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Prinz Andrew, Bill Clinton und des Teufels Küchenjunge Epstein

Alles wird gut
Ohne diesem Basiswerk werden Sie die Welt nicht verstehen können. Das klingt nach Eigenwerbung, aber eine bessere Faktensammlung habe ich bis dato noch nicht gefunden.

Wer wissen will, was in der Welt wirklich vor sich geht, der muss zwischen den Zeilen des Mainstreams lesen. Ansonsten bleibt Ihnen nur, sich auf windigen Informationsportalen zu informieren – aber auch da werden Sie die Spreu vom Weizen trennen müssen. So oder so, ein aufgeklärter Bürger, der sich nicht bevormunden lassen möchte, hat es nicht leicht. Und wenn Sie nur ein bisschen graben, wenn Sie nur ein klein wenig hinter die Kulissen blicken, tja, dann werden Sie in Ihrem Leben nicht mehr froh. Aber die Realität ist nun mal kein Honigschleckerparadies.

Kommen wir zum Thema. Haben Sie vielleicht in den letzten Tagen auch gelesen oder gehört, dass Prinz Andrew mit einem »Sex-Skandal« in Verbindung gebracht wurde? Da soll ein 17-jähriges Mädchen mit ihm zum Verkehr gezwungen worden sein. Diese Unzucht geschah, so wird es in den Raum gestellt, in der Obhut seines »engen Freundes« (schreibt der Standard), dem US-Milliardär Jeffrey Epstein, der das Mädchen dem Prinzen als »Sex-Sklavin« zur Verfügung gestellt haben soll. Das ist zwar schlappe 13 Jahre her, wird aber gerade in einem US-Prozess gegen besagtem Epstein aufgerollt. In einem längeren Artikel in der Die Welt lesen wir unter dem Titel Die „schwarze Liste“ eines verurteilten Pädophilen folgendes:

Die Adressenliste Epsteins liest sich, den Angabe[n] der in Florida eingereichten Papiere nach, wie ein internationales Who’s who, wo auch Bill Clinton oder der ehemalige israelische Premierminister Ehud Barak auftauchen, aber auch Tony Blair oder sein früherer Berater Alastair Campbell. Es war dieses Netz von Beziehungen, die dem findigen Mann [Epstein] erlaubten, die Leiter zu seinem geschäftlichen Erfolg hochzuklettern. (link)

Die Liste ist da noch lange nicht zu Ende. Mick Jagger taucht genauso im schwarzen Büchlein auf, das in den Gerichtsakten als ‚Holy Grail‘ bezeichnet wird, wie Alec Baldwin, Ex-New York Bürgermeister Michael Bloomberg, Barbara Walters, Sir Richard Branson, Liz Hurley, Tom Ford, John Cleese, Minnie Driver, Dustin Hoffman, Bobby Kennedy Jr., Senator Edward Kennedy, Henry Kissinger, Maria Shriver und so weiter und so fort. Was sagen Sie? Allerhand, nicht wahr? Wie kommt ein, pardon, dahergelaufener »Millionär und Finanzmagnat« dazu, sich mit den wohl einflussreichsten Leuten dieser Welt nicht nur zu umgeben, sondern sich mit ihnen anzufreunden? Haben Sie dafür eine Erklärung? Geld alleine kann es nicht sein. Nope.

Die andere Frage ist, wie kommt es, dass diese Liste in einem Gerichtsverfahren auftaucht, wo es doch nicht all zu schwierig ist, Beweismaterial unter den Teppich kehren zu lassen – Einfluss und Geld vorausgesetzt. Und wir können davon ausgehen, dass hier beides im Überfluss vorhanden war und ist.

Also, da ich weiß, was ich weiß, gehe ich davon aus, dass Epstein kein Einzelkämpfer, kein schwarzes Schaf ist. Vielmehr wurde er ausgewählt, eine Rolle zu spielen. Und die spielt er auch. Für wen? Darauf kann ich Ihnen leider keine Antwort geben. Aber gehen Sie davon aus, dass dieses Netzwerk, das ihn auf die Bühne gestellt hat, mächtig ist. Sehr mächtig. Dieses Netzwerk, ich nenne es Establishment, ist gerade deshalb mächtig, weil es versteht, andere einflussreiche Personen – die nach außen hin mächtig erscheinen – für sich arbeiten zu lassen. Die Macht liegt in der Anonymität. Das sage nicht ich, das sagte einst der Industrielle und spätere Reichsaußenminister der Weimarer Republik Walter Rathenau, dessen Vater die AEG gründete.

