Spielefest 2019 im Wiener Austria Center 15.11-17.11

Das Spielefest im Wiener Austria Center öffnet dieses Wochenende (15.11.-17.11.) seine Pforten und es gibt zahlreiche Brett- und Kartenspiele zum Ausprobieren.

Ich werde am Stand von frisch gespielt meinen Mann und Autor stehen. Mit dabei natürlich meine Bücher. Falls du am Spielefest bist, würd’s mich freuen, wenn du mich besuchen kommst. Vielleicht brauchst du ja noch literarische Weihnachtsgeschenke – direkt vom Erzeuger und garantiert laktosefrei 😉

Die ausgewählte Schoko gibt’s dazu, freilich nur für gaaanz besonders liebe Kunden.

P.S: Die absurde ScienceFictionFantasyComedy Ro2069B muss ich nachbestellen.

facebook: https://www.facebook.com/events/386302192209237

PIATNIK: SMART 10 #SPIEL #KurzKritik

Letztens hat mich der Wiener Spieleverlag PIATNIK eingeladen, deren Neuheiten am Brettspielsektor auszuprobieren. Nach der Messe in Essen konnte ich deshalb ein weiteres Mal SMART 10 unter die Lupe nehmen. „Das Quizspiel der besonderen Art“, erdacht von zwei Wienern, überzeugt in allen Belangen. Man möchte nicht glauben, dass man in diesem Spielgenre noch überraschen kann, aber die Idee samt Umsetzung bringt frischen Wind in die Frage-Antwort-Spielerei.

Funktionieren tut die Sache ziemlich einfach: in der großen kreisrunden Öffnung der quadratischen Quizbox sind 10 Fragen wie auf einem Ziffernblatt angeordnet, während die 10 Antwort jeweils unter einem Knopf versteckt sind. Der erste Spieler kann sich demnach die für ihn einfachste Frage aussuchen, die Antwort geben und, in dem er den Knopf entfernt, überprüfen, ob sie stimmt. Liegt er richtig, behält er den Knopf und gibt die Box weiter. Der nächste Spieler sucht sich nun eine der verbliebenen 9 Fragen aus usw. Es geht so lange, bis alle Fragen beantwortet sind oder keiner mehr eine Antwort geben möchte. Gibt ein Spieler eine falsche Antwort, muss er alle sein bisherig gesammelten Knöpfe abgeben und geht für diese Runde leer aus.

Dadurch, dass alle Spieler mit der selben Frage konfrontiert sind, kommt es zu spannenden Duellen. Ich kann das Quiz guten Gewissens empfehlen. Weitere Fragen-Pakete, so hat man mir versichert, sind in Arbeit. Einziger Kritikpunkt (wohl eher Wermutstropfen), den ich finden konnte, ist vielleicht der Preis des Spiels. Es wäre deshalb zu wünschen, dass die demnächst erscheinenden zusätzlichen Fragen-Pakete eine moderate Preisgestaltung erfahren. So würde die Anschaffung einer Quiz-Box als Investition angesehen werden können.

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Übrigens, vom 15. – 17. November findet wieder das Spiele-Fest im Wiener Austria Center statt. Dort dürfen Brett- und Kartenspiele nach Herzenslust ausprobiert und – so das Taschengeld reicht – auch gekauft werden. Solltest du dort sein, würde es mich freuen, wenn du mich am Stand des Spielemagazins frisch gespielt besuchst.

Review: Terminator Dark Fate – Best mexican Soap-Opera in 2019

To make a long and boring story short, the new Terminator: Dark Fate is a snoozefest. Nothing new, same old in every scene. Compared to the marvelous JOKER, this movie is embarrissing on all fronts. Hollywood is still rehashing old classics with a broad fan base, because money! Disney did it with The Force Awakens, which was a copy of A New Hope and succeeded – the fans wanted a new Star Wars movie so eagerly, that they accepted a copy and paste script. But with The last Jedi things got out of control. So, the production company for the new Terminator thought to play it safe and copy and paste T2 and hire good ol‘ Arnie and Linda Hamilton. But the times they are a changin‘ and the audience doesn’t accept lukewarm cash grabs anymore. We can only hope that Hollywood got the message.

P.S: The mainstream critics see the new Terminator on par with JOKER. Really? I mean, what kind of brain does it need to think that a generic boring action flick with no soul is as good (or bad) as JOKER? I guess something is rotten in mainstream media. Strangely enough the audience scores for Dark Fate are absurdly high, both at Rotten Tomatoes and imdb. I guess, Hollywood got some help from Silicon Valley.

P.S.S: I have a feeling that soon enough, ranting about a movie will be classified as hate speech. More and more movies and tv shows were made with an underlying political message. This kind of propaganda is despised by the audience. The new Batwoman series (CW) gets destroyed by youtube reviewers left and right (this is funny as hell) and the new mediocre Watchmen (HBO) series has nothing to do with the original comic book or movie.

