richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Was Sie über moderne Kunst wissen sollten

kunst-scribble-fake

Was ist der Unterschied zwischen einem laienhaften Gekritzel der Gegenwart und einem genialen Kunstwerk der Postmoderne? Etwa 10.000 Euro.

Moderne Kunst oder Gegenwartskunst ist ein Betrug an der Menschheit. Es ist erstaunlich, dass die breite Masse diesen bösen Schwindel schulterzuckend akzeptiert und den unbekleideten Kaiser nicht sehen will. All die skrupellosen Kaufleute lachen sich ins Fäustchen, ob dieses Scams, dieses Cons.

Wie funktioniert dieser Betrug, werden Sie jetzt vielleicht fragen. Ganz einfach. Sehen Sie sich die obige Grafik an. Ich habe Sie gescribbelt, sozusagen nebenbei aufs Papier gekritzelt. Nichts Besonderes. Und nun stellen Sie sich vor, ich würde Leute kennen, die wiederum einflussreiche Leute am Kunstmarkt kennen, die wiederum wichtige Leute in den Medienhäusern kennen. Die einen „kaufen“ nun von mir diese Kritzeleien um „viel Geld“ und die anderen schreiben in erstaunten, aber zustimmenden Tönen darüber. Der gewöhnliche Bürger, der meint, nichts von moderner Kunst zu verstehen, glaubt, was ihm gesagt wird. Wenn es Sammler gibt, die bereit sind, viel Geld für diese Kritzeleien auszugeben, so ist das bekanntlich deren Privatsache. Theoretisch ja. Praktisch nein. Weil früher oder später, nach all der „Kauflust“ der „Sammler“, nach all dem Medienhype, kommen nun die Kuratoren ins Spiel. Sie sollen im „Auftrag der Allgemeinheit“ moderne Gegenwartskunst in (vom Staate bzw. von Unternehmen) geförderten Einrichtungen der Öffentlichkeit präsentieren. In diesem Fall würden meine Zeichnungen zum „Marktpreis“ von den Museen bzw. Organisatoren erstanden werden müssen. Hier wird echtes und richtiges Geld gemacht.

Alternativ könnte man leicht beeinflussbare Sammler (Neureiche), die nicht in the loop sind und natürlich nicht zur Clique gehören, so lange um den Bart streichen, bis sie ganze Serien von mir bzw. den Galeristen ankaufen. Um gutes Geld, versteht sich.

Wahre Kunst hat immer etwas mit dem Göttlichen zu tun. Der Betrachter, der Leser, der Zuhörer, ja, wir alle spüren es. Alles andere ist nur ein teuflisches Gift, das die Seele in uns zu zersetzen sucht.

Zwei empfehlenswerte Vorträge in englischer Sprache:

Why is Modern Art so Bad? by Robert Florczak (youtube)

Modern art insults me! by Lindybeige (youtube)

 

 

 

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6 Antworten zu “Was Sie über moderne Kunst wissen sollten

  1. AH. Samstag, 10 Dezember, 2016 um 8:16

    Nein, nein. Die „breite Masse“, der „gewöhnliche Bürger“ schätzt das Thema „Moderne Kunst“ schon sehr klar ein. Kein Normalverbraucher wird so etwas kaufen, es sei denn im Sonderangebot im Möbelhaus, wenn die Farbe zu den Vorhängen passt. Die Bewunderung der „Künstler“ und die richtig hohen Preise, das ist ein Neureichen-Thema.

    • Richard K. Breuer Samstag, 10 Dezember, 2016 um 8:17

      Der „Normalverbraucher“ ist natürlich auch nicht die Zielgruppe der Clique. Aber was mir auffällt ist, dass sich der gewöhnliche Bürger nicht getraut, einen Spaten einen Spaten zu nennen, wenn es um moderne „Kunst“ geht. Irgendwie dürfte da noch immer die Vergangenheit in den Köpfen herumspuken, damals, als das Wort „entartet“ im Gebrauch war. Und wer möchte schon als „Kunst-Nazi“ verunglimpft werden?

      • AH. Samstag, 10 Dezember, 2016 um 8:17

        Ich meine, es überschreitet einfach nicht den Wurschtigkeits-Horizont. Eines der verrückten Dinge, die „Die da oben“ tun. Wenn sie keine Kugelschreiberkritzeleien kaufen, dann essen sie Kuchen mit Blattgold drauf. Warum aufregen? Es ist ja nicht so, als würde sonst etwas Sinnvolleres mit dem Geld gemacht.

        Übrigens, Erfahrung mit meiner Tochter (8). Sie hat drei nebeneinander hängende moderne Bilder in Grün länger betrachtet und dann gesagt: „Weißt du, für mich sieht das nur aus wie Geschmiere.“

      • Richard K. Breuer Samstag, 10 Dezember, 2016 um 8:18

        Kindermund tut Wahrheit kund 😉

        „Des Kaisers neue Kleider“ ist ja eine zeitlose Parabel und nicht unbedingt ein Märchen für Kinder. Damals, als ich noch jung und naiv war, da verstand ich den tieferen Sinn des Märchens nicht. Heute würde ich sagen: Hans Christian Andersen war spot on!

        In den 1960ern Jahren, da gab es noch „Aufruhr“ im Volk, als sich „Künstler“ „künstlerisch“ gebierten. Dieser ganze Aktionismus war nur dazu da, den Weg für das Kommende frei zu machen. Heute werden Nitsch-Orgien als künstlerisch wertvoll betrachtet. Absurd.

  2. PK. Samstag, 10 Dezember, 2016 um 8:29

    Ad Andy Warhol. Genau genommen kommen seine Eltern aus MEDZILABORCE, das ist eine kleine Stadt im Nordwesten der Slowakei, es gibt dort auch ein Andy Warhol Museum. Andy Warhol kam aus ärmlichen Verhältnissen… Die Kunst kann Tür und Tor. öffnen. Die Frage ist ja auch, ob man bei jeder „Clique“ überhaupt dabei sein will. Wichtig ist, authentisch zu bleiben und sich nicht für ein paar Silbermünzen zu verkaufen. Bildender Künstler zu werden nur wegen der Kohle?? – naja, die Chancen stehen dafür ungefähr so gut wie für den Lotto-6er. Gilt wahrscheinlich auch für Schriftsteller

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