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Ein flüchtiger Gedanke, in Schwarz und Weiß

Gestern war es, als sich in mir ein flüchtiger Gedanke regte, der meiner Traumwelt entsprungen sein musste. Dieser so unscheinbare Gedanke veranlasste mich, in eine verschlungene Poesie einzutauchen, mich zu verlieren, um einen magischen Moment zu gewinnen. Dieser magische Moment fand am Ende der Dichtung den Weg in die Realität. Dort, wo sich das Schwarze mit dem Weißen vor den Augen des Dichters in höchster Vollendung verband, wo es ein Ziehen und ein Loslassen gab, welches die Spannung aufrechtzuerhalten schien. Nicht für lange. Nur für eine kurze Weile. Aber was wurden da für Gefühle in des Dichters Brust losgetreten? Wonne, möchte man schreiben, aber wie kläglich ist es, wenn der Mensch nach Worten und Begriffen suchen muss, die nichts, aber auch gar nichts erklären und immer nur Platzhalter für das ganz Besondere sind.

Augenblick um Augenblick. Viele Bilder, die da kommen und gehen. Der Herzschlag ist dabei merklich erhöht. Es gilt sich zu kneifen, will man am Ende die Gewissheit haben, dass der Traum Realität und die Realität Traum wurde. Das Wogen eines überkreuzten schwarzen Sterns, verbunden mit einem weißen Knoten, der das träumerische Konstrukt fest zusammenband, lässt mich in einen siebten Himmel fallen. Die Bereitwilligkeit im Geben war so überwältigend, dass es das Herz förmlich zum Zerspringen brachte.

Ja, selten sind solche Momente, deshalb werden sie auch magische genannt. Und wenn du Glück hast, sehr großes Glück, dann wird dir solch ein Moment zuteil. Du wirst ihn nicht fassen, nicht halten können, und doch wird er ewig in dir sein.

Als Stern und Knoten voneinander gelöst wurden, als sich der Moment wieder verabschiedete, war mit einmal alles an seinem natürlichen Platz. Nur des Dichters Herzschlag pochte übernatürlich laut.

Du hast ihn geahnt
Du hast ihn gehört.
Du hast ihn verstanden.