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Poetische Sprachlosigkeit, großes Kino und selbstgemachtes Popcorn #Leben #Liebe #Literatur

Der gestrige Abend lässt mich noch immer ein wenig sprachlos zurück. War es nicht großes Kino? Es fehlte nur selbstgemachtes Popcorn, um die an die Wand und in den Kopf projizierten Filme vollends genießen zu können. Die Poesie will sich gerade nicht recht einstellen. Überflutet ist Herz und Hirn. Es wird sicherlich eine Weile brauchen, bis der Verstand mit Pumpen und Besen die natürliche Ordnung wiederherstellt. Bis dahin ist das Geschreibsel nur ein schaler Abriss des Erdachten und Erlebten, des Erlebten und Erdachten.

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Das Aufschlagen eines neuen Kapitels

mde

Hin und wieder, zu besonderen Anlässen, schreibt der Autor dieses Blogs für sich und seine (zukünftige) Erinnerung. Später einmal wird man das Geschreibsel sicherlich besser einordnen können. Oder auch nicht. Wie dem auch sei. Es geht einfach nur darum, festzuhalten, dass heute ein neues Kapitel aufgeschlagen wird, sich eine (neu gestrichene) Wohnungstür öffnet und ein weiterer Lebensabschnitt gelebt werden wird. Viele Möglichkeiten. Viele Freiheiten. Viele Fragezeichen. Viele Rufzeichen.

Faites vos jeux.

Das vergangene literarische Schaffen des Herrn B.

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Nur nicht stehen bleiben!

Dreizehnundein Jahr ist es nun her. Damals küsste mich die Muse und beschenkte mich mit der Idee eines Entwicklungsromanes, der im Wiener Fin de Siècle die Höhen und Tiefen des suchenden Herzens ausloten sollte. Von da an ging es mit den Musenküssen stetig weiter. Um hierbei nicht den Überblick zu verlieren, habe ich nun relevantes Geschreibsel auf eine Zeitachse gelegt und mit Informationstext sowie Abbildungen versehen. So kann man auf einen Blick erfassen, was meine Wenigkeit über die Jahre geleistet hat. Ist es viel? Ist es wenig? Es kommt halt darauf an. Ein Jahr ist viel Zeit, gewiss, aber ein Jahr ist auch wieder schnell um. Penly beendet nun die Tiret-Saga, der Kreis innerhalb eines großen Bogens schließt sich.

Ab in die Druckerei, Erik!

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Zwischen Idee und Buch liegen brotlose Welten. Das rettende Ufer zu erreichen ist nur wenigen vergönnt.

Die Idee zur autobiographischen fiktion kam irgendwann im April des Jahres 2002. Heute, dreizehn Jahre später, ging das Manuskript in Druck. Gut Ding braucht Weile, sozusagen. Und ein Schriftsteller, der keine Ausdauer im Gepäck hat, hat seine Berufung sowieso verfehlt und sollte fortan sein schreibendes Leben nur noch als Autor zubringen dürfen. Recht so!

Die Dysphorie im Elfenbeinturm

Scribble_M2015Nope. Auch ich kannte das Wort Dysphorie nicht. Gestern kam es mir unter die Augen. Heimito von Doderer verwendete es in einer seiner Gedankenskizzen. Gemäß Duden bedeutet es Störung des emotionalen Erlebens [ohne Krankheitswert]; ängstlich-bedrückte, traurige, mit Gereiztheit einhergehende Stimmungslage und ist – wenn man so möchte – das Gegenteil der Euphorie.

Das nächste Buchprojekt neigt sich dem Ende zu. Zwölf lange Jahre lag das Manuskript mal in der rechten, mal in der linken Schublade. Dann und wann abgestaubt, dann und wann zufrieden genickt, dann und wann peinlich berührt und immer wieder Sätze geändert, gestrichen, geändert, gestrichen. Und nun ist der Punkt erreicht, der Punkt gesetzt. Abgehakt. Beinahe.

Ich habe mich seit Jahren mit dieser inneren Leere befasst, die den ErSchaffenden am Ende des Gestaltungsprozesses einholt und überholt. Es ist, als würde der Kreative, der Künstler, der Handwerker aus seinem wohligen Traum gerissen, fortgerissen. In eine Welt, die im Duden als Realität, als wirkliche Wirklichkeit vermerkt ist. Und nun? Der Elfenbeinturmbewohner hat die Stätte der Geborgenheit zu verlassen. Hinaus! Schnell! Sofort!

Es ist Aprilwetter, da draußen. Die Sonne pendelt zwischen wohlig warm und giftig heiß. So ist das. So und nicht anders.