richard k. breuer

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Schlagwort-Archiv: terror

Shakespeare in Parsons Green, London

Feuerzeug_Parsons

Love is a burning thing and it makes a fiery ring

Für den Fall, dass Sie wissen wollen, was ich über den letzten „Terroranschlag“ in der U-Bahn Station Parsons Green in London halte, dann verweise ich hierher und hierher:

Die ganze Welt ist Bühne
Und alle Fraun und Männer bloße Spieler.
Sie treten auf und gehen wieder ab,
Sein Leben lang spielt einer manche Rollen […]

Wie es euch gefällt
Shakespeare

Jetzt mal ehrlich. Wenn man sich die (in die Öffentlichkeit gelangten) Fotos und Videoclips anguckt, muss man schon ordentlich gehirngewaschen sein, um die offizielle Version für bare Münze zu nehmen. Aber wenn der Nachrichtensprecher im TV mit ernster Miene von einem Terroranschlag spricht, dann muss es wohl wahr sein. In den Worten von Richard Nixon: The [American] people don’t believe anything’s real until they see it on television.

In der Londoner U-Bahn hat es eine Explosion gegeben, titelt eine Zeitung. Später erfährt man, dass ein (weißer) Kunststoffkübel, der in einer Ecke, hinter einer Sitzreihe abgestellt wurde, „explodierte“. Ein „Feuerball“ soll durch das Wageninnere geschossen sein und dabei mehr als zwei Dutzend Menschen verletzt, aber sonst keinerlei sichtbare Spuren hinterlassen haben!

Es sieht so aus, als würde die Obrigkeit ausloten, wie weit sie gehen kann, bevor die breite Masse diese schlecht gemachten Inszenierungen beargwöhnt. Von der freien und unabhängigen Presse dürfen wir uns freilich keine Hilfe erwarten. Diese wiederholt – wie eh und je – einfach nur die behördlichen Aussendungen und stellt sich gehirntot. Punktum. Wer skeptisch-kritische Gedanken zu einem Anschlag äußert, beispielsweise auf youtube, verstößt gegen die „Community“-Richtlinien und wird ins memory hole geworfen, sprich gelöscht.

Willkommen in der orwellschen Gegen-Aufklärung, deren Motto allseits bekannt sein dürfte: Unwissenheit ist Stärke.

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Denkverbote #3: 9/11

Denkverbote-3

Das größte Verbrechen im 21. Jahrhundert war und ist Basis für den sog. War on Terror, ein Kampfbegriff, der den nicht enden wollenden Krieg – perpetual war – im In- wie im Ausland möglich macht. Während an der Heimatfront die vom Volk gewählten Regierungen darangehen, den Nationalstaat abzuschaffen und durch eine grenzenlose zentrale Machtstruktur zu ersetzen, werden souveräne Staaten, die sich dieser Weltordnung entgegenstellen, medial diffamiert, wirtschaftlich sanktioniert und schließlich militärisch attackiert. Der Begriff „War on Terror“ dient seit nunmehr 16 Jahren dazu, die Guten von den Bösen zu trennen und Konflikte, so brutal und menschenverachtend sie auch sein mögen, zu rechtfertigen. Der damalige britische Umweltminister Michael Meacher brachte es 2003 in einem Zeitungskommentar auf den springenden Punkt: The war on terrorism is bogus. Für diese Ketzerei wurde er freilich von Tony Blair gefeuert.

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Denkverbote #2: Der inszenierte Terror

Denkverbote-2

Seit 2001 werden die Bürger der westlichen Länder immer öfter mit Terroranschlägen konfrontiert. Während Medien den Schrecken zelebrieren und die Angst in der Bevölkerung schüren, nützen Politiker und Funktionäre den Schockzustand dazu, um unpopuläre Maßnahmen durch- und umzusetzen. Auf diese Weise können neue Konflikte entfacht, Kriege weitergeführt, Zivilisten überwacht, Verdächtige interniert und der immerwährende Ausnahmezustand ausgerufen werden. Mit jedem vermeintlichen Anschlag, mit jeder hasserfüllten Schlagzeile, mit jedem Angst machenden TV-Bericht rückt die westliche Welt Orwells Oceania ein Stück näher.

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Barcelona im August 2017: The show must go on and on and on …

dav

Eigentlich wollte ich mich so gar nicht mit den Ereignissen in Barcelona beschäftigen. Wieder Terrorismus. Wieder ein Fahrzeug. Wieder Menschenmengen. Wieder unzählige Opfer. Wieder Trauerkundgebungen. Wieder das Schüren emotionaler Gefühle. Wieder das politische Ausschlachten an allen Fronten.

