lassen, nun kämpft eine Bizness-Elite mit Trillionen-Budgets gegen den Exodus und versucht noch einmal von den wesentlichen Dingen abzulenken. Habe ich etwas vergessen? Vermutlich.

Lösungen? Äh, ja.

Gibt es Lösungen? Hm. Wie wäre es, wenn wir das Geld abschaffen? Oder jedem Bürger so viel davon geben, dass er nicht mehr abhängig ist, von einem System, das Menschen ausnutzt und in ihnen nur das Schlechteste hervorholt? Wir brauchen radikale Lösungsansätze. Innerhalb des bestehenden Systems werden wir den Karren nicht aus dem Dreck ziehen können. Wirklich. Ich weiß, das würde unser Weltbild ziemlich auf den Kopf stellen. Aber besser, es steht Kopf, als dass es uns auf den Schädel fällt, nicht?