Untervögelt oder Warum sich im Web kein Schwanz für dich interessiert

New York Magazine - 14. Februar 1972: The Birth of New Journalism by Tom Wolfe

Okay. Diese Beitrag hat nichts mit Sex am Hut. Wirklich. Ist das jetzt enttäuschend? Andererseits, alles was wir tun und nicht tun hat am Ende doch mit Sex zu tun. Glauben Sie jetzt vermutlich nicht, weil Sie ein braver Spießbürger sind, wie? Na, wollen wir nicht wieder abschweifen, weil Zeit heutzutage ein kostbares Gut ist, das es nicht im Angebot beim Diskonter ums Eck gibt. Jedenfalls hätte ich es noch nicht gesehen. Sie vielleicht?

Gestern durch Zufall auf den wichtig(st)en Artikel in der Online Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit gestoßen: »Fanatiker des Augenblicks«. Der Titel ist jetzt ein wenig sperrig und muss erklärt werden. In diesem Artikel geht es um die Tyrannei des Augenblicks. Okay, das erklärt auch nichts. Dann zitiere ich mal frech.

Die Gegenwart wird zerlegt, in lauter adrenalinkickende Sequenzen, in Ereignis- und Erlebnisfolgen, die wir, wie die Soziologen Thomas Eriksen und Hartmut Rosa meinen, als »Tyrannei des Augenblicks« beschreiben könnten. Bei Eriksen bedeutet diese Tyrannei, dass die rasenden Überinformationen uns ratloser und uninformierter werden lassen. link

Da haben wir’s: Überinformation! Ja, das ist es. Schlagen Sie mal eine Zeitung auf. Oder am besten zwei (kosten ja heute nichts mehr). Dann hören Sie die Nachrichten im Radio. Gucken die News im TV, verfolgen dort eine Diskussion und schließlich, als Draufgabe, klicken Sie mal schnell ins Web, um sich zu informieren. Haha. Ein köstlicher Witz.

Noch nie in der Menschheit war der Einzelne so informiert wie heute und doch ist zu befürchten, dass er weniger versteht und so die falschen Schlüsse zieht. Wir gehen davon aus, dass ein Ereignis, ein Event, objektiv beschreibbar ist. Wir wollen wissen, was wirklich wirklich geschehen ist. Aber das ist nicht möglich. Gut, das sagen uns die Medien natürlich nicht – weil es ja ihr Geschäftsmodell ist, so zu tun, als hätten sie die alleinige Wahrheit gepachtet. Bullshit. Natürlich.

Gerade kocht die Volksseele in England. Weil der Medien-Tycoon Rupert Murdoch mit seinem Medien-Imperium daneben gegriffen hat. Das Boulevardblatt News of the World hat sich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt und gesetzeswidrige Aktionen gestartet, um zu einer heißen Story zu kommen. Immer mehr Details blubbern gerade an die Oberfläche und schon sind wir in einem spannenden Polit-Thriller. Nebenbei wurde einer der Kronzeugen tot aufgefunden. Es soll ein natürlicher Tod gewesen sein. Freilich. Die Aufregung war bestimmt zu viel für ihn. Wollen wir uns da nicht in konspirative Theorien verstricken. Das ist peinlich und wird von der Wahrheits-GESTAPO mit Kopfschütteln bestraft.

Eine gute Zusammenfassung gibt Buchautor und Journalist Jeff Jarvis in seinem Google+ Profil ab. Und weil Google+ ja ein offenes Netzwerk ist (aber es nicht leiden mag, wenn sich jemand anonymisiert), können Sie seinen Senf samt den vielen Kommentaren seiner Kontakte lesen. Bitte sehr. Der gute Jeff Jarvis spricht in seinem Beitrag davon, dass ihm die enge Verquickung zwischen Medienleuten und Politiker schockiert hat und schließt mit den Worten, dass wahrer Journalismus als Plattform für die Öffentlichkeit (Volk) dienen muss (»true journalism will act as a platform for the public«).

Tja. Ich sage es ja immer wieder – aber wer hört schon auf einen Indie-Autorenverleger aus Habsburglandien? Eben. Also, ich meine, dass objektive Medienarbeit, soweit es überhaupt möglich ist, nicht im Einklang mit wirtschaftlichen Interessen stehen kann. Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht. So ist das. Bestens zu sehen, wenn man einen Blick auf Fox News in den USA wirft. Der Fernsehsender gehört zum Murdoch-Imperium (genauso wie das Wall Street Journal). Dort wird dem Skandal kaum Beachtung geschenkt, sozusagen heruntergespielt. Und in den Murdoch-nahen Printzeitungen stellt man es scheinbar so dar, dass die anderen Medienunternehmen es dem alten Murdoch heimzahlen wollen.

