Archiv der Kategorie: penly

Das vergangene literarische Schaffen des Herrn B.

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Nur nicht stehen bleiben!

Dreizehnundein Jahr ist es nun her. Damals küsste mich die Muse und beschenkte mich mit der Idee eines Entwicklungsromanes, der im Wiener Fin de Siècle die Höhen und Tiefen des suchenden Herzens ausloten sollte. Von da an ging es mit den Musenküssen stetig weiter. Um hierbei nicht den Überblick zu verlieren, habe ich nun relevantes Geschreibsel auf eine Zeitachse gelegt und mit Informationstext sowie Abbildungen versehen. So kann man auf einen Blick erfassen, was meine Wenigkeit über die Jahre geleistet hat. Ist es viel? Ist es wenig? Es kommt halt darauf an. Ein Jahr ist viel Zeit, gewiss, aber ein Jahr ist auch wieder schnell um. Penly beendet nun die Tiret-Saga, der Kreis innerhalb eines großen Bogens schließt sich.

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Das Einläuten der letzten Runde der Tiret-Saga: Penly

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Im Wonnemonat Mai wird nun der vierte und letzte Band der Tiret-Saga PENLY: Fragment eines Blutbades am Vorabend der Revolution erscheinen. Wie im Untertitel bereits angedeutet, geht es auf den etwa 350 Seiten recht blutig zur Sache, was aber nicht heißen soll, dass der feine Humor, neben dem Rätselhaften, zu kurz kommt. Der Leser darf sich in jedem Fall auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und einen würdigen Abschluss der Saga freuen, die 2008 ihren Anfang nahm.

Vorbestellungen für die Kleinauflage im Taschenbuchformat werden natürlich gerne entgegen genommen, schließlich muss ja die Butter irgendwie auf das vertrocknete Brot kommen, nicht wahr? Für meine treue Leserschaft werde ich sicherlich das eine oder andere verlockende Angebot mit anderen Titeln schnüren, beispielsweise hat sich die autobiographische Fiktion Der Fetisch des Erik van der Rohe (link) leider noch nicht so herumgesprochen, wie ich es mir gerne erwartet hätte. Das wird sich hoffentlich bald ändern, weil es kaum Vergleichbares im literarischen Kommerzbetrieb gibt.

In diesem Sinne.

 

Eine Blutoper namens Penly

Penly_Box_openSodala. Das Spielemagazin ist mal in trockenen Tüchern und in der Druckerei. Die Conspiracy-Mühlen mahlen derweil langsam und bedächtig – was vorauszusehen war, führt man sich Inhalt und Umfang des Werkes vor Augen. Somit wird es mit Band IV der Tiret-Saga: Penly so richtig ernst. Das blutige Insel-Massaker ist nichts für zarte Gemüter, schließt aber den Kreis vorbildlich. Und was gibt es Schöneres, für einen Schriftsteller, wenn er einen Bogen über vier Bände spannen kann? Reizend, nicht? Ob die tarantinoeske Blutoper noch in diesem Jahr erscheinen wird, steht in den Sternen. Vielleicht im Frühjahr 2015? Oder doch noch vor Weihnachten? Sie wissen schon, der Buchhandel und das Weihnachtsgeschäft, die gehen eine lukrative Symbiose ein. Na, es wird wohl auf die Vorbestellungen/Reservierungen ankommen. Zumindest könnte ich Band IV zunächst mal als E-Book publizieren. Tja. Immer diese Entscheidungen. Ja, leicht hat man es als Autorverleger nicht. *lehnt sich zurück, schlürft Kaffee und starrt Löcher in den Spätsommerhimmel*

 

update: Französische Bauern steckten aus Protest das Büro der Steuerbehörde in Brand. Oui, oui. 1788/89? Non! 2014. link

