Schlagwort-Archive: penly

Das vergangene literarische Schaffen des Herrn B.

Timeline_Covers_2016
Nur nicht stehen bleiben!

Dreizehnundein Jahr ist es nun her. Damals küsste mich die Muse und beschenkte mich mit der Idee eines Entwicklungsromanes, der im Wiener Fin de Siècle die Höhen und Tiefen des suchenden Herzens ausloten sollte. Von da an ging es mit den Musenküssen stetig weiter. Um hierbei nicht den Überblick zu verlieren, habe ich nun relevantes Geschreibsel auf eine Zeitachse gelegt und mit Informationstext sowie Abbildungen versehen. So kann man auf einen Blick erfassen, was meine Wenigkeit über die Jahre geleistet hat. Ist es viel? Ist es wenig? Es kommt halt darauf an. Ein Jahr ist viel Zeit, gewiss, aber ein Jahr ist auch wieder schnell um. Penly beendet nun die Tiret-Saga, der Kreis innerhalb eines großen Bogens schließt sich.

Advertisements

Das Einläuten der letzten Runde der Tiret-Saga: Penly

Penly_3D-open1

Im Wonnemonat Mai wird nun der vierte und letzte Band der Tiret-Saga PENLY: Fragment eines Blutbades am Vorabend der Revolution erscheinen. Wie im Untertitel bereits angedeutet, geht es auf den etwa 350 Seiten recht blutig zur Sache, was aber nicht heißen soll, dass der feine Humor, neben dem Rätselhaften, zu kurz kommt. Der Leser darf sich in jedem Fall auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und einen würdigen Abschluss der Saga freuen, die 2008 ihren Anfang nahm.

Vorbestellungen für die Kleinauflage im Taschenbuchformat werden natürlich gerne entgegen genommen, schließlich muss ja die Butter irgendwie auf das vertrocknete Brot kommen, nicht wahr? Für meine treue Leserschaft werde ich sicherlich das eine oder andere verlockende Angebot mit anderen Titeln schnüren, beispielsweise hat sich die autobiographische Fiktion Der Fetisch des Erik van der Rohe (link) leider noch nicht so herumgesprochen, wie ich es mir gerne erwartet hätte. Das wird sich hoffentlich bald ändern, weil es kaum Vergleichbares im literarischen Kommerzbetrieb gibt.

In diesem Sinne.

 

Eine Blutoper namens Penly

Penly_Box_openSodala. Das Spielemagazin ist mal in trockenen Tüchern und in der Druckerei. Die Conspiracy-Mühlen mahlen derweil langsam und bedächtig – was vorauszusehen war, führt man sich Inhalt und Umfang des Werkes vor Augen. Somit wird es mit Band IV der Tiret-Saga: Penly so richtig ernst. Das blutige Insel-Massaker ist nichts für zarte Gemüter, schließt aber den Kreis vorbildlich. Und was gibt es Schöneres, für einen Schriftsteller, wenn er einen Bogen über vier Bände spannen kann? Reizend, nicht? Ob die tarantinoeske Blutoper noch in diesem Jahr erscheinen wird, steht in den Sternen. Vielleicht im Frühjahr 2015? Oder doch noch vor Weihnachten? Sie wissen schon, der Buchhandel und das Weihnachtsgeschäft, die gehen eine lukrative Symbiose ein. Na, es wird wohl auf die Vorbestellungen/Reservierungen ankommen. Zumindest könnte ich Band IV zunächst mal als E-Book publizieren. Tja. Immer diese Entscheidungen. Ja, leicht hat man es als Autorverleger nicht. *lehnt sich zurück, schlürft Kaffee und starrt Löcher in den Spätsommerhimmel*

 

update: Französische Bauern steckten aus Protest das Büro der Steuerbehörde in Brand. Oui, oui. 1788/89? Non! 2014. link

