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US-Wahl 2016: Zwischen Erdrutschsieg, Wahlmanipulation und einem Coup d’État.

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Die heutige Wahl in good ol‘ US of A wird Geschichte schreiben. So oder so. Falls Sie nur die heimische Presse verfolgt haben, können Sie nicht im Ansatz ermessen, was da drüben los ist. Donald Trump hat es tatsächlich geschafft, Bewegung in ein abgekartetes Polit-Spiel zu bringen und Begeisterung zu entfachen. Er hat seinen Anhängern verdeutlicht, dass man den Mainstream-Medien nicht trauen dürfe, dass Washington auf allen Ebenen korrupt sei, dass die sinnlosen Kriege der letzten Jahre 6 Billionen Dollar gekostet und mehr Unsicherheit gebracht hätten, dass die Innenbezirke der Großstädte mit Gewalt und Drogen überflutet wären, dass die Infrastruktur in einem erbärmlichen Zustand sei, dass grenzenlose Globalisierung die Bevölkerung verarmen lässt, dass es besser wäre, mit und nicht gegen Putin zu arbeiten, dass der Kampf gegen IS gewonnen werden kann und dass illegale Immigration zu Problemen führt.

Sollte also Donald Trump die Wahl nicht gewinnen, so bleiben seine Botschaften trotz allem in den Köpfen seiner Wähler hängen. Wir sprechen hier nicht von ein paar verschrobenen Leuten, die irgendwo im Trailer-Park ihre Essensmarken kassieren. Wir sprechen hier von 60 Millionen Amerikanern! Vergessen Sie nicht, dass der Präsident der USA nicht von den Wählern gewählt wird, sondern vom Electoral College, dem Wahlmännerkollegium. Rein theoretisch kann der gewählte Kandidat weniger Stimmen bekommen als sein Gegner und trotzdem ins Weiße Haus einziehen. The winner takes it all. Gewinnt ein Kandidat beispielsweise mit nur einer Stimme im Bundesstaat Kalifornien, würde er trotzdem die gesamten 55 Wahlmänner (von insgesamt 538) für sich verbuchen. Rein theoretisch würde es reichen, dass ein Kandidat die 11 wahlmännerstärksten Bundesstaaten gewinnt, um Präsident zu werden. Wir sollten deshalb bei all dem demokratischen Getöse nicht vergessen, dass die USA in erster Linie eine Republik ist, deren Augenmerk vor allem darin liegt, dass die breite Masse nicht Oberhand gegenüber der politischen und wirtschaftlichen Elite gewinnt. Das war vor 200 Jahren so. Das ist heute noch so.

Für das Phänomen Trump hätte ich drei Erklärungsversuche anzubieten. Denn eines steht für mich fest: Trump wäre niemals so weit gekommen, wenn er nicht im Hintergrund die Unterstützung eines Netzwerkes genießt. Mit Netzwerk meine ich ein sehr großes, sehr einflussreiches, sehr mächtiges Netzwerk.

-) Donald Trump wurde als perfekter Gegner für Hillary Clinton ausgewählt. Sie hätte gegen gewöhnliche Kandidaten der Republikanischen Partei ziemlich schlecht ausgesehen. Ihre ganze Wahlkampagne war ausschließlich darauf fokussiert, die bessere Alternative gegenüber einem vorlauten und tölpelhaften Polit-Quereinsteiger zu sein. Ohne Trump würde Hillary Clinton keine Möglichkeit gefunden haben, von all ihren Skandalen und kriminellen Machenschaften abzulenken. Somit ist es durchaus vorstellbar, dass das Establishment diese Schlammschlacht von Anfang an geplant hatte, um am Ende Hillary Clinton als plausiblen Sieger bekanntgeben zu können.

-) Donald Trump ist genauso wie Hillary Clinton vom Establishment ausgewählt. Beide spielen ihre Rolle, beide sorgen dafür, dass die Welt zwischen dem republikanischen Elefant und dem demokratischen Esel hin- und hergerissen wird. Am Ende bleibt die heilige Kuh ungeschlachtet: FIAT-Geld, FED, Zinseszins-Schuldenfalle usw.