Die Krux des Autors mit dem Setzen eines Punktes

Penly_Box_openIst der Autor mit seinem Werk zu einem Ende gekommen und hat er den Punkt gesetzt, wäre dies für gewöhnlich ein Grund zum Feiern. Jahrelang hat er sich mit Kapiteln und Strukturen herumgeschlagen, er feilte an Sätzen und Phrasen, er sah Seite um Seite durch. Immer wieder. Wie gesagt, es wäre ein Grund zu feiern. Aber der Autor, ja, der Künstler selbst, er fühlt anders. Weil ihm der Sinn der letzten Monate und Jahre genommen wurde. Es wird ihm klar, dass er nun den Elfenbeinturm verlassen und in die reale Welt – irgendwo da draußen – gehen wird müssen. Kritik – lobend oder vernichtend – gilt es mit einem Lächeln zu nehmen, Verkaufszahlen mit einem Nicken. Der Autor wünscht sich nichts Sehnlicheres, als wieder zurück, in seine Schreibstube, in seinen Elfenbeinturm zu dürfen. Dort möchte er ein weiteres Mal den Geist in Buchstaben zwingen. Ein Ringen. Ein Kämpfen. Ein Fluchen. Einfach ist es nicht. Einfach war es nicht. Trotzdem, so lange die musische Kraft nicht versiegt, so lange das Schicksal nicht einschreitet, so lange möchte sich der Autor in seinem Elfenbeinturm ungestört seinen Träumen hingeben. Es ist ein kreativer Drogenrausch mit phantastischen Stoffen und grammatikalischen Mitteln. Gewiss, am Ende sind es immer nur gedruckte Seiten, zwischen zwei Buchdeckeln, die über diesen Rausch Auskunft geben. Mehr bleibt nicht. Mehr ist nicht.

In den letzten Wochen endlich Penly überarbeitet. Mehrmals. Der Punkt ist gesetzt. Somit ist das Buch, der vierte Band, der die Tiret-Saga vorerst abschließt, nun zur Korrektur freigegeben. Genauso wie Con$piracy und Erik. Damit sollte vor der Fußballweltmeisterschaft 2014 drei neue Titel die neugierige Nase des Lesers erreichen. Acht Jahre zuvor, im Juni 2006, vor der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland, tanzte ich, auf Wolken gebettet, zum ersten Mal aus meinem Elfenbeinturm und präsentierte Rotkäppchen 2069. Es war ein Sturz in die Realität. Die blauen Flecken spüre ich heute noch.

Oui, der Kreis schließt sich in Penly.

Quote_Peckinpah_Schicksal

Die letzte Woche habe ich mich mit aller Ernsthaftigkeit an die Überarbeitung von Band IV der revolutionären Tiret-Saga PENLY: Fragment eines Blutbades gemacht. Etwa zur Hälfte  vorgedrungen, musste ich überrascht feststellen, dass sich darin amüsante Bonmots finden, an die ich mich gar nicht mehr erinnern konnte. Freilich, der eine oder andere unglückliche Fauxpas ist aus dem Nebel der Wörter aufgetaucht. Aber dafür sind Überarbeitungen schließlich gemacht. Wie dem auch sei, es geht ganz gut voran. Die nächsten Kapiteln werden mich dann doch mehr in Anspruch nehmen, versuche ich doch tatsächlich einen blutigen Konflikt mittels eines literarischen „Split-Screens“ umzusetzen. Ich hoffe, es funktioniert. Der Leser, so die Idee, sollte in die Lage versetzt werden, die verschiedenen Blickwinkel eines Gefechtes einzunehmen um so besser zu verstehen, was da „verdammt noch mal“ vor sich geht bzw. gegangen ist. Das klingt jetzt alles vielleicht ein wenig holprig, aber wenn man es liest, versteht man sofort, worum es mir geht. Nicht von ungefähr zitiere ich hier Eingangs einen gewissen Sam Peckinpah, Enfant terrible Hollywoods, der mit dem Spätwestern The Wild Bunch imdb das „Todesballett“ in aller Ausführlichkeit zelebrierte. Im Jahr 1969 war das freilich äußerst kontrovers. Heutzutage lockt es freilich kaum noch einen Pazifisten hinter seinem Webforum hervor. Auf mich haben die Peckinpah-Filme jedenfalls einen starken Eindruck hinterlassen. So experimentierte ich bereits in meiner Jugend und ersten literarischen Blütezeit mit – unzulänglichen – Mitteln, das Gesehene in Wort und Schrift zu fassen. Ich bemerkte bereits damals, dass es nicht gerade einfach ist, eine bildhafte Action auf eine oder mehrere Papierseiten zu pressen. Viele, viele Jahre später, als ich an Tiret arbeitete, sagte ich mir dann, dass es gar nicht möglich sei, eine gute Action zu schreiben. Mit Penly hingegen hoffe ich, mich Lügen zu strafen. Sie sehen, ich bin der Wahrheit verpflichtet. Sort of.

Was zu tun befiehlt die Eitelkeit oder Der Ansporn eines Verlegers

Gut, gut. Es wird Zeit. Zeit, die nahe Zukunft verlegerisch durchzudenken und dem (einzigen) Autor in meinem Verlage klar zu machen, dass es wieder ernst wird. Um zu guter Letzt nicht wieder in eine perfektionistische Endlosschleife zu gelangen (»vielleicht sollte ich den Text des 7. Kapitels doch noch mal überarbeiten?!«), ist es am besten, wenn man der Öffentlichkeit mit stolz geschwellter Brust gegenübertritt und großspurig die nächsten Publikationen hinausposaunt. Damit mache ich mir den notwendig Druck. Ja, der innere Schweinehund und der überängstliche Perfektionist sind ein gefährliches Gespann, wenn es um nahe Veröffentlichungstermine geht. So. Wie geht es also weiter?

