richard k. breuer

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Denkverbote #1: Geld- und Kreditsystem

Denkverbote-1Das Geld- und Kreditsystem ist Eckpfeiler unserer gegenwärtigen Zivilisation. Trotzdem erfährt der gewöhnliche Bürger so gut wie nichts über die Schwarze Magie, die hier praktiziert wird.

Geld entsteht durch Kredit.

Würden alle Kredite auf diesem Planeten zurückgezahlt werden – was freilich wegen der Zinsen unmöglich ist – gäb’s auch kein Geld mehr in unserer Welt. Der Zinseszins, der auf lange Sicht jeden Kreditnehmer – vor allem Staaten – in den Bankrott treibt, wird niemals ernsthaft diskutiert. Spricht man aber von Wucher oder Zinsknechtschaft könnte das einem Job und Zukunft kosten. Das Thema Geld, Kredit und Bankwesen ist heutzutage ein einziges Minenfeld. Jeder Analyst, der sich in dieses Feld begibt, um Fakt von Fiktion zu trennen, läuft Gefahr, zerrissen zu werden.

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In wenigen Tagen werden meine Bücher von der Druckerei geliefert. Das heißt, ich habe für Con$piracy ein „Werbetrommel“-Fenster von etwa 10 Tagen. Danach ist die „Neuigkeit“ ne alte Sache, die niemanden mehr hinter dem Ofen hervorholt. Das ist die Crux in der heutigen schnelllebigen Zeit. Self Publisher und Indie-Autoren, die um Aufmerksamkeit buhlen, haben sich den Markt-Gegebenheiten anzupassen. Dance to the music or else …, wenn man so will. Um ehrlich zu sein: mich nervt diese Werbetrommlerei, ja, ich würde mich am liebsten zurücklehnen und die Mundpropaganda für mich arbeiten lassen. Tja. Das hat wohl noch nie funktioniert (auch wenn man immer wieder hört, dass es Fälle gegeben haben soll). Der gewöhnliche Bürger, der heutzutage einer unmenschlichen Informationsflut ausgesetzt ist, kann gar nicht anders, als der Meute zu folgen, die wiederum nach der Pfeife des Mainstream-Apparats tanzt, der wiederum nach der Pfeife des Establishments tanzt.

Wie dem auch sei, ich wollte mit diesen Zeilen nur zum Ausdruck bringen, dass ich mir nun, wenigstens für die nächsten Tage, die Werbetrommel umgeschnallt habe. Sollte Sie die Lautstärke der Rührerei nerven, dann behalten Sie im Hinterkopf, dass die ganze Sache einem „guten Zweck“ dient, schließlich will ich Licht ins Dunkle bringen. Habe ich die Bücher unterm Dach und im Fach liegen, dann werde ich mir sicherlich getrauen, das eine oder andere (politische) Ereignis zu kommentieren. Aber es wird ein steiniger Weg, dem gewöhnlichen Bürger die Scheuklappen zu nehmen. Ein sehr steiniger.

Apropos. Haben Sie sich schon ein Exemplar gesichert? *trommelt*

Zieleinlauf: Con$piracy – eine allerletzte Durchsicht

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Ein Stapel von 600 Taschenbuchseiten – geteilt durch 2

So! Langsam geht die 2 ½-jährige Reise zu Ende. Gerade eben die Druckfahne für das 600 Seiten Sachbuch-Epos Con$piracy aus dem Drucker gequetscht. Für eine allerletzte Durchsicht. Nächste Woche gehen die Daten an die Druckerei.

Seltsam, wie schnell sich alles fügt. Scheinbar braucht es immer den richtigen Zeitpunkt – der natürlich niemals erzwungen werden kann. Die nächsten zwei Wochen werde ich mich dann wieder verstärkt in den Social Media Kanälen aufhalten und beweisen, dass ich noch am (virtuellen) Leben bin.

Die Eckpfeiler der Gesellschaft oder Konspiratives am Vormittag

Die letzten Tage also – manchmal mehr, manchmal weniger – am Sachbuch Con$piracy gearbeitet. Ein neuer Ansatz. Der dritte. Alle guten Dinge, wie wir wissen, sind drei. Warum mühe ich mich dermaßen ab? Woran liegt es? Vielleicht, weil das Thema so ausufernd und breit ist, dass man es zwar fassen, aber nicht festhalten kann. Man beginnt hier, im Wiener Zuhause und findet sich hundert Seiten später in einem fernen Land wie Guatemala wieder. Wie jeder Kritiker – zu recht – die Nase rümpft, wenn er sieht, wie ich ahnungslos von einem historischen Ereignis zum nächsten stolpere – immer mit erhobenem Zeigefinger und dem Glauben, der Wahrheit am nächsten zu sein. Gewiss, ein lächerlicher Gedanke. Besser, jedenfalls verkaufsfördernder, man würde den ewig gleichen Kalauer wiederholen. Aber wenn ich eines auf den Tod nicht ausstehen kann, dann ist es, bereits gegangene Wege ein weiteres Mal gehen zu müssen.

