Schlagwort-Archive: untersuchung

Übrigens, haben Sie schon bemerkt, dass wir im Informations-Krieg sind?

Ich will diesen Beitrag kurz und bündig halten, da ich weiß, dass der gewöhnliche Medienkonsument kaum noch Zeit hat, abseits der ausgetretenen Info-Pfade zu wandeln. Wie gesagt, wir stecken mitten im Krieg. Allerhand, nicht?

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Syrien und die Normalität völkerrechtlicher Lynchjustiz

Bezüglich des sogenannten „Vergeltungsschlages“ der amerikanischen, britischen und französischen Streitkräfte gegen ausgewählte Ziele in der syrischen Hauptstadt Damaskus, gilt es, sich die folgenden Tatsachen vor Augen zu führen:

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Denkverbote #3: 9/11

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Das größte Verbrechen im 21. Jahrhundert war und ist Basis für den sog. War on Terror, ein Kampfbegriff, der den nicht enden wollenden Krieg – perpetual war – im In- wie im Ausland möglich macht. Während an der Heimatfront die vom Volk gewählten Regierungen darangehen, den Nationalstaat abzuschaffen und durch eine grenzenlose zentrale Machtstruktur zu ersetzen, werden souveräne Staaten, die sich dieser Weltordnung entgegenstellen, medial diffamiert, wirtschaftlich sanktioniert und schließlich militärisch attackiert. Der Begriff „War on Terror“ dient seit nunmehr 16 Jahren dazu, die Guten von den Bösen zu trennen und Konflikte, so brutal und menschenverachtend sie auch sein mögen, zu rechtfertigen. Der damalige britische Umweltminister Michael Meacher brachte es 2003 in einem Zeitungskommentar auf den springenden Punkt: The war on terrorism is bogus. Für diese Ketzerei wurde er freilich von Tony Blair gefeuert.

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Der (vermeintliche) Anschlag in Nizza, ein Jahr danach

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Der Moment als die Straßenbahn in die Menschenmenge fuhr – oder doch nicht?

Heute jährt sich also der (vermeintliche) Anschlag von Nizza. Ich habe dieses Ereignis in allen Details und Schattierungen damals recherchiert und kam schlussendlich zum (vorläufigen) Ergebnis, dass die offizielle Version widersprüchlich, lückenhaft und mit zuweilen haarsträubenden Erklärungen aufwartet (siehe hier).

Ein Jahr später hat sich dahingehend nichts geändert. Der deutsche Wikipedia-Eintrag setzt den Beginn des Ereignisses auf 22 Uhr 45, da war das Ganze aber schon längst vorbei und der (vermeintliche) Attentäter erschossen. Dumm, wenn dann ein vierköpfiges Journalistenteam der größten Tageszeitung Österreichs einfach den falschen Wiki-Eintrag übernimmt und in einem zweiseitigen Artikel anführt. Peinlich. Die englische Wiki hat längst die (in)offiziellen Zeitangaben eines seinerzeit geleakten Polizeireports im Artikel verarbeitet. Warum die deutschsprachigen Wiki-Autoren die falschen Zeitangaben nicht ändern wollen, bleibt eines der vielen Rätsel dieses Events.

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Der Terroranschlag in Nizza vom 14.Juli 2016 und die Widersprüche – Eine Analyse!

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UPDATE 23.01.2017: Wer sich für den (vermeintlichen) Anschlag in Nizza vom 14. Juli 2016 interessiert, sollte sich den ersten Teil des Videos angucken. Zwar dauert der Beitrag rund eine Stunde, dafür erhält der Zuseher Einblick in all die Ungereimtheiten und Widersprüche der offiziellen Version. Es stellt sich die Frage, was am 14. Juli 2016 in Nizza wirklich geschehen ist. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem NEXUS-Magazin, das diesen Blog-Artikel (in lektorierter Form) in zwei Teilen veröffentlichte.