Jetzt kommt natürlich der springende Punkt meines Beitrages. Ich habe mich mit dem Murdoch-Skandal nicht wirklich beschäftigt. Ich habe nur ein paar Info-Schnipsel im Web gefunden und mir meinen Reim darauf gemacht. Ich zitiere Jeff Jarvis, weil er meine Sicht auf die Dinge bestätigt. Aber ich hätte genauso gut einen anderen Journalisten oder selbsternannten Medien-Guru zitieren können, der die Angelegenheit gänzlich anders berwertet. Das ist das schönschreckliche im Web: du findest immer die gerade passende  Meinung – hübsch formuliert und mit knackigen Verlinkungen versehen. Ja, so läuft das heute. Man hat zwar keine Ahnung, kann sich aber innerhalb von wenigen Minuten ein erstes Bild machen. Und eine Stunde später hast du alles in dich aufgesogen, was du gefunden hast, verarbeitest es (mit all deiner Erfahrung, Weltanschauung und Voreingenommenheit) und fabulierst es in dein Blog. Und je nach dem wie gut dein gestriger Sex war, bist du nett oder kratzbürstig, verfluchst du die Welt oder siehst sie mit rosaroten Augen. Naja, das ist überzogen, aber Sie wissen, was ich meine, oder?

Jetzt geht die ganze Chose aber noch weiter. Also, wir haben jetzt einen Kerl, der meint, er würde über ein Ereignis so gut wie alles wissen und markiert mit den gefundenen Info-Bits seine medialen Kanäle. Dank social Media kann ich heute innerhalb von Sekunden eine Vielzahl an interessierten Menschen erreichen. Wobei, diese Menschen sind natürlich auch Kerles oder Kerlinnen, die über ein Ereignis so gut wie alles wissen oder wissen wollen und nehmen deine halbgaren Info-Bits, setzen sie mit ihren gefundenen zusammen und posaunen nun die neuen Erkenntnisse stolz in die über-informierte Welt. Tja.

Das wäre vielleicht schon schlimm genug, wäre da nicht das Dilemma, dass Medienhäuser und Journalisten mit dieser über-informierten Welt zurecht kommen müssen. Mehr noch, da sie – mehr oder weniger – für ihre Tätigkeit bezahlt werden, müssen sie einen Mehrwert liefern. Wenn ich demnach als nichtbezahlter Kerl bessere (sic!) und interessantere Informationen zusammentragen kann – noch dazu schneller – wozu braucht es dann diese bezahlte Meute? Tja. Das ist eine gute Frage. Noch mehr, wenn man, wie zuvor erwähnt, davon ausgehen kann, dass die Hand, die diese Medienhäuser füttert, von ihnen auch nicht gebissen wird. Der Medien-Skandal in England zeigt, wie eng verwoben die elitären Strippenzieher agieren. Und natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass noch immer die Mehrheit der Bevölkerung ihre Info-Bits aus Zeitungen und den TV-Nachrichten bekommt.

Einen wunderbaren Artikel hat übrigens der ehemalige Associate Editor des Wall Street Journals Paul Craig Roberts auf das virtuelle Papier gebracht: Conspiracy Theory:

Eine Verschwörungstheorie bedeutet nicht mehr, dass es ein Ereignis gibt, das durch eine eventuelle Verschwörung erklärt werden kann. Nein, damit bezeichnet man heutzutage jeden Erklärungsversuch, auch bewiesene, die nicht auf einer Linie mit der Regierung und ihren Medien-Zuhältern liegen. // A „conspiracy theory“ no longer means an event explained by a conspiracy.  Instead, it now means any explanation, or even a fact, that is out of step with the government’s explanation and that of its media pimps.

Roberts spricht sich ordentlich den Frust von der Seele. Hin und wieder lese ich seine Beiträge im alternativen News-Portal Counterpunch. Ja, er ist ziemlich angepisst von den gegenwärtigen Zuständen. Das gefällt mir. Wobei, wie zuvor erwähnt, es gäbe hundert andere Roberts, die das Problem an Leuten wie mir festhalten, die keine Ahnung haben, worüber sie schreiben und ein funktionierendes (sic!), stabiles (sic!) System in Frage stellen oder anschwärzen.

Kommen wir nun langsam zum Schluss.

