richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

erarbeiteter Musenkuss

Nach so einem Mittagsschläfchen, wenn man wieder in die Gänge kommt, geht die Post ab. Ist natürlich nicht immer so, aber hin und wieder. Also schnell ein paar Zeilen zusammenschreiben, bevor ich mich wieder Penly und dem Schlüssel eines Geheimnisses widme. Welcher Sohn würde schon seine eigene Mutter aus dem Fenster und in die Tiefe stürzen? Eben. So ein obskures Verbrechen gehört aufgeklärt. Und wird aufgeklärt. Obwohl, dieses Geheimnis ist eigentlich nur die Beilage zum großen Showdown. Die ersten Kapiteln soweit überarbeitet, sie in Ton und Stimmung den anderen angepasst, vor allem an Brouillé, weil die Handlung ja nahtlos vom zweiten Band in den vierten übergeht. Und der dritte Band Madeleine? Ja, der besucht ein wenig später die Handlung, bringt dafür aber einen Stein ins Rollen und löst das im Subtitel genannte Blutbad aus. Ja, ja.

Nebenbei habe ich nun eine ernsthafte Leseprobe von Der Fetisch des Erik van der Rohe erstellt. Sie soll einen kurzen Einblick in jedes der 10 Kapitel geben. Die erotischen Phantasien und intimen Sessions sind da natürlich nicht dabei, weil diese ja nur erregendes Beiwerk sind, aber nicht mehr. Mit allem Drum und Dran erreicht die Seitenzahl 600. Das ist schon gewaltig. Zu gewaltig. Wie dem auch sei, das erste Kapitel Lydia werde ich Anfang September als ebook anbieten.  Weitere Kapitel folgen, wenn ich meine, dass es Sinn macht, sie zu veröffentlichen. Die Idee, das gesamte Manuskript gegen Einwurf vieler Münzen als „Privatausgabe“ im PDF-Format anzubieten, ist mal im Kopf. Weil ich ja weiß, wie nervig es sein kann, auf Fortsetzungen zu warten. Aber auch da wird im September eine Entscheidung fallen.

In Erik habe ich nun im letzten Kapitel Nathalie eine hübsche Szene geschaffen. Erik und eine virtuelle Bekanntschaft beschließen, sich bei ihrem ersten (blind) Date einen Kuss zu geben. Ohne davor ein Wort zu verlieren.Ich habe mir die letzten Tage Gedanken darüber gemacht, ob das realistisch ist. Vermutlich nicht, aber bei genauerer Betrachtung würde diese Begrüßungsaktion viel Druck nehmen. Also, wenn ich so zurückdenke, dann komme ich zum Schluss, dass es nicht geschadet hätte, gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Weil man dann schnell merkt, ob man sich wohl fühlt oder nicht. Ach, manchmal macht es schon Spaß, solche seltsamen Gedanken zu spinnen und auszuformulieren. Und, hey, ich darf das, ich bin Schriftsteller!

Anmerkung: MM. schrieb mir, dass es so eine „Kuss-Szene“ in der Literatur bereits gibt: bei glattauer machen sie auch ab, dass sie sich im dunklen zimmer träfen und nicht sprächen und sich einfach küssten, falls du es nicht ganz gelesen hast… :-))

Anmerkung: Nope, den Glattauer und seine Bücher kenne ich bitteschön nicht, ja?

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10 Antworten zu “erarbeiteter Musenkuss

  1. Carsten Tergast Donnerstag, 12 August, 2010 um 20:37

    Mittagsschlaf?? Mittagsschlaf!!