-) Verschwörungstheoretischer Ansatz: Donald Trump wurde vom Militärisch-industriellen Komplex ausgewählt, um gegen die CIA-Cabal vorzugehen. Ein Staatsstreich im Hinterzimmer, wenn man so will. Der Watergate-Skandal in den 1960ern war damals nichts anderes als ein Staatsstreich der CIA-Cabal, um ihre loyalen Leute in Washington einzuschleusen. Interessanter Aspekt ist, dass die junge Hillary Rodham damals als Assistentin bei den Anhörungen mitwirkte. Nebenbei bemerkt, gibt es Gerüchte, die besagen, dass Hillary bereits als Studentin als Informantin tätig war. Dass die Clintons vom CIA-Netzwerk gedeckt und beschützt werden, steht außer Frage. Oder glauben Sie wirklich, dass all die kriminellen Machenschaften der Clintons erst jetzt ans Tageslicht kommen? Die CIA-Cabal ist ein Moloch, der de facto nicht mehr überschaubar ist und niemandem Rechenschaft ablegen muss. Darin liegt die größte Gefahr. Vielleicht werden wir nun Zeuge einer Gegenbewegung, eines Counter-Watergate-Coups. Erinnern Sie sich noch an John F. Kennedy, der den CIA-Direktor Allen Dulles feuerte und daran dachte, die Agency umzukrempeln? Es endete für ihn mit einer magischen Bleikugel. Allen Dulles wurde übrigens auch in die Warren-Kommission bestellt, deren Aufgabe es war, das Attentat zu untersuchen. Ob wir diesbezüglich jemals die Wahrheit erfahren werden? Faites vos jeux.

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München & Ansbach, 2016: Schalten Sie doch endlich das Gehirn ein

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Glauben Sie nicht alles, was Sie lesen!

Im Moment spielen Behörden und Medien in Deutschland und Frankreich verrückt. Anschläge, Amokläufe und Attentate wechseln sich ab mit Geiselnahmen und Entweihungen – angeblich. Bevor Sie die Nerven endgültig wegwerfen und das Ende der zivilisierten Welt gekommen sehen, versuchen wir doch besser, die Ereignisse in Relation zu setzen. Sie sollten dann bemerken, dass irgendwer da oben Sie und mich und die westliche Welt in Angst und Schrecken versetzen möchte. Das geschieht natürlich nicht zufällig und es deutet alles darauf hin, dass hier eine Agenda verfolgt wird (schlag nach bei Orwell). Deshalb sollten Sie nicht Ihr Augenmerk auf die (vermeintlichen) Täter(gruppen) legen, sondern vielmehr auf Behörden und Medien. Lehnen Sie sich zurück, atmen Sie tief durch und haben Sie den Mut, sich Ihres Verstandes zu bedienen. Kant wäre sicherlich stolz auf Sie.

Also, stellen Sie sich vor, Sie hören in den Nachrichten, dass ein 53-Jähriger mit einer Pistole aus seinem Haus läuft, in sein Auto steigt und davonfährt. Beamte der Polizei, die herbeigerufen wurden, geben mehrere Schüsse auf das Auto ab, können aber den (Amokläufer-)Fahrer nicht aufhalten.

Nun? Wie reagieren die Behörden? Schickt der deutsche Innenminister 2000 Polizisten in die Gegend. Fordert er das österreichische Einsatzkommando an? Wird die Bundeswehr in Alarmbereitschaft versetzt? Wird der öffentliche Verkehr eingestellt? Gibt es großräumige Absperrungen? Werden die Bürger gebeten bzw. aufgefordert, nicht die Häuser zu verlassen? Ruft man den Notstand aus? Und wie reagieren die Medien? Gibt es Sondersendungen? Live-Schaltungen? Überschlagen sich die Medienhäuser mit neuen Informationen? Ruft ein CNN-Producer aus den USA auf gut Glück ein paar Häuser in der umliegenden Nachbarschaft an, um einen Augenzeugen ausfindig zu machen? Gerät Scoial-Media völlig außer Rand und Band? Werden Anspielungen auf vergangene Ereignisse gemacht? Zeigen die TV-Anstalten Panik-Szenen in Dauerschleife?