Same shit, different smell, wenn es mir erlaubt ist, so salopp die englische Sprache zu verwenden. Schön langsam ist eine eingespielte Routine zu bemerken. Die Behörden und die Medien laufen wie eine geölte Maschine. Die kleineren und größeren Zahnräder greifen scheinbar mühelos ineinander und bewegen die unglaubwürdigsten Storys vorwärts. Wer sich anmaßt, auf Lücken und Widersprüche der offiziellen Verlautbarung, auf seltsam unecht wirkendes Bildmaterial und absurden, aber fotogenen Rettungsmaßnahmen hinzuweisen, wird mit der „Opfer-Keule“ grün und blau geschlagen. Es ist, als würde von einem Moment auf den anderen der Verstand des gewöhnlichen Bürgers aussetzen. Mehr noch, der Medienkonsument zeigt längst Anzeichen einer Pawlowschen Konditionierung. Gut, würde ich nicht wissen, was ich weiß, ich wäre nicht anders. Deshalb ist die Frage aller Fragen, wie man den Einzelnen wieder zum Gebrauch seines Verstandes bewegen kann. Gibt es eine Möglichkeit, diese Konditionierung – oder ist’s gar ne Hypnose? – aufzulösen? Wo sind nur die unschuldigen Kinder, die rufen, dass der Kaiser keine Kleider trägt?

„In der großen Stadt, in welcher der Kaiser wohnte, ging es sehr munter her. An jedem Tage kamen viele Fremde an, und eines Tages kamen auch zwei Betrüger, die gaben sich für Weber aus und sagten, daß sie das schönste Zeug, was man sich denken könne, zu weben verständen. Die Farben und das Muster seien nicht allein ungewöhnlich schön, sondern die Kleider, die von dem Zeuge genäht wurden, sollten die wunderbare Eigenschaft besitzen, daß sie für jeden Menschen unsichtbar seien, der nicht für sein Amt tauge oder der unverzeihlich dumm sei.“ [Märchen]

Die große Ironie bei alledem ist, dass die breite Masse der festen Meinung ist, sie würde die Wahrheit in Händen halten, dabei wiederholt sie nur, was sie in den Medien gelesen, gehört und gesehen hat. Beweise hat sie freilich keine. Beweise gibt es auch keine. Gewiss, jedem steht frei, zu behaupten, dass die Behörden schlagende Beweise hätten. Aber dann läuft es auf eines hinaus – immer läuft es darauf hinaus: Vertrauen Sie der Obrigkeit?

Und bitte, kommen Sie jetzt nicht mit der Gegenfrage: „Aber warum sollte man das tun?“ Auf diese Frage kann es keine Antwort geben. Weil Sie und ich und der ganze Rest keine Ahnung hat, welche Agenda im Hintergrund abläuft. Deshalb sollten wir uns mit dem Motiv auch gar nicht weiter beschäftigen. Bleiben wir beim Faktischen, beim Widerlegbaren, beim Überprüfbaren. Versuchen wir Zusammenhänge zu erkennen. Verbinden wir das eine mit dem anderen. Verwerfen wir simple Antworten. Stellen wir unbequeme Fragen. Seien wir hartnäckig und ausdauernd. Lassen wir uns nicht ins Bockhorn jagen, lassen wir uns kein X für ein O vormachen. Mag es auch heute keine zufriedenstellende Antwort geben, morgen kann sich bereits eine Tür öffnen.

Aber vor allem, seien wir wachsam gegen jegliche Form der Zensur bzw. Einschränkung der Rede- und Meinungsfreiheit. Kaiser Joseph II. war seiner Zeit weit voraus, als er 1781 die Zensur weitgehend auflöste:

„Soll man gegen alles, was unsittliche Auftritte und ungereimte Zotten enthält, aus welchen keine Gelehrsamkeit, keine Aufklärung jemals entstehen kann, strenge, gegen alle übrige Werke aber, wo Gelehrsamkeit, Kenntnisse und ordentliche Sätze sich vorfinden, um so nachsichtiger sein, als erstere nur vom grossen Haufen, und von schwachen Köpfen gelesen, letztere hingegen schon bereiteten Gemüthern, und
in ihren Sätzen standhafteren Seelen unter die Hände kommen.“ [Zensurordnung]

Leider dankten es ihm weder die Bürger noch die Schreiberlinge, aber das ist eine andere Geschichte.

Der (vermeintliche) Anschlag in Nizza, ein Jahr danach

dav

Der Moment als die Straßenbahn in die Menschenmenge fuhr – oder doch nicht?

Heute jährt sich also der (vermeintliche) Anschlag von Nizza. Ich habe dieses Ereignis in allen Details und Schattierungen damals recherchiert und kam schlussendlich zum (vorläufigen) Ergebnis, dass die offizielle Version widersprüchlich, lückenhaft und mit zuweilen haarsträubenden Erklärungen aufwartet (siehe hier).

Ein Jahr später hat sich dahingehend nichts geändert. Der deutsche Wikipedia-Eintrag setzt den Beginn des Ereignisses auf 22 Uhr 45, da war das Ganze aber schon längst vorbei und der (vermeintliche) Attentäter erschossen. Dumm, wenn dann ein vierköpfiges Journalistenteam der größten Tageszeitung Österreichs einfach den falschen Wiki-Eintrag übernimmt und in einem zweiseitigen Artikel anführt. Peinlich. Die englische Wiki hat längst die (in)offiziellen Zeitangaben eines seinerzeit geleakten Polizeireports im Artikel verarbeitet. Warum die deutschsprachigen Wiki-Autoren die falschen Zeitangaben nicht ändern wollen, bleibt eines der vielen Rätsel dieses Events.

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