richard k. breuer

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Schlagwort-Archiv: widerspruch

Anatomie eines Anschlags: Was geschah in Nizza wirklich? (VIDEO)

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Das Bild ist mit youtube verlinkt!

Wer sich für den (vermeintlichen) Anschlag in Nizza vom 14. Juli 2016 interessiert, sollte sich den ersten Teil des oben verlinkten Videos angucken. Zwar dauert der Beitrag rund eine Stunde, dafür erhält der Zuseher Einblick in all die Ungereimtheiten und Widersprüche der offiziellen Version. Es stellt sich die Frage, was am 14. Juli 2016 in Nizza wirklich geschehen ist.

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Was geschah in Nizza wirklich? Magazin Nexus No. 67 Okt/Nov

Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem NEXUS-Magazin, das meinen Blog-Artikel (in lektorierter Form) in zwei Teilen veröffentlichte.

Analyse: Der um sich greifende Antisemtismus auf Twitter beim Anschlag in Nizza, 14. Juli 2016

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Ein Twitter-User mit Namen @IsraelBreaking hat sich die Mühe gemacht, am 15. Juli, also einen Tag nach dem Ereignis in Nizza, die relevanten Twitter-Meldungen nach antisemitischen Vorwürfen zu durchsuchen und diese, hübsch aufbereitet, der Welt zu präsentieren. Hier die gut lesbare Zusammenstellung.

Disclaimer
Dieser Artikel spiegelt die Meinung des Autors in Bezug auf das
Ereignis in Nizza, 14.7.2016, wider und basiert auf publiziertes Foto- und Filmmaterial, sowie öffentlich zugängliche Zeugenaussagen.

Wer sich zum ersten Mal als Skeptiker mit der näheren Historie beschäftigt, wird bald feststellen müssen, dass Kommentare und Erklärungen mit antisemtischen Vorwürfen und Gegendarstellungen durchzogen sind. Man hat den Eindruck, dass sich die letzten hundert Jahre vorrangig um ein (geheiligtes) Fleckchen Erde drehte, das die Größe von Slowenien (bzw. Niederösterreich mit Burgenland) hat. Das größte Problem für einen Skeptiker, der sich der Außenwelt vorurteilsfrei mitteilen möchte, ist dabei der sogenannte Spin der Begriffe. Jeder Begriff ist – mehr oder weniger – mit einer unterschwelligen Wahrnehmung durchsetzt, die freilich nicht auf einem Baum gewachsen, sonder vielmehr viele Jahre „gereift“ ist. Man könnte auch sagen, dass Begriffe „gesponnen“ und „geschmiedet“ werden. Wer die Oberhand über einen Begriff hat, dominiert die Diskussion. Deshalb vermeide ich beispielsweise in meinen historischen Analysen das Wort „jüdisch“ bzw. „Judentum“ wie der Teufel das Weihwasser und verwende diese nur dort punktgenau, wo sie auch bewiesenermaßen hingehören. Als deutschsprachiger Bürger hat man, so könnte man meinen, eine Erbschuld zu tragen, weshalb man äußerst vorsichtig zu Werke gehen muss, sollte ein Sachverhalt in Richtung des Ausnahmestaates im Nahen Osten zeigen. Kurz, will man nicht dem Vorwurfs des Antisemitismus ausgesetzt sein, muss man äußerst spitzfindig und pointiert seine Worte wählen, darf niemals generalisieren oder Gläubige einer Religion in einen Topf werfen (das gilt freilich generell).

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Was, wenn Inspektor Columbo den Event in Nizza, 14. Juli 2016, untersuchen würde?

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TV-Serie Columbo – 2.Staffel – Umschlag der DVD

Ehrlich gesagt, ich zermartere mir schon seit Wochen mein Hirn, bezüglich des Events in Nizza, 14. Juli 2016, und da erinnerte ich mich an die alte TV-Serie Columbo, in der Peter Falk die (fast) perfekten Morde am Ende doch noch aufklären konnte und den Mörder mit einem kleinen Detail zu überfuhren wusste. Ja, das war und ist großes Kino auf der kleinen Mattscheibe. Und wie Inspektor Columbo bin auch ich über ein Detail gestolpert, das keinen Sinn ergibt.

Also! Laut einem Bericht der Behörden, deren Grundlage die Auswertung der Überwachungskameras war, hat der LKW seine „Todesfahrt“ um 22 Uhr 32 und 33 Sekunden begonnen. Die Fahrdauer für die 2000 Meter betrug 3 Minuten und 14 Sekunden. Um 22 Uhr 35 und 47 Sekunden war der Spuk vorüber und der (vermeintliche) Fahrer des LKWs tot.