Antwort: Nope. Nada. Non. Die ganze Sache lief an den Medien und den Behörden vorbei. Der 53-jährige Amokfahrer wurde schließlich tot in seinem Auto aufgefunden. Selbstmord. Die ganze Chose hat sich in Kalchreuth, Landkreis Erlangen-Höchstadt (wo auch immer das sein mag) zugetragen. Drei Tage nach München. Kurz und gut, kein Schwein interessierte sich für den Amokläuferfahrer. Können Sie mir jetzt einen Grund nennen, warum nicht? Sagen Sie jetzt nicht, der 53-jährige hätte niemanden erschossen. Zum Zeitpunkt, als die Sache ins Laufen geriet, konnte niemand wissen, was der Kerl, neben seiner (geladenen?) Schusswaffe, in seinem Auto mitführte. Er hätte im Kofferraum ne Bazooka oder ein Scharfschützegewehr oder drei Benzinkanister oder sieben Rohrbomben mitführen und sein Auto als Waffe einsetzen oder Sperren durchbrechen können – Sie wissen schon: Nizza2.0. Niemand konnte es wissen. Und so weit ich weiß, sollte die Exekutive Verbrechen verhindern und nicht warten und schauen, was so passiert.

Nun? Was sagen Sie? Warum wird auf der einen Seite dem Event in München solch eine weltweite mediale Aufmerksamkeit zuteil, während das andere Ereignis nur zur Randnotiz verkommt? Fragen Sie doch mal CNN, was deren Meinung zu Kalchreuth ist? (vermutlich: Where the fuck is this shit on the map?) Fragen Sie doch mal den Innenminister, was er gegen labile Amokfahrer zu tun gedenkt? Sollten die Gesetze für die Führerscheinzulassung strenger werden? Sollten Polizisten nun mit autostoppenden Waffen ausgerüstet werden – beispielsweise mit ner Panzerfaust? Und sollte sich herausstellen, dass das Auto des Amokläuferlenkers mit einem Navigationsgerät ausgestattet gewesen ist, müssten dann die Behörden nicht auf die Hersteller dieser Geräte einwirken? Damit man in Zukunft durch eine Notabschaltung eine Amokfahrten verhindern kann?

Falls Sie noch immer nicht begreifen, worauf ich hinaus will, dann versuche ich es mit einem zweiten Beispiel – aber dann ist Schluss mit meiner Geduld.

Stellen Sie sich vor, in einer Wohnung in Niederbayern gibt es eine heftige Explosion. Feuerwehr und Polizei findet in der besagten Wohnung nicht nur eine Rohrbombe, sondern Waffen, Munition, sowie diverse Chemikalien und Explosivstoffe. Jetzt frage ich Sie, wie Medien und Behörden reagieren? Schlagen Sie Alarm? Ist hier vielleicht ein Waffendepot der IS gefunden? Wollte man mit den Bomben Terroristen ausstatten? Waren Anschläge geplant? Wer sind die Hintermänner? Woher stammen die Waffen? Aus dem Darknet? Woher die Chemikalien? Aus dem Supermarkt? Hatte der Bewohner Sprengstoffkenntnisse und wenn ja, wo hatte er sich diese angeeignet? Beim Militär? Ausbildungslager? Internet? Kindergarten? Oder hatte er das explosive Material nur übernommen – von wem? –  und in seiner Wohnung gelagert? Wer kam für die Miete der Wohnung auf? Soweit ich weiß, ist ein „Bewohner“ kein Mieter bzw. Eigentümer. Wer bezahlte für all die illegalen Sachen? Wie verdient der Bewohner seinen Lebensunterhalt? Ist er vorbestraft? Steht er in Verbindung mit kriminellen Organisationen, terroristischen Gruppierungen oder labilen Asylwerbern?

