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Denkverbote #3: 9/11

Denkverbote-3

Das größte Verbrechen im 21. Jahrhundert war und ist Basis für den sog. War on Terror, ein Kampfbegriff, der den nicht enden wollenden Krieg – perpetual war – im In- wie im Ausland möglich macht. Während an der Heimatfront die vom Volk gewählten Regierungen darangehen, den Nationalstaat abzuschaffen und durch eine grenzenlose zentrale Machtstruktur zu ersetzen, werden souveräne Staaten, die sich dieser Weltordnung entgegenstellen, medial diffamiert, wirtschaftlich sanktioniert und schließlich militärisch attackiert. Der Begriff „War on Terror“ dient seit nunmehr 16 Jahren dazu, die Guten von den Bösen zu trennen und Konflikte, so brutal und menschenverachtend sie auch sein mögen, zu rechtfertigen. Der damalige britische Umweltminister Michael Meacher brachte es 2003 in einem Zeitungskommentar auf den springenden Punkt: The war on terrorism is bogus. Für diese Ketzerei wurde er freilich von Tony Blair gefeuert.

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Nizza, Paris, Charlie, San Bernardino, Boston und der Krieg gegen deine Wahrnehmung

Der obige Video erzählt von einer kleinen australischen Filmgesellschaft, die in zwei Jahren acht Clips produzierte, diese für echt und authentisch ausgegeben und über Umwege ins Netz gestellt hatte. Einige der Clips gingen viral und wurden sogar von großen Medienhäusern aufgegriffen und im TV gezeigt. Allerhand, nicht? Im Video hören wir, was Forensiker David McKay zu sagen hat, wenn es darum geht, zwischen echtem und unechtem Filmmaterial zu unterscheiden:

„Unsere Augen sind ziemlich komplex. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, dann ist es wahrscheinlich auch der Fall.“ [meine Übersetzung:] Our eyes are pretty complex.  If something does’t feel right, that’s probably the case.

Was hat das jetzt mit Nizza, Charlie Hebdo, Brüssel, Paris, Boston, San Bernardino und anderen Terroranschlägen zu tun? Nun, wenn man die behördlichen und medialen Verlautbarungen überprüfen möchte, bleibt einem nichts anderes übrig, als Außenstehender, überliefertes Bildmaterial sowie Augenzeugenberichte zu sichten und mit dem Narrativ in Einklang zu bringen. Gewiss, Sie können Behörden und Mainstreammedien vollkommen vertrauen und diesen einen Persilschein ausstellen. Aber ehrlich gesagt, ich möchte noch für eine Weile skeptisch und kritisch bleiben, weil früher oder später werden wir so oder so vor vollendeten Tatsachen gestellt. Sie wissen schon, die Sache mit dem Stiefel und dem Gesicht und George Orwell.

Egal welches Ereignis der letzten Jahre ich zur Überprüfung heranziehe, das Bildmaterial und die Aussagen der Augenzeugen fühlen sich nicht richtig an. Könnte ich mich irren? Natürlich. Schließlich ist es ja nur ein Bauchgefühl – aber eine andere Möglichkeit der Überprüfung gibt es für mich (und auch für Sie) nicht.

Nehmen wir Nizza und die (vermeintliche) Tatsache, dass ein LKW in eine und durch eine Menschenmenge gerast sei. Hier der Bildausschnitt aus einem Videoclip, der die Menschenmenge vor einer der vier Bühnen zeigt. Die Aufnahme entstand letztes Jahr, 2015.

Nizza_PromPartyCrowd_2015

Versuchen Sie sich jetzt vorzustellen, ein LKW käme von links ins Bild und pflügte durch die Menge. Was meinen Sie, wie sich das Szenario abspielen würde? Ich will es an dieser Stelle nicht im Detail schildern, aber wenn man sich das bisherig überlieferte Bildmaterial ansieht, kann man nur zum Schluss kommen, dass ein LKW nicht durch solch eine Menge gefahren sein kann. Im obigen Bild gäbe es tausende Augenzeugen, tausende Ohrenzeugen – die meisten von ihnen würden vermutlich einen Schock, jene, die nahe am Geschehen waren, mit Sicherheit eine posttraumatische Belastungsstörung davontragen. Die Umstehenden würden sich mit Sicherheit die Seele aus dem Leib kotzen, so sie das viele Blut, die Körperteile, die Eingeweide, die zerquetschten Leichen usw. sehen. Niemand der auch nur im Ansatz begreifen könnte, was hier gerade geschehen ist. Dann ist da noch die ohrenbetäubende Kakofonie an Schreien. Kein Mensch kann jemals den Hilfeschrei einer Mutter vergessen, die ihr Kind im Blut liegen sieht. Kein Mensch würde sich davon in kurzer Zeit erholen können. Viele in Schock geratene Leute würden ihre verletzten oder toten Angehörigen aufhelfen wollen, andere würden mit glasigem Blick wie ferngesteuert herumgehen und andere würden sich auf den Boden setzen und in eine Leere starren. Nichts von alledem ist in den Clips und Fotos zu sehen. Nichts von alledem ist in den Zeugenaussagen herauszulesen – man höre sich das Interview der SWR-Reporterin Janine Konopka an, die privat mit ihrer Mutter in Nizza weilte und das Fest besuchte: Die beiden entgingen nur knapp dem LKW-Anschlag: „Der LKW hat ja sämtliche Menschen mitgerissen … wir waren, wirklich, ein paar Millimeter von ihm entfernt … die Menschen lagen ja schwer verletzt am Boden …“. Jener Ägypter, der sich heldenhaft vor den LKW stellte, als der Fahrer anhielt, meinte, er hätte zuerst an einen Unfall gedacht [während Konopka sofort an einen Terroranschlag dachte]. Der Platz, an dem der Showdown stattfindet, sollte eigentlich mit Leuten gefüllt sein – tatsächlich aber gibt es nur ein paar Polizisten und den ägyptischen Zeugen. Wo sind all die Leute hin? Das Festival mit den Musikeinlagen hat gerade erst begonnen, niemand, der schon jetzt nach Hause gegangen wäre. Und warum sieht der ägyptische Zeuge nicht, wie der LKW durch die Menge pflügte, sozusagen die „Menschen mitriss“?