    Aber, hey, Du darfst das, Du bist Schriftsteller! 🙂

    Die Idee der Kußszene ist spannend… und keineswegs unrealistisch, wie ich finde… 🙂

  2. Richard K. Breuer Freitag, 13 August, 2010 um 7:47

    Aha, Aha! In Norddeutschland ticken die küssenden Uhren vermutlich ein wenig anders als hier 😉 Ich wurde übrigens aufgeklärt, dass der Glattauer in seinem E-Mail-Roman so eine Szene schon längst in die Realität der Literatur geholt hat. Ärgerlich. Weil jetzt jeder denkt, ich hätt’s bei ihm abgeschaut. Und schon kommt man in des Hegemanns Küche 😉

    • Carsten Tergast Freitag, 13 August, 2010 um 9:07

      Legte ich mich des Mittags aufs Öhrchen, bräuchte ich nicht wieder aufzustehen. Tagsüber muss die Maschine laufen, laufen, laufen, mit runterfahren ist da nix… 🙂

      Mach’s einfach, das mit der Kußszene. Wir sagen dann halt Helenchen zu Dir… 🙂

      Letztlich kommt’s ja auf die konkrete Ausgestaltung an. Oder ging’s nur drum, als der große Blind-Date-Kuß-Szenen-Innovator in die Literaturgeschichte einzugehen? Hihi.

      • Richard K. Breuer Freitag, 13 August, 2010 um 10:51

        Ja, so ein nachmittäglicher „Shut down“ rüttelt ganz schön am System. Bin mir auch nicht sicher, ob es mir etwas bringt 😉

        Helenchen? Heißt die Dame im Buch so? Aha.

        Natürlich will man als „Innovator“, als Begründer, in die Literaturgeschichte eingehen. Tja. Muss ich mir was Neues ausdenken. Manchmal glaub ich ja, dass schon alles Erfunden wurde 😉

  3. Victoria Freitag, 13 August, 2010 um 14:13

    Penly! Gibt’s eigentlich schon einen geplanten Veröffentlichungstermin? Ja, hier spricht die Geduld in Person 😀 Aber ich hab‘ letztens wieder Tiret re-gelesen, ubd bin schon
    SEHR neugierig, wie sich das alles fügen wird. Und ob die Wahrsagerin recht hatte. Oi weh.

    (Und ich merke gerade, ich bin Dir immer noch Feedback zu Erik schuldig. Wird kommen, und sorry!)

    Liebe Grüße
    V.

    • Richard K. Breuer Freitag, 13 August, 2010 um 19:35

      Na, du bist aber eine ganz eine brave Tiret-Fantatikerin, Vic 😉

      Also, wenn ich ein erste Version habe, wirst du die Ehre haben, es lesen zu dürfen. Was sagst jetzt? Kann sich nur noch um Tage handeln. Und ob die Wahrsagerin Recht hat oder nicht, verrät euch gleich das Licht …

      Ach ja, Erik gibt’s auch noch 😉

  4. Victoria Samstag, 14 August, 2010 um 13:48

    PENLY: JA. BITTE. 😀

    (Ich hab‘ ja eine Theorie, wie sich das ganze in Verwirrung auflösen könnte… bin schon gespannt, ob die Zeichen zur Abwechslung richtig gedeutet, oder wieder einmal überinterpretiert wurde. In letzterem bin ich ganz toll).

  5. MM Montag, 16 August, 2010 um 21:55

    mein lieber,

    ja, beim glattauer haben sie „abgemacht“, dass etc. ich habe nie behauptet, dass sie es auch ausgeführt haben. der wille war da, aber es kommt halt eben meistens doch anders als man denkt.

    du kannst es also immer noch ausprobieren. und es uns wissen lassen.

    ich bin gespannt. darauf, was die echte, reale kusszene bei dir auslösen wird. vermutlich ein wirbelsturm an literarischem. also, wo steckt das wiener mädel, das dich armer frosch erlösen wird?

    • Richard K. Breuer Montag, 16 August, 2010 um 23:46

      Also, um literarische Wirbelstürme auszulösen, braucht es einen Musenkuss, aber nicht unbedingt einen realen. Andererseits, dagegen ist nichts einzuwenden. Quaaak 🙂
      P.S.: die „reale abgemachte“ Kuss-Szene ist dann bitteschön nachzulesen im Kapitel „Nathalie“ 😉

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