Nun? Was meinen Sie, wie die Antworten auf die obigen Fragen ausfallen? Richtig. Die Fragen wurden nicht gestellt. Weder von den Behörden, noch von den Medien. Der 53-jährige Bewohner besaß nicht die erforderlichen Erlaubnissen (so steht es tatsächlich in der „Qualitätszeitung“ Standard) und es wird nun wegen des Verdachts des fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie wegen waffen- und sprengstoffrechtlicher Verstöße ermittelt. Ehrlich gesagt, wenn Sie jetzt noch mmer nicht begreifen, dass man Sie auf den Arm nimmt, dann weiß ich nicht mehr weiter. Eventuell habe ich doch noch eine klitzekleine Ergänzung, die Ihnen auf die Sprünge helfen könnte.

Zwei virtuelle Seiten weiter findet man in der schwachmatischen Qualitätszeitung den Artikel über den neuen deutschen Geheimdienstchef Bruno Kahl, der klar stellte „Geheimer Nachrichtendienst und totale Transparenz schließen sich aus“. Was hat das jetzt mit dem zuvor erwähnten Artikel zu tun, werden Sie jetzt vermutlich fragen. Nun, was denken Sie, wer Rohrbomben und Waffen zu Hause bis an die Decke stapeln darf, ohne, dass Medien und Behörden völlig ausflippen? Warum wird gegen den „Bewohner“ und nicht den Mieter ermittelt? Gibt es überhaupt eine Erlaubnis, Rohrbomben zu besitzen? Davon höre ich zum ersten Mal. Und wird in Zukunft gegen Terroristen, die glaubhaft machen können, dass die (Rohr)Bombenexplosion irrtümlich erfolgte, wegen fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt?

Sind Sie jetzt noch immer der Meinung, dass Behörden und Medien noch alle Tassen im Schrank haben? Nehmen Sie noch immer Behörden und Medien in Schutz? Tun Sie es nicht. Die Leutchen wissen sehr wohl, was sie tun. Es gibt nur eine einzige Chance, um deren Agenda zu verhindern: Schalten Sie endlich Ihr Gehirn ein und bedienen Sie sich Ihres eigenen Verstandes. Falls Ihnen also das nächste Mal Behörden und Medien sagen, was Sie auf einem Foto oder Videoclip zu sehen und wie Sie das Nichtgesehene  zu interpretieren haben, lehnen Sie sich zurück, atmen Sie tief durch und sagen Sie laut:

Es reicht! Ich lasse mich nicht länger verarschen!

Die Grube, die uns die 68er-Bewegung grub

Novalis_Paradies

Wer die U6-Parabel Wahlkampf in der U6 von Tom Rottenberger noch nicht gelesen hat, der sollte es nachholen, ist das Stück doch eine gelungene Auseinandersetzung zwischen persönlicher Wahrnehmung und politischer Wirklichkeit in Wien, anno 2016. Die Frage, die niemand bis dato gestellt hat, ist, wie es so weit kommen konnte, dass in der U-Bahn, am helllichten Tage, gedealt, randaliert, gepöbelt, gedroht und gestohlen wird. Warum gab es das nicht in den 1960ern oder 1970ern? Und nein, mit der (ersten) Migrationswelle der Gastarbeiter in den 1970ern hat das nichts zu tun. Diese sind eingeladen worden, um sich hier eine Existenz aufzubauen. Und das taten sie.

Der tatsächliche Grund liegt meines Erachtens in der 68er-Bewegung, die in Wien freilich erst in den 1970ern Fuß fasste. Wenn man den damaligen singenden Revoluzzern Gehör schenkt, dann muss Wien ein grauenhaft konservativer Ort gewesen sein, wo es schon reichte, als junger Mann, mit langen Haaren in eine Bim zu steigen um dann von den Fahrgästen mit unsanften Worten und klaren Drohgebärden (‚Ausse mit dem langzoterten Fetzenschädl!‘) zum Aussteigen gezwungen zu werden. Ja, damals war kein Platz für bunte und schon gar nicht für schräge Vögel.

Aber dank der weltweiten politischen Jugendbewegung änderte sich mit den Jahren die gesellschaftliche Geschlossenheit. Was noch zu meiner Kindheit ein Unding gewesen wäre, ist heute nicht mal mehr die Rede wert. Und da liegt der Hase im Pfeffer!

