Der Kreis schließt sich, der Punkt ist gesetzt, der Anfang gemacht. #Azadeh

Sehen Sie, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erden, die wir uns nicht erklären können. Gewiss, die Wissenschaft versucht sich an Antworten, aber wer auch nur einmal in den Spiegel der Seele geblickt hat, weiß, dass die klugen Leutchen einfach nur Idioten sind, die im besten aller Fälle ahnungslos im Nebel der Unwissenheit herumtappen.

Alleine die absonderliche Idee, dass das Universum durch einen lauten Knall entstanden sein soll, führt uns vor Augen, dass die Hohepriester der Meinungsherrschaft uns in die Irre führen möchten – vermutlich um uns irre zu machen.

Die andere absonderliche Idee ist der „Urknall der Evolution„. Sie wissen schon, da werden Wahrscheinlichkeiten und Zeiträume ins Rennen geworfen, die der menschliche Verstand nicht im Entferntesten begreifen kann – aber am Ende, ja, am Ende der grenzenlosen Zufälligkeit, da war eine Zelle und aus der Zelle entwickelte sich der Mehrzeller und von da ging es zum Bakterium und ehe wir uns noch wundern, entstehen sonderbare organische Kreaturen. Das Leben, so wird postuliert, entstand zufällig aus der Ursuppe. Aber niemand, der sich die Mühe macht, genauer hinzusehen. Eine Zelle? Klingt nach einem simplen Ding. Ist es aber nicht. Die Komplexität hat Dimensionen, die unsere hehre Wissenschaft nur mit Achselzucken wahrnimmt. Alleine, dass in jeder Zelle Strom erzeugt wird oder Zellen untereinander mittels „Glasfaserkabel“ kommunizieren, sollte einem die größte Ehrfurcht lehren. Und sieht man sich die Wahrscheinlichkeit für all das an, dann könnte man darauf hoffen, dass der nächste Sturm eine intakte Boeing 747 auf einem Flugzeug-Schrottplatz zufällig zusammensetzt. Natürlich vollgetankt und startklar. Wie lange würden Sie auf solch ein Ereignis warten wollen?

Während uns also die verkopften Wünschelrutengänger aufklären, dass das ganze Universum aus einem Nichts entstanden sei – wer würde diesen Zaubertrick nicht gerne auf seinem leeren Bankkonto anwenden? – und dass das Leben einem Zufall entsprungen sei und sich unter den widrigsten, d.h. glücklichsten Umständen entwickelt hätte, gehen die Seelenklempner sogar noch einen Schritt weiter und erklären das gelebte Leben als eine Anhäufung hormoneller Schwankungen, die durch eine g’sunde Watschn in der Kindheit ausgelöst worden sein soll. Ich frage mich, warum man nicht all die wissenschaftlichen Scheuklappenträger mit ihren sonderbaren Ideen und Vorstellungen auf die Couch gelegt hat. Vielleicht hätten ihnen ein paar g’sunde Watschn gutgetan.

Das Leben und der Kosmos, sie sind nicht zufällig entstanden. Woher ich das weiß? Die Frage sollte eher lauten, warum Sie das nicht wissen? Ein Blick, ein offener, weiter Blick in die Welt und in den Menschen verrät die Antwort.

Ich war kein Schriftsteller, ich war ein Angestellter, ein Karrierist, ohne dass ich einer sein wollte. Was ich wollte, war die „verlorene Geschichte“ finden. Jene Geschichte, die mir zufallen würde, die mir, und nur mir allein gehören und die mich auf einen neuen Weg führen würde. Wie oft seufzte ich still aufs Papier. Wartend. Hoffend. Und dann, irgendwann, ohne es zu wollen, ohne es zu erzwingen, erfährt man das Lachen einer Frau. Wie von Geisterhand öffnete sich eine Tür in meinem Innersten. Zugegeben, als ich durch die Tür schritt, stand ich in einem unbeleuchteten Raum. Ich tastete mich voran. Stück für Stück. Umrisse und Schatten zeichneten sich vor meinem geistigen Auge ab. Mehr war nicht.

Ja, und dann, nicht lange danach, ich saß auf einer Parkbank, irgendwo in Wien, wartend auf eine terminliche Verpflichtung. Da geschah es. Eine Idee für eine Geschichte. Meine verlorene Geschichte. Eine Inspiration. Dieser Funke, den ich einen göttlichen nenne, erleuchtete mit einem Male das im Dunkel gelegene Zimmer. Ich sah ein bezauberndes, ja verzauberndes Schlafgemach, das mir eine Muse bereitete, die schließlich und endlich die Meine werden sollte und die mir nicht mehr von der Seite weichen würde.

Die musischen Vorgänge – im Inneren wie im Äußeren – sind in Worten nicht zu beschreiben und doch bemüht sich der Mensch, dieses göttliche Prinzip einzufangen, in dem er die Sprache der Kunst bemüht. Kunst, die vom Göttlichen beseelt ist, zeigt uns das Wahre, das Schöne, das Gute – während Kunst, die vom Kommerz diktiert wird, nur das Falsche, Hässliche und Seelenlose hervorbringt.

Beinahe ist man versucht, festzustellen, dass es Kräfte im Hintergrund gibt, die dem Menschen das Mensch sein austreiben wollen, in dem diese das Göttliche zuerst in die Ecke stellen, um es später in das memory hole werfen zu können. Das Wahre, sei es in der Kunst, sei es in der Liebe, ist eine Gefahr für diese finsteren Kräfte, die wir an dieser Stelle als satanisch entlarven wollen.

Zu guter Letzt, wer noch immer meint, die Wissenschaft mit all ihren Daten und Fakten und Experimenten würde uns die innere und äußere Welt erklären können, der solle sich erinnern.

Erinnere dich – man sehe mir das Duzen nach – erinnere dich, als du in die Augen eines anderen geblickt hast und diese in die deinen. Es war, als würden sich die beiden Seelen für einen Moment verbinden. Zugegeben, solch ein Ereignis ist und bleibt Ereignis. Wer es wenigstens einmal erlebt hat, wird diesen magischen Moment nicht vergessen.

Erinnere dich, als du in das Gelächter anderer eingestimmt hast. Kein gekünsteltes Lachen, kein Schmunzeln. Ein ehrliches, offenes Lachen. Spürtest du da nicht eine Verbindung mit den anderen Seelen? Eine Verbundenheit – und mag sie auch nur für kurze Dauer gewesen sein – die mit wissenschaftlichem Hokuspokus niemals erklärt werden kann.

Erinnere dich, als du eine Stimme gehört hast, die nur dir gegolten hat und die sich wie Balsam auf deine Seele gelegt hat.

Nun sage mir, wie können Töne und Frequenzen, wie können Lichtpartikel, die sich mal als Lichtwellen ausgeben und umgekehrt, wie können diese in einem besonderen Zusammenspiel so vehement auf Körper, Geist und Seele einwirken – im Guten wie im Schlechten?

Das Lachen einer Frau gab den Anstoß, setzte meine musische Reise in Bewegung, die mit der Geschichte um Johann Gottfried von Märwald und seiner Hinwendung zu einem orientalischen Fräulein namens Azadeh begann.

Das Lachen einer Frau gab nun den Anstoß, diese musische Reise zu einem Abschluss zu bringen. Bald ist es der Staub aus zwanzig Jahren, der auf meinem Erstlingswerk liegt.

Eines führt zum anderen.
Und wenn es deiner Muse gefällt, führt (sie) alles zusammen.

Der Kreis schließt sich,
der Punkt ist gesetzt,
der Anfang gemacht.

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