Zusammengefasst sieht es so aus, dass es im Web gegenwärtig ein heilloses Wirrwarr an Informationen, Gossip, Meinungen, Fakten, Beweise, Theorien, Anschauungen, Ideen und so weiter gibt. Hier den Durchblick zu behalten, als kleiner Schlurf, ist eigentlich nicht möglich. Trotzdem wollen wir im Konzert der Medienmacher mitspielen und ebenfalls tagtäglich eine Headline aus dem Hut zaubern. Und wenn nichts Wesentliches passiert ist? Dann bauschen wir eine unbedeutende Story eben auf. Das geht schnell und kostet nicht viel. Schwupp. Schon fühlt man sich gut, weil man meint, die Welt gerettet zu haben. Bis zur nächsten Headline.

Aber mit jeder aufgeblasenen Headline, die jeder Einzelne in das Webuniversum entlässt, füllt sich der Raum mit Info-Schrott. Bald können wir gar nicht mehr klar sehen. Wie denn auch? Wenn du meinst, dass ein Ereignis so und nicht anders zu interpretieren sei, prügeln drei andere Schlurfs auf dich ein und schreien, dass es ganz anders war – inklusive der Verlinkungen, die du geflissentlich ignoriert hast, weil sie ja deiner Interpretation ans Bein pinkeln. Tja. Wer hat nun recht? Schulterzucken. Wir blättern um und suchen uns die nächste Headline. Schließlich wollen wir ja Aufmerksamkeit generieren. Uups. Ach so ja, das ist ja der Grund, warum Social Media so eingeschlagen hat. Mit einmal bist du dein eigener Medien-Tycoon, dein eigenes Starlet, dein eigener investigativer Journalist. Und ne Trantröte bist du natürlich obendrein, aber das blenden wir besser aus. Will ja keiner hören.

Ach ja, die Nudelsieb-Debatte. Auch die hat es ja in die Headlines geschafft. Um ehrlich zu sein, ich habe keine Ahnung. Interessiert mich nicht die Bohne. Also, der Inhalt der Diskussion. Viel mehr interessiert mich die Meta-Ebene. Wer mischt sich warum mit welcher Intensität ein. Das ist für mich viel interessanter als das Geschwafel. Der Auslöser dieser Diskussion (ja, der Kerl mit dem Nudelsieb am Schädel), ein gewisser A., ist übrigens Gründer und Geschäftsführer einer Werbe-Marketing-Seifenblasen-Agentur, die auf ihrem Blog in freundlichen Worten schreibt:

Finden Sie auch, dass in diesem Land Einiges verkehrt läuft?“, nach diesem Konzept entwarfen Super-Fi und Martin Radjaby, Kampagnenleiter der Grünen, eine neue Sonderwerbeform.

Ich meine, verkehrt ist vielmehr die Einstellung, die wir zum gegenwärtigen System haben. Wenn Sie es also in Ordnung finden, dass Politik und Werbung und Medien Hand in Hand gehen dürfen, um ihre Massage (sic!) an den Konsumenten und Wähler (Bürger wurde bereits abgeschafft) zu bringen, dann kann ich Ihnen leider auch nicht helfen. Ach so, Ihnen will nicht geholfen werden. Stimmt. Bald ist uns allen nicht mehr zu helfen.

*

P.S.: Ist das jetzt ne Themenverfehlung? Ist mir doch blunzn. Ist ja meine Zeitung, die Sie da lesen. Und ich mache mir meine Headlines selber. Oh. Ich mach es mir also selber? Hm. Interessanter Wortwitz. Wenn Sie verstehen?

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8 Kommentare zu „Untervögelt oder Warum sich im Web kein Schwanz für dich interessiert“

    1. Aber auch Geschwafel will gelernt sein! Nicht umsonst gibt es Stilübungen, Rhetorikkurse etc.

      Manche beherrschen das erschreckend gut. Clay Shirky (ich verkneife mir den Link) hat manchmal einen Aufbau in seinen Texten, da fragt man sich über einige Absätze, was daran jetzt bedenkenswert sein soll. Und dann lässt er plötzlich eine völlig unvermutete Sicht auf das alles einschlagen. Mit einmal ist alles wichtig und konnte auf keinen Fall fehlen. Ich möchte da dann fast in Deckung gehen, so gewaltig ist das. Mächtig gewaltig!

      1. Clay Shirky? Noch nie gehört. Du machst es ja spannend. Muss ich den jetzt googlen oder gibt’s nen Best-of-Link?

        Stilvolles Geschwafel bleibt am Ende natürlich auch Geschwafel. Aha. Die Rechtschreibprüfung schlägt mir „Geschwefelt“ vor. Interessant.

