Verfasst von: Richard K. Breuer | Freitag, 20 November, 2009

Ein LKW wird kommen …

Hola. In einer schwachen halben Stunde soll er kommen. Der LKW. Und die Bücher. Die 1. Auflage transportierte ich noch in Koffern und Rucksäcken. Mit der U-Bahn. Jetzt gibt’s die Lieferung frei Haus. Bei der Menge ist es auch angebracht. Wobei, in Vergleich zum Verlagsbetrieb eine lächerliche Größe. Aber als Einzelunternehmer, der auch einzeln ist und sich nicht teilen kann (auch wenn manche mich und meine Bücher gerne vierteilen wollten), sozusagen eine One-Man-Show abgibt (oder die Karikatur davon, je nach Wetterlage) und die Leutchen in seine literarische Schmiede einlädt, in der Hoffnung, dass sie ein wenig verweilen und schlussendlich mit klingender Münze das gedruckte Wort zahlen. Aber Münzen sind ein knappes Gut (legte ich nicht dem Marquis diese Worte in den Mund? In „Brouillé“? Als er mit dem Herzog von Orléans konversierte?). Seltsam. Schwarzkopf BE steht vor der Türe und jetzt …

 

jetzt ist er da!

Verfasst von: Richard K. Breuer | Donnerstag, 19 November, 2009

los, los, los!

Schmuckes Kästchen

Verschnaufen? Ausruhen? Nicht möglich. Zu viel zu tun. Wie so oft, wenn mehrere Termine kollidieren, zu meist eine bewusste Herbeiführung, um Synergien zu nutzen. Aber der Preis, den du bezahlst, ist nicht klein. Und der Teufel nimmt nur Münzen.

Heute Nachmittag wird der Stand von „frisch gespielt“ auf dem Spielefest im Austria Center aufgebaut. Ich baue mit. Bereits einmal dieses Riesendingsbumszelt auf der Josefstädter Straße aufgestellt. Noch jetzt erinnere ich mich mit Schaudern daran. Weil ich Zaungäste partout nicht leiden mag („schau dir die zwei da an …“), jedenfalls nicht, wenn man befürchten muss, sich eine Blöße zu geben („Gehört die Stange jetzt da oder dort rein?“). Im Austria Center werden wir von unliebsamen Kommentierern weitesgehend verschont bleiben. Gut. Im Dunkeln lässt sich bekanntlich gut kaschieren. Ab morgen ist es dann soweit. Das Spielefest eröffnet. Und schließt am Sonntag Abend die Pforten. Bis dahin heißt es, umtriebig zu sein. Plakate aufhängen. Folder auflegen. Vielleicht sogar austeilen. Aufmerksamkeit erregen. Bücher und Hefte anbieten. Verkaufsgespräche führen. Versprechungen machen. Sie natürlich auch einhalten. Gehört sich so.

Die Buttons - diesmal in der Größe von 24 mm, also die kleinsten – gerade abgeholt. Zwei Versionen gibt es. Einmal der weiße Button („Schwarzkopf“), einmal der schwarze Button („Collio!“). Sehen sehr schmuck aus. Muss mich bei Marijke bedanken, die mich damals (sehr harsch, aber fair) auf die Idee brachte (besser: sie monierte die Größe des damaligen „Coolio“-Button; wobei, mir gefällt er noch immer!), es mit den kleineren zu probieren. In zwei Glasbehälter gefüllt. Werde sie zum Spielefest mitnehmen. Verschenkt werden sie bitteschön nicht. Verkauft eigentlich auch nicht. Irgendwo dazwischen. Denn, was gratis ist, hat für die Leutchen keinen Wert. Hat es aber keinen Preis und ist auch nicht gratis zu haben, dann bedingt dies (im besten aller Fälle) eine Exklusivität („Schau, was ich habe!“), die man werbetechnisch ausschlachten muss. Natürlich unterschwellig, also nicht wahrnehmbar.

Morgen erfolgt also die Lieferung von „Schwarzkopf BE“. Und die Bezahlung. Dann ist dieser Meilenstein geschafft. Und die nächsten türmen sich in der Zeitleiste. Das Wochenende wird zeigen, wie die Black Edition aufgenommen wird. Ob das Buch jenen guten Eindruck macht, den ich mir verspreche. Mit den zusätzlichen Werbemittel (vor allem die Plakate sind hervorzuheben, aber auch die Folder tun einiges dazu) sollte der Fokus richtig gelegt werden. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Noch ist nichts getan. Noch ist vieles zu tun.

Das Package „Tasche“ geschnürt: Buch & Plakat & Button & Postkarte & Designer-Tasche. Auch das ein erster Versuch. Ich werde demnach am Wochenende herausfinden, ob solche Pakete gewünscht und verlangt werden. Nächste Woche der Versuch, es in Geschenke-Shops und Buchläden zu probieren. Vor Weihnachten, wir wissen es, sollten solche Pakete eher ihre Abnehmer finden.