„Ich habe dem Fahrer gewunken, ‚Stop! Da ist ein Mädchen unter dem LKW‘, sagt Nader El Shafei, ein ehemaliger Bankier dem französischen Sender BFM-TV. „Wir dachten, er hätte die Kontrolle über das Fahrzeug verloren“, ergänzt Nader.

Echt jetzt? Im Hintergrund müssten sich Horrorszenarien abgespielt haben [Frage: ‚Brach Panik aus?‘ – Konopka: ‚Ja, absolut!‘], die jegliches Vorstellungsvermögen sprengen und der gute Mann sieht ein Mädchen unter dem LKW. Wie kann er überhaupt das Mädchen unter dem LKW gesehen haben? Wurde sie mitgeschleift? Stand er seitlich zum LKW? Und wie schnell oder langsam ist der LKW überhaupt gefahren, dass er das sehen konnte? Auf Konopka wirkte es, wie das „Überrollen von 200 Stundenkilometer“. Sich vor einen fahrenden LKW zu stellen und zu winken, also, das macht man nur, wenn man auch davon ausgehen kann, dass der Fahrer das Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen bringen kann.Sie dürfen jetzt Ihre Physik-Schulbücher abstauben und sich die Seite mit den Formeln für Anhalte- und Bremsweg zu Gemüte führen. Sollte der LKW nämlich – wie es offiziell heißt – mit satten 90 km/h dahergekommen sein, müsste der ägyptische Zeuge rund 100 Meter weit wegstehen – ansonsten wäre er wohl – wie das Mädchen – auch unter den LKW gekommen. Und wenn wir vom Endpunkt des LKWs die 100 Meter zurückgehen, dann hätte der Fahrer eigentlich bereits nach dem @gutjahr-clip die Bremsung einleiten müssen – aber er fuhr, wie man eindeutig sieht, anfangs Schrittgeschwindigkeit und beschleunigte aus dem Bild hinaus. Ich hätte ja gerne gewusst, wie schnell so ein 19-Tonner auf 90 km/h beschleunigt, aber es ist mir nicht möglich gewesen, das herauszufinden. Die Strecke, die der LKW nach dem @gutjahr-clip noch bis zu seinem Haltepunkt zurücklegte: ca. 200 Meter. Warum der Fahrer schlussendlich anhielt, bleibt wohl für immer ein (weiteres) ungelöstes Rätsel in der Historie der Terroranschläge.

Sehen Sie, all das (und noch vieles mehr) macht für mich keinen Sinn. Deshalb zweifle ich am offiziellen Narrativ. Dabei wäre es recht simpel, die Behörden müssten nur die Bilder der Überwachungskameras mit Zeitstempel freigeben – dann sollten sich die Puzzleteile wie von selbst zusammenfügen. Vorausgesetzt, man schnippelt nicht an ihnen herum – Pentagon 9/11, you know – oder gibt einen Kurzfilm der Filmhochschule mit dem Titel Sternenspritzer als authentische Aufnahme einer Überwachungskamera in einem Pariser Café aus. Mon Dieu.

So lange Behörden und Regierungen den Bürgern die Fakten vorenthalten, so lange darf jeder glauben, was er möchte. Ist ja auch schön, nicht? Oder wollen Sie mir am Ende sagen, dass 2 +2 = 5 ist und der Kaiser sehr wohl ein Kleid trägt?

xxx

Falls Sie wissen wollen, wie ein echter Anschlag und eine echte Untersuchung aussieht, empfehle ich Ihnen, dass Sie sich mit den Bombenanschlag in Bologna, 1980 auseinandersetzen. Die Hintermänner dieses Anschlags wurden nie aufgedeckt, während der italienische Geheimdienst und die Freimaurerloge P2 (die wiederum mit dem CIA und dem Vatikan in Verbindung stand – siehe Gladio) die Untersuchungen mit allen Mitteln sabotierten. Die Opfer des Anschlags können auch nach über 20 Jahren kein normales Leben führen. Im Gegensatz dazu lächeln uns gegenwärtig immer wieder hübsche Gesichter aus dem TV entgegen, die blumig und wortreich beschreiben, wie Leute von den Terroristen erschossen, von Bomben zerrissen oder von einem LKW wie Bowlingkugeln umgeworfen wurden. Authentisch, my ass.

 

 

Merkwürdigkeiten in Nizza oder Anatomie eines Events, 14. Juli 2016

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Sie werden es zwischenzeitlich sicherlich bereits gehört, gelesen und gesehen haben, was sich am 14. Juli in Nizza zugetragen hat, nicht wahr? Hier der aktuelle Wiki-Eintrag, der sich, wie üblich, auf Meainstream-Quellen beruft:

»Gegen 22:45 Uhr (Spiegel / Standard: ›gegen 23 Uhr‹, BBC: ›a little after 22:30‹) fuhr der Attentäter mit einem weißen Lkw mit Kühlaufbau auf die für den Verkehr gesperrte Strandpromenade. Er überfuhr dort auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern (im Bereich zwischen den Hausnummern 11 und 147) absichtlich zahlreiche Menschen. […] Einer vorläufigen Bilanz der Staatsanwaltschaft vom 15. Juli zufolge wurden 84 Menschen aus 21 Nationen getötet und mehr als 202 weitere zum Teil schwer verletzt.« [update 22.07.: im ARD Morgenmagazin vom 15.7. spricht @gutjahr sogar von „genau 23 Uhr 7 Minuten“ als der LKW in die „Szenerie“ fuhr.

