richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Schlagwort-Archiv: verschwörung

Der langsame Abstieg der Mainstream-Medien in die Bedeutungslosigkeit

Heute, im Kaffeehaus, wieder in die eine und andere Tageszeitung geblättert. Der übliche propagandistische Kalauer, der auf dem Zeitungspapier lang und breit ausgewalzt wird. Drei Beispiele sollen Ihnen zeigen, dass mit dem Mainstream nicht mehr viel anzufangen ist. Falls sich die Herausgeber nicht eines Besseren besinnen und endlich echten Journalismus zulassen, werden die Tageszeitungen über kurz oder lang nur noch eine anachronistische Randerscheinung sein. Gratisblätter, Social Media und Smartphone-„Nachrichten“ werden die Lücke füllen. Qualitätszeitungen müssen sich wohl neu erfinden und mit der (unrühmlichen) Vergangenheit abschließen. Man stelle sich vor, es gäbe da draußen, in der Medienwelt, eine Publikation, die ihren Auftrag ernst nimmt, ihre Leser nicht für dämlich hält und für dumm verkauft, die tatsächlich unabhängig ist, die unangenehme Fragen stellt und sich mit Halbwahrheiten und Spins nicht zufrieden gibt. Ich meine, es gäbe in der Bevölkerung einen großen Bedarf an so einem Medium, egal ob print oder online.

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Anatomie eines merkwürdigen Anschlags auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin, 2016

pynchon_fragen

update: User WoodyBox macht sich in seinen Blog-Beiträgen komplexe Gedanken über allerlei Details zum (vermeintlichen) Anschlag. Ein wenig habe ich ja die Befürchtung, dass diese berufenen Forensiker gar nicht mehr in der Lage sind, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen, trotzdem sind die Analysen und Gedankengänge empfehlenswert.

update: Empfehlenswertes Video eines besorgten Berliner Bürgers, der einen Rundgang am Weihnachtsmarkt macht, Tage nach dem vermeintlichen Terroranschlag mit einem Lkw. Er weist dabei auf allerlei Merkwürdigkeiten hin.

Der gewöhnliche Medienkonsument ist recht leicht an der Nase herumzuführen. Er hat keine Vorstellung, nicht die kleinste, wie oft er angelogen wird, von den Medien, von den Behörden, von den Politikern und von all den bezahlten Schaustellern auf der Straße oder im virtuellen Netz. Jeder, der sich mit der näheren Vergangenheit beschäftigt hat, ist sich im Klaren, dass nichts ist wie es uns in der Schule gelehrt wurde. Es ist nicht leicht, dem gewöhnlichen Bürger zu erklären, dass da draußen Leute am Werke sind, deren einzige Aufgabe es ist, die Geschichte eines Ereignisses in Echtzeit zu verändern. Der (vermeintliche) Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin macht da keine Ausnahme. Sieht man sich die Sache an, ohne dabei seinen Verstand einzuschalten, kann man mit der offiziellen Lesart der Medien, dem Sprachrohr der Behörden, ganz gut leben. Aber wehe, man schaltet sein Hirn ein und beginnt, in den Details zu stochern. Ehe man sich versieht, glaubt man sich im Film, im falschen Film.

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Verschwörungstheorien am Prüfstand: Der Gender Pay Gap

Sacy_Ritter

Ich beschäftige mich ja generell mit sogenannten Verschwörungstheorien, deshalb macht es Sinn, wenn ich jene herausgreife und näher untersuche, die der gewöhnliche Bürger von Medien, Politiker und Aktivisten als Tatsache eingeimpft bekommt. Im heutigen Beitrag schauen wir uns mal den Gender Pay Gap an, kurz: das geschlechtsspezifische Lohngefälle oder die Lohndiskriminierung der Frau.