Durch die künstlich herbeigeführte Liberalisierung der Gesellschaft steht es nun jedem frei, zu tun und zu lassen, wie es einem gefällt. Du möchtest deine Haare rot färben und dir dazu Metallteile ins Gesicht stecken? Nur zu. Du fühlst dich nicht mehr wohl in deinem Männerkörper? Kein Problem, dann bist du von nun an eine Frau und darfst dich entsprechend kleiden und verhalten. Eine Gruppe junger Zuwanderer pöbelt in der Straßenbahn? Achselzucken ist angesagt, weil, wer hier einschreitet, macht sich der Diskriminierung einer Minderheit schuldig und könnte ins rechte Eck gestellt werden. Gleiches gilt auch für schwarzafrikanische Männer, die, so scheint es, ein wenig fad in manch einer der U-Bahn-Stationen herumstehen und warten. Worauf? Achselzucken.

Und nun stellen wir uns die eine oder andere Szene im Wien der 1960er Jahre vor. Was glauben Sie, wie die Sache für alle Beteiligten ausgegangen wäre?

Mehr Polizei, mehr Kontrollen, höhere Strafen, all das löst nicht die gegenwärtigen Probleme. Es bräuchte wieder eine homogene Gesellschaft, die an einem Strang zieht und weiß, was richtig ist und was nicht. Die 68er-Akteure, oben wie unten, haben es verstanden, die Jungen gegen die Alten, die Intellektuellen gegen die Arbeiter, die ›Liberalen‹ gegen die Konservativen auszuspielen. Das Resultat dieser gesellschaftlichen Umwälzung, dieser Befreiung, können wir nun in der U6 sehen. Anything goes!

Habe ich übrigens schon erwähnt, dass die 68er-Bewegung – von Kalifornien bis Paris – ein wohl durchdachter Eingriff im gesellschaftlichen Gefüge war? Ohne 68er hätte es weder einen extremen Sittenverfall noch eine ungezügelte Massenmigration gegeben – und damit wäre auch nicht der Ruf für eine starke Regierung laut geworden. Sehen Sie, wir sind am Ende des Arbeitstages nur Bauern auf dem Schachbrett der Elite, die vor allem eines im Sinn hat: eine globale Gesellschaft zu formen, in der jeder Einzelne kultur- und bodenlos, also grenzenlos, somit sinnlos, somit gottlos sein Paradies im Hier und Jetzt sucht. Keine Sorge, auch wenn uns das Paradies versprochen wird, immer und immer wieder – Globalisierung, TTIP, Einheitswährung, Bankenrettung, Wirtschaftsboom, Liberalisierung, Gleichheitsgrundsätze, usw. – die Hölle ist unseren Kindern sicher. Natürlich mit wertvollen Vitaminen.

Die wichtigste Sache, die es zu wissen gilt

Bullet-Ambler

Für mich ist die wichtigste Sache, die es zu wissen gilt, nicht, wer den ersten Schuss abgegeben hat, sondern vielmehr, wer für die Kugel bezahlt hat. Der Autor Eric Ambler schrieb das im Jahr 1937. Zwischenzeitlich ist viel Wasser die Donau hinabgeflossen, aber die Feststellung ist noch immer gültig. Ja, man könnte sogar sagen, sie ist zeitlos. Es wird immer eine kleine skrupellose Gruppe an Machtmenschen geben, die Menschen mittels Geld oder Versprechungen zum Verbrechen anstiften wird.

Falls Sie zu jener seltenen Spezies Mensch gehören, die versuchen, das Weltgeschehen zu begreifen – sei es Vergangenheit, sei es Gegenwart – dann kann ich Ihnen diesbezüglich auf die Sprünge helfen. Es ist nämlich ganz einfach:

All die vielen Revolutionen in der Geschichte der Menschheit sind vorrangig von ehrgeizigen Machtmenschen initiiert oder von diesen vereinnahmt worden. Fürsten und Könige und Kaiser wurden nicht deshalb gestürzt, enthauptet oder eingekerkert, weil sie das Volk misshandelten, sondern vielmehr, weil sie einer Aristokratie im Wege standen. Machen Sie jetzt nicht den Fehler, in der Aristokratie nur den Blutadel zu sehen. Die Hohenpriester des Geldes und des Glaubens gehören genauso dazu. Diese elitäre Gruppe ist es, die das Volk wie einen Spielball benutzt, um an ihr Ziel zu kommen. Deren Maxime ist so alt wie das erste Imperium: Divide et impera. Teile und herrsche.

