richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Die seltsame Geschichtsauffassung eines amerikanischen Historikers

Alles wird gut

Lesen hilft, gewiss, aber lesen Sie bitteschön das Richtige! Bestseller, die sich mit dem ewig Gestrigen  beschäftigen, sind immer mit großer Skepsis zu begegnen. Kurz und gut: Seien Sie auf der Hut!

»Die gemeinsten [gewöhnlichsten] Meinungen und was jedermann für ausgemacht hält, verdient oft am meisten untersucht zu werden.«

Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)
erster Professor der Experimentalphysik

Vor wenigen Tagen stolperte ich über den Gastbeitrag von Timothy Snyder, Bird White Housum Professor of History an der Yale University in der FAZ. While Stalin was Hitler’s Ally. Hm. Ehrlich gesagt, solch eine verzerrte Darstellung gegenwärtiger und vergangener Geschehnisse habe ich noch selten gelesen. Es scheint sich ein weiteres Mal zu bestätigen, dass der mediale und universitäre Mainstream nur noch als Sprachrohr des Establishments fungiert und dabei ohne Skrupel Propaganda betreibt, die jeden Bürger mit klarem Verstand die Schamröte ins Gesicht treiben müsste. Am bedauerlichsten ist aber für mich, dass solche politisch-historischen Auslegungen unwidersprochen bleiben müssen. Warum? Weil die Sittenwächter der Gutmenschendiktatur  jede nüchterne Relativierung, ja jede Faktendarlegung, mit brachialen Rundumschlägen bereits im Ansatz zu ersticken versuchen, in dem sie den Kommentator anbräunenschwärzen. Deshalb mein guter Rat: Blättern Sie wieder einmal in George Orwells 1984 und erfahren Sie, wie es eine Obrigkeit schafft, die Vergangenheit nach Belieben zu verändern.

Anyone who relies on the Western media lives inside The Matrix. 
Paul Craig Roberts in The War Against Putin

Das Ewige und das Gestern

Für eine Hand voll Bücher

Für eine Handvoll Bücher – Das “Volks-Google” ist übrigens von 1931.

Am Wochenende war es, als ich in den vielen Büchern einer Verlassenschaft stöberte. Wider erwarten wurde ich fündig. Die Verstorbene, so hat es für mich den Anschein, dürfte sich mit einer folgenschweren Epoche auseinandergesetzt haben, in der sie hineingeboren wurde – und die sie noch im hohen Alter zu entschlüsseln suchte. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich in ihrem Fundus das im Jahre 1980 erschienene Buch eines gewissen Dr. Karl Steinhauser befindet, welches sich mit der geheimen internationalen Verflechtung der Macht auseinandersetzt. Es ist eines dieser merkwürdigen Zufälle (oder in der Begriffswelt eines C. G. Jungs: Synchronizität), dass bereits vor rund 25 Jahren ein Wiener Autor versuchte, in seinem mit Eigenmitteln gedruckten Buch dem Establishment auf die Spur zu kommen und dabei in seinem Vorwort auf die Französische Revolution von 1789 verweist. Über Dr. Steinhauser gibt es im Netz der Netze nicht viel zu finden. Interessant vielleicht ein Artikel im Der Standard, der den Buchautor mit allen Mitteln der redaktionellen Kunst in den Boden stampfen bzw. in den Sumpf stoßen möchte. Schauerlich. Gewiss, vor ein paar Jahren hätte ich vielleicht nach Lektüre des Artikels nur mit den Achseln gezuckt, hätte mir gedacht, wieder so ein Spinner, der an die grün-braun-gelben Marsmännchen glaubt und in einem ewigen Gestern lebt. Tja. Aber ich weiß, was ich weiß. Bevor ich mir nun den Mund verbrenne, hören wir besser, was Bezirksstaatsanwalt Jim Garrison anno 1967 dem amerikanischen Fernsehpublikum zu sagen hatte:

[…] Die Bürger dieses Landes müssen nicht vor der Wahrheit beschützt werden. Dieses Land wurde nicht auf der Idee aufgebaut, dass eine Handvoll von Aristokraten – seien diese in unseren Behörden in Washington oder in den Medienhäusern in New York zu finden – entscheiden dürfen, was für die Bürger gut zu wissen wäre und was sie nicht wissen sollen. Dies ist ein totalitäres Konzept, das vermuten lässt, dass die Spitze unserer Regierungsbehörde und die Männer, die die machtvollen Medien kontrollieren, eine spezielle Elite bilden, die Kraft ihrer Aristokratie und ihrer Brillianz bemächtigt sind, für das Volk zu denken. Ich persönlich würde mein Vertrauen eher in den gesunden Menschenverstand der Bürger dieses Landes legen.

