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EM: Spieltag 1 – Gruppe A

Samstag, 7. Juni 2008

Ist das also der (laue) Vorgeschmack auf die weiteren EM-Spiele?
Gott behüte. Ich will mehr EMOTIONEN!


Gruppe A, in Basel (18:00 Uhr): Schweiz – Tschechien 0:1

Den Schweizern kann und darf man keinen Vorwurf machen. Sie haben brav gekämpft, haben viel versucht, am Ende reichte es nur für einen Lattenschuss vom „Salzburger“ Vonlanthen. Auch schon was. Die Tschechen bestätigen, dass sie eigentlich gekommen sind, um Stehfußball zu spielen. Ja, das gehobene Alter verpflichtet. Merkwürdigkeit 1: ein Ex-Austrianer war der beste Mann am Spielfeld (Sionko) und der andere hat das goldene Tor gemacht (Sverkos). Wir sehen: die österreichische Bundesliga ist vielleicht doch nicht völlig abzuschreiben. Merkwürdigkeit 2: die Schweizer, so sagt man, sind ruhige, zurückhaltende Zeitgenossen. Wie wahr! Ich vermute, fünf Brasilianer hätten locker mehr Stimmung im Stadtion gemacht als die 20.000 Eidgenossen. Vielleicht sollten sich die Schweizer überlegen, südländische Fans einzubürgern. Bei den Fußballern geht das ja schon wie geschmiert: Valon Behrami, Gelson Fernandes, Johan Djourou.

Gruppe A, in Genf (20:45): Portugal – Türkei 0:2 2:0

Die Türken haben auf ganzer Linie versagt, nein, enttäuscht. Ich dachte an ein rassiges, hitziges, emotional aufgeladenes Spiel gegen die europäischen Brasilianer. Statt dessen ein nervöses Herum- geschiebe des Balles. Gut, technisch ist schwer mitzuhalten, mit den Portugiesen. Und dass sie EM-Favorit sind, heißt noch lange nicht, dass man sich nicht gegen sie wehren darf. Gegen die Schweiz wird das hoffentlich besser. Die Portugiesen haben ihr Plansoll erreicht. Ein bisserl stutzig konnte man schon werden: den Tor-Bann musste ein Innenverteidiger (Pepe) brechen, der in guter alter Puyol- bzw. Lucio-Tradition aus Fadesse nach vorne dribbelte. Beachtlich! Von einem Christiano Ronaldo sah man wenig. Was irgendwie zu erwarten war. Die Türken dürften ihn gut zugedeckt haben („Müde bist du, geh zu Ruh, nun schließ brav die Äuglein zu“).