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2 Jahre mit E-Books im Verlagsgepäck

Im Februar 2010 stürzte ich mich auf die neue Veröffentlichungsmöglichkeit und bastelte in mühseliger Handarbeit ein E-Book. Gewiss, ein PDF lag in der Lade, respektive auf der Harddisk, aber wer möchte schon ein stinknormales PDF lesen? Amazon hingegen lockte mit famosen Aussichten im virtuellen Buchbereich, dank eines brauchbaren digitalen Lesegeräts (kindle), drahtlose Shopanbindung inklusive! Die Zahlen überschlugen sich. Vorerst nur in den USA. Trotzdem wollte ich als Autor und Verleger dabei sein. Und bin dabei. Einer der ersten deutschsprachigen Autoren, die ihre Bücher bei amazon.com anboten (»German Edition«). Aber die Suchmöglichkeiten nach deutschen E-Books war bescheiden und die deutschsprachigen Kunden zierten sich, trotzdem ging die eine oder andere Kopie über den Ladentisch. Man ist ja immer wieder erstaunt, dass wildfremde Leutchen Münzen auf den virtuellen Tresen legen und sich mit einem meiner Bücher eindecken – ohne dass ich lächelnd daneben stehe oder mit einem scharf durchdringenden Blick ungeduldig auf den Kaufabschluss warte.

Wer hat noch nicht, wer will noch mal?

Weiterlesen?

ebook Tiret

So! Das historische Sittengemälde, das sich mit dem Vorabend der Französischen Revolution beschäftigt,  Die Liebesnacht des Dichters Tiret ist nun in allen gängigen ebook-Formaten zu haben, als da wären:

epub

PDF

mobipocket

amazon.kindle

Während das ebook für amazons kindle natürlich nur auf deren US-Seite zu haben ist, können die anderen Formate von verschiedenen Webshops heruntergeladen werden. Den Anfang macht ebeam, die mich persönlich kontaktierten und deren Konditionen und einfache Vertragsgestaltung durchaus zu überzeugen wussten.

In den nächsten Tagen werden Schwarzkopf (das PDF gibt es bereits) und Rotkäppchen 2069 in den Formaten epub, mobipocket und PDF erhältlich sein. Im Moment habe ich die Preise auf € 4,90 festgelegt. Das ist, denke ich, ein fairer Preis. Viele amerikanische Verlage siedeln die ebook-Preise über denen der Paperback-Ausgabe an, was mich ziemlich krawutisch macht. Durch den amazon-MacMillan-$-9,99-ebook-Streit ist so nebenbei eine interessante Diskussion unter den Lesern entbrannt: Wie viel darf ein ebook kosten? So wie es aussieht gehen die Verlage davon aus, das ebooks nur von einer kleinen elitären Gruppe gekauft wird, weshalb sie die Preise im höheren Bereich ansiedeln und in keinem Fall unterhalb eines Paperbacks (das man später, wenn man es ausgelesen hat, verschenken, verkaufen oder verborgen kann, im Gegensatz zu den DRM-geschützten ebooks, die mehr oder weniger ihr restliches Dasein auf dem einen Lesegerät verbringen werden; zwar gibt es „Lösungsansätze“ (amazon gestattet es, das ebook einmalig zu verborgen, dann ist der Ofen aus; „Nook“, der eReader von B&N, soll eine Verleihfunktionalität inkludiert haben – was auch immer das heißen mag), aber sie sind nun mal nur unbefriedigende Ansätze, wenn man den hohen Preis in Rechnung stellt. Würden ebooks nur ein paar Dollar kosten (davon gibt’s natürlich genug – vorwiegend von Indie-Verlagen und Indie-Autoren), würde man sich keine grauen Haare wachsen lassen. Naja.

Interessant wird auch sein, welche Verlage bei welchen Shops ihre ebooks anbieten werden. Für Verlage ist es natürlich ein bürokratischer Aufwand, wenn sie bei jedem kleinen online-shop vertreten sein wollen. Und die elitären Online-Shops wollen weder Indie-Verlage noch Indie-Autoren (das wirkt unprofessionell). Blöd gelaufen, sollte früher oder später einmal einer dieser unbeachteten Bücher in den Hype-Olymp aufgenommen werden und ein gutes Geschäft versprechen. Des Weiteren ist zu bemerken (jedenfalls bei amazon.us), dass es manache Indie-Autoren verstehen, ein wenig Aufmerksamkeit für ihre ebooks zu erheischen. So gibt es immer wieder Kommentare von Lesern, die nach neuen Indie-Autoren Ausschau halten. Warum? Zum einen natürlich, weil diese sehr günstige ebooks anbieten (zuweilen im Cent-Bereich), zum anderen, weil man als Viel-Leser hoffen darf, dass man keinen glatt gebürsteten Verlags-Einheitsbrei serviert bekommt.  Freilich, es gilt, die Nadel im Heuhaufen zu finden (und die Texte lektorieren zu lassen, darüber denkt scheinbar noch niemand nach). Aber kann es nicht eine interessante und spannende Freizeitbeschäftigung sein, einen neuen Stern am Literaturhimmel entdecken zu wollen? (wer ihn als erster gefunden hat, darf ihm einen Namen geben!) Dann heißt es, so viele ebooks von Indie-Autoren wie nur möglich kennen zu lernen und vielleicht, who knows?,  kann man später einmal sagen: „Hey, ich hab damals schon gewusst, aus dem wird mal ein großer!“