Jim Garrison
15. Juli 1967, NBC
[meine Übersetzung]

Wenn einer eine Zeitung liest, aber dann …

xx

Fotos? Sie wissen schon, wie das ist, mit den rechtlichen Belangen. Man will ja nicht gleich in den Knast, nur weil man vielleicht vor Jahren ein Foto hier …

Seit langer Zeit ist mir wieder einmal eine Mainstream-Publikation vor die Füße gefallen. Die Wiener Zeitung ist übrigens eine der ältesten Tageszeitungen der Welt. Laut ihrem Twitter-Profil gibt es sie schon seit 1703. Respekt. Jedenfalls machte ich mir den einen oder anderen Gedanken in Bezug auf den einen oder anderen Artikel über das eine oder andere Thema.

Auf Seite 3 hat man den ‘Globalhistoriker’ (gibt es dafür ein Uni-Fach?) und Professor für neuere Geschichte an der Universität Konstanz J. O. zum Gespräch gebeten. Interessant, für mich jedenfalls, ist der Aspekt, dass jener welcher die Laudatio zu Angela Merkels 60. Geburtstag halten durfte. Über den Inhalt des Interviews muss man deshalb nicht viel mehr wissen, als dass Putin die Krim ‘annektiert’ hätte (ich dachte, da gab’s ne demokratische Abstimmung der Bevölkerung?), die ‘extreme Rechte’ in Frankreich unter Le Pen mit Putin eine Achse bildet, die “evident” ist und der Einfluss Russlands in Ungarn ‘spürbar’ ist. Aha. Über den Einfluss Washingtons liest man bei Prof. O. hingegen nichts. Tja. Ich werte deshalb diesen “Artikel” als Propaganda. Punktum.

Im Feuilleton hat man dem neuen Sachbuch Mozart und Salieri von Franz Forster eine viertel Seite gewidmet. Der Wiener Germanist stellt in seinem Buch die These auf, dass Wolfgang Amadeus Mozart tatsächlich ermordet worden und nicht eines natürlichen Todes gestorben sei. Folgerichtig schließt der Artikel – der Rezensent möchte nicht missverstanden werden: “Gedankengänge dieser Art nennt man ‘Verschwörungstheorien‘. Sie haben den Nachteil, nicht beweisbar zu sein, und den Vorteil, die Fantasie nachhaltiger zu beschäftigen als jede trockene wissenschaftliche Erklärung”. Aha. Also, wenn Sie mich fragen, seit ich mir seine Wohnung angesehen habe – also damit meine ich nicht jene des Rezensenten -, ist mir der – Schottengeselle? – Wolferl  äußerst suspekt und es tät mich nicht die Note wundern, würde er nur die Rolle des Genies gespielt haben. Gewiss, ich habe mich nicht im Detail mit dem Leben Mozarts auseinandergesetzt, aber die wenigen Fakten, die ich kenne, deuten mir an, dass hier der Hund im Detail steckt, sozusagen. More to come.

Auf Seite 35 erfahren wir etwas über die Gefährlichkeit der kosmischen Strahlung. “Für Flugbedienstete gehört [die kosmische Strahlung] hingegen zum Alltag. Nicht umsonst vergleicht die NASA deren Strahlenbelastung mit jener von AKW-Mitarbeitern.” Aha. Entscheidend für die Strahlenbelastung ist nicht nur die Flugdauer, sondern auch die Flughöhe. Hm. Wie war das noch, damals, bei den Mond-Flügen? Erinnern Sie sich noch? Oder haben Sie davon gehört? Da flogen tollkühne Männer in raketenbetriebenen Metalldosen ins Weltall, spazierten am Mond herum, machten Fotos, die sicherlich einen Helmut Newton vor Neid erblassen ließen und reisten – mir nix, dir nix – zurück auf die Erde. Wohlbehalten allesamt. Man könnte beinahe meinen, es wäre eine Erfrischungskur gewesen, so rund und g’sund, wie die Astronauten nach ihrer Reise wirkten. Hautkrebs tritt bei Piloten und Flugbegleiter rund doppelt so oft auf als in der Bevölkerung. Wie mag es dann da ganz weit oben sein? Müssten die armen Astronauten nicht vom Krebs zerfressen sein? Nope. Nada. Also, wie man es auch dreht und wendet, irgendeine der “wissenschaftlichen Erklärungen” dürfte nicht ganz zutreffen – entweder ist die Strahlung in den lichten Höhen des Weltalls marginal oder die Flüge zum Mond, nun ja, … Wissen Sie was ich denke? Ich denke, der im Jahr 1965 von der NASA zum ‘Stammesältesten’ [‘their elder’] erkorene österreichische Filmregisseur Fritz Lang könnte uns diesbezüglich ein wenig auf die Sprünge helfen. Aber bis es so weit ist, sehen Sie sich doch seinen Stummfilm Die Frau im Mond aus dem Jahr 1927 an. Beeindruckend, was der gute Lang damals schon vorausgeahnt hatte. Ja, ja.

