Schlagwort-Archive: Sterblichkeit

Den Fakten sei Dank! Ein Hoch auf die Statistik #COVID-19

Disclaimer
Bevor man mich der Pietätlosigkeit bezichtigt, möchte ich anmerken, dass meine Eltern weit über 80 Jahre alt sind und somit zur Risikogruppe gehören, wenn es um Grippe oder grippeähnlichen Krankheiten (Influenza-like-illness) geht.

Also, auch wenn wir es gerne ausblenden, im wahrsten Sinne des Wortes, dass Menschen im Alter von uns gehen, so ist es eine der unumstößlichsten Fakten. Unser Barde Wolferl Ambros wusste davon nicht nur ein Lied zu singen. Mitte der 1970er Jahre veröffentlichte er das Album Es lebe der Zentralfriedhof, womit er der dunklen Wiener Seele ein Denkmal setzte, und rund zehn Jahre später hörte man in seinem Lied Der Sinn des Lebens die folgenden Zeilen:

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Gedanken zur ORF-Doku: „Auf der Suche nach Hitlers Volk“

Gut, sagte ich mir, dann guck ich mir eben den heimischen UNIVERSUM-Dokumentarfilm Auf der Suche nach Hitlers Volk: „Siegen oder Untergehen“ an, wenn er schon in der ORF-TVThek für eine Woche auf Abruf bereit steht. Die Inhaltsangabe hat freilich mein Interesse geweckt hat:

»Als Angehöriger der Abteilung für Psychologische Kriegsführung der US-Armee kam Saul Kussiel Padover, 1905 in Wien geboren, Ende 1944 nach Deutschland. „Ich komme mir vor wie ein Ethnologe, der in das Gebiet eines unbekannten Stammes eindringt“, schrieb er damals.«

Dieser gute Mann veröffentlichte 1946 seine Erlebnisse im Buch Experiment in Germany: The Story of an American Intelligence Officer (deutsche Ausgabe: Lügendetektor. Vernehmung im besiegten Deutschland 1944/45). In der respektablen Wochenzeitung Die Zeit lesen wird, dass niemand geringerer als der deutsche Dichter und Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger eine „leicht gekürzte“ Übersetzung im Jahr 1999 herausgab. Warum er gerade dieses Buch für eine Veröffentlichung auswählte, geht aus dem Artikel nicht hervor. Scheinbar dürfte der Text des Exil-Wieners einen Nerv im 1929 geborenen deutschen Dichter getroffen haben, der sich politisch nicht gerne festlegen möchte. Der Dokumentarfilm nimmt das Buch überraschenderweise für bare Münze und lässt uns an den damaligen Interviews, zwischen amerikanischen Offizieren und deutschen Bürgern bzw. Militärs, teilhaben. Um der dokumentarischen Inszenierung den nötigen ernsthaften und wahrheitsgetreuen Anstrich zu geben und – vor allem – um zu bestätigen, was damals geschrieben wurde, holte man Zeitzeugen und Historiker vor die Kamera und ins Boot.

So weit, so gut.
Sehen wir uns jetzt die Details an.

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