Die Krux des Autors mit dem Setzen eines Punktes

Penly_Box_openIst der Autor mit seinem Werk zu einem Ende gekommen und hat er den Punkt gesetzt, wäre dies für gewöhnlich ein Grund zum Feiern. Jahrelang hat er sich mit Kapiteln und Strukturen herumgeschlagen, er feilte an Sätzen und Phrasen, er sah Seite um Seite durch. Immer wieder. Wie gesagt, es wäre ein Grund zu feiern. Aber der Autor, ja, der Künstler selbst, er fühlt anders. Weil ihm der Sinn der letzten Monate und Jahre genommen wurde. Es wird ihm klar, dass er nun den Elfenbeinturm verlassen und in die reale Welt – irgendwo da draußen – gehen wird müssen. Kritik – lobend oder vernichtend – gilt es mit einem Lächeln zu nehmen, Verkaufszahlen mit einem Nicken. Der Autor wünscht sich nichts Sehnlicheres, als wieder zurück, in seine Schreibstube, in seinen Elfenbeinturm zu dürfen. Dort möchte er ein weiteres Mal den Geist in Buchstaben zwingen. Ein Ringen. Ein Kämpfen. Ein Fluchen. Einfach ist es nicht. Einfach war es nicht. Trotzdem, so lange die musische Kraft nicht versiegt, so lange das Schicksal nicht einschreitet, so lange möchte sich der Autor in seinem Elfenbeinturm ungestört seinen Träumen hingeben. Es ist ein kreativer Drogenrausch mit phantastischen Stoffen und grammatikalischen Mitteln. Gewiss, am Ende sind es immer nur gedruckte Seiten, zwischen zwei Buchdeckeln, die über diesen Rausch Auskunft geben. Mehr bleibt nicht. Mehr ist nicht.

In den letzten Wochen endlich Penly überarbeitet. Mehrmals. Der Punkt ist gesetzt. Somit ist das Buch, der vierte Band, der die Tiret-Saga vorerst abschließt, nun zur Korrektur freigegeben. Genauso wie Con$piracy und Erik. Damit sollte vor der Fußballweltmeisterschaft 2014 drei neue Titel die neugierige Nase des Lesers erreichen. Acht Jahre zuvor, im Juni 2006, vor der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland, tanzte ich, auf Wolken gebettet, zum ersten Mal aus meinem Elfenbeinturm und präsentierte Rotkäppchen 2069. Es war ein Sturz in die Realität. Die blauen Flecken spüre ich heute noch.

Oui, der Kreis schließt sich in Penly.

Quote_Peckinpah_Schicksal

Die letzte Woche habe ich mich mit aller Ernsthaftigkeit an die Überarbeitung von Band IV der revolutionären Tiret-Saga PENLY: Fragment eines Blutbades gemacht. Etwa zur Hälfte  vorgedrungen, musste ich überrascht feststellen, dass sich darin amüsante Bonmots finden, an die ich mich gar nicht mehr erinnern konnte. Freilich, der eine oder andere unglückliche Fauxpas ist aus dem Nebel der Wörter aufgetaucht. Aber dafür sind Überarbeitungen schließlich gemacht. Wie dem auch sei, es geht ganz gut voran. Die nächsten Kapiteln werden mich dann doch mehr in Anspruch nehmen, versuche ich doch tatsächlich einen blutigen Konflikt mittels eines literarischen „Split-Screens“ umzusetzen. Ich hoffe, es funktioniert. Der Leser, so die Idee, sollte in die Lage versetzt werden, die verschiedenen Blickwinkel eines Gefechtes einzunehmen um so besser zu verstehen, was da „verdammt noch mal“ vor sich geht bzw. gegangen ist. Das klingt jetzt alles vielleicht ein wenig holprig, aber wenn man es liest, versteht man sofort, worum es mir geht. Nicht von ungefähr zitiere ich hier Eingangs einen gewissen Sam Peckinpah, Enfant terrible Hollywoods, der mit dem Spätwestern The Wild Bunch imdb das „Todesballett“ in aller Ausführlichkeit zelebrierte. Im Jahr 1969 war das freilich äußerst kontrovers. Heutzutage lockt es freilich kaum noch einen Pazifisten hinter seinem Webforum hervor. Auf mich haben die Peckinpah-Filme jedenfalls einen starken Eindruck hinterlassen. So experimentierte ich bereits in meiner Jugend und ersten literarischen Blütezeit mit – unzulänglichen – Mitteln, das Gesehene in Wort und Schrift zu fassen. Ich bemerkte bereits damals, dass es nicht gerade einfach ist, eine bildhafte Action auf eine oder mehrere Papierseiten zu pressen. Viele, viele Jahre später, als ich an Tiret arbeitete, sagte ich mir dann, dass es gar nicht möglich sei, eine gute Action zu schreiben. Mit Penly hingegen hoffe ich, mich Lügen zu strafen. Sie sehen, ich bin der Wahrheit verpflichtet. Sort of.