Kurz und gut und auf den Punkt gebracht: Etwas ist faul im Staate Dänemark. Es sieht so aus, als würde das Establishment seinen Günstlingen die Rute ins Fenster stellen: »Gehorche oder wir zerren dich vor Gericht, ziehen dich in den Schmutz und lassen dich vom Boulevard in Stücke reißen!« Klingt das jetzt zu reißerisch? Zu konspirativ? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Das Musterbuch Con$piracy oder Ein Ziegel von einem Schmöker

612 Seiten – 1115 Fußnoten – 0,9 kg. Manche Wahrheiten sind nun mal gewichtig!

Das Musterbuch zu Con$piracy: Eine andere Wahrheit ist gerade von meiner Druckerei eingelangt. Hui. Sehr hübsch geworden. Ich bin äußerst zufrieden. Wenn ich so ins Buch blättere, dann ist es kaum vorstellbar, dass ein einzelner Mensch in 31 Monaten so viele Daten gesammelt, aufbereitet und lesbar gemacht hat. Ich bin immer wieder beeindruckt, zu welchen Leistungen so ein menschliches Gehirn fähig ist. Nebenbei bemerkt, habe ich in der Entstehungsphase des Sachbuches noch an meinem Tagebuchroman Der Fetisch des Erik van der Rohe gearbeitet und Tiret-Band 3 Madeleine veröffentlicht. Man kann also nicht sagen, dass ich geschlafen hätte. Wobei, es gab letztes Jahr zwei oder drei Monate, wo ich pausieren und zu Atem kommen musste und mich in die Rolle eines Fürsten der Neuzeit versetzte (will heißen: ich spielte Europa Universalis III und da ging mir das eine oder andere Licht auf, in  Bezug auf historische Zusammenhänge). Ja, gehirnakrobatische (Meister)leistungen brauchen Sauerstoff und Visionen. Nicht zu viel von einem, nicht zu wenig vom anderen.

Nächste Woche erfolgt voraussichtlich die Lieferung der Bücher. Vorbestellungen und Neugier/Interesse gibt es. Ob es reicht, eine ›neue Aufklärung‹ in die Wege zu leiten, bleibt fraglich. Gewiss, fürs Erste müssen die Bücher nicht nur gekauft, sondern auch gelesen und der Inhalt, oder wenigstens Teile davon, als eine andere Wahrheit verstanden werden. Eine Wahrheit, die im Gegensatz zur offiziellen steht. Es obliegt dem Leser, die (folgerichtigen) Schlüsse zu ziehen. Nun, wie auch immer die Sache ausgehen mag, ich werde guten Gewissens sagen können, es wenigstens versucht zu haben; in Anlehnung an Konfuzius, habe ich nicht die verworrene Dunkelheit verflucht, sondern ein kleines aufklärendes Lichtlein entzündet.

Papa Hemingway und die Sinnlosigkeit mancher Sätze

Ein Anfang, kein Ende

Im Dezember 1934 schreibt Ernest Hemingway im Magazin Esquire über die Schriftstellerei *) und was damit so einhergeht. Man solle sich darauf vorbereiten, heißt es, dass die Arbeit keinen Beifall finden wird, und wenn man eine Sache zum ersten Male hingeschrieben hätte, würde es einen gutgehen. Aber, so Hemingway weiter, man müsse das Geschriebene wieder und wieder durchgehen und überarbeiten und manche Sätze würden einem sinnlos vorkommen, nachdem man sie gelesen hätte. Ja, der gute Hemingway war ein Handwerker, keine Primaballerina – er wusste es und ließ es auch andere wissen. Wie dem auch sei, der Vollständigkeit halber möchte ich an dieser Stelle – wie so oft – festhalten, dass ich die Überarbeitung zum Sachbuch Con$piracy abgeschlossen habe. Der Text hat sich nun bei 586 Seiten eingependelt – ob dieses Konvolut überhaupt zu bändigen ist, mit einer Fülle an Querverweisen und Übersetzungen, sowie 927 Fußnoten, bleibt dahingestellt. Gut möglich, dass es nie zu einer offiziellen Publikation kommen wird. Was bleibt, ist die private Kleinauflage für interessierte und mitarbeitende Leser und die Gewissheit, wenigstens einen Kieselstein ins Rollen gebracht zu haben. Das mag wenig sein, aber bedenken wir, dass immer nur eines zum anderen führt.

