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Sind alle geimpft, ist keiner geimpft #Covid-19

Ich sitze am frühen Morgen in einem großen Gastgarten. Im Umkreis von 15 Metern ist keine Menschenseele anwesend. Trotzdem habe ich mein Testergebnis – das überhaupt nichts aussagt – vorzuweisen. Ich frage mich, warum die Gastwirte nicht den Alkoholpegel ihrer Gäste kontrollieren, weil, sie könnten ja mit dem Auto nach Hause fahren – oder in ein Auto torkeln – und damit großen volkswirtschaftlichen als auch seelisch-persönlichen Schaden verursachen. Vor Jahren hätte man diese Überlegung als lachhaft bezeichnet. Die Wirte als Polizisten?, hätten sich die Leute an den Kopf gegriffen und seufzend hinzugefügt: „Was kommt als nächstes? Gnackwatschn?“

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Die verbotene Ökonomie des Glücks

Zufällig über den Trailer zu der Doku »Die Ökonomie des Glücks« [The Economics of Happiness] gestolpert. Die ersten 40  Sekunden sind ein wenig übertrieben auf Effekthascherei getrimmt, der Rest ist natürlich absolut richtig und stimmig.

Was in diesem Trailer vergessen wird anzuführen (und ich vermute auch im Film) ist die Tatsache, dass wir seit der industriellen Revolution in einer Epoche des »globalisierten freien Marktes« leben und gezwungen werden, diesem Diktat zu folgen. Das klingt für unsereins ein wenig abgehoben und nach dem üblichen links-anti-kaptialistischen Geplapper. Fakt ist aber, dass der Westen – vorrangig die USA – alles in ihrer Macht stehende tut, um einen souveränen Staat für den globalen Markt zu öffnen. Das geschieht durch subtile Überredungskünste oder brachiale Kanonenbootpolitik. Die Liste all jener souveränen Länder, die der Reihe nach für westliche Konzerne und einem ersatzcapitalism (© Joseph Stiglitz) »erschlossen« wurden, ist lang und wird immer länger. Das heißt, würde heute, sagen wir Österreich auf die Idee kommen, sich auf ihre regionale Stärke zu besinnen, würde das unangenehme Auswirkungen zur Folge haben. In den Worten von emer. Prof. der University of Pensylvania Edward S. Herman The Real Terror Network: Terrorism in Fact and Propaganda (South End Press, 1999) klingt das dann so:

In country after country in the U.S. sphere of influence ‚dominoes‘ have been falling, with military regimes and other dependent tyrannies coming into power in virtually all of Central and South America, and Thailand, Indonesia, the Philippines, Zaire, and elsewhere. These regimes have almost uniformly displayed the following characteristics:

(1) they represent a small elite interest, including the multinational corporation which they treat kindly;

(2) they all use terror, including modern forms of torture, to keep the majority unorganized, powerless, and as means to local elite and multinational corporate ends;

(3) the leaderships of these states are almost invariably venal [grundsätzlich korrupt];

(4) they have allowed already highly skewed income distributions to become still more unequal, and have caused a large fraction of their populations to be kept in a state of extreme deprivation….

<The broad purpose of this book is to show the nature, roots and vast scope of the real terror network — the U.S.-sponsored ‚authoritarian‘ states — and to examine the ways in which the magnificent propaganda machinery of the west has covered this over and substituted in its place a lesser, and frequently concocted, network that includes — by careful definition and selectivity — only those terrorists who are challenging important western interests or who can be plausibly linked to its enemies.>