Vorablesen?
Vorablesen?

Con$piracy ¦ Zu aller erst, denke ich, wird es Zeit, die konspirativen Machenschaften, die es da in dieser, unserer Welt gibt, auf den Punkt zu bringen. Der Clou, wenn man so will, ist, dass ich den Text noch nicht offiziell publiziere, sondern vorerst nur in einer sogenannten ARC, einer Advance Reader’s Copy, einer Vorab-Lese-Exemplar-Version anbiete. In US Verlagen ist es scheinbar Gang und Gäbe, treuen Lesern solche Exemplare schon mal vorab zukommen zu lassen. Grund genug, es auch zu versuchen, nicht? Freilich werde ich mir erlauben, einen Kostenersatz zu veranschlagen, somit ist gewährleistet, dass nicht jeder, pardon, Schlurf aufzeigt und um eine Kopie bittet. Natürlich wird der Text in der üblichen Form als Taschenbuch (A5) erscheinen, die Letztkorrektur ist aber noch ausständig. Und wer weiß, vielleicht ist das Feedback zum Text so fruchtbar, dass ich die Ärmel aufstricke und am Manuskript weiter arbeite. Alles möglich. Bis dato haben sich rund 10 Leutchen gefunden, die bereit sind, meine ersten Gehversuche im populären Sachbuchbereich zu unterstützen. Wer zu den Vorab-Lesern gehören und zwanzig €uro loswerden möchte, bitte bei mir anklopfen. Der voraussichtliche Erscheinungstermin dürfte bereits im Juni sein.

MadeleineAnatomie einer Tragödie (Band III der Tiret-Saga) ¦ Ja, das längst druckfertige Buch hat eine Weile im Schatten gewartet. Grund war der Selbstversuch, herauszufinden, ob es möglich ist, ein Buch über Crowd-Funding zu finanzieren. Wie der geneigte und treue Leser weiß, suchte ich 99 abenteuerlustige Club-Mitglieder für Madeleine. Bei etwa 60 Mitgliedern hat es sich eingependelt. Wobei ich gestehen muss, diesbezüglich keinerlei Ambitionen an den Tag gelegt zu haben. Keine Bettelei, keine nervtötenden E-Mail-Aussendungen, keine tränenreichen Aufrufe oder befeuernde Trommelein. Ich wollte sehen, ob sich eine Eigendynamik einstellt und wenn ja, wie diese abläuft (»Da musst du dabei sein!«). Die Erkenntnisse aus dieser Versuchs-Anordnung werde ich natürlich später einmal lang und breit ausführen. Als erstes Conclusio würde ich sagen, dass die Dinge trotz Social Media und Web nicht einfacher geworden sind, was wiederum daran liegen könnte, dass viele, ja, sehr viele Unglückliche ihr Glück im virtuellen Eiertanz versuchen. Voraussichtlicher Publikationstermin für Madeleine kann freilich nur der 14. Juli sein. Jedenfalls für die Club-Mitglieder. Offiziell werde ich wohl im September mit Madeleine herausrücken.

Der Fetisch des Erik van der Roheeine autobiographische Fiktion ¦ Wahrlich, der gute Erik liegt schon seit 2003 in der Lade. Immer wieder aus der Lade geholt, immer wieder in die Lade gegeben. Dann und wann mit Eifer und Energie am Manuskript herumgetan, jedenfalls so lange, bis die Lust im Keller war und ich mich anderen Texten widmete. Aber damit soll nun endgültig Schluss sein. Die Lesung im Ragnarhof hat mich davon überzeugt, dass die Qualität des Textes durchaus nicht übel ist – jedenfalls wenn man(n) das Glück hat, den weiblichen Part von einer talentierten und hübschen Schauspielerin vorgelesen zu bekommen. Die Idee, einen kurzen Clip zu drehen, spukt natürlich im Kopf herum. Schön. Aber bevor ich den Faden verliere, muss noch angemerkt werden, dass ein paar Korrekturen am Text notwendig sind. Die enormen Kürzungen haben gezeigt, dass ein zuvor wesentliches Kapitel nun nicht mehr so wesentlich ist, was wiederum zu Verständnisschwierigkeiten führt. Tja. Zu den gegenwärtigen rund 310 Seiten werden wohl noch 40 Seiten dazukommen. Vorsichtig geschätzt. Aber immer noch akzeptabel, wenn man sich vor Augen führt, dass das Konvolut einst über 600 Seiten aufwies. Ja, wenn ich mal schreibe, dann gibt es kein Halten. Wirklich. Jetzt ist die Frage, wann denn das Buch erscheinen wird. Wieder vorsichtig geschätzt würde ich sagen: Oktober. Vielleicht früher. Vielleicht später. Die Auskopplung Die Erotik des Erik van der Rohe belasse ich vorerst nur als E-Book.