Nun gilt es, das überarbeitete Werk erneut zu lesen. Von der ersten bis zur letzten Seite. Ein kleiner Widerwille macht sich in mir breit. Dabei geht es gar nicht so sehr um all diese Sätze, die einem nun »sinnlos vorkommen« oder nicht funktionieren, sondern es ist diese Angst, dass sich ganze Passagen an anderer Stelle wiederholen oder dass längere Abhandlungen in einem gedanklichen Wirrwarr geschrieben wurden. Einzelne Sätze können geschliffen oder geändert, aber ineinander verwobene Gedankengänge nur schwerlich auf- bzw. herausgelöst werden. Ich bemerke immer wieder, dass ich es mir nicht leicht mache. Hätte ich nicht ein feines kleines Sachbuch schreiben können? Zu einem bestimmten Thema, mit einer exakt festgelegten Struktur? Stattdessen ging ich naiv und mich unverwundbar fühlend an die schreibende Front. Genauso hat sich dann das erste Ergebnis gelesen – es war der Versuch eines Dilettanten. Banal der Ansatz, platt die Gedanken. Es waren schlussendlich die von mir aufgeworfenen Fragen, in denen ich das Potenzial des Textes erkannte. Gewiss, ich wollte zu viel. Von Anfang an. Später, als ich es merkte, konnte ich nicht mehr zurück. Zu sehr war ich davon besessen, die Wahrheit – oder wenigstens eine Wahrheit – zu finden. Am Ende der Reise wird einem schließlich bewusst, dass es die Wahrheit (oder den sagenumwobenen Piratenschatz) gar nicht gab, nie gegeben hat. Der Schatz – und die Wahrheit – sie versteckten sich in der Reise selbst. In einem Hollywoodfilm mag solch ein Ende unbefriedigend sein – im wahren Leben jedoch, da gibt es kein klassisches Happy Ending. Weil der Moment und die Wahrheit nicht eingefroren werden können. Sie sind zu einem Zeitpunkt richtig, zu einem anderen falsch.

Hier die vorläufigen Kapitelüberschriften [per 8.3.2013]:

  • Vier Hypothesen
  • Ein Vorwort für die 99,99 Prozent
  • Eine längere Einführung
  • Der manipulierende Mainstream
  • Demokratie auf Abwegen
  • Die Herrschaft Mammons
  • Nur der militärisch-industrielle Komplex
  • Der Terror in der Badewanne
  • Fakt und Fiktion
  • Ein persönlicher Epilog, 2013

*) Ernest Hemingway, 49 Depeschen, Rowohlt 1969, ‚Ein alter Fuchs schreibt‘, S. 157

Der Irrtum der Masse oder Welche Quelle ist niveauvoll?

»Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.«

Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens
Johann Peter Eckerman.
In drei Theilen. Leipzig 1868

Die drei Bände der Ausgabe von 1868 wurden freundlicherweise von der University of California eingescant und von google zur Verfügung gestellt. Innerhalb des Buches (trotz Fraktur) kann nach Wörtern gesucht werden.

Die letzten Tage begonnen, die notwendigen Quellen in meinem Sachbuch Con$piracy zu verfizieren und diese (wissenschaftlich) korrekt zu zitieren. Dank des weltweiten Webs ist es möglich, rasch und unkompliziert die tollsten Zitate zu finden und akkurat zu belegen. Hin und wieder fragte ich mich, ob eine Quelle als »niveauvoll« angesehen werden würde. Eine Antwort gäbe natürlich der Mainstream, der nur relevant hält, was in angesehenen Verlagen oder renommierten Universitäten publiziert wurde. Somit kann jeder Autor, der sich in den Grenzen des Mainstream bewegt, auf eine ordentliche Anzahl von Beiträgen zurückgreifen. Aber wehe, man würde einen Schritt hinausgehen, dann bleibt nur, die güldene Nadel im Heuhaufen zu suchen, mit anderen Worten, es gilt so lange zu recherchieren, bis man eine passende Publikation aufgetan hat, die vielleicht von einem anerkannten Wissenschaftler, Professor, Medienfachmann oder Autor als richtig bestätigt wurde. Eine andere Möglichkeit ist, ein respektables Mainstream-Medium, sei es die New York Times oder Der Spiegel, als Bestätigung anzuführen. Dummerweise pinkelt sich niemand ans Bein, will heißen: der Mainstream filtert penibel alles aus, was dem Propaganda-Modell (Noam Chomsky) zuwiderläuft.

