John F. Kennedy und das 55-jährige Schweigen

Letzte Woche jährte sich der Tod des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy zum 55. Male. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, die obligaten Wiederholungen der Wiederholungen im Mainstream zu lesen oder zu hören. Für Presse und Politiker ist die Sache klar und längst zu den Akten gelegt. Der „lone gunman„, der Einzeltäter namens Lee Harvey Oswald, hat exakt drei Schüsse mit einem Gewehr abgegeben – zwei davon trafen den Präsidenten in der offenen Limousine und verletzten ihn tödlich. Die Treffer sind auch – mehr oder weniger – im Zapruder-Film zu sehen, der freilich Veränderungen im behördlichen Labor erfahren hat (Schnipp Schnapp) und den die Bevölkerung erst in den 1970er Jahren zu Gesicht bekam. Warum wurde dieser kurze Filmclip so lange unter Verschluss gehalten? Wovor hatten die Verantwortlichen Angst?

Zwei Monate vor seinem Tod sprach Kennedy vor den Vereinten Nationen über eine friedliche Kooperation mit der UdSSR und dem Wunsch, die Raumfahrt gemeinsam voranzutreiben. Nebenbei bemerkt, hatte Kennedy eine private Korrespondenz mit dem damaligen Regierungschef der Sowjets Nikita Chruschtschow. Wollten die beiden am Ende den Kalten Krieg beenden?

Es ist müßig, über das Motiv eines Mordes zu befinden, wenn man keinerlei Möglichkeit hat, hinter die politischen Kulissen zu blicken. Der Schock in der amerikanischen Bevölkerung saß jedenfalls so tief, dass die Mächtigen darangehen konnten, die verstörten Bürger zu beeinflussen (Schlag nach bei 9/11) und den Kalten Krieg – genauso wie das exorbitant teure „Wettrennen“ zum Mond – als notwendig erscheinen zu lassen.

Unumstößlicher Fakt ist und bleibt, dass Presse und Behörden, Redakteure und Politiker, keinerlei Absicht hatten und haben, Licht in diese längst vergangene Angelegenheit zu bringen. Was damals, an diesem 22. November 1963 in Dallas wirklich geschah, werden wir wohl nie erfahren – aber deshalb müssen wir noch lange nicht das offizielle Märchen, das jedes Jahr um diese Zeit gebetsmühlenartig wiederholt wird, akzeptieren. Wenn wir also eines machen können, dann ist es die Frage zu stellen, warum sich damals  die freie Presse wie eine unfreie benahm und es heute nicht anders ist.

Seien Sie deshalb besser misstrauisch gegenüber jenen Menschen und Medien, die jede offizielle Verlautbarung als absolute Wahrheit betrachten und Ihnen ein schlechtes Gewissen machen, sollten Sie sich Ihres eigenen Verstandes bedienen.

Der gute Immanuel Kant würde mir sicherlich zustimmen, wenn ich sage, dass nichts ist wie es (von offizieller Seite) verlautbart wird.

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