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Wer Zeitung liest, ist klar im Nachteil

Wissen und mehr
Die Deutschen haben offenbar aus bitterer Erfahrung gelernt, daß der Kampf heute (1948) nicht um verschiedene Wirtschaftssystem, um Klassen oder selbst um Nationen geht, sondern um die Grundwerte der westlichen Kultur.
Kostspielige Rache
The High Cost of Vengeance
Freda Utley
Verlag H. H.Nölke, Hamburg 1952, S. 39f

Die letzten Tage in der österreichischen Tageszeitung KURIER geblättert. Weil Y. mich gebeten hat, während ihrer Abwesenheit, die an die Haustür gelieferten Abo-Exemplare der Zeitung zu „entfernen“. Und da ich generell einen großen, weiten Bogen um Mainstream-Produkte mache, dachte ich mir, ich guck mal rein und schau, was da so geschrieben wird.

Wie nicht anders zu erwarten, ist es zum größten Teil eine grauenhafte Mischung aus Propaganda, Desinformation und unnützem Wissen. Und ich beginne langsam zu verstehen, warum der gewöhnliche Bürger – durchaus nicht dumm, durchaus nicht bös – so verwirrt, so verunsichert, so apolitisch ist. Auf jeder der vielen Zeitungsseiten wird einem die Allmacht des politisch Faktischen entgegengeschrieben – eine mögliche abweichende Meinung der Bevölkerung wird hinweg-psychologisiert oder in eine (rechte) Ecke gestellt: Take it or leave it!

Und die (unterschwelligen) Querverbindungen der Artikel sind für einen aufmerksamen Skeptiker nicht zu übersehen. Vor allem sind es die Geschichten rund um die 1930er Jahre, die immer und immer wieder der Leser- und Bürgerschaft ein schlechtes Gewissen förmlich aufzwingen. Jeder, der sich nicht restlos und mit jeder Faser seines (freien?) Geistes gegen dieses Damals ausspricht, sozusagen stumm bleibt, läuft Gefahr, als „Ewiggestriger“ ausgegrenzt und ausgestoßen – im schlimmsten Falle vielleicht sogar angezeigt – zu werden. So darf es nicht verwundern, dass sich nur die Dümmsten bzw. Abgebrühtesten getrauen, öffentlich Kritik an der ungezügelten (d.h. nicht gelenkten) Zuwanderung auszusprechen – während der Rest den Kopf hin und her wiegt. Nur zu Hause, im Privaten, ist es gegenwärtig dem Einzelnen noch möglich, seine Meinung zu offenbaren. Wer behauptet, wir würden in einem freien Land leben, der badet in Seifenblasen. Man sehe sich den Vortrag von Prof. Jerry Kroth an, der aufzeigt, dass die freie Meinungsäußerung beispielsweise an amerikanischen Universitäten nicht mehr gegeben ist und die universitären Forschungsprogramme der Abteilung Psychologie den Bezug zur Realität verlieren und nur noch politisch korrekte Fragestellungen akzeptieren.

Was die Bürger seit Jahren als »Toleranz« vorgegeben bekommen, ist nichts anderes als: „Entweder du bist mit uns (und für das Gute) oder gegen uns (und für das Böse)!“ – diese Interpretation hat freilich nichts mit der ursprünglichen Idee zu tun, trotzdem wird sie liebend gerne von »toleranten« Menschen immer dann in die Diskussion geworfen, wenn diesen der argumentative Boden unter den Füßen wegzubrechen droht.

Und die Mainstream-Produkte – seien es Tages- oder Wochenzeitungen, seien es Nachrichten oder Magazine im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder Privat-TV – sie geben diese »tolerante«, d.h. dualistische Anschauung wieder. Manche Blätter machen es subtiler, manche plakativer – aber immer ist die eine Seite gut, die andere bös – nichts dazwischen. Erinnern Sie sich noch an die medialen Claqueure zum zweiten Irak-Krieg? Soweit ich weiß, hat sich noch kein Redakteur oder Journalist für die einseitige, fehlerhafte und manipulative Berichterstattung entschuldigt oder ist für die Kriegshetze juristisch belangt oder gefeuert worden. Mit anderen Worten, all diese Schreiberlinge in ihren warmen Redaktionsstuben haben weder Gewissen noch Rückgrat – sie sind einfach nur Söldner und tippen die gewünschten Texte für jeden, der sie bezahlt. Warum sollte der Bürger diesen Schreib-Rabauken überhaupt noch vertrauen?