Drei Tage auf der SPIEL’19 in Essen

In diesem Moment öffnen noch einmal die Tore zur SPIEL’19 in Essen und ich sitze bereits in Wien, im Café und versuche all die vielen bunten Eindrücke der letzten Tage aufs virtuelle Papier zu bringen. Keine einfache Sache, bemerke ich eine aufkommende Müdigkeit, die jeden Gedankengang verlangsamt. Messeauftritte, so viel ist mir in den letzten Jahren klar geworden, fordern Körper und Geist, will man die innere Spannung über die gesamte Dauer aufrecht erhalten. Wer möchte sich schon vor aller Augen eine Blöße geben, nicht?

Spielmessen unterscheiden sich von Buchmessen dahingehend, dass die Besucher Brett- und Kartenspiele vor Ort, an vielen Tischen, ausprobieren können. Die Lautstärke und die Energie sind damit um vieles höher als auf Messen, die das gedruckte Wort präsentieren. Die Leipziger Buchmesse kommt der SPIEL wohl am nächsten – beide sind Publikumsmessen, die sich bei den Konsumenten im In- und Ausland großer Beliebtheit erfreuen.

Im Neuheiten-Pavillon der SPIEL’19 entdeckte ich die amüsant anmutende Wirtschaftssimulation WongaMania: Banana Republic. Als ehemaliger Banker und stetiger Systemkritiker sprach mich das Spiel des Verlages Capital Gains Studio (Singapur) natürlich an. Kurzerhand besuchte ich deren Stand und nach einem kurzen Gespräch gab man mir eine Review Copy mit auf den Weg. Einem Probespiel steht also nichts im Wege und vielleicht ist es gut geeignet, dem gewöhnlichen Bürger die ausgeklügelten (und unausgewogenen, zuweilen unfairen) Finanz- und Wirtschafts-Mechanismen auf einfache Art und Weise, sozusagen spielerisch, näher zubringen.

Es ist schön, zu sehen, dass Brett- und Kartenspiele nichts von ihrer großen Faszination verloren haben. Das gemeinsame Spielen stärkt bekanntlich das Zusammengehörigkeitsgefühl und ist (gerade für kinderreiche Familien) ein kostengünstiges Vergnügen – in wirtschaftlich angespannten Zeiten kein unbedeutender Faktor. Natürlich konkurrieren die realen mit den virtuellen Spielen – und je mehr die gesellschaftliche Vereinzelung voranschreitet, um so mehr Zuwachs gibt es bei den Bit- und Byte-Games. Wobei mehr und mehr Brettspiele erscheinen, die auch bzw. nur solo gespielt werden können. Sollten die geeigneten Spielpartner fehlen, können Clubs und Vereine aushelfen (u.a. in Wien: Spielekreis). Vielleicht ist eine facebook-Gruppe (sah ich nicht letztens im Kino eine Werbung dafür?) genau das Richtige, um Gleichgesinnte zu finden. Freilich, die Chemie kann am Monitor nicht festgestellt werden, aber gut Ding braucht Weile.

Erwähnenswert ist der Umstand, dass kleine Spielverlage Beachtliches leisten können. Es wärmt einem das Herz, sieht man diese sprühende Begeisterung in den Augen der jungen Verlagsgründer und deren loyalen Mitarbeitern. Viel Herzblut steckt in den kleinen und großen Spieleschachteln und ich fühle mit ihnen, wenn es Lob und Tadel regnet. Aber man sollte niemals jene Kreativen vergessen, die all das erst ermöglichen: auf der einen Seite die Autoren, die selten im Rampenlicht stehen (im Gegensatz zu ihren Bücherkollegen) und auf der anderen die (für gewöhnlich freiberuflichen) Illustratoren, die es beide nicht leicht haben, auf ihre Rechnung zu kommen. Am Ende des Tages wird nämlich abgerechnet und in einem System, in dem die Münze, nicht Herz, Trumpf ist, müssen alle Tricks und Kniffe angewendet werden, um überhaupt einen Stich machen zu können.

Ich denke, so lange es junge Menschen gibt, die die Welt als Chance wahrnehmen, sich nicht unterkriegen lassen und ihren eingeschlagenen Weg konsequent gehen, so lange dürfen wir auf eine vielversprechende Zukunft hoffen. Und ist das Spiel nicht die Vorbereitung auf das Leben? Vielleicht, wer weiß, ist alles doch nur Spiel. Die Spielregel such ich freilich noch.