Die Geschwindigkeit, laut Augenzeugenberichten, dürfte zwischen 40 und 50 km/h gelegen sein. Nach einem intensiven Schusswechsel mit der Polizei sei der LKW noch 300 Meter weitergefahren bzw. -gerollt und dann zum Stehen gekommen. Damit ist die tatsächlich Länge der Amokfahrt, beginnend beim Kinderspital, Höhe Rue Lenval, 1700 Meter. Sieht man sich die überlieferten Bilder und Clips an, bekommt man den Eindruck, dass der Laster auf der gesperrten Verkehrsstraße, neben der Strandpromenade, gefahren sein dürfte. Auf der Strandpromenade selbst finden sich nämlich in dem oben erwähnten Abschnitt drei Sperren in der Form von längeren Kollonaden aus Beton.

Sieht man sich jenen Videoclip an, der kurz nach der Amokfahrt entstanden sein muss, da im Hintergrund der LKW bereits angehalten hat, dann kommt man aus dem Staunen nicht raus. Die Faktenlage bei Unfällen zwischen Lastkraftwagen und Fußgänger ist eindeutig: Wird der Fußgänger überrollt, endet der Unfall für ihn in 63 von 100 Fällen tödlich bzw. in 37 von 100 Fällen mit einer schweren Verletzung. Wird er dagegen nicht überrollt, so kommt es nur in einem von 100 Fällen zum Tode. (Statistik) Bei den im Clip gezeigten Leichen ist keine einzige überrollt worden. Deshalb muss man nun zur alles entscheidenden Frage gelangen: Woran sind diese Menschen gestorben?

Der LKW zeigt sich auf den Fotos in einem blitzblanken Zustand. Es deutet demnach alles darauf hin, dass das Fahrzeug keine Fußgänger überrollt hat, jedenfalls sind keine Blutspuren oder Körperteile an den Reifen oder am Frontbereich zu erkennen. Ich muss Ihnen hoffentlich nicht im Detail schildern, was geschähe, würde ein 19-Tonner über einen Körper rollen, oder? Falls Sie jemanden bei der (Freiwilligen) Feuerwehr kennen, können Sie ihn ja fragen, was er so an Autounfällen mit Personenschaden bereits gesehen hat und wie sich diese Bilder auf den Betrachter auswirken. Mit Sicherheit ein schockierender Anblick, die einen so schnell nicht mehr loslassen. Wer hart im Nehmen ist, bitte sehr, auf liveleaks finden Sie jeden nur vorstellbaren blutigen Unfall. Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt. Für mich ist das Faktum, dass der LKW keine sichtbaren Anzeichen einer Überrollung von Fußgängern zeigt, the smoking gun.

Im oben erwähnten Clip sind nur ein paar Bystanders zu sehen, die zum Teil ratlos und recht unmotiviert herumstehen, während rechts und links Menschen liegen. Merkwürdig ist, dass bei den Schwerverletzten (Wer weiß denn schon, ob jemand bereits tot ist, ohne es überprüft zu haben?) so gut wie keine Angehörigen sind. Ist das vorstellbar? Würden Sie einen Angehörigen, der verletzt ist, einfach auf der Straße liegen lassen? Würden Sie nicht alles versuchen, um ihn zu beruhigen, um nach Hilfe Ausschau zu halten, um nach Hilfe zu rufen, um auf sich Aufmerksam zu machen? Würden Sie nicht Herumstehende um Rat fragen, um Hilfe bitten? Und wo sind all die Menschen, die zuvor auf der Promenade ausgelassen gefeiert haben sollen? Haben Sie sich plötzlich in Luft aufgelöst? Laut AFP hielten sich dort 30.000 Menschen auf.

In einem anderen publizierten Foto sieht man eine Vielzahl an Leichen eng an eng zusammenliegen. Auch hier ist keine Überrollung festzustellen. Woran sind diese Menschen am Ende gestorben? Und wenn diese nicht überrollt wurden, wie können sie dann so dicht gedrängt auf der Straße liegen?

Und dann gibt es da noch eine weitere Statistik vom Deutschen Bundesamt für 2013: Unfälle von Güterkraftfahrzeugen im Straßenverkehr. In jenem Jahr wurden in Deutschland 1672 Unfälle zwischen Lastkraftwagen und Fußgänger aufgezeichnet. In 86 Fällen war der Zusammenstoß für den Fußgänger tödlich. Hochgerechnet auf die Zahl der Toten in Nizza, müsste es demnach rund 1600 Verletzte geben. Doch davon kann freilich keine Rede sein. Vermutlich werden Sie jetzt einwerfen, die hohe Zahl der Todesopfer hätte damit zu tun, weil der LKW in eine Menschenmenge gerast sei. Dieser Umstand bedeutet lediglich, dass es dadurch öfters zu Kontakten mit Fußgängern kommt – für den Statistiker macht es keinen Unterschied, ob es an zehn Tagen zu einem Unfall oder an einem Tag zu zehn Unfällen direkt hintereinander kommt.

