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Das Ende der Qualitätszeitung ist nah

Es gab eine Zeit, als der Leser eine Qualitätszeitung als Leuchtfeuer für Wahrheit und Freiheit gesehen hat. Doch diese Epoche geht nun dem Ende zu.

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Der Standard, Album A3, 11.Februar 2017

 

Dank dem allwissenden und nicht so leicht vergessen könnenden Internet vermutet der aufgeklärte Bürger, dass hinter dem gedruckten Zeitungspapier eine Redaktion steht, die von einem Management ausgesucht und ausgewählt wurde, um eine ‚von oben‘ vorgegebene politisch-wirtschaftliche Richtung (Agenda) umzusetzen. Mit anderen Worten, eine Zeitung (besser: Medienkonzern) wird niemals bereit sein, sich mit einer unangenehmen Wahrheit auseinanderzusetzen, die der Agenda widersprechen könnte. Vielmehr wird die Redaktion alles tun, um den Leser in seiner Unwissenheit (besser: konditionierten Wissensblase) gefangen zu halten. Was wir Qualitätsjournalismus nennen, ist heutzutage nur eine intelligentere Ausprägung der Propaganda, deren Aufgabe es ist, die breite Masse zu formen und zu führen. Diesbezüglich ist es Aufschlussreich, das Buch Propaganda von Edward Bernays, Sigmund Freuds Neffe, zu kennen. Darin macht sich der in den USA lebende Bernays bereits in den 1920er Jahren Gedanken darüber, wie eine gebildete Elite die öffentliche Meinung steuern könne und müsse:

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Wenn Die Presse an Realitätsverlust leidet oder ›Warum wir den Ehrgeiz verlieren‹, Olympiade 2016

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Es lebe die Mittelmäßigkeit in der Qualitätspresse

Falls Sie in der Die Presse am Sonntag den Aufmacher »Land ohne Siegermentalität: Über die Kultur der Mittelmäßigkeit« gelesen haben, sollten Sie bemerkt haben, wie der Hase in den Köpfen der Redaktion einer Qualitätszeitung läuft – nämlich in die falsche Richtung.

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Was es mit der Presse tatsächlich auf sich hat

Pressefreiheit

Falls Sie Paul Sethe, dem (Mit)Gründungsherausgeber der FAZ nicht glauben, dass es mit der Pressefreiheit nicht weit her ist und der Mainstream vorrangig der wohlhabenden Schicht der Bevölkerung, kurz dem Establishment, dienlich ist, dann möchte ich auf den letzten Kommentar von Owen Jones in der britischen Tageszeitung The Guardian aufmerksam machen. Im Artikel Oborne’s resignation shows that the media shouldn’t just serve the rich heißt es: