Schlagwort-Archive: verleger

BuchQuartier 2017 und ein Gespräch über Gott und die Welt

Das war es also, das BuchQuartier 2017. Der Markt der Independent- & Kleinverlage im Wiener MuseumsQuartier ist Geschichte. Samstag und Sonntag gesellte ich mich zu all den kleinen und kleinsten Verlagen mit einem Verkaufstisch in den sogenannten Freiraum, während die Platzhirschen der österreichischen Verlagsszene in der Ovalhalle Aufstellung nehmen durften. Es fühlte sich an, als würde man wieder zur Schule gehen. Dort die lässig coolen Maturanten, die bereits per Du mit der Lehrerschaft sind und da die Erstklässler, die bereits zufrieden sind, wenn sie von den Älteren nicht angepöbelt werden. So mag es auch nicht weiter verwundern, wenn auf der einen Seite der Rubel rollte, auf der anderen der Trubel sich trollte. Das Wortspiel dürfen Sie gerne mit nach Hause nehmen.

BuchQuartier 2017 und ein Gespräch über Gott und die Welt weiterlesen

Advertisements

Wenn sich die Götter über einen lustig machen und sich ins Fäustchen lachen

horoskop2017
Die Götter im Olymp haben sichtlich ihren Spaß mit mir.

Literarische und gestalterische Früchte in 9 Jahren (3)

literarische Früchte - angesetzt und tlw. geerntet in 9 Jahre

Zu guter Letzt dürfen in einem Rückblick die Früchte des langwierigen Tuns nicht fehlen. Oft hat man ja den Eindruck, man hätte den ganzen langen lieben Tag nur vor sich hingeträumt und in die Luftschlösser gestarrt. Deshalb ist es immer wieder notwendig, das Geleistete aus dem Archiv zu holen und auf die Bühne zu stellen. Wenigstens für einen Blog-Beitrag, der sich mit dem literarischen, verlegerischen und gestalterischen Gestern beschäftigt. Wer die letzten beiden Einträge zum selbigen Thema verpasst hat, bitte sehr: Teil 1 und Teil 2

Weiterlesen?

Der Autor als Verleger oder Weder Fisch noch Fleisch

In gewisser Weise sind Künstler und Dichter Egoisten, zumal ihr Kriterium (gegenüber anderen Werken) nicht darin besteht, was objektiv gut oder wichtig ist, sondern nützlich.
Hans Magnus Enzensberger
zeitzug.com

Richard K. Breuer im Kaffeehaus
Foto: Laurent Ziegler - in einer Egomanischen Bearbeitung vom Künstler höchstselbst

.

Vor wenigen Tagen mit meinem Vertreter SF. im Schanigarten gesessen und den Lärm der Stadt an uns vorüberziehen lassen.  Wir haben über allerlei Projekte und Perspektiven geplaudert, über die Buchbranche, die Buchhändler und die Verlage und auch über meinen virtuellen Auftritt in diesem Blog. Ja, ja.

Weder Fisch noch Fleisch, brachte es SF. auf den Punkt, als es um die Ausrichtung meines Blogs ging. Stimmt. Ich nickte. Man muss sich nur die Themenvielfalt besehen, um zum Schluss zu kommen, dass der Kerl, der hier blökt, ein seltsam verquerer Zeitgenosse sein muss. So reichen die Themen von Internationalen Fußballgroßereignissen (EM, WM, UEFA-Cup-Finale und Frauenfußball-WM) über dunkle Doomster-Szenarien (Finanzkrisen, Ressourcenausbeutung, Erdölverknappung, Werbeverblödung, Mainstream-Medien-Verdummung) zu kritischen Polit-Diskursen (Wirtschafts -und Gesellschaftssystem), weiters Social Media Erklärungsversuchen (Google+ vs. facebook vs. Diaspora*, you know?) bis hin zu intimen Einblicke in das Autoren- und Verlegerleben, nebst E-Book-Befürwortungs-Kampagnen – die Werbeeinschaltungen (»mein neues Buch gibt’s jetzt offiziell zum Kaufen«) schieben wir jetzt besser mal auf die Seite.

Weiterlesen

Bald zwei Bücher mehr im Stall oder der Vorteil von E-Books für Kleinverleger

kritzel kritzel

Gestern mit Chrys Punzengruber im Café Eiles zusammengesessen. Geplaudert. Über Gott und die Welt. Angenehm. Weil Chrys ein kluger Kopf ist, der sich mit vielen Themen beschäftigt (Zen, Descartes, Philosophie, Psychologie) und dabei mit beiden Beinen am Boden steht und hin und wieder in seiner Band race of the bees durch die Bass-Seiten pflügt. Ein Konzert habe ich im Chelsea besucht – meinen Eindruck natürlich gebloggt.

Chrys hat zwei Bücher geschrieben. Intime Innenansichten eines Suchenden, der sich nach Los Angeles aufmacht. Autobiographisch gefärbt. Nahe an der Wahrheit und ein Stück darüber. Dem ersten Band Suppe in L.A. folgte der zweite, den ich übrigens in ein hübsches Layout kleidete: Die Suppe danach. Das dritte Buch lässt auf sich warten, weil sich Chrys nun wieder verstärkt der Musik zuwenden möchte und die Schreiberei sein lässt. Sagt er. Ich denke, irgendwann wird er wieder zum Stift greifen. Wenn einem das Verlangen zwickt, kann man den Worten im Kopf nicht entkommen.

Weiterlesen