Gut. Ein neuer Zugang also. Die Einführung geschrieben. Diesmal gleich in medias res gegangen und nicht lang und breit um den heißen Brei schwadroniert. So gehört sich das. Das nächste Kapitel über die Entwicklung des Geld- und Finanzadels und deren Einfluss ist stimmig und richtig. Die „Lösung“ (was soll eigentlich gelöst werden?) für die globale Misere fand ich in der Abschaffung des Geldes. Das klingt einfach, logisch und zwingend. Freilich, nicht durchführbar, ich weiß. Trotzdem muss es als Gedankenexperiment gedacht werden. Unbedingt. Aber bitteschön ernsthaft. Die lapidare Feststellung, dass die Gesellschaft dann wieder zum Tauschhandel degenerieren muss, lasse ich so nicht gelten. Im Übrigen, falls Sie es nicht wissen, gab es schon vor rund 5000 Jahren – ein „Geldsystem“, welches auf tönernen Schuldtafeln beruhte. Ja, so ist Geld (und vermutlich die Sprache) entstanden. Weil einer zu wenig hatte, es sich borgte und versprach, es später zurückzuzahlen. Mit einem entsprechenden Aufschlag. Wenn nun eine dieser tönernen Schuldtafeln als „Bezahlung“ einer fremden Leistung bzw. eines anderen Gutes verwendet wurde, dann, voilà, haben wir Geld. Vor 5000 Jahren hat sich vermutlich kaum jemand den Kopf darüber zerbrochen. Man hat getan, was die Logik und der Menschenverstand vorgaben. Heute sieht es dahingehend ja recht düster aus. Denn die Überlegung, die Sie nun anstellen müssten, wäre, dass Geld nicht durch eine hübsche Fee in die Welt geworfen wird. Die Druckerpresse, ja, die druckt die Scheine (wobei Barmittel sowieso nur noch einen Bruchteil des umlaufenden Geldes ausmacht – oder sind Sie der Meinung, dass Bauherren mit großen Geldkoffern herumlaufen?). Also? Wer bekommt die druckfrischen Scheine?

Zurück zur Gegenwart. Heute Morgen, noch am Küchentisch, habe ich versucht, die Eckpfeiler, auf der unsere Gesellschaft ruht, auszuformulieren. Ich bin ja der Meinung, dass auch die komplexesten Strukturen so lange aufgebrochen und reduziert werden können, bis am Ende der Kern, simpel und wahr, übrig bleiben muss (andererseits, haben sich dahingehend Physiker nicht auch schon ziemlich verrannt?). Wer sich in der Welt so umhört – vorrangig bedient er sich dabei anderer (Medien, Augenzeugen, Bücher, …) – erfährt nur das, was er erfahren soll. Die Zusammenhänge bleiben einem immer verborgen. Deshalb sind Mainstream-Medien tunlichst zu meiden – sie sind nur gut gemachte Propaganda der Obrigkeit (und damit meine ich nicht etwaige politische Gremien, sondern eine Klientel, das im Hintergrund Fäden zieht). Alternative Medien sind wiederum auch nur gut gemachte Gegen-Propaganda der Zukurzgekommenen. Wäre der Autor dieser Zeilen ein vielbeachteter und gefeierter Stern am Literatenhimmel, er würde sich vermutlich gerade mit seinem Manager über Gewinnmargen heftigst auseinandersetzen und die Welt mit einem Schulterzucken abtun („Läuft ja eh alles, nicht?“). Deshalb ist immer der erste Versuch einer Obrigkeit, den Dissidenten, der unangenehm auffällt, einen veritablen Erfolg zu verschaffen. Und Erfolg, wie wir wissen, korrumpiert. Das geht von ganz allein. Sollte er dann aber noch immer nicht mit der Agitation aufhören, naja, dann gibt es immer noch Überredungsmöglichkeiten. Zu guter Letzt, wenn nichts mehr fruchten will, wird auf die „9 Cent Lösung“ zurückgegriffen.