Also, wenn es um die »Flüchtlingskrise« geht, dann ist man bestens beraten, mal einfach den Hausverstand ein- und das TV (wenigstens für ein paar Tage) auszuschalten. Es ist nämlich ganz einfach. Was will der Bürger eines Staates unbedingt? Sicherheit – das heißt Aufrechterhaltung der Ordnung. Alles andere ist von nebensächlicher Bedeutung. Es ist demnach eine berechtigte Frage an die politische Obrigkeit, ob diese die Ordnung (auf kurze und lange Sicht) aufrechterhalten kann und was getan werden muss (gegenwärtig und zukünftig), damit die Ordnung aufrechterhalten bleibt. Sehen Sie, in Stockholm, so versicherte mir X., die eine Zeit lang dort lebte, gibt es drei Bezirke, die für einen Teil der Einwohner eine No-go-Zone darstellen. Mit anderen Worten, die Sicherheit des Einzelnen ist in diesen Bezirken nicht gewährleistet – im Besonderen für Frauen. Soll das nun der Bürger akzeptieren?

Anders gefragt, müssen wir uns damit abfinden, dass es in unserer zivilisierten Welt Orte gibt, an denen die staatliche, das heißt von der Gesellschaft vorgegebene Ordnung, nicht mehr greift?

So versuchen die gewählten politischen Führer – mit medialer Hilfe – etwaige Missstände herunterzuspielen, aber der Krug geht bekanntlich nur so lange zum Brunnen, bis er bricht. Diese von oben verordnete und vom Mainstream propagierte Weichspülung ist freilich grob fahrlässig und wird noch großen Schaden anrichtet. Gewiss, es ist möglich, dass all die Politiker überfordert und nicht in der Lage sind, zwischen zwei Übel das geringere zu wählen. Oder – verschwörungstheoretisch gesprochen – tun diese Polit-Marionetten nur, was ihnen gesagt wird. Sehen Sie, die wirklichen Herren an der Spitze wissen, dass man zum einen Gruppen gegeneinander ausspielen muss, um ungefährdet zu herrschen (Divide et impera) und zum anderen wissen sie, dass weitreichende politische Veränderungen nur dann herbeigeführt werden können, wenn die Mehrheit der (freien) Bürger von Angst gepackt ist. Oder glauben Sie wirklich, dass ein Amerikaner – ohne 9/11 – dem Patriot Act oder der Installation eines Heimatschutzministeriums seine Zustimmung gegeben hätte?

Michael Fleischhacker und die Sache mit der Lügenpresse

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Die beste Bild.de, die es je gab – nur mit AdBlocker!

Letzte Woche war es, als ich mit jungen Verlagsmenschen im „Redaktionsbüro“ der NZZ.at saß und den Ausführungen des Chefredakteurs und Co-Geschäftsführers Michael Fleischhacker lauschen durfte. Fleischhacker ist ein intelligenter Mann, gerade einmal ein Jahr jünger als ich, und weiß, wo er zu stehen hat. Auf meine Frage der „politischen Ausrichtung“ der NZZ.at antwortet er zuerst kurz und bündig mit „liberal“. Zwei Atemzüge später erwähnt er den Aufsatz von „Austrian“ F. A. Hayek mit dem sprechenden Titel Why I am not a Conservative. Gerade diese, beinahe im Vorbeigehen hingeworfenen Wissensgustostückerln machen einen Pressemann von Welt aus, wenigstens in den Köpfen gutgläubiger Medienkonsumenten.