Merkwürdig auch das Verhalten eines deutschen Journalisten und Bloggers, der Zeuge dieses Ereignisses war. Vom Balkon seiner Unterkunft filmte er die (langsame) Fahrt des LKWs, weil der Laster »nicht ins Bild passte«. Nach einem Schusswechsel (?) beschleunigt der LKW. Mehr ist nicht zu sehen. Ein Foto, welches er auf Twitter postete, ist seltsam unscharf, obwohl der Journalist und Blogger – laut seiner Webseite – viel Erfahrung in Sachen Video- und Fotoproduktion hat. Beinahe könnte man vermuten, es sei mit Absicht unscharf gemacht worden, um die Dramatik des Augenblicks zu erhöhen. Wie viele Fotos und Videoclips der Journalist noch machte, ist nicht zu ermitteln – sein Footage schickte er ARD/ZDF und BR. Diese, so der Journalist, seien schließlich Profis. Natürlich. Interessant, dass der Journalist in den internationalen Mainstreammedien – vom Spiegel bis zur BBC – herumgereicht wurde und dort seine Eindrücke zum Besten geben durfte. Es ist schon erstaunlich, wie oft Augenzeugen, die mit Medienhäusern in Verbindung stehen, zur rechten Zeit am rechten Balkon stehen, um während eines Events einen kurzen Videoclip zu drehen, der vom internationalen Mainstream in aller Eile und mit Trompetengeschmetter der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Die Aufnahme des Journalisten dürfte aus dem Hotel Westminster gemacht worden sein. Dieses liegt aber 230 Meter vor dem endgültigen Haltepunkt des Lasters – auf der Höhe Rue du Congrés. Ergo haben wir hier einen Widerspruch, da es ja offiziell heißt, dass der LKW nach einem intensiven Schusswechsel die letzten 300 Meter ausgerollt sei – auf dem Videoclip ist aber zu sehen, dass das Fahrzeug, das sehr langsam von rechts nach links ins Bild fährt, wieder beschleunigt. Es gibt nun zwei Möglichkeiten, diesen Widerspruch zu erklären: Der Fahrer brachte mit Absicht das Fahrzeug zum Stehen – darüber ist aber in den offiziellen Verlautbarungen nichts zu lesen – oder das Fahrzeug war viel langsamer unterwegs als die veranschlagten 40 km/h. Wie dem auch sei, sollte es tatsächlich einen intensiven Schusswechsel rund 70 Meter vom Hotel entfernt gegeben haben, dann hätte das der Journalist, der auf dem Balkon stand, in jedem Fall hören müssen. Das Feuerwerk sei nämlich, nach seiner Aussage, um 22:45 zu Ende gegangen und kurz danach wäre der LKW in sein Blickfeld geraten.

Die Fahrt des LKW mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 40 km/h dauerte für die 1700 Meter rund 150 Sekunden, also Zwei Minuten und 30 Sekunden. Ich wäre nun davon ausgegangen, dass sich die Sache wie folgt hätte abspielen sollen:

LKW durchbricht die Sperre. Die Polizisten, die an der Kreuzung stehen, geben sofort in der Zentrale Bescheid. Diese gibt den Einsatzkräften, die sich im Zielgebiet befinden, die Weisung, die Straße sofort zu evakuieren und den LKW zum Stehen zu bringen. Ist die Evakuierung geschehen? Darüber konnte ich nichts in Erfahrung bringen. Obwohl sich zum Zeitpunkt dieses Ereignisses Frankreich noch immer im Ausnahmezustand befand, sind keine Einsatzkräfte auf den Bildern zu sehen, die sich um die Verletzten kurz nach der Amokfahrt gekümmert oder Angehörige beschwichtigt hätten. Merkwürdig auch das.

Die Zeit berichtet, dass die Beamten in der Kabine des LKWs die folgenden Waffen gefunden hätten: »eine automatische Pistole vom Kaliber 7.65, ein Magazin mit 75 Patronen und eine weitere automatische Pistole, dazu zwei Sturmgewehre und eine Handgranate.« Bei BBC heißt es »Police said Bouhlel was in possession of an automatic pistol, bullets, a fake automatic pistol and two replica (deux répliques) assault rifles (a Kalashnikov and an M16), an empty grenade«. Im Guardian heißt es »Police found two automatic weapons, ammunition, a mobile phone and documents in the truck, the prosecutor said.« Man glaubt gar nicht, wie schwer es ist, festzustellen, was nun wirklich in der Fahrerkabine des LKWs gefunden wurde. Warum sich ein Terrorist ausgerechnet mit Spielzeugpistolen und einer leeren Handgranate bewaffnet haben soll, bleibt ein Rätsel. Was wollte er damit erreichen?

Sieht man sich die Verteilung der Einschusslöcher in der Windschutzscheibe des LKWs an, bemerkt man, dass die Fahrerseite ziemlich unbehelligt blieb. Saß der Fahrer demnach auf dem Beifahrersitz oder wie ist dieser Umstand zu verstehen? Die Einsatzkräfte werden hoffentlich nicht dermaßen schlecht geschossen haben. Theoretisch könnten natürlich die Polizisten allesamt linker Hand des Fahrzeugs gestanden und seitlich auf die Fahrerkabine geschossen haben.

Wenn sich in aller Öffentlichkeit solch ein dramatisches Ereignis abspielt, würde man Bilder erwarten, die einen unangenehm berühren, die einen aufrütteln, die einen die Dramatik erspüren lassen. Sollten Sie nicht wissen, was ich meine, dann gucken Sie sich die Bilder und Clips von der Geiselnahme in der Schule von Beslan (Russland) im September 2004 an. Sehen Sie in die Gesichter der Leute. Sehen Sie in ihre Augen. Dann wissen Sie, was es heißt, wenn einem das Grauen aus dem Alltag reißt und in die Hölle stößt. Glauben Sie wirklich, da wäre einer damals zum Tanzen aufgelegt gewesen? Da fällt mir ein, dass die verschiedenen Videoaufnahmen von Beslan im Vergleich zu jenen der letzten Ereignisse in Paris, Brüssel oder Nizza weitaus schärfer und klarer rüberkommen – obwohl 12 Jahre dazwischen liegen. Ist es wirklich vorstellbar, dass die Leutchen in Europa allesamt noch keine Smartphones, keine iPhones besitzen, anno 2016, und nur pixelige Kurzclips mit ihren in die Jahre gekommenen Klapphandys machen können?