Wenn Sie die vergangenen und gegenwärtigen blutigen Ereignisse mit dieser Maxime im Hinterkopf betrachten, dann machen diese plötzlich Sinn. Oder glauben Sie wirklich, dass es Zufall ist, dass noch jedes aufstrebende Volk sich in sinnlosen (Bürger-)Kriegen verblutet hat? Oder dass die Politiker nicht wüssten, dass ungehemmte Migration nicht nur zu einem Schmelztiegel im Land führt, sondern auch zu einem Pulverfass mit kurzer Lunte? Oder dass die Emanzipationsbewegung die Frauen gegen die gewöhnlichen Männer aufgehetzt hat? Oder dass Minderheiten bestärkt werden, sich gegen die Unterdrücker zur Wehr zu setzen?

Wohin man auch sieht, die zivilisatorische Ordnung bricht Stück für Stück zusammen. Am Ende des hohenpriesterlichen Umformungsprozesses steht der staaten- und kulturlose Mensch. Dieser wird seiner Geschichte, seiner Herkunft, seines Glaubens beraubt. Er ist dann entweder Marionette der Partei-Elite. Oder Hamster. Entweder äußeres Parteimitglied. Oder Proletarier. Faites vos jeux.

Die gemachte Spaltung in der österreichischen Gesellschaft

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Am Ende des Weges erwartet uns das Paradies, vielleicht.

Die Bundespräsidentenwahl hat – so scheint es – zu einer Spaltung in der österreichischen Gesellschaft geführt. Auf der einen, sozusagen linken Seite, Alexander van der Bellen, auf der rechten Norbert Hofer. Sieht man genauer hin, dann hat man es wohl eher mit einem Schlagabtausch zwischen neoliberaler und neokonservativer Gesinnung zu tun, aber damit kann der gewöhnliche Bürger freilich nichts anfangen. Besser ist es, in Extremen zu baden, die Hände über den Kopf zusammenzuschlagen und laut auszurufen, dass das Ende der Welt, so wie wir sie kennen, nahe ist. Deshalb wird Kandidat A gewählt. Deshalb wird Kandidat B gewählt. Ist es nicht erstaunlich, dass es vorrangig die Zukunftsangst ist, die den besorgten Wähler dazu motiviert, sein Kreuzchen an der richtigen Stelle zu machen? Im Gegensatz dazu, dürften die Nichtwähler, die keinen geringen Anteil am Wahlausgang haben, einen gesunden Optimismus haben. Vielleicht ist es auch nur der berühmt berüchtigte österreichische Fatalismus, der diese an der Wahl unbeteiligten Leutchen unbesorgt in die Zukunft sehen lässt.

Eine Spaltung in der Gesellschaft ist per se nicht problematisch. Viel problematischer ist, wie Medien, Politiker und Einpeitscher damit umgehen. Demokratie bedeutet, zynisch formuliert, die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit. Der gewöhnliche Bürger hat diese Herrschaftsform akzeptiert – dass es bis dato zu keinen gefährlichen Auswüchsen gekommen ist, heißt nicht, dass es niemals dazu kommen wird. Sehen Sie, die einen haben die Befürchtung, dass ein Wahlausgang dazu führt könnte, dass die neue Regierung Wöllersdorf reaktiviert, die anderen Mauthausen. Falls diese Befürchtung tatsächlich berechtigt ist, dann hätte die Demokratie wohl versagt und eine neue Herrschafts- bzw. Regierungsform müsste gefunden werden. Aber in diesem Fall würde sich die Katze in den Schwanz beißen, weil, um die linke Herrschaft zu verhindern, man dann eine rechte schaffen müsste und umgekehrt. So oder so führt die Weigerung, Demokratie zu leben, in eine totalitäre Sackgasse. Weil, frei nach Hemingway, gegen das Böse zu sein, macht dich nicht zu einem guten Menschen.