Hm. Wenn ich so weiterspinne, dann frage ich mich gerade, ob es nicht möglich ist, eine Art von „Verlags-Anteils-Gesellschaft“ (Genossenschaft?)  zu gründen. Finden sich genügend Personen, die bereit sind, ein Werk zu fördern, werden diese „Sub-Verleger“ und investieren Geld. Dafür erhalten sie Anteilsscheine und werden dann, entsprechend der Einnahmen, vergütet. Das Werk wird dann von einem Publikums-Verlag (Sub-Edition) mit allem Drum und Dran veröffentlicht. Hm. Gut, darüber müsste ich nachdenken, wie das ganze Prozedere abläuft, aber eines steht fest: die großen Verlags-Ungetüme gehören alsbald der Vergangenheit an. Aber das ist eine andere Geschichte.

to b’ebook or not to b’ebook

Ich habe mich redlich bemüht. Ehrlich. Aber so ein eBook zu erstellen ist keine triviale Sache nicht. Man fühlt sich zurückerinnert an die Erstellung der ersten Webseite mit HTML-Editoren, die alles andere als komfortabel waren. Mit der richtigen Software ist es ja heutzutage keine allzugroße Hexerei mehr, eine schmucke Website zu erstellen (trendy: Flash).

Ich habe mir zwei Programme angesehen. Das eine ist Calibre, das andere MobiPocket. Beide Programme punkten mit einfachen Konversionen (Konvertierungen?) von einem Format ins andere. Das ist primär eine tolle Sache, falls man seine Texte nicht im pdf-Format vorliegen hat, das rundherum designt und gestaltet wurde (Fußnoten, Anmerkungen, Fonts, Einschübe, …). Also heißt es, mit der Hand das unnötige Beiwerk zu entsorgen. Ja, noch habe ich keine Möglichkeit gefunden, meine Bücher (eigentlich wäre ich schon mit der Leseprobe zufrieden) auf einfache Weise in ein eBook zu verwandeln, ohne dabei in einem immensen Arbeitsaufwand zu versinken (blubblubb).

Ganz klar ist mir das Konzept der eBooks freilich nicht. Es gibt derer vieler (gut, die Platzhirschen sind im Moment Amazon und Sony) und alle haben sie unterschiedliche Displaygrößen bzw. kann man die Schrift (welche?) kleiner oder größer stellen. Einen Typographen braucht es damit nicht mehr. Das wird die Verlage freuen. Eine Schriftart, keine typographischen Schnörkel und der Umbruch der Wörter erfolgt … irgendwie (oder gibt’s da eine eingebaute Silbentrennungslogik?).

Bleibt nur der Blick zu Adobe und dieser überdrübersuperduper Digital Edition. Vielleicht kann die ja so ein eBook aus dem InDesign-Ärmel zaubern. Who knows?*

*) tatsächlich kostet Adobe Digital Editions nix! Aber nur CS3 und CS4 unterstützen den Export in ePub. Tja. Ich hab CS2, also nix mit one-click-solution (wobei, wenn man den Leutchen in den Foren zuhört, dürfte auch das nicht so einfach sein). Sieht so aus, als würde man hier allerweil Hand anlegen müssen.

How to: PDF-Diashow erstellen

Wer eine Diashow präsentieren möchte, der sollte es als PDF machen. MS Powerpoint ist ja nicht auf jedem PC installiert, im Gegensatz zum Acrobat Reader.

Wie geht’s? Dokument gestalten (sollte in einem hübschen Format sein, A4 ist vermutlich zu groß!), als PDF abspeichern (hierzu müsste man einen PDF-Drucker installieren bzw. in Open Office 2.0 ist dieser schon integriert). Dann das Dokument im Acrobat Reader aufrufen (ich verwende die Professional-Variante, weiß jetzt nicht, ob es im Reader genauso aussieht, gehe davon aus), die folgenede Einstellung vornehmen und abspeichern. Voilà, c’est ca.

DATEI -> DOKUMENTENEIGENSCHAFTEN -> ANSICHT BEIM ÖFFNEN

Am Ende sollte das Ergebnis dann so aussehen:

Teaser zu Rotkäppchen2069