In Deutschland, so lesen wir im Spiegel, verdienen Frauen 22 Prozent weniger als Männer. Das ist natürlich ungerecht. Doch wie kommen die Statistiker zu diesem Wert? Wir erfahren, dass »Frauen häufiger in Berufen und Branchen arbeiten, in denen die Löhne niedrig sind«. Aha. Das heißt, das Statistische Bundesamt summiert die Löhne und Gehälter der Männer auf der einen, die der Frauen auf der anderen Seite und stellt sie – auf einen gemeinsamen Nenner gebracht – gegenüber. Am Ende zeigt uns das Bundesamt, dass der durchschnittliche Bruttostundenverdienst einer Frau bei € 14,62, jener eines Mannes bei € 18,81 liegt. Das ist natürlich ungerecht. Moment! In der Fußnote erfahren wir, dass es mit dem Bruttostundenverdienst der Frau noch ein wenig nach oben gehen kann, wenn die folgenden Faktoren berücksichtigt werden:

– gleiche Stellung im Beruf
– im gleichen Beruf und gleicher Branche
– bei gleicher Stundenanzahl
– bei gleicher Bildung und Berufserfahrung
– sonstige Faktoren (?)

Berücksichtigt man also die oben angeführten Faktoren, so beträgt schließlich der Bruttostundenverdienst einer Frau € 17,53 – demnach 7 Prozent weniger als jener eines Mannes. Das ist natürlich ungerecht. Mehrere Absätze später heißt es, dass sich diese 7 Prozent »nicht erklären lassen«.

Somit gehen Medien, Politiker und Aktivistengruppen davon aus, dass es eine große Verschwörung im Wirtschaftsleben gibt! Männer und Frauen, die leitende Positionen inne haben, diskriminieren mit böswilliger Absicht Frauen und versuchen diese, mit den hinterlistigsten Kniffe, im Gehalt zu drücken. Über das Motiv der Verschwörer können wir nur spekulieren. Ist es Sadismus? Oder geht es ihnen um die Herrschaft der Neuen Weltordnung?

Nun ist sich der Spiegel nicht zu schade, verschwörerische Aktivitäten, die von mutigen Menschen aufgedeckt wurden, im Artikel anzuführen. Es sind drei an der Zahl. Doch ist damit die generelle Verschwörung bewiesen?

Damit Sie sehen, mit welchen Verschwörungstheoretikern wir es hier zu tun haben, zitiere ich die Aussage von Henrike von Platen, die dem Frauennetzwerk BPW angehört: »Nur weil man die Lohnunterschiede erklären kann, sind sie noch lange nicht gerecht.«

Ersetzen Sie das Wort ›Lohnunterschiede‹ beispielsweise mit ›Mord an JFK‹ oder ›Einsturz der WTC-Hochhäuser‹ oder ›Mondlandung‹ und das Wort ›gerecht‹ mit ›gelöst‹, siehe da, schon offenbart sich die ganze Gedankenwelt der Aluhutträger. Und über die Aluthutträger machen sich ja die Medien – allen voran der Spiegel – besonders lustig. Ja, selten so gelacht, nicht?

Was, wenn die Historie nur eine hübsche, aber verfälschte Geschichte ist?

Chronology_Fomenko

Durch Zufall bin ich auf das kontroversielle Buch History Fiction or Science? Chronology 1 des russischen Mathematikers Anatoly T. Fomenko gestoßen, das sich mit der überlieferten Historie kritisch auseinandersetzt. Zusätzlich konnte ich eine mit englischen Untertitel versehene Dokumentation auf youtube finden, die einen ersten Einblick in die Techniken und Methoden der russischen Forschergruppe gewährt. Alles in allem, eine äußerst  spannende Auseinandersetzung mit der Geschichte, so wie wir sie kennen und in der Schule gelernt haben.

Die erste erstaunliche Entdeckung ist der Umstand, dass die Chronologie der antiken und mittelalterlichen Ereignisse – also die Datierung – erst ernsthaft im 16. Jahrhundert in Angriff genommen wurde. Am Anfang stand der Begründer der ‚modernen Chronologie als Wissenschaft‘: Iosephus Iustus Scaliger (1540-1609). Sein Werk wurde später von einem Jesuit namens Dionysius Petavius (1583-1652) abgeschlossen. Den beiden ist es also vornehmlich zu verdanken, dass sie Ordnung ins Chaos der Menschheitsgeschichte brachten. Erstaunlich, finden Sie nicht? Die Chronologie entstand in einer Epoche ohne Internet, ohne Scanner, ohne Telefon, ohne Fax, ohne Telegramm, ohne Xerox-Kopiergeräte! Das Reisen zu den Bibliotheken musste in jenen Tagen eine zeitraubende und teure Angelegenheit gewesen sein. Bedenken Sie, dass all die relevanten Bücher, Skripten, Textrollen und Folianten Originale oder die Abschriften von Originale waren. Versuchen Sie sich doch das jetzt einmal bildlich vorzustellen, die Nachforschungen, die Reisen, die Durchsicht der Kataloge – so es diese gab – in den Bibliotheken der Klöster in verschiedenen Ländern, die Übersetzung und Durchsicht antiker Schriften, die Einordnung, die Klassifizierung, die Systematik (die erst gefunden werden musste) der Datierung relevanter Ereignisse usw. Ist solch ein Mammutprojekt in einem Menschenleben überhaupt möglich?