So. Bevor ich mich wieder in die zeitintensive Recherche begebe, möchte ich dem geneigten Leser natürlich mit dem Gedanken konfrontieren, wie es wohl in einer freien Gesellschaft mit marktwirtschaftlicher Basis möglich sein soll, einen (vom Establishment vorsätzlich) propagierten Irrtum aufzulösen, dem die Masse genauso verfallen ist wie der Mainstream und die Lehreinrichtungen (besser: es geht Hand in Hand). Ja, je länger ich mich abseits des Mainstream herumtreibe und in gefährlichen Fahrwassern schwimme, desto mehr wird mir bewusst, dass der gewöhnliche Bürger nur wissen darf, was er wissen soll. Jeder, der den Versuch unternimmt, gegen diese Mainstream-Desinformationskampagne anzukämpfen, kann eigentlich nur verlieren. Kurzfristig. Auf lange Sicht, so heißt es, wird die Wahrheit obsiegen und ich gehe davon aus, dass es auch so sein wird. Ob wir das noch erleben dürfen? Man wird sehen.

9/11 oder Wann ist eine Wahrheit wahr?

»I am not a conspiracy theorist. I am an Air Force pilot. And based on
my experience, the story we’ve been told about 9/11 doesn’t add up.«
Air Force Lt. Col. David Gapp (ret.),
30-Year Veteran, Senior Aircraft Crash Investigator,
and Chief of Master Air Attack Planning for the Iraq and Afghanistan Wars
http://www.rememberbuilding7.org

Die Anschläge zum 11. September 2001 jähren sich zum 11. Mal. Die Erinnerungen bestehen primär aus TV-Bildern, die der gewöhnliche Bürger für bare Münze nahm. Somit wurde die offizielle Version der Ereignisse innerhalb weniger TV-Minuten bestätigt. Monate, vielleicht sogar Jahre später – das Web zeigte zum ersten Mal, was ein demokratisches Medium zu leisten imstande ist – gab es kritische Stimmen zur offiziellen Version. Ungereimtheiten wurden penibel aufgelistet, Unwahrscheinlichkeiten dokumentiert. Die Conclusio einer sehr spät und nur auf Druck einer Bürgerbewegung eingesetzten politischen Kommission – in Form eines gebundenen Buches erhältlich – ist in keinem Falle über jeden Zweifel erhaben und schon gar nicht der letzten Weisheit Schluss. Der Mainstream wiederum hat die offizielle Version von Anfang an abgenickt und abgesegnet und ist ihr glühendster Verteidiger. Derweil, in meinem aufgeklärten Verständnis, sollte jede Zeitung und jede Medien-Anstalt eine politische Erklärung prüfen, prüfen, prüfen. Scheinbar ist das nicht mehr notwendig.

Wenn der Pressesprecher des Weißen Hauses eine offizielle Meldung verlautbart, dann ist es in erster Linie eine Information mit Spin, aber mit Sicherheit nicht die Wahrheit. Diese recht einfache Schlussfolgerung sollte  jedem Bürger klar sein. Ist es aber nicht. Dahingehend muss man sich nur die Foren und Kommentarlisten ansehen, wie vehement der Einzelne offizielle Verlautbarungen als »Wahrheit« verteidigt (natürlich müssen wir jetzt mal davon ausgehen, dass diese User im wirklichen Leben existieren und es sich nicht um Fake-Accounts von PR- bzw. Propaganda-Agenturen handelt). Wie kommt es also, dass der gewöhnliche Bürger einer Obrigkeit beinahe blind vertraut, während das gegenwärtige Establishment immer wieder mit erhobenem Zeigefinger auf die Geschehnisse in den 1930ern Jahren in Deutschland und Österreich hinweist? Damals, so der Vorwurf, hätte sich das Volk zu leicht von der Obrigkeit an der Nase herumführen lassen, weil es die Propaganda für wahr gehalten und nicht hinterfragt hat. Ach?