Wahrheit und Lüge: Tulsi Gabbard vs. Hillary Clinton

Nur damit Sie wissen, woran Sie sind: Ich hatte im vorigen US-Wahlkampf Donald Trump die Daumen gedrückt. Nicht, weil er der beste aller Kandidaten war, sondern weil er einen (bereits sicher erscheinenden) Sieg von Hillary Clinton verhindern konnte. Diese Frau war in meinen Augen eine Gefahr für den Weltfrieden und – davon gehe ich aus – wäre in der Syrien-Frage auf Konfrontationskurs mit Putin und Russland gegangen. Wie die blutige Sache hätte ausgehen können, muss man nicht groß an die Wand malen. Ein sogenannter Proxy-Krieg, wie wir es schon so oft gesehen haben, wäre die Folge gewesen. Was freilich nicht heißen soll, dass Präsident Trump die amerikanischen Interventionen in kurzer Zeit beenden hätte können bzw. wollen. Die Weichen für einen gewalttätigen Umsturz der legitimen syrischen Regierung waren bereits unter Friedensnobelpreisträger (!) Barack Obama gestellt worden, der mit Außenministerin Hillary Clinton eines der fortschrittlichsten afrikanischen Länder, nämlich Libyen, zurück in die Steinzeit bomben ließ. Jahre später ist von Freiheit und Demokratie nicht viel zu sehen, vielmehr ist das Land ein „failed state“, ein Staatengebilde, das von Warlords und Kriminellen dominiert wird. Die Demokraten tun das das freilich als colleteral damage, als Kollateralschaden, ab. Ja, nicht umsonst ist das Credo der politischen „Weltverbesserer“, damals wie heute: You cannot make an omelette without breaking eggs.

Um hinter die Maske einer Hillary Clinton zu sehen – und sie ist bitteschön nur Teil einer geölten Maschinerie in Washington – reicht es, wenn man sich den kurzen Mitschnitt ihres Interviews ansieht, als sie die Nachricht erhielt, dass Muammar al-Gaddafi tot sei: We came, we saw, he died , lacht sie erfreut in die Kamera. Während im Wahlkampf Donald Trump an den Ohren gezogen wurde, weil er in einer privaten Männerplauderei, locker room talk, obszöne Ansichten zum Besten gab, erinnerte sich keiner mehr, wenigstens nicht in den Redaktionsräumen, an Clintons entlarvendes Gelächter.

Jahre später, im beginnenden Vor-Wahlkampf der Demokraten, zeigt sich, dass die Ära der Clintons langsam zu Ende geht. Eine der Kandidatinnen für den Wahlkampf 2020, die Abgeordnete Tulsi Gabbard, weiß, als ehemalige Soldatin, was es heißt, in blutige Konflikte geworfen zu werden. Deshalb vertritt sie – als eine der ganz wenigen US-Politiker – eine pazifistische Grundeinstellung und lehnt militärische Interventionen in souveränen Staaten ab („regime change wars“). Sie war es auch, die die Initiative #StopArmingTerrorists befürwortete (blog). Grund genug für Hillary Clinton, die Kongressabgeordnete aus Hawaii über Umwege als „Putin-Liebchen“ hinzustellen:

Hillary Clinton says she believes that the Russians have „got their eye on somebody who’s currently in the Democratic primary and are grooming her to be the third-party candidate.“ (NBC News)

Die Antwort kam prompt. Auf ihrem privaten Twitter-Account ließ Tulsi Gabbard die Welt wissen, dass Hillary Clinton „die Königin der Kriegstreiber“ („the queen of warmongers), die „Verkörperung von Korruption“ („embodiment of corruption“) und die „Personifizierung der Fäulnis“ („personification of the rot“) sei, die die Demokratische Partei bereits lange krank gemacht hatte.

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Starker Tobak, nicht wahr? Hand aufs Herz, solch ein Gewittersturm bei den Demokraten wäre noch vor kurzer Zeit nicht möglich gewesen, saßen doch die Clintons und die Obamas fest im Sattel. Doch im Vorwahlkampf scheint sich bei vielen Demokraten die Verzweiflung breit zu machen. All die möglichen Herausforderer würden bei einer TV-Konfrontation mit Donald Trump keine guten Karten haben – mit Ausnahme von Tulsi Gabbard. Aber als Pazifistin und klar denkende Frau kommst du bei den Demokraten nicht weit, die sich nicht zu blöd sind, erneut Bernie Sanders auf die Bühne zu zerren, mit seinen bereits 78 Jahren und einer angeschlagenen Gesundheit. Und hatte er seinerzeit nicht seine Basis schmählich im Stich gelassen und ist mit wehenden Fahnen zu Hillary Clinton übergelaufen?

Das Gute bei alledem ist, dass die Vorwahl-Diskussionen der Demokraten von The Amazing Lucas komödiantisch analysiert werden können. Ei, das ist ein großer Spaß.

Übrigens, nur damit Sie’s wissen, ich habe bereits im Jänner 2018 in meinem Blog Tulsi Gabbard mein Vertrauen ausgesprochen, während der Vize-Chefredakteur einer altehrwürdigen österreichischen Zeitung noch immer die Niederlage Hillary Clintons betrauerte:

Sollten sich die Demokraten neu erfinden, die Abgeordnete Tulsi Gabbard hätte meine Stimme für die nächste Präsidentschaft.

Schriftsteller & Verleger