Neues Buchprojekt: Über die Entdeckung der Liebe

Die nächsten Tage beginne ich also mit dem neuen Buchprojekt, das sich um Die Entdeckung der Liebe dreht. Die Rohfassung ist eigentlich niedergekritzelt, jetzt gilt es ins Reine zu kommen. Schon eine Weile nicht mehr hineingesehen. Es braucht ab und zu Abstand, um der Essenz nahezukommen.

Die Inspiration für diese Tagebuchpoesie, wie könnte es anders sein, war – wie bereits bei Azadeh – das helle Lachen einer Frau. Und man könnte meinen, der Fin de Siècle Roman, der im Jahr 1899 angesiedelt ist, spiegelt die Gegenwart des neuen Buches. Nimmt man noch die autobiographische Fiktion Der Fetisch des Erik van der Rohe hinzu, dann haben wir drei Bücher, die vollkommen authentisch und wahr sind, wenngleich die Fiktion ihren Platz hat und dafür sorgt, dass die Dramaturgie des Lebens erklärbar wird.

Die letzten 14 Tage ein Hochgenuss an Inspiration. Was wurde da nicht im Kopf angedacht, im Herzen durchlebt und schließlich zu Papier gebracht? Es gab Höhen und Tiefen, die das eine Mal himmelhochjauchzend, das andere Mal zu Tode betrübt durchschritten wurden. Es gab kein Halten. Immer weiter ging die inspirative Reise. Ein erster Endpunkt ward erreicht als die Liebe schließlich und endlich entdeckt wurde. Aber weiter ging die Höllenfahrt im Himmel und am Schreibtisch. Noch ist nicht entschieden, wo der Schlusspunkt gesetzt werden muss, gibt es doch immer ein Danach. Aber dieses Danach könnte bereits ein anderes Buchprojekt sein. Und vielleicht wird es das auch. Wenn einen die Muse nicht vergisst, sie dem Ohr flüsternd nahe kommt und das Herz des Dichters mit ihren Haarspitzen zum Pochen bringt, dann ist zwar noch nichts geschrieben, aber alles fertig gedacht.

Hier, im Schreiben, ist der Dichter Mensch und der Mensch Dichter. Ewig könnte er sich im Schreibtaumel verlieren. Ist dieser Taumel doch die einzige gelungene Ablenkung vor der Realität, die sich nicht um Poesie oder Träume schert, sie tut, was ihr in den Sinn kommt und mag es noch so widersinnig oder sinnlos sein. Der Mensch wird es nie verstehen können. Er wird nach Antworten suchen, gewiss, aber finden wird er sie nicht.

Später einmal, wenn meine Augen über diesen Beitrag fliegen, werde ich mich an Anfang und Ende der Geschichte noch erinnern können? Wie alles begann? Wie alles endete? Gewiss, im gerade entstehenden Buch wird es nachzulesen sein – aber oftmals vertauscht das Unbewusste das eine mit dem anderen. Übrig bleibt oft eine rätselhaft verschlungene Geschichte, die selbst der Autor nur mit Staunen und Ehrfurcht zur Kenntnis nehmen kann. Es scheint, als hätte er das am Schreibtisch Angedachte tatsächlich erlebt. Instinktiv vermeint er die Stimme der Protagonistin, die ich A. nennen möchte, zu hören, wie sie verschlafen und verkatert eine Nachricht für E. aufs Band spricht. Oder wie A. mit verklärtem Blick des Dichters poetische Verzauberungen lauscht. Die Bilder im Kopf scheinen real und sind doch nur gedacht. Es fühlt sich an, als würde man aus einem hübsch-schaurigen Traum aufwachen. Und für einen kurzen Moment spielt einem das Unbewusste einen Streich und gaukelt dem Bewusstsein eine Wirklichkeit vor, die es nur im Traum gegeben hat. Man könnte auch sagen, für den Bruchteil eines Augenaufschlags verschränkt sich Traum und Wirklichkeit, Wirklichkeit und Traum.

Und aus 14 Tagen Traum werden 14 Tage Ewigkeit.

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