richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Wenn ein Mass Shooting keinen Sinn macht: San Bernardino, California

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Glauben Sie nicht alles, was Sie sehen!

Haben Sie es auch gelesen oder davon gehört? Diese Schießerei in Kalifornien mit Sturmgewehren – das übrigens eines der restriktivsten Waffengesetze der USA hat. Die Täter? Ein Ehepaar. Vater und Mutter. Muslimischer Hintergrund. Schüsse auf Wehrlose. Ein terroristischer Akt. Warum? Facebook-Loyalitätsbekundung* der (fanatischen) Täterin für ISIL/IS/Daesh. Damit endet die offizielle Berichterstattung. Fragen? Nope. Es liegt alles so klar und eindeutig auf der Hand.

*) update: FBI Chef James Comey verlautbarte, dass die Loyalitätsbekundung nicht über Facebook, sondern über „private direct messages“lief. Aha. Scheinbar waren die vielen facebook-Posting-Widersprüche dann doch zu viel des Guten und man erinnerte sich in den FBI-Etagen, dass „Heimlichkeit“ bessere und (für die Skeptiker) unwiderlegbarere Ergebnisse liefert.

Jeder Journalist, der ein wenig Gehirnschmalz und (viel wichtiger) Rückgrat hätte, würde über die Ungereimtheiten berichten. Über all die von offizieller Seite geschilderten Fakten, die keinen Sinn ergeben. Beweise, die noch vor Jahren belächelt worden wären, werden heutzutage als „unumstößlich“ hochgespielt. Beispielsweise soll die die überzeugte Muslimin, die sich sonst immerzu in eine Niqab hüllte, während der Schießerei (!) noch schnell einem IS-Führer ihre Loyalität auf facebook gepostet haben. Freilich nicht mit ihrem offiziellen Profil. Überhaupt ist die „Täterin“, die kein 50 Kilogramm auf die Waage bringt und sich paramilitärisch ausgerüstet haben soll, ein Fragezeichen ohne Boden. Die Washington Post versucht sich daran, das Rätselhafte der in Pakistan geborenen „Malik“ zu enträtseln – dabei geht der Autor vom Ende zurück zum Start. Da es kaum Fotos und Dokumente aus ihrer pakistanischen Studienzeit gibt, muss sie diese also vernichtet haben:

When Malik graduated from pharmacy school, she tried to remove all of her pictures from university databases. She collected all of her university identification and library cards and destroyed them.

Es ist, als würde man jemanden eines Verbrechens bezichtigen und den  Beweis erbringen, dass es keine Beweise gibt. Der Verbrecher, so wird geschlussfolgert, ist so kriminell schlau, dass er alle Beweise verschwinden lassen konnte. Dummerweise trifft diese Logik auch auf einen Unschuldigen hin, aber da von vornherein feststeht, wer Täter, wer Opfer ist, braucht man sich um Beweise und Fakten nicht länger zu kümmern. Erinnert all das nicht an eine dunkle Zeit, in der die bloße Anschuldigung bereits genügte, einen Mann oder eine Frau in der Folterkammer nach „Recht und Gesetz“ zu befragen? Am Ende gab es für gewöhnlich ein Geständnis. Quod erat demonstrandum. Ein göttlicher Zirkelschluss, wenn man so will.

Ehrlich gesagt, wenn Sie wirklich der Meinung sind, dass sich die Sache so zugetragen hat, wie berichtet, dann muss ich Sie bitten, kurz an die frische Luft zu gehen und innezuhalten. Versuchen Sie sich das offizielle Szenario nur einmal ansatzweise vorzustellen – und verdrängen Sie dabei Hollywood-Action-Flicks aus ihrem Kopf.

Würde sich eine junge Mutter von ihrem erst kürzlich geborenem Kind wirklich trennen wollen? Warum erzählt der Anwalt der Familie auf CNN dem (voreingenommenen) Moderator, dass die offizielle Verlautbarung für ihn keinen Sinn ergibt. So fanden die Behörden die beiden „Täter“ tot auf der Rückbank des Wagens sitzen, in Handschellen. Es heißt, die beiden hätten mit Sturmgewehren aus ihrem (?) schwarzen SUV mit geschlossenen Fenstern „geschossen“, was aber dem gesunden Menschenverstand widerspricht – so eine „Aussault Rifle“ in Anschlag zu bringen, benötigt Platz – abgesehen davon, dass es prinzipiell keine gute Idee ist, Feuerwaffen in einem kleinen geschlossenen Raum abzufeuern.

Und dann ist da noch diese Invasion einer Reporterhorde samt unbekannter Zaungäste in die  (angebliche) Wohnung der beiden Täter – gerade einmal 48 Stunden nach der Tat. Keine Polizeibänder. Keine Absperrung. Die Leute fallen in die Wohnung wie die Geier und untersuchen jeden Gegenstand, der möglicherweise einen Hinweis auf muslimisch-terroristische Aktivitäten gibt. Freundlicherweise hat das FBI eine Liste aller belastenden Gegenstände, die sie zuvor gefunden hatten, sowie allerlei Dokumente der vermeintlichen Täter, auf einem Tisch „liegen gelassen“. Sehr zur Freude der Reporter, die nun einen „Beweis“ haben, dass in dieser Wohnung Waffen und Munition gehortet wurden. Ich kann mich an keinen Fall in der Geschichte der Kriminalistik erinnern, in der Unbefugten der Zutritt zur Wohnstätte des Täters erlaubt worden wäre – jedenfalls nicht nach 48 Stunden.

Die Berichterstattung zu diesem und all den anderen Massenschießereien im Mainstream sind unzuverlässig und zeugen davon, dass in den Redaktionen niemand mehr gewillt ist, über den Inhalt offizieller Verlautbarungen nachzudenken. Die behördlichen Presseaussendungen, die von den internationalen Presseagenturen übernommen werden, werden wiederum in den lokalen Medienhäuser einfach nur abgeschrieben. Der Journalismus hat seit 9/11 abgedankt.

Falls Sie der Meinung sind, Sie könnten einen Apfel von einer Birne unterscheiden, dann gucken Sie sich doch einmal die TV-Bilder einer Anti-Terror-Übung in London an. Stellen Sie sich vor, man würde exakt diese Bilder als „echt“ und „authentisch“ in den Nachrichtensendungen wiedergeben. Dann hätten wir plötzlich einen „Terroranschlag“, der gar keiner war, auch wenn es „eindeutig“ danach aussähe – inklusive verletzter Menschen, die „bluten“. Bilder lügen nicht, heißt es von all jenen finsteren Gesellen, die Ihnen ein Schauermärchen erzählen wollen. Übrigens gab es – Zufall, Zufall – am selben Tag der Pariser Anschläge vom 13.11.2015 eine Anti-Terror-Übung. Und bei den Anschlägen in London, 7.7.2005, gab es ebenfalls eine Anti-Terror-Übung – das fiktive „Szenario“ der Übung mit mehreren Bombenanschlägen auf die Londoner U-Bahn, erfolgte zur selben Zeit an den exakt selben Orten wie die „echten“ Anschläge. Seltsam, finden Sie nicht auch?

Kurz und gut, falls Sie das nächste Mal den Kaiser ohne Kleider am TV-Schirm sehen, sagen Sie es, sprechen Sie es aus. Nur so wird am Ende der Schleier, der uns daran hindert, die Wahrheit zu sehen, gelüftet. Ein Versuch ist es jedenfalls wert, meinen Sie nicht auch?

Eine Antwort zu “Wenn ein Mass Shooting keinen Sinn macht: San Bernardino, California

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