Apropos. Gestern drei Bücher aus den USA bestellt. Ein amerikanischer Historiker beschäftigte sich eingehend mit der Zeit zwischen 1914 und 1945 und legt den Schluss nahe, dass die Dinge vielleicht nicht so sind, wie man sie seit Jahr und Tag in den Medien und den Geschichtsbüchern wiederkäut. Das ist natürlich ein gefährlicher Ansatz und »verboten« (das Wort verboten wird in den USA immer dann verwendet, wenn man die »Nichterlaubnis« einerseits verstärken, andererseits mit einem ironischen Unterton versehen möchte). Noam Chomsky erklärt wiederum, wie es die Creel-Commission, der offizielle Propaganda-Apparat der britischen Regierung, um 1916 geschafft hat, mit Falschmeldungen die nötige Kriegsstimmung in den USA zu erzeugen. Ja, natürlich überlege ich bereits, ein »verbotenes« Sachbuch über besagte Epoche zu schreiben. Das könnte im schlimmsten Falle mit Freiheitsentzug geahndet werden; aber sind nicht auch die Aufklärer des 18. Jahrhunderts immer wieder weggesperrt und deren Erkenntnisse verächtlich gemacht worden?

Im Sachbuch Con$piracy wird 9/11 nur am Rande erwähnt. Dahingehend kann man sich nur die Finger verbrennen. Weil man dem Leser keine Lösung anbieten kann. Wenn ich demnach die offizielle Version als »BS«, als unstimmig und fehlerhaft verurteile, dann werde ich angehalten, zu sagen, wie es denn nun wirklich wa(h)r. Da liegt auch schon der kritische Hase im Mainstream-Pfeffer. Jeder aufgeweckte Bürger, der sich mit einem politischen Fall eingehend beschäftigen möchte, kann nur auf jene Daten zurückgreifen, die ihm ein Establishment gewährt. Das Internet mag ein Fundus an allerlei Gedanken und Dokumenten sein, aber wenn zwingende Beweise unter Verschluss gehalten werden, dann ist der Bürger nur in der Lage zu spekulieren. Wenn zum Beispiel die behördliche Todesanzeige von Osama bin Laden im Winter 2001/2002 in den Archiven weggesperrt wurde, dann ist es leicht, zu behaupten, eine Spezialeinheit hätte ihn 2011 in seiner pakistanischen Villa ausgeschaltet. All die vielen »Verschwörungstheorien« rund um den Tod von Osama bin Laden hätte die US-Regierung leichter Hand widerlegen können, hätte sie eindeutige Beweise der damaligen Tötungsmission und – vor allem – den Leichnam vorgelegt, keine Photoshop-Bilder oder »Zeugenaussagen« von Militärangehörigen (die einen Eid geschworen haben, nicht der Wahrheit zu dienen, sondern ihrem Vaterland/der Regierung) oder das Gefasel von muslimischen Wasserbestattungen. Dass Osama bin Laden nicht für 9/11 verantwortlich gemacht werden kann, räumt sogar das FBI ein, trotzdem scheint einem Establishment daran gelegen zu sein, das eine mit dem anderen zu verknüpfen. Dank des Mainstream verbindet der gewöhnliche Bürger Bin Laden eher mit 9/11 als mit dem CIA, in deren Diensten er viele Jahre gestanden ist. Wenn Sie mir jetzt entgegenhalten, dass es unmöglich wäre, den natürlichen Tod von Osama bin Laden über so viele Jahre geheim zu halten, dann haben Sie recht. Es gibt  diesbezügliche auch Zeitungsberichte und Aussagen renommierter Politiker – aber ich schätze, das scheint für Sie wiederum weder als Beweis noch als Indiz zu gelten. Warum eigentlich nicht?

Weil der Bürger gelernt hat (besser: man hat es ihm eingetrichtert), dass nur wahr ist, was der Mainstream, also alle Zeitungen, Magazine, TV-Großanstalten und Medien-Blogs einmütig wiederholen. Alles andere ist von keiner Bedeutung und wird als wertlos, unrichtig, Blödsinn oder Verschwörungstheorie abgetan. Punktum. Jetzt frage ich Sie, wie soll ich und all die anderen kritischen Geister gegen solch eine Gedankenwelt die Oberhand gewinnen? De facto ist es nicht möglich. Jedenfalls so lange nicht, so lange die falschen Leuten an den richtigen Positionen im Mainstream sitzen. Vermutlich müsste es einen europäischen Frühling geben, der den Mainstream endlich demokratisiert. Wunschdenken? Vielleicht.

Was sollte der interessierte Bürger nun tun, um die mediale Spreu vom Weizen zu trennen? Ich würde sagen, seinen Mainstream-Medien-Konsum auf ein Minimum reduzieren, jede offizielle Nachricht kritisch hinterfragen und mein kommendes Buch Con$piracy vorbestellen. Vielleicht erscheint es ja noch in diesem Jahrtausend. Amen.