In seinem – für gewöhnlich nur zahlenden Abonnenten zugänglichen – Newsletter vom 4. Oktober 2015 macht sich Fleischhacker Gedanken über seine Zunft. Im Beitrag, versehen mit der Überschrift Wir von der Lügenpresse, gesteht der Autor, dass die „anonymen Postings in den Userforen reichweitenstarker Nachrichtenportale […] zum Teil […] berechtigt“ sind und dass „die Auskünfte, die solche Foren über die Stimmungslage in der Bevölkerung geben, in der Regel näher an der Realität sind als die Artikel, unter denen sie gepostet werden“. Allerhand, nicht?

Beinahe möchte man einen zufriedenen Seufzer machen, im Glauben, dass es wenigstens einen Chefredakteur gibt, der bereit ist, über den vorgegebenen Tellerrand zu schreiben. Aber auf meine Frage, ob er auch „alternative Medien“ im Web durchsehe, bekomme ich die Antwort, die man von einem in Lohn und Brot stehenden Redakteur eines großen europäischen Medienkonzerns erwarten darf: Nein! Sehen Sie, genau da liegt der Hase im Pfeffer, weil, wenn all die Journalisten und Redakteure und Herausgeber immer nur die üblichen Quellen – also Presseagentur-Meldungen, Artikel in internationalen Leitmedien sowie Sachbücher renommierter Autoren – studieren, wie sollen diese dann überhaupt in der Lage sein, zu erkennen, was in der Welt gespielt wird? Die nächste Frage, die sich aufdrängt, ist jene, ob Medienleute überhaupt Interesse an der „Wahrheit“ bzw. „Wirklichkeit“ haben, weil “It is difficult to get a man to understand something, when his salary depends upon his not understanding it!” – Upton Sinclair.

Ich denke, der Lackmustest für Medien und deren Mitarbeiter ist der Umgang mit den Ereignissen von 9/11: So lange diese an der [offiziellen] Verschwörungstheorie festhalten und sie propagieren, kann man davon ausgehen, dass diese kein Interesse an der Wahrheitsfindung in gegenwärtigen oder zukünftigen Ereignissen haben werden. Deshalb versuche ich, soweit möglich, allen Mainstream-Produkten aus dem Weg zu gehen. Sie sind sowieso nur dazu da, den gutgläubigen Bürger in seiner Meinungsfreiheit einzuschränken. Oder wie schrieb 1965 der Mitherausgeber der FAZ:

Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
Paul Sethe*

Zu guter Letzt bleibt mir nur, Herrn Fleischhacker das Online-Magazin Taki’s Magazine zu empfehlen, das in keiner Weise in die Kategorie „alternativ“ fällt, vielmehr versucht es die vom Mainstream festgemachten Grenzen der political correctness Ordnungshüter zu überwinden. Manchmal ist das komisch, manchmal schockierend, manchmal erhellend – und die Kommentare sind eine (amüsant-kluge) Welt für sich. Kudos.

We at Taki’s Magazine take our politics like we take life – lightly. We believe political labels such as conservative and liberal are as outdated as flared trousers and Nazis. Ideology is a false god, a secular religion that seeks vainly to create a paradise on Earth. Our only ideology is to be against the junk culture foisted upon us and mirages of a new world order. Think of us what you will, but read us. Our writers are never boring.

* Lesen Sie die Einblicke dieses Medien-Insiders, dann wissen Sie, was da draußen los ist! Zu finden in Hartmus Soell, Zum Problem der Freiheit des Journalisten. Aus der Korrespondenz Fritz Erler – Paul Sethe 1956/57, Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte (im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München), 23.Jahrgang 1975, 4. Heft.

(1) Akif Pirinccis Deutschland von Sinnen – Eine erste Auseinandersetzung

DvS_Cover

Es ist ein Skandal, die indigene Bevölkerung als einen Haufen von Reaktionären, Nazis, ja, verhinderten Mördern zu verunglimpfen, sobald sie mitbestimmen möchte, mit welcher Sorte von Menschen sie in ihrem eigenen Land zusammenzuleben wünscht und mit welcher nicht.