Mit diesem merkwürdigen Ereignis geht jedenfalls der War of Terror in die nächste Runde. Ende ist demnach keines in Sicht. Weil Goldstein und seine Terrororganisation The Brotherhood einfach nicht kleinzukriegen sind. Schätze, es braucht noch mehr Flächenbombardierungen im Nahen Osten, noch mehr Notstandsgesetze und noch mehr Sparmaßnahmen im Sozialbereich. Cui bono? Ja, Sicherheit hat einen teuflisch hohen Preis. Ihre Regierung verrät sie gerne.

Was uns die TV-Serie Wayward Pines über die Welt verrät

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Haben Sie bereits von der US-TV-Serie Wayward Pines gehört? Kein geringerer als M. Night Shyamalan zeichnete für die erste Staffel (10 Episoden) verantwortlich. Ja, das ist jener Filmemacher, der vor vielen Jahren mit Filmen wie The Sixth Sense, Unbreakable und The Village für Furore sorgte. Tja, aber  der Hype hielt nicht lange an und die Flops sind heute bereits Legende (The Last Airbender, After Earth).

Wie dem auch sei, wer sich für ein unheimliches Katz-und-Maus-Spiel in einer amerikanischen Kleinstadt interessiert, in der nichts ist wie es scheint und der Protagonist (Matt Dillon) anfänglich genauso im Dunkel tappt wie der Zuseher, der ist mit der TV-Serie bestens bedient. Freilich, ein Meisterwerk darf man sich bei alledem nicht erwarten, aber die Spannung reicht, um hängen zu bleiben. Nur gegen Ende schlägt die Serie über die üblichen Genre-Klischee-Stränge und enttäuscht.

Nichtsdestotrotz würde ich die TV-Serie empfehlen. Aber schalten Sie dabei Ihr Gehirn nicht aus, nein, vielmehr verstehen Sie das Ganze als eine Parabel auf die Zeit des Kalten Krieges und des (gegenwärtig andauernden)  War on Terror. Stellen Sie sich nur mal vor, die Filmemacher und die Produzenten und das Studio hätten Eier in der Hose gehabt, die Serie hätte ein Meilenstein in der Geschichte der Mainstream-TV-Literatur werden können. Aber da niemand die Hand beißt, die ihn füttert, bleibt es Ihnen und mir überlassen, die Parabel in allen Details weiterzuspinnen.

Falls Sie nun angebissen haben, dann gucken Sie sich die Serie an und kommen dann an diese Stelle wieder zurück – denn nun beginnen die Spoiler. Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.

Will man den Plot auf den Punkt bringen, dann ist es, dass ein (größenwahnsinniger / menschenfreundlicher ?) Wissenschaftler gesunde Menschen in der Gegenwart auswählt, diese entführt und in einen Tiefschlaf versetzt, um sie tausende Jahre später für ein neues Zivilisationsprojekt heranziehen zu können, da die Menschheit und die Zivilisation, so wie wir sie kennen – dank Umweltverschmutzung und Krankheiten -, aufgehört hat, zu existieren.

Der Wissenschaftler und sein Team sorgen in der Abgeschiedenheit Iowas dafür, dass eine Kleinstadt namens Wayward Pines, umgeben von Bergen und Zäunen, zur letzten Insel der Zivilisation im Jahr 4028 wird. Es steht viel auf dem Spiel, weshalb der Wissenschaftler und seine Helfer danach trachten, die Bewohner zu täuschen, zu beobachten und eventuelle Verfehlungen gegenüber der Gemeinschaft streng zu ahnden. Zusätzlich werden die jüngsten Bewohner in der Schule indoktriniert und darauf vorbereitet, in den kommenden Jahren eine Führungsrolle einzunehmen. Gäbe es da nicht eine Untergrundbewegung, die mittels Anschlägen die „Wahrheit“ ans Licht bringen und flüchten möchte, wäre die Kleinstadt tatsächlich der friedliche Himmel auf Erden.

Nun, in der Serie wird einem bald klar gemacht, dass es eine tatsächliche Gefahr außerhalb der Stadt gibt und die Zivilisation aufgehört hat zu existieren. Aber nehmen wir nur mal an, dem ist nicht so. Mit anderen Worten, wir befinden uns noch immer in der Gegenwart und das Ganze ist nichts anderes als ein behördliches Geheimprojekt (Black Ops). Die Aufgabe der „Kontrolleure“ würde nun darin liegen, den Einwohnern die Illusion einer großen Gefahr, die vor der Stadt lauert, zu verdeutlichen (Ja, das erinnert natürlich an The Village). Dabei könnte sogar der Wissenschaftler selbst ein Getäuschter sein.

Jedenfalls, wenn die Bürger an die Illusion einer Gefahr vor der Stadt glauben, werden sie bereit sein, alles zu tun, um diese „Gefahr“ abzuwenden. So funktioniert Massenbeeinflussung. Damals wie heute. Gestern waren es Kommunisten, die die Welt unterjochen wollten, heute sind es Terroristen, die die westliche Zivilisation in ein blutiges Chaos stürzen möchten und übermorgen sind es Gestaltwandler, die danach trachten, die Menschheit auszurotten. Der Phantasie sind bei alledem keine Grenzen gesetzt – den für gewöhnlich vertauensseligen Menschen muss nur ordentlich Angst eingejagt werden, der Rest ist ein Kinderspiel.