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UPDATE 20.12.2016: Eine lektorierte und verkürzte Fassung dieser Analyse erschien in zwei Teilen im Magzin NEXUS Nr. 67 und Nr. 68. Dieser Blog-Beitrag ist somit als gedanklich ungeschliffene Rohfassung und als Ausgangsbasis für alle weiteren publizierten Texte anzusehen. Nach einem ähnlichen Vorfall in Berlin – ein LKW rast am Abend des 19.12. in die Menschenmenge eines Weihnachtsmarktes am #Breitscheidplatz – ist man versucht, das eine mit dem anderen Ereignis zu vergleichen. Parallelen gibt es: sei es die zentralisierte Ermittlungsarbeit, sei es der Versuch der Behörden, zu verhindern, dass Foto- und Videomaterial von Augenzeugen ins Internet gelangen, sei es die weiträumige Absperrung und die Aufforderung an die Bewohner, zu Hause zu bleiben, sei es die politisch-mediale Ausschlachtung in den Nachbetrachtungen, sei es die Lawine an postfaktischen Wortmeldungen in den Sozialen Medien. Während in Nizza und Berlin bereits wenige Stunden nach den ersten Meldungen Staatsoberhäupter ihre besorgte Anteilnahme äußerten und die internationale Presse (CNN!) vor Ort live berichtete, ist dies im ähnlich gelagerten Vorfall von Graz im Jahr 2015 – Amokfahrt durch die Fußgängerzone mit drei Toten und über dreißig Verletzten – nicht der Fall gewesen. Wie dem auch sei, was wirklich in Berlin, Nizza und Graz geschah, ist noch zu ermitteln. Ob wir es jemals erfahren werden?

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Was geschah in Nizza wirklich? Magazin Nexus No. 67 Okt/Nov

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Das Ereignis in Nizza vom 14. Juli 2016 ist noch immer nicht geklärt. Jedenfalls nicht für jemanden, der sich mit all dem öffentlich zugänglichen Datenmaterial auseinandergesetzt hat. Wie kann es sein, frage ich mich, dass solch ein verheerendes Verbrechen mit größter innen- wie außenpolitischer Tragweite nicht vollständig aufgeklärt wurde? Noch immer gibt es unverständliche Widersprüche oder surreal wirkende Tatsachenbehauptungen in den verschiedenen »Zeugenaussagen«, die keiner genauen Überprüfung unterzogen worden sind. In einer Gerichtsverhandlung wird jede Aussage eines Zeugen auf die sprichwörtliche Goldwaage gelegt – immerhin geht es dabei um Leben oder Tod. Im Gegensatz dazu kann jeder Dabeigewesene in TV-Studios und Zeitungen übertriebene oder verfälschte, vielleicht sogar unwahre Aussagen tätigen, ohne dass jemand Einspruch erheben oder wenigstens nachhaken würde. Die Frage, die Sie sich deshalb stellen sollten, nicht nur im Fall von Nizza, ist jene, ob ein Zeuge glaubwürdig wirkt und seine Aussage – im Kontext gesehen – Sinn macht. Ansonsten könnten in Zukunft findige freiberufliche Journalisten für ein paar Münzen dem erstbesten Typen ein Script in die Hand drücken, das dieser (so gut es geht) auswendig lernt und vor der Kamera aufsagt. Das ist kein Journalismus, das ist arglistige Täuschung (it’s a fraud).

[update 5.9.2016:] Für all jene, die weder Zeit noch Lust haben, eine lange Abhandlung zu lesen, hier meine Sicht der Dinge auf die Spitze gebracht. Einer der folgenden Punkte trifft in jedem Falle zu:

  1. Journalist Richard Gutjahr lügt und die Medien decken ihn
  2. Die französische Behörde lügt und die Medien decken diese
  3. Es treffen Punkt 1 und 2 zu und die Medien decken beide

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