richard k. breuer

Schriftsteller & Verleger

Terrorismus: Was gesagt werden muss!

 

In der Presse und in der Tagesschau erfahren Sie nichts, was Sie nicht schon wissen. Niemand der bezahlten Journalisten und Redakteure, die über den Tellerrand gucken dürfen – vielleicht wollen sie auch gar nicht, wer weiß. Deshalb braucht es aufgeklärte Bürger und Politiker, die bereit sind, das offizielle Narrativ: „Hier die Guten, dort die Bösen“ zu hinterfragen.

Der kleine und der große Terrorismus

Wir müssen endlich beginnen, die beiden Ausprägungen von Netzwerken in Bezug auf ungesetzliche Aktivitäten zu unterscheiden. Der kleine, sozusagen rebellische Einzelhandelsterrorismus hat nichts mit dem großen, sozusagen staatlichen Großhandelsterrorismus zu tun und trotzdem wird diese äußerst wichtige Unterscheidung weder von Journalisten noch von Politikern getroffen. In dem bereits im Jahr 1981 erschienen Büchlein The Real Terror Network: Terrorism in Fact and Propaganda von Prof. Edward S. Herman, heißt es im Vorwort:

[meine Übersetzung:] »Kurz, wir leben nicht nur in einer Zeit eines eskalierenden ›Terrorismus‹, sondern auch in einer orwellschen Zeit, in der Begrifflichkeiten genauso wie Presse- und Universitätswesen geregelt und organisiert werden. Dadurch ist es möglich, dass der Begriff ›Terror‹ im allgemeinen Sprachgebrauch nur noch den geringeren [rebellischen Einzelhandels-] Terror bedeutet während der größere [staatliche Großhandels-] Terror als im Verschwinden begriffen erklärt wird und wenig Beachtung erhält.«

Der rebellische Einzelhandelsterrorismus ist in seiner Tragweite beschränkt, da er vorrangig lokal agiert und in seinen Ressourcen limitiert ist. Robin Hood oder Andreas Hofer oder Hans Kohlhase, wenn man so möchte, waren Rebellen, die sich gegen ein politisches System auflehnten. Es steht hier nicht an, festzustellen, ob diese Auflehnungen richtig oder falsch gewesen sind, sondern es geht vielmehr darum, aufzuzeigen, wie bescheiden die Mittel und Werkzeuge dieser „terroristischen Organisationen“ seinerzeit waren.

Der staatliche Großhandelsterrorismus ist in seiner Tragweite unbeschränkt, da er global agiert und auf beinahe unlimitierte Ressourcen zurückgreifen kann. Neben den von Regierungen offiziell genehmigten militärisch-politischen Aktionen (Bombardierungen, Inhaftierungen, Subventionen, Sanktionen, usw.)  gibt es eine Reihe nicht genehmigter Operationen, die im Sinne der „Staatssicherheit“ geheim durchgeführt werden. So ist es üblich, dass Geheimdienstagenturen kleine und große Terror-Netzwerke gründen, um diese für ihre Agenda einzusetzen (siehe Gladio). Rebellische Untergrundorganisationen, die bereits bestehen, werden vom Geheimdienstapparat infiltriert und mit loyalen Schlüsselspielern besetzt.

Mit anderen Worten, die größte Gefahr stellt der geheimdienstliche und damit staatliche Großhandelsterrorismus dar, der sich gerne des Einzelhandelsterrorismus bedient. Sieht man sich die Terroranschläge der letzten Jahrzehnte genauer an, bemerkt man Ungereimtheiten und Anomalien, die nur dadurch erklärbar sind, dass es behördliche Einwirkungen vorher und nachher gegeben haben muss. Mit anderen Worten, irgendwo da draußen, gibt es hochrangige Beamte, die im Sinne der „Staatssicherheit“, „ihre“ Terroristen hegen und pflegen und schützen und, wenn die Zeit gekommen ist, anleiten.

Es gilt deshalb, als Bürger eine lückenlose Aufklärung terroristischer Verbrechen – dazu zählen auch psychologische Operationen (Psyops) – einzufordern. Auch wenn Medien und Politiker nichts davon wissen wollen – wir sind es den Opfern schuldig, dass die wahren Täter im Vorder- und (vor allem) im Hintergrund ausgeforscht und schließlich zur Verantwortung gezogen werden.

4 Antworten zu “Terrorismus: Was gesagt werden muss!

  1. zip Sonntag, 22 November, 2015 um 1:44

    Exzellent. Mir gefällt die mMn notwendige Aufteilung in Einzelhandels- und Großhandelsterrorismus. Das trifft’s.

    Vergiss nur, wenn du nach der Aufklärung forscht, die Finanzströme nicht.

    LG!

    • Richard K. Breuer Sonntag, 22 November, 2015 um 11:45

      Ja, ja, die Finanzströme. Ich würde mal sagen, wer Geld drucken oder Öl aus dem Boden ziehen kann, kann die notwendigen Mittel sehr leicht bereitstellen. Interessanterweise bekümmert es die Behörden gar nicht, woher die Terroristen all das Geld haben.

  2. Richard K. Breuer Sonntag, 22 November, 2015 um 11:59

    Die US-Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, die als Irak-Kriegs-Veteranin weiß, wovon sie spricht, versucht den Bürgern klarzumachen, dass die Interventionen Washingtons im Ausland ein Desaster für die Welt sind.

    In a remarkably candid interview with Wolf Blitzer, Gabbard calls Washington’s effort to oust Assad “counterproductive” and “illegal” before taking it a step further and accusing the CIA of arming the very same terrorists who The White House insists are „sworn enemies.”

    „People said (about Assad) the very same thing about Saddam (Hussein), the very same thing about (Moammar) Gadhafi, the results of those two failed efforts of regime change and the following nation-building have been absolute, not only have they been failures, but they’ve actually worked to strengthen our enemy.“

    http://www.zerohedge.com/news/2015-11-21/us-congresswoman-introduces-bill-stop-illegal-war-assad-says-cia-ops-must-stop

  3. Pingback: Nizza, Paris, Charlie, San Bernardino, Boston und der Krieg gegen deine Wahrnehmung | richard k. breuer

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