richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

eine Visitenkarte – damals und heute

Gerade eben die neue Visitenkarte zum Druck befördert. Lange ist es her, als ich mir eine bastelte. In den Anfängen der Online-Druckerei-Anbieter. Das war im Mai 2005, also fast genau sechs Jahre her. Seltsam. Mir kommt vor, als würde die Karte aus dem tiefsten Mittelalter der digitalen Webwelt kommen. Jedenfalls fühlt es sich so an, wenn man einen Blick auf die Visitenkarte macht. Gewiss, ich hatte eine gute Idee: weniger ist mehr – mit einem mysteriösen Eyecatcher (Münze) und einem Farbklecks. Nun, die Ausführung überzeugt dann doch nicht. Ja, ich war auch nicht sonderlich begeistert, als ich das Endergebnis in Händen hielt. Das Papier zu weich, zu glänzend, die eingescannte Münzschraffur, naja, viel zu klein, viel zu nebulös. Aber der Farbdruck war schon allerhand. Man beachte das rote »K.« Huh.

Heute sieht die Sache schon ganz anders aus. Wie man an der neuen Visitenkarte feststellen kann, hat sich in der Zwischenzeit einiges getan. Gut, ich habe nun ein besseres Design-Gespür als damals. Aber die technische Infrastruktur – InDesign, Photoshop – sowie die Möglichkeit, aus einer Vielzahl an Schriftarten auszuwählen, macht die Sache natürlich leichter. Und wenn man auch noch Ausschnitte aus seinen Buchcovers draufpacken kann – mit den Illustrationen von Kheira Linder – naja, was soll da noch Großartiges schief gehen? Eben.

Aber weil man als Nicht-Grafiker und Konzept-Quereinsteiger immer die Neigung hat, das eine oder andere auszuprobieren, tut es gut, wenn man sich erfahrenen und professionellen Beistand holt. In meinem Fall war das ein süßes Vögelchen oder, mit bürgerlichen Namen, die liebe Sandra Vogel und ihr piepmatz Designstudio. Sandra hat mich auf den Boden der Bodenständigkeit zurückholte. Generell gilt: weniger ist bekanntlich mehr. Zu aufdringlich, zu verspielt, zu bunt, nun ja, das tut der Sache zu meist nicht sonderlich gut. Ja, ja. Sie war es auch, die mich bekräftigte, die »erotische Rückseite« zu wählen, weil sie ein »Blickfang« wäre. Gut, gut. Das wollte ich noch gesagt haben, damit mir keine mit der »Ihr Männer seid doch alle gleich«-Phrase daherkommt.

So! Dann warten wir mal ab, was von der Druckerei zurück kommt.

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