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Der ganz normale Wahnsinn in Dresden, anno 1945 und 2015

Bombs_AirForce

Gibt es einen Vortrag oder Bericht über die Ereignisse des rücksichtslosen Bombardments in Dresden im Februar 1945, dann hat der Mainstream, vorrangig in good ol‘ Germany, auf folgende Punkt im Besonderen hinzuweisen:

  • Die Kriegsschuld darf nicht relativiert werden [„Wir wissen, wer den Krieg begonnen hat“, teilt der Deutsche Präsident der Welt mit – SZ];
  • Opferzahlen dürfen nur nach unten korrigiert werden; wer meint, dass die „offizielle Zahl“ mit 25.000 Toten zu gering bemessen ist, sitzt einer „Legende“ auf [siehe Artikel im Spiegel];
  • Man hat auch den anderen zivilen Opfern im Krieg zu gedenken;
  • Man hat ein klares Bekenntnis gegen Hass, Krieg und Gewalt abzulegen und einzufordern.

Ehrlich gesagt, mir stellt es die Nackenhaare auf, wenn ich mit solch einer unverfrorenen Scheinheiligkeit [oder ist’s Verlogenheit?] konfrontiert werde. Da werfen Mainstream und Politiker den Slogan „Nie wieder“ inflationär in die Runde, gleichzeitig wetteifern sie förmlich darum, Washingtons Kriegsrhetorik in die Tat umzusetzen und unterstützen beispielsweise ukrainische Neo-Nazis im Bürgerkrieg oder machen Stimmung gegen Moskau, Athen, Damaskus, …

„Hass, Krieg und Gewalt“ ist für den Mainstream und die Sittenwächter verdammenswert, so lange die Täter jedenfalls über keine Luftwaffe verfügen. Diese Leute haben scheinbar kein Problem damit, wenn zivile Einrichtungen aus der Luft koordiniert und flächendeckend bombardiert werden. Es geht nämlich, in ihrem Verständnis, um die „gerechte Sache“. Aber das Ganze hat einen Haken: Jede Partei in einem kriegerischen Konflikt glaubt sich auf der richtigen, auf der „gerechten“ Seite. Am Ende ist es natürlich der Sieger, der die Geschichte schreibt und entscheidet wer bzw. was von nun an als „gut“, wer bzw. was als „böse“ zu gelten hat. Das sollten Sie niemals vergessen!