Auch wenn man es nicht gerne hört, aber bereits die Bibel zeigt uns, wie weit es mit der Demokratie her ist und wie einfach es für die Hohenpriester ist, die Menge zu beeinflussen und zu manipulieren:

»Die Hohenpriester aber wiegelten die Menge auf, lieber die Freilassung des Barabbas zu fordern. Pilatus wandte sich von neuem an sie und fragte: Was soll ich dann mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt? Da schrien sie: Kreuzige ihn! Pilatus entgegnete: Was hat er denn für ein Verbrechen begangen? Sie schrien noch lauter: Kreuzige ihn! Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufrieden zu stellen, [den Mörder] Barabbas frei und gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen.«
Das Evangelium nach Markus, Kapitel 14

Kurz und gut, Demokratie kann im Großen nicht funktionieren. Und so lange die Hohenpriester, die Ältesten und die Schriftgelehrten mittels Geld und Einfluss die Menge in die eine oder andere Richtung lenken können, so lange wird es gesellschaftliche Spannungen geben. Als Lösung scheint es nur zwei Wege zu geben: Man interniere und erziehe die eine Hälfte der Wähler zu besseren Menschen – oder die Hohenpriester. Faites vos jeux.

Der Gulag der Illusionen

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Der Mensch, wie es Friedrich Melchior Baron von Grimm (1723-1807) so spitzfindig auf den Punkt bringt, ist weder für Freiheit noch für Wahrheit gemacht. Trotzdem gibt es immer wieder kluge und weitsichtige Apostel, die das Mantra der Freiheit predigen. Aber seien wir mal ehrlich: Wer kann von sich behaupten, frei zu sein? Ja, welchen Unterschied macht es, von einem tyrannischen Herrscher gezwungen zu sein, in einer Fabrik zu arbeiten oder von einem Arbeitsmarktservice? In beiden Fällen werden Zuwiderhandlungen bestraft. Freiheit für den Einzelnen gibt es es nur dann, wenn dieser seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten und Recht sprechen kann. Ansonsten wird der Einzelne zum Spielball der Mächtigen, deren „tyrannisches“ System einfach nur darin besteht, Gesetze festzulegen, die Abhängigkeiten erzeugen und juristische sowie polizeiliche Maßnahmen gegen Gesetzesbrecher vorsehen.

Ein marxistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert, soll der sowjetische Dissident Alexander Solschenitzyn  gesagt haben. Machen wir aber nicht den Fehler, zu glauben, dieses „marxistische System“ hätte sich mit dem Niedergang der UdSSR in den 1990er Jahren in Luft aufgelöst. Nein, nein. Dieses globale System der Machterhaltung besteht fort und ist mit Sicherheit nicht tot zu kriegen. Nur die Hülle, der Schein, die Illusion werden den gegenwärtigen Befindlichkeiten angepasst.

Jede Regierung, wo ein Bürger so unmäßig reich werden kann, verrät ein verborgenes Verbrechen, das Untersuchung verdient, soll Montesquieu (1689-1755) einst gesagt haben. Von diesen Untersuchungen ist nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil. Die Beteiligten – unterwürfige Gesellen genauso wie herrschaftliche Meister – verdrehen und relativieren jedes hochrangige Verbrechen, werfen Schlamm und Kot auf jeden, der sich erdreistet, Betrug und Korruption eines internationalen Netzwerks sichtbar zu machen und bringen all jene zur Strecke, die eine Gefahr für die Freiheit der Obrigkeit darstellen.

Wenn es also beispielsweise heißt, dass nur „gewisse BBC-Verantwortliche unteren und mittleren Ranges vom Gebaren [!] des Fernsehstars Jimmy Savile gewusst“ hätten, dann können Sie davon ausgehen, dass das Gegenteil richtig ist. Die Liste all der hochrangigen Verbrechen, die unter den Teppich gekehrt werden, ist enorm – und niemand, der sich bemüßigt fühlen würde, dem Einhalt zu gebieten. Und wissen Sie warum? Weil der Einzelne in einer Abhängigkeit gefangen ist. Der Mensch ist tatsächlich weder für Freiheit noch für Wahrheit gemacht – nicht weil es die Natur, sondern ein von Menschenhand geschaffenes System so vorgesehen hat. Willkommen im Gulag der Illusionen.