Und jetzt spinnen wir die Sache weiter. Also, die ganze Angelegenheit ist ein behördliches „Forschungsprojekt“ in der Größenordnung des Manhattan-Projekts*. Die Filme-Macher hätten nun Schicht für Schicht die Befehls-Struktur freilegen können, hätten zeigen können, wie geheime (und illegale) Operationen geplant, ausgeführt und geleugnet werden, hätten andeuten können, mit welchen Werkzeugen die Verantwortlichen arbeiten, um beteiligte Leute, die Bescheid wissen („in the know„) bei Stange zu halten: Manipulation, Erpressung, Militärbefehl, Bestechung, Drohung, Schmierkampagne, Mord, usw.

Bei wichtigen geheimen Projekten legen die Verantwortlichen zu mindest drei „Wahrheits“-Schichten fest. Die erste Schicht ist die offizielle Version. Nehmen wir die Ereignisse von 9/11 als Beispiel. Hier ist die erste Wahrheit jene, dass 19 muslimische Selbstmordattentäter vier Flugzeuge entführten und damit in Gebäude flogen bzw. fliegen wollten, um diese zum Einsturz zu bringen. Mit dieser „Wahrheit“ werden nun die Menschen – ob klein, ob groß – tagein tagaus von den Mainstream-Medien gefüttert, sozusagen konditioniert.

Nun gibt es aber Personen, die Fakten kennen, die der offiziellen Version widersprechen. Beispielsweise, dass zwei, der vier „entführten“ Flugzeuge gar nicht erst in der Luft waren. Oder dass alle vier Passagierflugzeuge in den Datenbanken der Fluglinien noch für eine ganze Weile als „aktiv“ gekennzeichnet waren. Oder dass die (Mobil)Telefonanrufe der Passagiere bzw. der Flugbegleiterinnen zu jener Zeit technisch nicht möglich gewesen sind oder dass die Flugzeuge noch keine Telefone im Rücken der Sitze hatten. Mit anderen Worten, die Manager, Direktoren und höheren Bereichsleiter der beiden Fluglinien, die Zugriff zu den relevanten Informationen hatten, wissen, dass die offizielle Version so nicht stimmen kann. Ähnliches trifft auch für die Verantwortlichen in den TV-Stationen zu, die bereit waren, die Flugzeuge in die „Live“-Bilder einzufügen und Anweisung zu geben, was von wem gesagt werden durfte und was nicht.

All diesen Leuten „in the know“ (dazu zählen auch Politiker und Abgeordnete) muss die Behörde also „die Wahrheit“ erzählt haben, die in Wirklichkeit nur eine zweite „offizielle Version“ ist. Beispielsweise könnte man ihnen gesagt haben, dass die Angriffe mit Marschflugkörper erfolgten, die von einem „entführten“ U-Boot, das an der Atlantikküste aufgetaucht ist, abgeschossen wurden.

Was auch immer an diesem Tag geschehen bzw. nicht geschehen ist, auch nach 14 Jahren tappt der Bürger im Dunkel. Während der Gutgläubige all die Widersprüche zur offiziellen Version in den Wind schlägt, wird der Skeptiker das unangenehme Gefühl nicht mehr los, von Politikern, Behörden und Medienhäusern getäuscht worden zu sein. Aber noch unangenehmer für ihn ist die Befürchtung, dass es diese behördlich-mediale Täuschung seit vielen, sehr vielen Jahren gibt. Ja, nichts ist, wie es scheint, in Wayward Pines

update: Die bisher letzte [große Krisen- und Verschwörungsepoche] habe mit den Anschlägen auf Amerika vom 11. September 2001 begonnen. In manchen Kreisen – nicht nur bei Rechtsradikalen – ist wider alle Fakten die Idee sehr populär, die USA (respektive „die Juden“) hätten den Angriff vom 11. September selbst inszeniert.

Wo dunkle Mächte wirken
Süddeutsche Zeitung, 1. Jänner 2016

*) ehrlich gesagt, ich frage mich, was in der „Forscherstadt“ Los Alamos wirklich vor sich gegangen ist

14 Jahre später und kein bisschen schlauer: Das Mysterium 9/11

Cover of the New York Magazine 1974 May 27
Was sind die Chancen, ein ausgebrochenes Feuer in einem Wolkenkratzer zu überleben?, fragte das New York Magazine im Mai 1974.

Heute, vor 14 Jahren, wurden die Weichen für den immerwährenden Krieg gestellt: War is Freedom. Die Anschläge vom 11. September 2001 markieren das Ende eines Frühlings. Der Kalte Krieg ging schleichend in einen asymmetrischen Krieg über, der weder Grenzen noch Menschlichkeit kennt und der weder Feind noch Freund schont. War on Terror, wie es im orwellschen Newspeak heißt.

Sind Sie noch immer der Meinung, dass die offizielle Erklärung zu den Anschlägen der Wahrheit entspricht? Kurz, dass es eine Hand voll muslimische Selbstmordattentäter waren, die Passagierflugzeuge in ihre Gewalt brachten und damit in die Gebäude flogen? Was müsste geschehen, um Sie umzustimmen? Welche Fakten, Beweise und Indizien würden Sie benötigen, um Ihre Meinung zu ändern? Nun?

