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4 Jahre Eigenverlag und ein bisschen Leise (1)

Am 29. Februar 2008 präsentierte ich die erste offizielle Veröffentlichung meines Verlagsprogrammes »Die Liebesnacht des Dichters Tiret« im Wiener Museumsquartier – szenische Lesung mit SchauspielerInnen inklusive. Von diesem Moment an verschrieb ich mich nicht nur der Schreiberei, sondern auch der Verlegerei mit allem Drum und Dran, also mit Haut und Haaren, wenn man so will. 4 Jahre später, in wenigen Tagen schaltet das Kalenderblatt wieder auf einen 29. Februar, ist es Zeit, ein Resümee zu ziehen und rückblickend das Erreichte hinter dem Vorhang und aus dem Keller hervorzuholen. Zumeist ist der euphorische Einzelkämpfer der Meinung, er täte zu wenig. Gewiss, immer könnte es mehr sein. Immer könnte man früher aufgestanden, später zu Bett gegangen sein, um das letzte Quäntchen Kraft aus dem Körper zu pressen. Wer sein eigener Chef ist, der hat zumeist nichts zu lachen.

Hier ein kurzer Clip über die Präsentation:

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Bald zwei Bücher mehr im Stall oder der Vorteil von E-Books für Kleinverleger

kritzel kritzel

Gestern mit Chrys Punzengruber im Café Eiles zusammengesessen. Geplaudert. Über Gott und die Welt. Angenehm. Weil Chrys ein kluger Kopf ist, der sich mit vielen Themen beschäftigt (Zen, Descartes, Philosophie, Psychologie) und dabei mit beiden Beinen am Boden steht und hin und wieder in seiner Band race of the bees durch die Bass-Seiten pflügt. Ein Konzert habe ich im Chelsea besucht – meinen Eindruck natürlich gebloggt.

Chrys hat zwei Bücher geschrieben. Intime Innenansichten eines Suchenden, der sich nach Los Angeles aufmacht. Autobiographisch gefärbt. Nahe an der Wahrheit und ein Stück darüber. Dem ersten Band Suppe in L.A. folgte der zweite, den ich übrigens in ein hübsches Layout kleidete: Die Suppe danach. Das dritte Buch lässt auf sich warten, weil sich Chrys nun wieder verstärkt der Musik zuwenden möchte und die Schreiberei sein lässt. Sagt er. Ich denke, irgendwann wird er wieder zum Stift greifen. Wenn einem das Verlangen zwickt, kann man den Worten im Kopf nicht entkommen.

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