Also Zusammenhänge! Hier sind die Pfeiler, auf der die Gesellschaft tatsächlich ruht:

  • Finanz- und Geldwesen — die neue Religion, für die Menschen töten, Staaten in den Krieg ziehen und Könige abdanken; gegen sie ist de facto kein Kraut gewachsen. Man muss sich nur ansehen, was in Griechenland gerade abgeht. In Zeiten des Friedens gehören bereits finanzielle und polizeiliche Ausnahmezustände zur Tagesordnung. Das griechische Volk – eigentlich souverän – duckt sich unter den erpresserischen Wutausbrüchen der Finanz-Priesterschaft. Ja, der Gottglaube des Mittelalters nimmt sich dagegen beinahe kindlich aus.
  • Geheimdienste — nicht von ungefähr entwickelte und installierte der Papst einen geheimen Dienst, der in seinem Namen zu allerlei weltlichen  Taten bereit war. Die straff organisierten Jesuiten waren im Spanien des 16. Jahrhunderts sicherlich kein Kind von Traurigkeit. Deren Gründer, ein gewisser Ignatius von Loyola, konnte auf bestechende Erfahrungen zurückgreifen, war er doch ein Illuminaten-Schüler. Wir sehen, wie sich aus geheimen (und oft verbotenen) Bünden eine legalisierte Organisation entwickelte.  Kein Wunder, dass früher oder später auch die weltliche Obrigkeit auf diese geheime „Konfliktlösungsanordnung“ zurückgreifen würde. Der Erfolg gibt einem immer Recht, nicht? Heutzutage sind die weltweit agierenden Geheimdienste eine Gesellschaft in der Gesellschaft, die ihre eigenen Regeln, ihre eigenen Gesetze, ihre eigenen Riten haben. Wer auch nur an der Oberfläche geheimdienstlicher Machenschaften kratzt, müsste eigentlich die zivilisierte Welt für gescheitert betrachten. Keine Rebellion, keine Revolution, keine Aufstände, keine Konflikte, keine Kriege, keine Terrorakte sind ohne dieser Geißel der Menschheit vorstellbar. Teile der Geheimdienste bedienen sich höchst illegaler Methoden, kooperieren mit den Verbrechersyndikaten (die Trennlinie, zwischen Geheimdiensten und Syndikaten, ist schwerlich zu ziehen) und verfahren nach jener Rezeptur, die schon immer Tod und Verderben über die gewöhnlichen Menschheit gebracht hat: Der Zweck heiligt die Mittel! – oder heutiger ausgedrückt: Der Erfolg gibt einem im Nachhinein immer Recht! – oder zynisch formuliert: Die Geschichte schreibt der Gewinner! Seltsam ist nur, dass diese offiziellen Geheimgesellschaften den gewöhnlichen Bürger nicht die Bohne interessieren – während all diese obskuren, zum Mythos erhobenen illuminierten und vermauerten Geheimbünde, Gänsehaut erzeugen. Hollywood und Dan Brown sei Dank.
  • Militär — Eisenhower prägte den Begriff des „militärisch-industriellen Komplex“, der für allerlei weltpolitische Sauerein zu verantworten sei. Und jeder (demokratisch gewählte) „Führer“ muss sich im Klaren sein, dass dieser Komplex alles tun wird, um Konflikte nicht friedlich zu besänftigen. Es geht um viel, sehr viel Einfluss und noch mehr Geld. Noch hält sich das Militär und der industrielle Komplex zurück. Noch tut es brav, was man von ihm verlangt. Ein wenig erinnert es an die Legionen des Römischen Imperiums, die angehalten waren, nicht das Flüsschen Rubikon zu überschreiten – denn dann wäre das Hirn des Impierums (Rom) dem militärischen Führern hilflos ausgeliefert gewesen. Späthin war es vermutlich mehr Bauch und After, aber das ist natürlich eine andere Geschichte. Das Militär war schon seit jeher Garant für Freiheit oder Knechtschaft. Das wird sich in Zukunft nicht ändern.
  • Organisiertes Verbrechen — Verbrechen zahlt sich aus! Jedenfalls, so lange man sich mit den richtigen Leuten einlässt und ihnen nicht ans Bein pinkelt. Das organisierte Verbrechen wird – insgeheim – von den Geheimdiensten unterstützt – man weiß ja nie, wann man einen dreckigen Job zu erledigen hat. Als die Talibans Afghanistan überrannten, war die Opium-Produktion (Mohn!) zum Erliegen gekommen. Dann kamen die GIs, stocherten in Afghanistan herum, vertrieben die Taliban, besetzten das Land (eigentlich ist es umgekehrt: Afghanistan hat die Besatzungstruppe besetzt) und führten eine Fastfood-Demokratie ein. Heute ist Afghanistan der weltgrößte Opiumproduzent und die blutigen Konflikte gehen munter weiter.

Das sind also die Eckpfeiler unserer Gesellschaft. Nice, nicht? Um die Eckpfeiler herum finden sich dann Politik, Medien und große Unternehmen (multinationale Corporations), die dazu benutzt werden, um Ablenkung, „Wahrheit“ und Brot & Spiele frei Haus zu liefern.

So. Ich denke, damit habe ich meine Gedanken hübsch auf den hässlichen Punkt gebracht.