Mythen der Ernährung (1): Leben um zu essen oder Essen um zu leben

Dieser Beitrag ist kurz gehalten – obwohl es viel, sehr viel zu sagen, zu schreiben gäbe. Aber so ist das, wenn die Dinge im Kopf reifen und im Herzen blühen.

Vor über einer Woche war es, als es Klick machte und wieder einmal ein Puzzleteilchen in ein anderes ging. Ich musste erfahren, dass die sogenannte »Ernährungswissenschaft«, die sich in den letzten 50 Jahre ans Licht der Öffentlichkeit propagandisiert hat, am ehesten einer religiösen Glaubensgemeinschaft ähnelt, die so manche Studien, die die damalige und gegenwärtige Orthodoxie in Frage stellen, als Häresie verdammt und die verantwortlichen Forscher als Ketzer medial und beruflich verbrennt. Man könnte beinahe meinen, wir wären im finsteren Mittelalter gelandet, wo die hohen Herren und Damen in den Universitäten, Forschungsanstalten und Krankenhäusern sich wie Hohepriester gebärden und so tun, als hätte es die Aufklärung nie gegeben. Der österreich-ungarische Kinderarzt Ignaz Semmelweis (1818-1865) kann diesbezüglich ein trauriges Lied darüber singen:

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9/11 – 17 Jahre und kein bisschen klüger

Vielleicht begann das orwellsche Zeitalter an diesem Dienstag Morgen, dem 11. September 2001, in New York City. Nichts sollte mehr so sein wie es vorher war. Der Kalte Krieg ging mit dem Zusammenbruch der UdSSR und dem Fall der Berliner Mauer zu Ende. Anfang der 1990er Jahre sah es so aus, als würde die Menschheit endlich in ein friedlicheres Zeitalter eintreten können. Der nukleare Holocaust – so durfte man diesen besonderen Begriff in jener Epoche noch gebrauchen – war damit so gut wie Geschichte und die amerikanischen Lehrfilme der 1950er Jahre, die Kinder in den Schulen belehrten, wie sie sich im Falle einer atomaren Explosion verhalten sollten (»duck and cover«), nur noch eine amüsante Anekdote. [Alles Wissenswerte zu 9/11 gibt es auch hier]

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Die dunklen Lebensgeschichten und die Essenz des Lebens

Gestern ergab es sich, dass mir meine Mutter Familiengeschichten erzählte, die von Tragödien und Verirrungen handelten. Dieser Rückblick, sentimental durchzogen, melancholisch geprägt, ließ mich nachdenklich werden. Worin besteht die Essenz des Lebens, besser die Essenz seiner eigenen Lebensgeschichte? Und ist nicht jede Lebensgeschichte wiederum eng mit den dunklen Lebensgeschichten anderer Menschen, die einem sehr nahe stehen oder nahe gestanden sind, verschränkt?

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Zwei Jahre also.

Wenn ich mich jetzt recht entsinne, dann war es vor genau zwei Jahren, als ein Satz gedacht und ausgesprochen wurde, der mich in eine beträchtliche Schieflage brachte. Das kleine Boot, so war damals zu befürchten, drohte zu kentern. Schwimmwesten waren keine an Bord. Ich hätte mich also über Wasser halten müssen, so lange, bis die Umrisse eines Landstriches in Sicht kämen. Keine angenehme Vorstellung, im kalten Wasser zu treiben und zu warten. Weder damals. Noch heute.

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Im Schatten eines verwunschenen Gartens

Wie lange mag es jetzt wohl her sein, dass ich an dieser Stelle einen Beitrag aufs virtuelle Papier brachte, der sich nicht um politische Querelen oder weltmeisterliche Fußballspiele drehte? Eine gefühlte Ewigkeit und eine Nacht.

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Schriftsteller & Verleger