So! Ich hoffe, Sie haben wieder etwas gelernt.

Back Up Now! oder Sicherheit ist nirgends

Kantenschwimmen

Da kann einem ganz schön schwummrig werden!

Letzte Woche den Familien-PC mit Windows 7 erneut aufgesetzt. Ja, das Prozedere ist eine zeitaufwendige Angelegenheit (rund 3 Stunden), andererseits funktionierte es klaglos. Darf man als gebranntes Windows-Kind mehr erwarten? Apropos. Die Sicherung auf meinem persönlichen Haus- und Hof-PC kann nicht mehr ausgeführt werden. Warum? Weil meine externe Festplatte zu wenig Speicherplatz hat. Tja. Zuerst dachte ich ja noch, ich schiebe ein paar redundante Daten in den Kübel, aber nach einer Weile musste ich (geistig) völlig entkräftet aufgeben. Zu oft musste ich mir die Frage stellen, ob ich diese eine Datei doch noch ein zweites oder drittes Mal gesichert haben möchte. Wer seinen Lebensinhalt in der Ansammlung binärer Daten sieht, tut sich unendlich schwer, auch nur den kleinsten Teil zu löschen. Wer weiß, nagt dieser eine Gedanke unaufhörlich im Hinterkopf, vielleicht benötige ich gerade diese Datei aus dem Jahr 2005. Völlig unwahrscheinlich, gewiss. Aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail und leidet an Asomnie. Also, was tun? Da ich nicht nur ein gebranntes, sondern auch ein verwestlichtes Kind bin, weiß ich mir natürlich zu helfen, in dem ich das Symptom, nicht die Grundursache, mit aller Gewalt bekämpfe. Will heißen, eine neue externe Festplatte musste her. Diese wird dann sicherlich ordentlich zu schnaufen haben, um all den Datenmüll aufzunehmen. Ja, wir sehen hier wieder, wie die Welt funktioniert. Im Kleinen wie im Großen. Im Virtuellen wie im Realen.

Die Naturgesetze machen wir!

Dem Himmel so nah

Die Welt im Jahr 2014 ist kein Zuckerschlecken. Nicht für jemanden, der sich auf der Party2.0 dezent räuspert, um sich Gehör zu verschaffen. Vor wenigen Wochen war es, als ich mit X. und Y. über Osama Bin Laden stolperte. Sie staunten nicht schlecht, als ich meinte – freilich zum wiederholten Male – dass besagter Ex-CIA-Agent-Provocateur mit allergrößter Wahrscheinlichkeit Ende 2001/Anfang 2002 das Zeitliche segnete. Darüber berichtete damals der eine oder andere Mainstream-Kanal. X. und Y. schüttelten freilich ihre Köpfe. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Beweise konnte ich keine vorbringen. Natürlich nicht. Andererseits, wie viele Beweise gibt es in Bezug auf die offizielle Version? Zero! Darin liegt die Crux all jener, die offizielle Verlautbarungen hinterfragen oder auf Löcher, so groß wie der Grand Canyon, hinweisen: Aussage steht gegen Aussage. Faîts vos jeux, wählen Sie die Seite. Aber die richtige, bitte schön. Und lesen Sie den wunderbaren Essay Osama bin Elvis von dem emer. Professor der Universität Boston Angelo M. Codevilla im US-Magazin The American Spectator aus dem Jahr 2009: link.

Apropos. Vor wenigen Tagen jährte sich zum 51. Mal der blutige Staatsstreich in Dallas. Für die erfolgreiche Umsetzung eines Coup d’États braucht es für gewöhnlich einen großen Ho­kus­po­kus. Damals, in Texas 1963, war es bekanntlich eine magische Bleikugel, die – im wahrsten Sinne des Wortes – Wunder wirkte und alle physikalischen Gesetze ignorierte. Aber was sind schon Naturgesetze für die Mächtigen? George Orwell lässt in seinem dunklen Endzeitroman 1984 einen Parteifunktionär folgerichtig sagen: »Sie müssen sich von diesen dem neunzehnten Jahrhundert angehörenden Vorstellungen hinsichtlich der Naturgesetze freimachen. Die Naturgesetze machen wir.«

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