Deutschland von Sinnen
Klappentext
Akif Pirinçci
[Zitierung mit freundl. Genehmigung des Verlages]

 

Wenn unter Leuten, die zusammen in demselben Hause wohnen oder sonst täglich miteinander leben müssen, Verstimmungen oder Mißverständnisse entstehen, so tut man wohl, die Erläuterung zu beschleunigen; denn nichts ist peinlicher, als mit Personen unter einem Dache zu leben, gegen die man einen Widerwillen hegt.

Über den Umgang mit Menschen
Adolph Franz Friedrich Freiherr von Knigge
link / 1788

 

Das Buch des türkischen Gastarbeiterkindes der 1. Generation und Bestsellerautors (Felidae) Akif Pirinçci ist bei mir verspätet aber doch auf dem Lesetisch gelandet: Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer. Ich habe das Buch in den letzten Tagen gelesen und möchte gleich vorweg eine Empfehlung dafür aussprechen. Einfach deshalb, weil solche Pamphlete und (im wahrsten Sinne des Wortes) politisch unkorrekte Wutreden, so gut wie gar nicht mehr das Licht der Verlagswelt erblicken. Das hat Gründe. Natürlich. Vor allem sind es die Gatekeepers, also die Sittenwächter und Moralapostel, die mit aller Macht jeden Versuch, Meinungsvielfalt und Diskurs zu leben, verhindern wollen. Auch wenn der eine oder andere Leser angewidert bzw. entsetzt ist, von Inhalt und – vor allem –  der vulgären Sprache des Buches, so muss es trotz allem möglich sein, in unserer aufgeklärten demokratischen Gesellschaft, solch einen Text zuzulassen. Jene, die dieses Buch am liebsten gar nicht gedruckt gesehen haben wollten (beispielsweise ein Robert Misik in der taz), verstehen nichts von einer gesunden Diskussionskultur, aber viel von Zensur und Gleichschaltung. Tja. Wie soll die junge Generation auf das Leben da draußen vorbereitet werden, wenn es nur noch eine Meinung, eine Linie, eine Anschauung, eine Marschrichtung gibt?

They have accepted the principle that a book should be published or suppressed, praised or damned, not on its merits but according to political expediency. And others who do not actually hold this view assent to it from sheer cowardice. […] If liberty means anything at all it means the right to tell people what they do not want to hear. — Die Intellektuellen akzeptierten das Grundprinzip, dass ein Buch publiziert oder unterdrückt, gepriesen oder verdammt werden sollte, nicht wegen seines Inhalts, sondern aufgrund seiner politischen Zweckdienlichkeit. Und andere, die diese Ansicht nicht teilen, stimmen dieser aus reiner Feigheit zu. […] Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann ist es das Recht, Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.

George Orwell
The Freedom of the Press
Vorschlag für ein Vorwort zu Die Farm der Tiere/Animal Farm

 

Es gäbe viel, sehr viel zu schreiben. Aber wollen wir an dieser Stelle nicht gleich alles Öl ins Feuer gießen. Die nächsten Tage werde ich mich mit dem Inhalt des Buches genauer auseinandersetzen. In der Zwischenzeit suchen Sie die Buchhandlung Ihres Vertrauens – sei diese real oder virtuell – oder eine Städtische Bücherei auf und werfen Sie einen (verstohlenen) Blick ins Buch. Sie werden Augen machen.

Wenn der Mainstream mit der Propaganda oder Ich möchte mein altes Deutschland zurück

Yep. Immer feste druff!

Schlapperlot. Durch einen glücklichen Zufall auf das Buch Deutschland von Sinnen des türkisch-deutschen Schriftstellers Akif Pirinçci gestoßen. Es soll, so liest man, große Wellen im Feuilleton geschlagen haben. Negative, versteht sich. Kein Wunder, prangert der Autor die Gutmenschenphilosophie – a.k.a Political Correctness – mit harschen Worten an. Hola. Nein, gelesen habe ich es noch nicht. Kurzerhand bestellt. Und gleich das Nachfolgewerk Attacke auf den Mainstream dazu. Das zweite Buch interessiert mich freilich mehr, weil hier der interessierte Leser erfahren dürfte, wie der Mainstream auf das erste Buch reagierte und welche Keulen gegen den Autor geschwungen wurden. Ich gehe davon aus, dass es die üblichen gewesen sind, die mit »Anti« am Wortanfang beginnen oder mit »phob« am Ende enden. Ich denke, da ist für jeden Gutmenschen etwas dabei, um so richtig auf Linie gebracht zu werden. Und tobende Gutmenschen machen prinzipiell keine Gefangenen. Das hört man immer wieder. Wie dem auch sei, ich werde mir die beiden Bücher demnächst vorknöpfen und darüber befinden.