Gewiss, alle Welt hat es gesehen. Mit eigenen Augen. Andererseits, die Leute vor den TV-Geräten – ich war einer von ihnen – hatten damals nur ein Abbild gesehen. Wir gehen davon aus, dass dieses Abbild „real“ ist. Natürlich. Und doch, wenn wir beispielsweise ins Kino gehen, wissen wir, dass das gezeigte Abbild nicht real ist, obwohl sich die Bilder nicht sonderlich unterscheiden. Bürotürme stehen in Flammen, Hochhäuser explodieren. Woher wissen wir, wann etwas wirklich und wann etwas unwirklich ist? Am Ende ist es nur unser Vertrauen gegenüber den Medienleuten. Wir vertrauen darauf, dass wir nicht angelogen werden. Wenn die Medienleute sagen, dass das Gesendete „real“, also „live“ ist, dann ist es das auch. Punktum. Und doch können auch Medienleute in die Irre geführt werden. Was wissen die Redakteure in den Zentralstellen, weitab vom Geschehen, was gerade geschieht und was nicht geschieht? Woher erhalten diese ihre Informationen? Und woher bekommen die TV-Sender ihre Live-Bilder?

Falls Sie viel Zeit und Muse haben, dann empfehle ich Ihnen die damaligen 9/11-Live-Bilder der TV-Sender ABC, NBC, CBS, FOX5, CNN und BBC anzugucken. So, wie sie damals in die Wohnzimmer gesendet wurden. Im Internet-Archive können Sie noch einmal „live“ dabei sein. All die Konfusion. All die Vermutungen. All die Behauptungen. All die Interviews. All der Informationsmischmasch. Und doch einigten sich die Medienleute recht bald auf eine Erklärung, die sich im Zirkelschluss selbst erklärt: Terroranschlag – al-Qaida – Osama bin-Laden – Attentäter – Flugzeugentführungen – Terroranschlag.

Hier eine synchrone Zusammenstellung der 5 US-TV-Sender und ihre seltsame „live“-Berichterstattung am Morgen des 11. Septembers 2001. Die Schlüsse, die der Macher SimonShack am Ende des Clips zieht, lasse ich einmal im Raum stehen. Wichtig ist für mich lediglich, dass Sie die damaligen „Live-Bilder“ noch einmal in kompakter Form sehen können.

*

Die Stärke der offiziellen Erklärung ist ihre Einfachheit. Jedes Kind versteht die Abfolge. Jeder Greis die Auswirkungen. Deshalb stehen all die Wahrheitssucher auf verlorenem Posten. Sie wissen, dass die offizielle Erklärung nicht stimmen kann, aber sie können dem misstrauischen Publikum keinen Erklärungs-Ersatz anbieten, der ebenfalls einfach zu verstehen ist. Und so bleibt der gewöhnliche Bürger Gefangener einer für ihn konstruierten Fiktion, während sich die Schlinge um seinen Hals enger zieht.

Als Einführung in das rabbit hole 9/11 empfehle ich die im ORF ausgestrahlte Doku: ZERO: An investigation into 9/11 – Was steckt wirklich dahinter? Gewiss, der Film bietet keine Antworten, aber er wirft viele Fragen auf. Immerhin.

Wo eigentlich geht’s hier zur Wahrheit?

WahrheitKreis

‚Und selten zuvor fragten sich so viele Menschen verunsichert: Wo eigentlich geht’s hier zur Wahrheit?‘, heißt es in einem Kommentar in der FAZ. Der Autor macht sich Sorgen, dass sich das Internet in den »vergangenen Jahren zu einer gewaltigen Empörungsmaschine, einer Gerüchteschleuder, zu einem Propagandavehikel für jede noch so obskure Theorie« entwickelt hat. [Artikel] Aha.

Kurz und gut, es dünkt mir, der gute Mann möchte die Wahrheit auf seiner bzw. auf Seiten des Mainstreams wissen. Das ist freilich nicht möglich. Weil es DIE Wahrheit nicht geben kann. Philosophisch gesprochen. Politisch sieht die Sache anders aus, weil jene, die an den Hebeln der Macht sitzen, ob im Vorder- oder Hintergrund sei mal dahingestellt, DIE Wahrheit einerseits definieren und andererseits gesetzlich verankern können. Darin liegt die Crux, darin liegt die Gefahr. Der Autor in der FAZ sieht das freilich anders. Er macht sich vielmehr Sorgen, dass ‚Zehntausende‘ glauben könnten, dass die Mondlandungen inszeniert seien. Aber er dürfte kein Problem darin sehen, dass eine Obrigkeit in der Lage ist, mit Waffengewalt eine Sichtweise, eine Erklärung, eine Geschichtsauffassung als richtig, als wahr festzulegen, der Bevölkerung aufzuzwingen und jeden Kritiker ins Gefängnis zu werfen. Soll das die »bürgerliche Freiheit« sein? Ist es am Ende so, dass die »Presse- und Meinungsfreiheit« nicht für jeden Bürger gilt, sondern nur noch für kapitalintensive Institutionen mit behördlicher Legitimation?

Ich habe [dort] über unabhängige Presse gesprochen und die These vertreten, daß der Dämon des Geldverdienens nicht nur den bürgerlichen Idealismus im allgemeinen, sondern auch die Wahrheitsliebe der Presse zu zerstören begonnen habe und sie schließlich völlig zerstören werde.

Paul Sethe (1901-1967)
Mitherausgeber der FAZ
in einem Brief, Februar 1957

 

Übrigens, wie die letzten Tage in Paris gezeigt haben, ist es für die Obrigkeit ein Leichtes, die Masse nicht nur in Bewegung zu setzen, sondern diese auch für politische Zwecke zu benutzen.