Rotkäppchen 2069B ¦ Ach, das Rotkäppchen, das gäb’s ja auch noch. Schon seit längerem längst druckfertig, aber als Taschenbuch bis dato eher ein Stiefkind meines Verlagsprogramms, tue ich mir schwer, es zu positionieren. Als E-Book macht es hingegen eine passable Figur. Eventuell werde ich eine Kleinstauflage drucken, um zu sehen, wie die neue Version (nicht mehr im Drehbuchstil, sondern romanhafter) angenommen wird. Veröffentlichen könnte ich das Taschenbuch natürlich jederzeit, aber besser, ich warte noch ein wenig zu. Warum?  Keine Ahnung. Ein verlegerisches Bauchgefühl, wenn man so will.

Azadeh ¦ Penly ¦ 88/6 ¦ Eigentlich sind alle 3 Texte – soweit – fertig. Aber es fehlt die Überarbeitung. Und bei 88/6 wollte ich eigentlich noch ein absurdes Finale schreiben, aber die Lust hat sich in Luft aufgelöst und jetzt habe ich nur ein schmales Bändchen, das als schriftstellerisches Experiment anzusehen ist. Freilich, durchaus nicht uninteressant. Und wer weiß, vielleicht werde ich später einmal, in einem anderen Text, auf das Experiment zurückgreifen. Wer weiß denn schon, was die Zukunft bringt, nicht? Penly? Sollte eigentlich im Winter 2012 erscheinen. So das ehrgeizige Ziel. Damit wäre die Tiret-Saga um den (vorläufig) letzten Band reicher und ich könnte mir dann endlich, endlich, überlegen, wie es mit der Saga weitergeht. Wenigstens, denke ich, sollte die Generalständeversammlung abgehalten und die Bastille gestürmt werden. Aber da will ich mich besser nicht aus dem Fenster lehnen. Zwar hat sich die Höhe zwischenzeitlich verringert (vom 8. Stock in den 5. Stock), aber für höhenängstliche Tagträumer ist es noch immer ein gewagtes Unterfangen. Und Azadeh? Ach, meine kleine Azadeh …

Der (vorläufige) Schlusspunkt für Penly

Am 13. August 2011 habe ich mit der 2. Überarbeitung von Penly begonnen. 17 Tage und rund 390 Seiten später ist die 2. Überarbeitung soweit mal unter Dach und Fach. Eigentlich ging ich davon aus, dass es recht zügig gehen würde, aber wie es so ist, kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Die Sackgasse, die mir eine unruhige Nacht bescherte, wurde bestens umgeleitet und konnte mit einem köstlich absurd schwarzhumorigen Geballere gelöst werden. Natürlich freut man sich anfänglich wie ein kleines Kind, aber nach einiger Zeit und wenn die ersten „Najas“ und „Hmms“ der Testleser eintreffen, dann weiß man, dass es noch viel Arbeit gibt. So ist das, mit dem Schreiben. Die Idee mag recht schnell aufs Papier gebracht werden, aber bis es sich rund und stimmig und glatt und süffig und weich und amüsant liest, muss noch viel geschliffen und gebohnert werden. Da kann es dann schon passieren, dass man Stunden an einer klitzekleinen Dialogzeile herumdoktert, um es schlussendlich doch wieder so zu belassen, wie es anfänglich war. Na, die üblichen Leiden eines Schreiberlings halt. Mitleid sollte man hier nicht erwarten, schließlich hat man es sich selber ausgesucht – am ehesten könnte man noch seiner Muse den Schwarzen Peter zuschieben, weil sie einen gar so intensiv geküsst hat, aber hey, warum sollte man sich das Knie wegschießen?

Das Vorwort und die Danksagung vor wenigen Stunden aufs Papier gebracht. Sozusagen aus dem Bauch heraus. Das PDF mit allem Drum und Dran vor wenigen Minuten an V. und A. verschickt. Für E. werde ich es noch in ein epub-Format konvertieren. Dann kann ich Penly mal zur Seite legen und mich anderen Dingen widmen. Derer gibt es ja viele.