Das Ende des 1. Weltkriegs – 100 Jahre danach

Gestern, am 11. November 2018, jährte sich das Ende des 1. Weltkriegs zum 100. Mal. Viel ist seinerzeit darüber geschrieben worden. Ein globaler Konflikt. Eine globale Katastrophe. Niemand, der seinerzeit bei gesundem Verstand war, hätte sich im Sommer 1914 ein vierjähriges Blutgericht der größten aller Zivilisationen vorstellen können. Mit den ersten zwei Schüssen, die ein fanatischer Serbe auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger und dessen Gemahlin abgegeben hat, wurde die hoffnungsfrohe Zukunft dieser, unserer Welt, zertrümmert.

Das Ende der Blutaristokratie läutete den Beginn des Geldadels ein – ausgehend von der Schaffung der privaten Zentralbank (Federal Reserve Act) in den USA, einen Tag vor Weihnachten im Jahre 1913, und der Auslöschung der fürstlich-königlichen Gegenspieler am Ende des 1.Weltkriegs.

Von da an haben global denkende Bankiers die politischen Zügel vollends in die Hand bekommen. Friedlicher ist die Welt seit diesen Tagen freilich nicht geworden. Im Gegenteil. Und die Seelen der gewöhnlichen Bürger werden wie auf einem Basar verschachert und verkauft. Materialismus wurde zur obersten Maxime der neuen Zeit und Konsum zum Antrieb der Wirtschaft und damit der Welt erklärt. Der Erfolg jeder Handlung ist seit diesen Tagen nur noch in Geld und Vermögenswerte zu messen. Der Mensch hört auf Mensch zu sein, wenn er nicht mehr kreditwürdig ist. Die Verzweiflung ist jetzt Teil eines Geschäftsmodells geworden.

100 Jahre ist es also her, dass alle Kirchenglocken im Land läuteten und das Ende dieser irrsinnigen vierjährigen Metzelei anzeigten. Man fragt sich, wofür all diese jungen Menschen – hüben wie drüben – gestorben sind. Anfänglich dachten die gewöhnlichen Bürger noch, dass dieses fürchterliche Blutvergießen jeden weiteren Krieg unmöglich machen würde. Hieß die Botschaft aus Washington nicht „The war to end all wars“? Aber bei den „Friedensverhandlungen“ in Versailles ging es nur noch um die Aufteilung des Kuchens. Die Bankiers hatten die Politiker bereits ersetzt und in deren Augen waren (zukünftige) Konflikte nur eine weitere Möglichkeit, Feinde des materialistischen Systems zu vernichten und eine mammonistische Weltordnung voranzutreiben.

Zu guter Letzt möchte ich auf den sehr empfehlenswerten Vortrag des Politikwissenschaftlers Herfried Münkler verweisen, der im Deutschen Bundestag über Irrtümer und Illusionen des Großen Krieges von 1914 erzählen durfte. Es wäre zu hoffen, dass es im Jahr 2039 einen ähnlich erhellenden Vortrag geben wird. Warum? Nun, weil wir am Ende doch alle der Wahrheit verpflichtet sind, meinen Sie nicht?

 

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