»In der Vergangenheit versprachen Politiker eine bessere Welt zu schaffen. Um dies zu erreichen schlugen sie verschiedene Wege ein, aber ihre Macht und Autorität kam von optimistischen Visionen, die sie ihrem Volk anboten. Diese Träume sind gescheitert und heutzutage hat das Volk den Glauben an Ideologien verloren. Mehr noch, Politiker werden nur noch als Manager des öffentlichen Lebens gesehen. Doch nun haben sie eine neue Rolle entdeckt, die ihre Macht und Autorität wieder herstellt. Anstatt Träume anzubieten versprechen Politiker uns nun zu beschützen: vor Alpträumen. Sie sagen, dass sie uns vor den furchtbaren Gefahren, die wir weder sehen noch verstehen können, retten werden. Und die größte Gefahr von allen ist internationaler Terrorismus, ein machtvolles und dunkles Netzwerk mit Schläfern in Ländern auf der ganzen Welt, eine Bedrohung, die durch einen Krieg [gegen den Terrorismus] bekämpft werden muss. Aber der größte Teil dieser Bedrohung ist eine Fantasie, die von Politikern übertrieben und verfälscht worden ist. Es ist eine dunkle Illusion, die weder von Regierungen und ihren Geheimdiensten, noch vom internationalen Medienapparat hinterfragt wird. […] In einem Zeitalter, in dem alle großen Visionen ihre Glaubwürdigkeit verloren haben, ist die Angst vor einem phantomhaften Schreckgespenst alles, was den Politikern noch bleibt, um ihre Macht zu erhalten.«

Adam Curtis
The Power of Nightmares: The Rise of the Politics of Fear
BBC-Dokumentarfilm, 2004
[meine Übersetzung]

 

P.S.: Ich würde jedem Demonstranten raten, auf der Hut zu sein. Gewiss, der Einzelne lässt sich nicht vereinnahmen oder vor einen politischen Karren spannen, aber die Masse sehr wohl. Kurz und gut: Nach einer Kundgebung bleiben nur Fotos in den Medien übrig, die Bildunterschrift erledigen andere.

Je suis …

Jesuischarliehaarper

Es war im September 2009, als sich Schauspieler Charlie Sheen erdreistete, die offizielle Version zu den Ereignissen um 9/11 öffentlich in Frage zu stellen, in dem er einen Videoclip mit dem bezeichnenden Titel »twenty minutes with the President« [youtube] publizierte. Seine Fragen beschäftigten sich mit dem collapse von WTC 7 genauso wie mit der standing down order von NORAD und den Bildern der Überwachungskameras des Pentagons und vieles mehr. Seine Fragen sind übrigens in keinster Weise absurd oder lächerlich oder verrückt oder dumm und trotzdem hat der Mainstream – damals wie heute – keine Freude an populären truthseekers / Wahrheitssuchern. Ich frage mich, warum nur? Haben Sie dafür eine plausible Erklärung?

Sieht man sich all die »Terror-Anschläge« an, die seit 9/11 die westliche Welt erschüttert haben, dann müssen einem früher oder später die vielen Ungereimtheiten in den offiziellen Darstellungen auffallen. Die größte aller Ungereimtheiten ist, dass der Mainstream jede offizielle Erklärung – sei sie noch so absurd, lächerlich, unlogisch und an den Haaren herbeigezogen – abnickt und bestätigt.

Apropos. Wissen Sie eigentlich, was in den letzten Tagen in Paris wirklich vorgefallen ist? Ach ja. Muslime – Massaker – Dschihad – Meinungsfreiheit – Syrien – Jemen. Das ist alles, was vom Mainstream übrig bleibt. Mehr braucht es auch nicht, um den nächsten Krieg loszutreten und die Bürgerrechte einzuschränken. Jedenfalls nicht für die politische Elite in Washington, Tel Aviv, London und Paris. Steuern wir nun auf einen Kampf der Kulturen zu, dem berühmt berüchtigten clash of civilization? Dass diese Überlegung, wenn man so will, in den Denkfabriken Washingtons vor gar nicht langer Zeit zum ersten Mal gedacht wurde, sollte jeden Bürger, der Orwell gelesen hat, stutzig machen. Noch mehr, wenn man weiß, dass die ersten muslimischen Gotteskrieger in den 1970ern von Washington bezahlt, ausgerüstet, ausgebildet und indoktriniert wurden. Deren Aufgabe war es, ein damals prosperierendes Afghanistan in einen blutigen Terror-Sumpf zu ziehen. Damit ist ein Stein ins Rollen gekommen, der über die Jahre vom Mainstream und der politischen Elite zu einer Lawine hochstilisiert werden konnte, um jene Agenda voranzutreiben, die Orwell der Partei in 1984 zuschreibt:

War is peace.
Freedom is slavery.
Ignorance is strength.

Krieg ist Frieden.
Freiheit ist Sklaverei.
Unwissenheit ist Stärke.

Ja, es ist erschreckend, mitansehen zu müssen, wie leicht die breite Masse auf Spur gebracht werden kann und wie leicht es dadurch der politischen Elite gemacht wird, ihre Ziele zu verfolgen. Den Politikern kann ich hier keinen Vorwurf machen, Sie spielen ihr Spiel, sind abhängig von Lobby-Gruppen, Strippenziehern und Parteifunktionären. Aber der Mainstream, all diese freien und unabhängigen Zeitungen und Zeitschriften, all diese TV-Sender – seien sie öffentlich oder privat -, ja, dieser Mainstream hat gar nicht erst die Absicht, die Wahrheit ans Licht zu bringen oder wenigstens auf die faulen Äpfel in unserem Garten hinzuweisen. Ganz im Gegenteil. Die Frage ist, warum ist das so? Haben Sie dafür eine Erklärung? Vielleicht hatte sie der stellvertretende Direktor der Kriminalpolizei in Limoges, Helric Fredou, der an der Aufklärung der Pariser Anschlagsserie mitarbeitete und sich überraschend Mittwoch Nacht im Büro sein Leben genommen haben soll [link]. Tja. [update: bezüglich des Medien-Blackouts siehe Artikel in der Asia Times]