Und der Gewinner in der Kategorie Antisemitismus geht an: Oscar So White

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Haben Sie es auch gehört, dass gerade ein Sturm der Entrüstung auf Hollywood niedergeht. Grund ist, dass die schwarzafrikanischen Kandidaten für die diesjährige Oscar-Verleihung leer ausgingen. Kein Wunder, so heißt es, sind doch von den 6300 Juroren – Mitglieder der Academy Awards – ganze 94 Prozent weiß (77 Prozent männlich und das Durchschnittsalter liegt bei 63 Jahren). Grund genug, einen Boykott der Hollywood-Beweihräucherungszeremonie mit dem Slogan Oscars So White zu fordern.

Der Aufschrei der Ignorierten – seien sie schwarz oder weiblich – klingt jetzt natürlich in Zeiten der political correctness nachvollziehbar und durchaus vernünftig. Aber einen wesentlichen und wichtigen Punkt übersehen all die politisch korrekten Leutchen in den Redaktionsstuben: Hollywoods Entscheidungsträger sind zum größten Teil jüdisch. Marlon Brando hatte 1997 keine Scheu es Larry King in einem TV-Interview zu sagen (»Hollywood is run by jews«), aber generell wird dieser Umstand verschwiegen. Warum? Aus Angst, als Antisemit abgestempelt und vom Futtertrog Hollywoods verdrängt zu werden. Mel Gibson kann darüber ein Lied singen. Genauso Charlie Sheen, Courtney Love oder John Galliano – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auf der anderen Seite ist es Mel Brooks oder Larry David oder Woody Allen hoch anzurechnen, dass sie „ihre“ Angelegenheit auch mit Humor betrachten.

Wenn es also einen Boykott-Aufruf gegen „Hollywood“ gibt, dann schwingt meiner Meinung nach unterschwellig eine antisemitische Haltung mit. Viele sind sich dessen nicht bewusst, aber so funktioniert nun mal Manipulation auf subtiler Ebene. Ehe man sich versieht, verliert man seinen Job oder wird vor Gericht gestellt, weil man im guten Glauben 140 Zeichen für die gute Sache in die humorlose Welt entließ.

Kurz und gut, wir haben uns mit der Political Correctness gesellschaftlich ins Knie geschossen. Früher oder später wird niemand mehr wissen, welche Vorwürfe andere Vorwürfe entkräften können. Darf beispielsweise ein muslimischer Asylwerber aus Afrika einen jüdischen Beamten in den USA der Diskriminierung beschuldigen – oder macht er sich damit des Antisemitismus schuldig? Darf ein homosexueller Mann seine Vorgesetzte der Inkompetenz beschuldigen – oder wird er als sexistischer und frauenfeindlicher Mann denunziert? Kann ein syrisch-christlicher Asylwerber der Hetze und Diskriminierung gegenüber türkisch-muslimischer Österreicher belangt werden? Könnte die Jury des Amadeus-Awards 2015 des Sexismus und der Frauenfeindlichkeit bezichtigt werden, weil sie in der Kategorie „Künstlerin des Jahres“ einen Mann den anderen nominierten Frauen vorzogen? Und schließlich muss die Frage erlaubt sein, warum ich das Gefühl habe, dass ein „weißer christlicher heterosexueller Mann“ sich niemals diskriminiert fühlen darf.

Man kann es drehen und wenden wie man möchte, political correctness ist nur ein Werkzeug des Establishments um Dissidenten und Zweifler und Wahrheitssucher und investigative Journalisten und populäre Politiker und unangenehme Professoren aus dem Verkehr zu ziehen. Also passen Sie ja auf, welchen Boykott-Aufruf sie öffentlich unterstützen und welchen Teufel Sie beim wahren Namen nennen. Gut möglich, dass es ihre eigenen vom System politisch korrekt erzogenen Kinder sind, die Sie ausspionieren und verraten werdem. Aber wer weiß, vielleicht sind Sie dann sogar stolz darauf.