  1. Clay Shirky hat doch den Socialdingsbums-Klassiker „Here comes everybody“ geschrieben. Guter Mann, als Redner aber mittlerweile unbezahlbar. Aber zum Thema: Ich sehe das Problem nicht. Medien waren doch noch nie objektiv. Und Journalisten, die heute und zukünftig gelesen werden wollen, sollten sich von diesem Objektivitäts-Fetisch ganz lösen. Lieber ein klare, subjektive Meinung, ein klar erkennbarer Kopf hinter dem Artikel. „Self-Branding“ würden die bösen PR-ler das nennen. Objektivität entsteht für mich nur dann, wenn viele verschiedene Quellen zum gleichen Schluss kommen. Und bei zu einseitigen Artikeln können die Leser heute durch die Kommentarfunktion korrigierend, ergänzend mitwirken. Siehe das Konzept „Prozessjournalismus“. Also ich verstehe das Problem nicht. Journalismus war bestimmt noch nie so aufregend wie jetzt. Zumal wir heute alle Journalisten sein können. Here comes everybody….

  2. Here comes everybody, Frank. Right. Und damit sind wir auch schon in dieser monströsen Aufmerksamkeits-Spirale. Wenn du mit deinem Geschreibsel in die Öffentlichkeit gehst, willst du gelesen werden. Gut, es gibt immer welche, die behaupten, es wäre ihnen egal, ob man ihre Blogs oder Bücher liest, aber die machen sich ja dann doch etwas vor.

    Wenn also „alle Journalisten sein können“ und alle nach Aufmerksamkeit gieren, haben wir am Ende ein übermäßiges Geschrei, aber keine ernsthaften Diskussionen. Schlimmer noch, der Einzelne beginnt sich mit dem Mainstream anzubiedern, also eine Boulevardisierung. Sex im Blog-Titel bringen mehr Klicks, also immer her mit so ner sexualisierten Titelei. Die Leutchen wollen etwas über Katzenbabys lesen, also schreiben wir etwas darüber. Die Mehrheit der Leutchen würden dich für verrückt halten, wenn du die offizielle Version von 9/11 als ‚Schwachsinn‘ abtust, kein Problem, dann stimmen wir im Chor mit den Mainstream-Medien ein.

    Analog verhält es sich ja mit den Bücher-Blogs – in einem Beitrag von E., die sich über den Einheitsbrei mokiert, kann man gut erkennen, in welche Richtung der Zug fährt: http://bit.ly/lUPJZu

    Und die Kommentarfunktion bei Presse-Artikel ist richtig und notwendig, aber verwirrt natürlich mehr als es uns gut tut. Wenn im Artikel der Journalist zum Schluss A kommt, gibt es in den Kommentaren kluge Leser, die Schluss B oder Schluss C bevorzugen oder alles Blödsinn finden. Der Leser ist nun eingeladen, sich seine Meinung zu bilden. Und wir dürfen nicht vergessen, dass es Institutionen und Menschengruppen gibt, die eine Agenda verfolgen und die natürlich mitkommentieren.

    Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Das Web bietet die immense Chance, an Informationen zu gelangen, die von keinen der Gatekeepers wie Medien oder Zensur zurückgehalten werden können. Aber das Problem liegt schlussendlich in der Interpretation dieser Informationen. Die aufgeklärten Bürger zerreiben sich gegenseitig, anstatt gemeinsam über die wichtigsten Themen zu befinden.

  3. Endlich durfte ich unbescholten wieder was anderes lesen!!!
    Me likey your bloggy 🙂

    Leider seh ich diese Übervögelung mittlerweile nicht mehr so lustig bzw kann es nicht mehr amüsiert kommentieren. Muss man sich nämlich auf eine Prüfung zum aktuellen zeitgeschehen in UK und USA vorbereiten und steht dann vor dieser unmenschlichen Qual der Wahl, dann ist das nicht schön. Eben die Tatsache, dass jeder x beliebige sich selbst als total reliable source präsentiert, macht es schlichtweg unmöglich, Tatsachen von Spekulationen von Falschmeldungen so zu unterscheiden, dass man am ende eine gültige Meinung erlangt hat.
    Allerdings, lese ich nun deine Kommentare – egal zu welchem Thema – dann nehme ich das so hin. Auch wenn wir uns lediglich virtuell kennen (zugegeben schon recht lange), macht diese persönliche Verbindung dich für mich zu einer liable source. Und genau auf so eine Verbindung, quasi so ein Vertrauensverhältnis, kommt es für jeden an, der Informationen oder Ansichten in die Welt träg. Alter Hut, wa? Dein blog hat mich zum nachdenken angeregt und da auch ich den Austausch geilöst finde, musste das jetzt raus.

    Pardong für vertippsler – diese touchpadsache an meinem klugen fon hab ich noch nicht so raus.

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