Das Package „Box“ soweit mal fertig: Buch & Plakat & 2 Buttons & 2 Postkarten & handgefertigte Schachtel  von der Werkstätte Opus (in schwarz, aber andere Farben und Muster sind denkbar) und dazu einen Bon, der zum ermäßigtem Eintritt ins Burg Kino berechtigt. Angedacht, auch Zotter-Schokolade beizulegen. Die Kosten sind aber nicht gering. Die Kalkulation wird zeigen, ob es finanziell machbar ist. Und natürlich die Frage, ob dadurch ein Mehrwert (= Nachfrage) entsteht.

Gestern bis spät in die Nacht noch am Prospekt für die Black Edition gearbeitet. Sieht schmuck aus. Pebo gefällt’s. Ein gutes Zeichen. Noch werde ich das PDF nicht hochladen. Zuvor gilt es, sich klar zu werden, ob die Spanne für Buchhändler und etwaigen Anbietern in Ordnung ist. Nächste Woche werde ich dahingehend Gespräche führen.

Eine Buchpräsentation? Der wunde Punkt. Weil noch nicht festgelegt, noch nicht fixiert. Und im Dezember wird es wohl schwierig, die Leutchen zu mobilisieren. Im Jänner die Filmpremiere zu „Shortcut to Hollywood“, wo „Schwarzkopf BE“ in jedem Fall präsent und vertreten sein wird. Für die ViPs werden wir ein Päckchen machen. Gehört sich so. Im „3.Mann Museum“ gäbe es eine Räumlichkeit, die sich für so eine Präsentation anbieten würde. Nachteil (und doch auch wieder der Vorteil): es bietet wohl nur rund für 30 Gäste Platz. Tante Jolesch Prinzip? Das hat sich ja bewährt. Wir wissen es.

Am Montag gibt’s Gespräch für einen „großstädtischen“ Event. Aber alles noch sehr vage, sehr angedacht. Aber jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Wir wissen es, nicht?

Am Mittwoch im Theater „Scala“. Mich umgesehen. EL., die Stage Managerin, hat mich herumgeführt. Ich knipste, um Kameramann FG. einen Eindruck zu vermitteln. Wir überlegen, vielleicht doch das Theater in Mödling zu mieten. Weil es wie ein richtiges, altes Theater aussieht. Muss ich mir auch noch anschauen. Wobei die „Scala“ auch ihren Reiz hätte. Ja, ja.

So. Es wird Zeit.
Zeit für einen letzten Kaffee.

Verfasst von: Richard K. Breuer | Montag, 16 November, 2009

Package? Nein, Danke!

Die Sorgen und Nöte eines Kleinverlegers sind legendär. Gut. Das wissen wir. Ist ein alter Hut. Nichts Neues. Trotzdem sollte man, dann und wann, aus dem Nähkästchen plaudern. Damit man es nicht vergisst oder unter den Teppich kehrt. Und unter besagtem Teppich liegt schon viel zu viel.

Eine Anfrage habe ich mir getraut abzusenden. Weil ich mir dachte, es wäre doch schön, wenn man ein hübsches Package schnüren könnte. Taschenbuch, Plakat, Buttons, kleiner Tragtasche aus Papier (space black!) und … einer DVD des Klassikers. Wir wissen, um welchen Film es sich handelt, oder? Gut.

Die Antwort, die ich auf meine Anfrage erhielt, muss ich hier nicht breit treten. Gehört sich nicht. Trotzdem ein wenig säuerlich. Weil ich nichts Böses im Schilde führte. Wollte die DVDs zum Großhandelspreis einkaufen und in die Tragtasche geben (space black! sagte ich es schon?). Ist nicht gewünscht. Tja. Dafür habe ich jene welche Dame im XING-Universum angetroffen. Beinahe bin ich versucht, ihr eine Anfrage für „Kontaktung“ zu schicken. Aber ich schätze, sie legt mir das nicht im positiven Sinne aus. Virtuelles Stalking wäre das dann. Ist das eigentlich schon strafbar? („Das Gericht verbietet Ihnen, auf das XING-Profil der Frau X. zu klicken!“

Alternativ werde ich vielleicht einen Gutschein anbieten. Wird ja nicht verboten sein, oderrr? Eine Anfrage diesbezüglich ans Burg Kino gestellt (dort läuft mehrmals wöchentlich der Film!). Mal schauen, was die Damen und Herren dazu sagen werden.

Wir sehen: der Kleinverleger (die Inhaberin einer Buchhandlung gab mir den Tipp, mich nicht als Eigenverleger vorzustellen, nach dem sie meine Bücher begutachtet hat) ist bemüht, Fäden zu ziehen. Wenn man ihn nur ließe. Aber Kleinkram verträgt sich nicht mit Big Biz. Irgendwie verständlich. Ja, ja.

Bezüglich der „Pre-Production“ für den Videoclip zu „Tiret“ gibt es zu sagen, dass ich morgen ein Theater unter die Lupe nehme. Würde gut zum Setting passen. FG. hätte diesbezüglich schon ein paar Ideen, wie er mir schrieb. Requisiten und Lichttechnik sollten damit keine große Hürden mehr sein. Wunderbar. Ei, welch glücklicher Zufall, einer Stagemanagerin über den Weg gelaufen zu sein. Wo war das doch gleich? Ach ja, Düsterwald. Linker Hand.

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