Mit anderen Worten, die ganze Chose lief gegen 22:30 ab. Hört man sich die Zeugenaussagen an, werden ganz andere Uhrzeiten genannt. Wie kann das sein? Allen voran der deutsche Journalist G., der von seinem Balkon einen Videoclip des vorbeifahrenden LKWs machte. Warum gab er drei verschiedene Uhrzeiten an? 22:45, 23 Uhr und 23:07? In seiner ersten Liveschaltung, um Mitternacht des 14.07., sprach er im deutschen TV von „gegen 23 Uhr“. Selbiges gilt für den Helden auf dem Motorscooter, der im Clip von Journalist G. zu sehen ist. Was gibt er für eine Uhrzeit an? „Gegen 23 Uhr“. Die Liste ließ sich noch beliebig fortsetzen, doch wollen wir es bei diesen beiden wichtigen Augenzeugen belassen.

Nun? Was mag die Erklärung für diese Widersprüche sein? Noch am nächsten Morgen, im Morgenmagazin des deutschen TV, blieb Journalist G. bei „gegen 23 Uhr“ bzw. „um genau 23 Uhr 07“. Warum gab es keine Abstimmung? Es liegt auf der Hand, dass Journalist G. die Uhrzeiten „eingeflüstert“ bekam. Ansonsten hätte er einfach jene Uhrzeit genannt, die ihm sein Smartphone anzeigte, als er den Clip abspeicherte. Wer könnte also einen deutschen Touristen, der sich zufällig mit seiner Familie in Nizza aufhielt, gebeten oder gezwungen haben, eine falsche Aussage zu tätigen? Vor aller Welt? Früher oder später mussten diese Falschaussagen ja ans Licht kommen. Und dann? Lässt man nun Journalist G. im Regen stehen? Schiebt man ihm den Schwarzen Peter zu? Oder versuchen nun Medien und Behörden dieses „Detail“ als unwichtig unter den Teppich zu kehren? Ich muss Sie hoffentlich nicht daran erinnern, dass das Tätigen einer falschen Zeugenaussage strafbar ist, oder? Vorausgesetzt, Journalist G. gab eine falsche Uhrzeit zu Protokoll. Gut möglich, dass er den Behörden die richtige Uhrzeit nannte, den Medien die falsche(n). Fragt sich nur, warum?

Sehen Sie, darüber zermartere ich mir meinen Kopf. Ich weiß einfach nicht weiter. Habe ich etwas übersehen? War dieser Widerspruch von Anfang an geplant? Könnte es sein, dass gewisse (lokale) Kreise in Nizza und Frankreich nicht mitspielen wollten und es deshalb zu diesen merkwürdigen Ungereimtheiten kam? Ein Indiz wäre die Aussage von Polizistin Sandra Bertin, die Anschuldigungen gegen den französischen Innenminister und seinem Kabinett erhob, da ihr Bericht in Bezug auf die Auswertung der Überwachungskameras, verfälscht wurde.

Wie dem auch sei, wäre ich Redakteur eines Medienhauses, das der Wahrheit verpflichtet ist, dann würde ich Journalist G. mit diesem Widerspruch konfrontieren. Der Rest, wie man so schön sagt, ergibt sich dann von ganz alleine – und vielleicht, wer weiß, können wir endlich einmal das (beinahe) perfekte Verbrechen aufklären. Als Belohnung dürfen wir uns dann eine Folge von Columbo in aller Ruhe angucken … aber eine Frage hätte ich noch, Sir.

Wann hat das Feuerwerk in Nizza, geplant für 22 Uhr, nun tatsächlich begonnen und wann hat es tatsächlich geendet? Als geplante Dauer war 20 Minuten angegeben. Sieht man sich die ersten Medienberichte vom 14.Juli an, so heißt es, dass der LKW während bzw. kurz vor dem Ende des Feuerwerks in die Menge fuhr. Es waren vor allem zwei Journalisten, der eine der Urlauber G. am Balkon des Westminster Hotels, der andere Damien Allemand, Reporter der Lokalzeitung Nice-Matin, die davon sprachen, dass das Feuerwerk vorbei war und die Leute auseinanderströmten, als der LKW kam. Erst am nächsten Tag wurde das offizielle Narrativ dahingehend angepasst. Ich weiß, es ist nur ein Detail, aber es muss doch jeden stutzig machen, dass es nicht möglich ist, aus den Medienberichten zu erfahren, wann das Feuerwerk tatsächlich anfing und wann es zu Ende ging. Und die Behörden üben sich in Schweigen. Wäre ich Redakteur eines Medienhauses, das der Wahrheit verpflichtet ist, dann würde ich in Nizza nachfragen. Oui, oui!