Natürlich wurde die Scaliger-Petavius-Chronologie in späteren Jahren immer wieder ergänzt und korrigiert – im Großen und Ganzen aber basiert unsere Menschheitsgeschichte auf deren Werke. Was, wenn sich nun herausstellte, dass dieses fehler- und lückenhaft ist? Was, wenn sich herausstellte, dass es Widersprüche gibt, die mit herkömmlichen Überlegungen nicht gelöst werden können? Was, wenn für die Kirche relevante (biblische) Ereignisse in die weltliche Chronik eingefügt worden sind? Was, wenn in der Chronologie Ereignisse, Fürsten und Dynastien über die Zeit scheinbar mehrmals vorkommen? Was, wenn die Antike so antik nicht ist? Was, wenn es das finstere Mittelalter so nicht gab? Was, wenn Jesus Christus am Ende des 12. Jahrhunderts gekreuzigt wurde? Starker Tobak, nicht?

Fortsetzung folgt.

Sherlock Holmes und die APOLLO-Mondflüge

Apollo_NoStars

Würde Sir Arthur Conan Doyle noch leben, vielleicht hätte er heutzutage seine berühmte Schöpfung Sherlock Holmes als spitzfindigen Verschwörungstheoretiker angelegt, der mit Verstand und Vermögen die mysteriösen Ereignisse der Vergangenheit zu lösen trachtet. Das ist kein einfaches Unterfangen, ja, man ist gewillt zu denken, es wäre ein gar unmögliches, aber darauf würde Holmes nur geantwortet haben:

»Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, was auch immer dann übrig bleibt und wie unwahrscheinlich es auch sein mag, es muss die Wahrheit sein.« // When you have excluded the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth.

Bezüglich des APOLLO-Raumfahrt-Programms der NASA und deren sieben Mondflüge, sechs davon erfolgreich, würde sich eine Unterhaltung zwischen Holmes und einem investigativen Journalisten wie folgt anhören:

Journalist: »Gibt es noch einen anderen Punkt, auf den Sie vielleicht hinweisen wollen?« // Is there any other point to which you would wish to draw my attention?

Holmes: »Auf den äußerst merkwürdigen Sachverhalt bezüglich der Sternbilder auf den Fotos, die während der APOLLO-Missionen gemacht wurden.« To the curious incident of the dog in the night-time.”

Journalist:  »Sternbilder? Es sind keine Sterne auf den Fotos zu sehen.« // The dog did nothing in the night-time.

Holmes: »Das ist der äußerst merkwürdige Sachverhalt.« // That was the curious incident.

Short Story: Silver Blaze – published 1892 in The Memoirs of Sherlock Holmes

***

Als mich vor vielen Jahren ein Segeltörn in der Adria auf eine einsame kleine Insel verschlug, wir die lauen Abendstunden dort zubrachten, sah ich – ohne zivilisatorischen Streulicht – zum ersten und einzigen Mal in meinem Leben das wahre Ausmaß des Sternenhimmels. Es war atemberaubend! Diese Sternenpracht hatte etwas Übernatürliches und ich verstand sofort, warum all die Naturvölker und all die antiken Menschen in den Sternen Götter gesehen haben wollten. Es war eine natürliche Reaktion – weil kein menschliches Gehirn diese Erscheinung auch nur im Ansatz verstehen kann. Man stelle sich vor, diese Alten trugen beinahe jede Nacht diesen Sternenhimmel mit sich. Jede Nacht! Sie mussten eine Erklärung finden. Und fanden sie. Im Göttlichen. Wenn mir ein Kerl sagt, er wäre auf einer einsamen, abgelegenen Insel gewesen, des Nächtens, bei klarem Himmel, und könne sich beim besten Willen nicht erinnern, ob er überhaupt Sterne gesehen hätte, dann, ja, dann ist der Kerl entweder blind oder bezahlt! Faites vos jeux.