P.S.: Wenn Sie wissen möchte, wie mich der Zufall zu diesem Buch geführt hat, nun, dann ist es so, dass ich das Interview eines gewissen Nonnenmacher (ist der Name eigentlich pc?) gelesen habe, der die Vorwürfe von »Medienbranche-Insider-Verräter-Verschwörungstheoretiker« Ulfkotte, dass der Mainstream korrupt sei und Lügen verbreitet, mit den Worten „lächerlich und abstrus“ entkräften wollte. Ja, netter Versuch. In diesem Interview wurde auch auf eine weitere Auseinandersetzung von Niggemeier verwiesen. Und in diesem langen und breiten »es ist alles ganz anders«-Artikel, erfahre ich, dass »der Türke Akif Pirinçci« in einem ZDF-Interview gesagt haben soll: »Mit dem Arschloch sieht man besser«.  Da der Link zur Mediathek angegeben war, musste ich mir das rund 6-minütige Interview natürlich ansehen und habe es nicht bereut. Respekt! Der Mann, dachte ich mir, getraut sich ja allerhand zu sagen. Wahrlich, starker Tobak, was er da so von sich gegeben hat. »Ich möchte mein altes Deutschland wieder haben«, wiederholt er, das türkische Gastarbeiterkind der 1960er- und 70er Jahre, der sich als Deutscher wahrnimmt und nichts von dieser, oft in den Medien erwähnten, kulturellen Zerrissenheit wissen wollte.

P.S.S.: Weil ich weiß, was ich weiß, möchte ich an dieser Stelle nur zwei Anmerkungen machen. Dass der Mainstream tut, was eine Elite vorschreibt, klingt wie eine Verschwörungstheorie, scheint aber, wenn man dem ehemaligen FAZ-Mitherausgeber Paul Sethe (1965) und dem Bezirksstaatsanwalt von New Orleans Jim Garrison (1967) Glauben schenken möchte, einen wahren Kern zu haben. Und schließlich ist ein türkisch-deutscher Schriftsteller nicht der erste gewesen, der auf die Gefahren der Political Correctness hingewiesen hat, das hat vor ihm schon ein gewisser John Charles Carter gemacht. Well, well.

Willkommen im Absurditätenkabinett

Orwell_Liberty_QuoteEhrlich gesagt, ich habe keine rechte Lust zu schreiben. Ich tue es trotzdem. Was bleibt übrig, frage ich. Immerhin gilt es, dann und wann, ein kreatives Lebens-Ausrufezeichen zu setzen. Kurz und gut: ich blogge, also bin ich.

Geht man mit offenen Augen durch die gegenwärtige Welt, glaubt man sich unweigerlich in einem – wie ich es zu nennen pflege – Absurditätenkabinett. Anders kann man es nicht bezeichnen, wenn man liest und hört, wie aus rechts links, aus links rechts, aus unten oben, aus oben unten, aus schwarz weiß und aus weiß schwarz gemacht wird. Die Political Correctness – im Duden längst aufgenommen – herrscht im Lande. Unerbittlich wütet sie gegen den gesunden Menschenverstand, gegen althergebrachte Traditionen und gegen verwurzelte Kulturen. Am Ende, es steht zu befürchten, ist nur noch das Gedankenkonstrukt der politischen Korrektheit das Maß aller Dinge. Toughtcrime, nannte Orwell dieses Konstrukt. Dabei hatte er es nicht prophetisch vorausgeahnt, sondern im damaligen stalinistisch-bolschewistischen Umfeld bemerkt und literarisch verarbeitet.

So! Und jetzt mache ich mit Penly weiter.